SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

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eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 376
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19.03.16 06:14 #1 SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewe.
Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen – belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur – sozusagen nicht sichtbar wurden – dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro – fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 – 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein – auch bei voller Aufrechterhaltung der – Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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18.01.19 09:29 #352 Wienerberger
Das ist eine interessante Frage, die der Interviewer hier stellt. Zunächst ist es zweifellos so, dass wir als Aktionäre uns darüber freuen können, wenn unser Unternehmen in einem derartigen Gespräch erwähnt wird und so in einem seriösen und häufig gelesenen Magazin in die Aufmerksamkeit von potenziellen weiteren Investoren (ob klein oder groß) rückt.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass die SW rein von den Produkten her gut in das Portfolio von Wienerberger passen würde. Die Wienerberger Group ist ein weltweit tätiger Konzern mit vielen verschiedenen Marken, so zum Beispiel die Rohre von Pipelife. Diese verschaffen eventuell Synergien bei den Kläranlagensystemen der SW. Ein anderer Aspekt ist das RECON-Stützwand-System, einer ästhetischen Natursteinmauer, die sich bei privaten Eigenheimbesitzern und bei Gemeinden wachsender Beliebtheit erfreut und laut der Pressemeldung vom November 2018 der Hauptantrieb für wieder steigende Umsätze auch in Österreich ist.

Klar ist aber auch, dass es sich um ein seit Generationen mehrheitlich in Familienhand befindliches Unternehmen handelt, das nicht zuletzt durch die gelungene Ausverhandlung der Tilgungsvereinbarung im Jahr 2015 und das ausgezeichnete Geschäftsjahr 2018 als eigenständige Gruppe wiedererstarkt ist.  
19.01.19 06:50 #353 Bauboom - Ein Ende ist nicht in Sicht
Offenbar ist derzeit auch in Österreich noch kein Ende des Baubooms in Sicht.
Laut diesem Bericht  https://tvthek.orf.at/profile/Eco/11523082 rechnen die Experten, dass der Boom noch 1-2 Jahre anhält. Offenbar nehmen die Baufirmen die Aufträge nur zu sehr hohen Preisen an. Das hat nun sogar die Stadt Wien dazu bewogen, ein U-Bahn - Projekt zu verschieben und auf niedrigere Preise zu warten.

Zusammen mit den Aussagen des Wienerberger Finanzchefs ergibt das schon ein recht deutliches Bild. Ich rechne daher auch für 2019 mit einem weit überdurchschnittlichen Jahr für die SW.

Auch wenn die Aktie in den letzten Monaten ganz gut gelaufen ist und ein Acht-Jahreshoch erreicht hat, muss man trotzdem sagen, dass sie weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt.

Der kommende Jahresbericht 2018 wird einen Umsatz von 70 Mio und ein Nettoergebnis von etwa 4 Mio Euro zeigen.  
Was ist dazu im Vergleich ein Marktwert von 8,5 Mio Euro?

Im Jahr 2007 lag die Aktie in der Spitze bei 130 Euro und das bei einem höheren Schuldenstand, einem wesentlich niedrigeren Gewinn und einem riskanteren Geschäft.

Für mich hat mit der Vorlage der 9-Monatszahlen eine grundlegende Veränderung in der Wahrnehmung auf die Aktie und aber auch auf den Unternehmenswert stattgefunden.

Während zuvor - verschiedene Bewertungsansätze - einen aktuellen Zeitwert von 20-25 Euro ergeben haben, sehe ich nun eher einen fairen Wert von um die 40 Euro, insbesondere dann, wenn man die stillen Reserven in die Berechnung mit einbezieht.  
22.01.19 14:55 #354 Langsam aber stetig...
... scheint der Markt nun das Potenzial der SW zu erkennen. Wenn ich mich nicht verschaut habe, war es das letzte Mal am 11.04.2012 soweit, dass die Aktie Kurse von 14,50 und darüber gesehen hat. Das ist natürlich schön für uns Aktionäre, aber man darf eines nicht übersehen: unter Berücksichtigung der knapp 20.000 Stück Aktien, die das Unternehmen derzeit noch selbst hält, ergibt sich ein Marktwert des Unternehmens von ca. 9,3 Mio. Euro (14,5 mal 0,64 Mio. Aktien), was angesichts der momentanen Ertragssituation noch immer sehr günstig ist.

