Russische Gas-Pipeline offen für ausl. Investoren!

Seite 1 von 1
neuester Beitrag:  09.01.06 10:19
eröffnet am: 26.12.05 11:51 von: EinsamerSamariter Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 09.01.06 10:19 von: EinsamerSamariter Leser gesamt: 3937
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

26.12.05 11:51 #1 Russische Gas-Pipeline offen für ausl. Investoren.
Ich hab irgendwo gelesen, dass die Russen die Aktien der von der Kooperation Deutschland-Russland gebauten Gaspipelinefirma für die ausländischen Investoren freigegeben haben.

Meine Frage an Euch: Kennt jemand den Firmennamen oder gar die WKN der russischen Pipelinefirma?

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
26.12.05 15:32 #2 Hab ihn gefunden!
ariva.de

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
09.01.06 10:19 #3 Gazprom bietet mehr
Gazprom bietet mehr

Der Gazprom-Konzern, der gegenüber der Ukraine seine Macht demonstriert hat, bietet Investoren interessante langfristige Perspektiven. Schon jetzt dürfen Ausländer mehr Geld investieren: Setzt Gazprom seine Preisvorstellungen in den kommenden Jahren durch, könnte sich dieses Investment lohnen.

Stuttgart - Bei Gazprom Chart zeigen ist derzeit ordentlich Feuer unter dem Kessel; Zeit einmal hereinzuschauen. Die Ernennung von Gerhard Schröder zum Aufsichtsratsvorsitzenden der deutsch-russischen Gaspipeline-Gesellschaft war ein geschickter Schachzug.

Allerdings waren nicht alle altgedienten Sozialdemokraten in Deutschland so restlos begeistert: Hatte man doch jahrelang unter Hans Eichel den Steuerwettbewerb in Europa als unfair gegeißelt, Steuerparadiese und -Sparmodelle auszutrocknen versucht und eine Steueramnestie mit viel Aufwand und mäßigem Erfolg ins Werk gesetzt.

Und jetzt wird "Gasnosse Schröder", so die Bildzeitung, ausgerechnet Aufsichtsratsvorsitzender einer deutsch- russischen Pipelinegesellschaft im Steuerparadies Zug, nachdem er in seiner Zeit als Bundeskanzler das Projekt kräftig gefördert hat.

Machtdemonstration gegenüber der Ukraine

Und jetzt geht es in die Ukraine. Gazprom will den Verkaufspreis für sein Erdgas dem aktuellen Preisniveau auf dem Weltmarkt anpassen und damit vervierfachen. Zur Durchsetzung der Preisforderung wird schon mal kurz das Gas abgestellt, natürlich mitten im Winter. Im Osten Europas herrschen eben etwas rauhere Sitten als hierzulande. Wer gefragt hat, warum die neue Erdgas-Pipeline aus Russland nach Deutschland durch die Ostsee gehen soll statt über Land, hat jetzt schon eine recht schlüssige Antwort.

Interessenten sollten sich die Entwicklung genau ansehen. Russland hat mehr Erdgas als Saudi-Arabien Erdöl besitzt und diese Vorräte reichen noch sehr lange. 90 Prozent der russischen Gasproduktion entfallen auf Gasprom. Das erzeugt 23 Milliarden Dollar in Cash Flow im Jahr.

Gazprom: Bald mehr als 2,50 Rubel pro Kubikmeter Gas

Ein Kurs-Cashflow-Verhältnis von 11, etwas höher als international üblich wegen der langen Lebenszeit der Reserven bringt einen Zielkurs von etwa 100 Euro. Jetzt steht die Aktie Gazprom Chart zeigen bei etwa 63 Euro. Allerdings kommt das Papier schon von 23 Euro.

Vor wenigen Tagen wurde die Besitzbeschränkung für Ausländer nach zweijähriger Debatte aufgehoben. Bisher durften Ausländer nicht mehr als 20 Prozent der Aktien halten. Daraus hat sich ein Preisunterschied zwischen innerrussischen Aktien und den international gehandelten ADRs von etwa 17 Prozent ergeben, der jetzt allmählich verschwinden dürfte. Gazprom wird damit die größte Gesellschaft im Emerging-Markets Index von MSCI.

Bisher bekam Gazprom nur 2,50 Rubel pro Kubikmeter. Im internationalen Geschäft entspricht das ungefähr 2,50 Dollar pro Millionen BTU, dem üblichen Maß für die Berechnung des Gaspreises. Der internationale Gaspreis beträgt nun aber etwa 12 Dollar für Spot-Lieferungen und 9 Dollar für Lieferung in sechs Jahren.

Wenn es Gazprom gelingt, im Lauf der nächsten Jahre den Preis um das vierfache auf das Weltmarktniveau anzuheben, dürfte auch der Cashflow nachziehen. Um wieviel, lässt sich aus heutiger Sicht nicht genau errechnen.

Ein Kursziel von 400 Euro Gazprom Chart zeigen ist sicher verfehlt. Aber auch wenn sich der Cashflow nicht über einige Jahre hinweg vervierfachen sollte, haben Investoren interessante langfristige Perspektiven. Interesse und Verständnis für osteuropäischer Politik und einen starker Magen sollte der Investor aber schon mitbringen.

Quelle: manager-magazin

...be invested
 
Der Einsame Samariter

 
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen:    


Bitte warten...