Der große Unsicherheitsfaktor ist und bleibt die hohe Verschuldung, aber: mit steigendem Kurs wächst natürlich die Chance, dass sich die Liquidität der Aktie erhöht und somit ein Wechsel in den Fließhandel am Wiener Heimatmarkt noch mehr Sinn machen könnte. Steigende Aktienkurse und höhere Liquidität verschaffen selbstverständlich auch weitere Finanzierungsquellen (zB durch eine Kapitalerhöhung), die man zur außertourlichen Schuldentilgung verwenden kann. Eine Kapitalzufuhr von etwa 15 Millionen Euro würde die Bilanz der SW derart aufpolieren, dass auch ein längerfristiger Wirtschaftsabschwung ohne Probleme verkraftet werden könnte. Diese 15 Mio. entsprächen beispielsweise 600.000 Aktien zu 25 EUR. Selbst unter Berücksichtigung dieser massiven Verwässerung (von 0,64 auf 1,24 Mio. Aktien) würden dann derzeit weit über 3 Euro pro Aktie verdient.

Ich gehe davon aus, dass der Vorstand das aus langfristiger Sicht Richtige tut.  
24.01.19 06:27 #355 Steigende Liquidität - Market Maker
Rechtliche Voraussetzung für den Fließhandel ist ein Market Maker. Da hilft eine steigende Liquidität leider nicht.
Die Vorstände müssten sich einfach nur dazu entschließen einen MM zu engagieren. Nach neuesten Informationen kann man die Dienstleistungen eines MM bereits für 15.000,- Euro im Jahr in Anspruch nehmen. Für mich ist es noch immer unverständlich, wieso man diese Kosten scheut.
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele potentielle Aktionäre bisher von der bisher schlechten Handelbarkeit der Aktie abgeschreckt wurden.  
24.01.19 08:57 #356 Market Maker
Natürlich ist es die Entscheidung des Vorstandes, einen Market Maker zu beauftragen. Es wurde im Rahmen der HV erörtert, dass es Bedenken gibt, wie der Market Maker selbst zu genügend Stücken kommt, um seine Aufgabe ordentlich und ohne erhebliche Zusatzkosten erfüllen zu können. Möglicherweise erleichtert das steigende Interesse jetzt diese Problematik.    
24.01.19 13:17 #357 Börsenumsätze
# bargain invest:

Ja, könnte sein bzw. hoffe ich.

Das nachfolgende Diagramm zeigt die Handelsumsätze der SWUT an der Wiener Börse im Zeitverlauf - in Doppelzählung.

Man sieht sehr schön die steigenden Handelsumsätze seit dem Jahr 2014.

Während 2014 also gerade einmal 120.000,- Euro umgesetzt wurden, so waren es 2018 immerhin schon etwa 450.000,- Euro (Einfachzählung)

Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2010 (11 Jahre) lagen die Börsenumsätze bei 3,1 Mio Euro.  
Es wäre schön, wenn man da wieder hin kommt (Einfachzählung).

 

Angehängte Grafik:
screenshot_-_b__rsenums__tze.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
screenshot_-_b__rsenums__tze.png
24.01.19 15:49 #358 Handelsumsatz
Wird die Statistik nicht durch die schlichtweg damals höheren Kurse verzerrt?  
25.01.19 06:32 #359 Handelsumsätze
Ja, natürlich kann man das nicht 1:1 auf heute umlegen. Im groben finde ich aber doch, dass man so noch am ehesten vergleichen kann. Immerhin zeigt die Statistik auf, wie viel Geld der Anleger bereit war in die Aktie zu investieren. Wenn damals ein Aktionär 1000 Euro zur Verfügung hatte, dann hat er halt anstatt den heutigen 100 Stk (bei 10 Euro) damals nur 10 Stk (100 Euro) bekommen.

Man kann die Umsätze der SW auch schwer in Relation zum Gesamtmarkt (alle an der Wr. Börse notierten Aktien) setzen, weil die Anzahl der Emittenten von Jahr zu Jahr schwankt.

Ich lasse mich hier aber gerne belehren. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das besser heraus arbeitet....  
25.01.19 07:04 #360 Handelsumsatz
Ich persönlich würde eher auf den Umsatz nach Stück abstellen, wobei man hier natürlich die Kapitalerhöhung damals miteinbeziehen muss.  
25.01.19 07:38 #361 Handelsumsätze von 2010 bis 2018
Diese Grafik zeigt die Handelsumsätze in Stück seit dem Jahr 2010.  

Angehängte Grafik:
sw.jpg
sw.jpg
25.01.19 09:52 #362 Vergleich
Diese Grafik ergibt dabei ein ähnliches Bild wie meine Statistik, zumindest von der Tendenz her.

Auch hier zeigen sich die steigenden Umsätze seit dem Tiefpunkt 2014.  Demnach wurden 2018 etwa doppelt so viele Stücke gehandelt als 2014. Der Umsatz hat sich allerdings vervierfacht, muss ja eigentlich so sein weil sich die Aktienkurse verdoppelt haben.
Aber auch bei Deiner Grafik sieht man, dass in 2010 noch etwa vier mal mehr Stücke gehandelt wurden als 2018. Daraus ergibt sich, dass die Umsätze grob dem achtfachen entsprachen, weil ja die Börsenkurse auch etwa doppelt so hoch lagen.

Meiner Ansicht nach ergibt Deine Grafik daher das selbe Bild wie meine Statistik.

Das Unternehmen ist in Bezug auf Anlegerinteresse (das geht ja dann idR mit dem Börsenhandel einher) bei weitem noch nicht dort, wo es im Jahr 2010 oder auch im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2010 war.
Grob müssten sich die gehandelten Stücke vervierfachen.  
25.01.19 10:04 #363 ....
Im Grunde ergibt das aber auch ein positives Zukunftsszenario für den Kurs. Wenn die Börsenstimmung auf dem Hoch ist und jedermann die SW kennt, dann fehlen damit zukünftig auch neue Investoren die man für höhere Kurse aber braucht.  
25.01.19 10:19 #364 .....
....die Aktie ist auch bei Börsenbriefen noch nicht auf dem Radar aufgetaucht. Trotz der ausgezeichneten 9-Monatszahlen gab es bislang noch keine Kaufempfehlung. Wobei es natürlich auch Börsenbriefe gibt, die nur den Abonnenten gegenüber Empfehlungen aussprechen. Der "Austria Börsebrief" macht seine Empfehlungen - so weit ich weiß - nicht öffentlich.

Ich bin schon auf die nächste HV neugierig. Zuletzt stand ja im Raum, dass man sich auch von einer Bank raten lassen will. Mit den verbesserten Kennzahlen die im nächsten Geschäftsbericht ausgewiesen werden, würde man einem Rating wohl ein Stück weit näher kommen.  
Ein Rating würde wieder neue Anlegerkreise - vielleicht auch kleine Fonds - anziehen.  
28.01.19 20:43 #365 Insider-Kauf
AR-Mitglied, ehemaliger Vorstand bzw. Miteigentümer Bernd Wolschner hat in zwei Tranchen jeweils 250 Stk Aktien zu 12,80 bzw. 14,50 Euro gekauft.

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...nance/directors-dealings/
 
29.01.19 07:24 #366 Directors Dealings
Es war DI Heinz Wolschner  
29.01.19 09:19 #367 Ja....
...natürlich, Danke!  
30.01.19 15:03 #368 weitere Insiderkäufe
Es wurden weitere 1000 Stück am 25.1. zu 13,50 durch Herrn DI Heinz Wolschner erworben. Zuletzt war er im Jahr 2015 so aktiv, als er 12.000 Stück seines Unternehmens erwarb. Damals hat er ein gutes Händchen bewiesen, erfolgte der Kauf ja zu einem Kurs von 5 Euro je Aktie und hat der Titel seither 140% zugelegt.

Insiderkäufe sind häufig ein gutes Zeichen.  
30.01.19 18:53 #369 Damit wird klar,
dass es sich ausgeht.....  
31.01.19 14:44 #370 Weitere Aktienkauf durch die Vorstände
Nun ist sie doch gekommen, die lang erwartete Meldung über den Kauf der eigenen Aktien durch die Vorstände.

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/news/...amp;cHash=d692e7d198

19121 Stk Aktien - die bislang dem Unternehmen gehörten -  gehen also an Herrn Einfalt und Herrn Vaczi, zu einem (wie ich finde) für uns Aktionäre fairen Kurs. Immerhin fließt der Verkaufserlös in das Unternehmen.

Die Vorstände hätten ja auch um 7 bis 8 Euro kaufen können.
 
01.02.19 05:02 #371 Insiderkauf
Also, diese Aktion gefällt mir. Zusammen mit den Käufen von Herrn Heinz Wolschner werden/wurden immerhin 20.621 Aktien angekauft.
Beide Käufe erfolgen nach dem schönen Anstieg, welcher seit Bekanntgabe der 9-Monatszahlen, erfolgte.  
Sie haben also bewusst die höheren Kurse inkauf genommen.

Gleichzeitig zeigen sie dem Markt damit auch, dass sie den Wert ihres Unternehmens noch höher einschätzen und mit weiter steigenden Kursen rechnen bzw., dass die Kurse nicht mehr tiefer gehen sollten.
 
01.02.19 06:28 #372 Der Aktiendeal
"dass sie den Wert ihres Unternehmens noch höher einschätzen"

Ich denke, dass sie mit dieser Einschätzung auch völlig richtig liegen.  
12.02.19 14:55 #373 Der Aktiendeal
Der Aktienkauf ist mittlerweile abgewickelt. Die Vorstände haben die 19.121 Stück eigene Aktien um einen Preis von 11,90 je Stück erworben.  
14.02.19 05:37 #374 Weitere Aktienkäufe durch die Familie?
Im Grunde gäbe es jetzt auch keinen Grund mehr für die Familie, sich nicht weiter mit Aktien einzudecken.

Schaut man sich die Historie der DD-Meldungen an, sieht man,  dass mehrere Familienmitglieder im Jahr 2007 zu Kursen von bis zu 130 Euro gekauft haben.

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...nance/directors-dealings/

Was läge da näher, dass man nun, wo die Firma signifikant Schulden abgebaut hat und vor der Verkündung des höchsten Jahresgewinnes seit der Unternehmensgründung steht, weiter zukauft.
 
14.02.19 08:59 #375 Das stimmt!
Zumal die Aktie bei Kursen rund um 15 noch immer günstig ist, nämlich unter anderem aus folgenden (zum Teil bereits erörterten) Gründen:
-) Ein Kurs von 15 entspricht einer Marktkapitalisierung von unter 10 Mio. Euro für ein Unternehmen, das 2018 bereits in den ersten 9 Monaten einen Gewinn von 3,5 Mio. eingefahren hat und auch auf das vierte Quartal einen positiven Ausblick gegeben hat.
-) Obendrein bietet 2019 umsatzseitiges Wachstumspotenzial einerseits durch das neue Werk in Cristesti und andererseits durch eine zusätzliche Produktionslinie in Ungarn, die mit Fördermitteln vom ungarischen Staat errichtet wird.
-) Durch die gut laufende Konjunktur in Ungarn und in Rumänien könnte es darüber hinaus Aufwertungsgewinne bei den nicht betriebsnotwendigen Immobilien geben. Diese könnten theoretisch auch zur Schuldenrückführung verwendet werden.
-) Die fortlaufende Schuldentilgung senkt die Zinsaufwendungen. Hier kann man meines Erachtens mit einem Sinken von zumindest 100 TEUR pro Jahr rechnen. Dies schlägt sich (unter Berücksichtigung der etwas steigenden Steuern) unmittelbar auf das Endergebnis nieder und erhöht außerdem aufgrund der steigenden finanziellen Stabilität auch den fairen Multiple für das Unternehmen. Selbst wenn man nur einen fairen Multiple von 5 ansetzt, erhöht die Gewinnsteigerung wegen sinkender Zinsbelastung den Marktwert des Unternehmens um 500 TEUR pro Jahr, was bei einem Einkaufspreis von unter 10 MEUR eine jährliche Steigerung von 5% allein aus der Rückführung von Schulden bedeutet.  
18.02.19 05:26 #376 Facebook - Präsentation
Wer über die aktuellen Projekte der SW informiert werden will, der wird auf der Facebook - Seite des CEO wohl am besten aufgehoben sein.

Anfang Februar wurde über mehrere Großprojekte berichtet:

https://www.facebook.com/klaus.einfalt  
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