Rheinmetall - lohnt der Einstieg?

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eröffnet am: 24.11.04 13:06 von: nemtho Anzahl Beiträge: 140
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24.11.04 13:06 #1 Rheinmetall - lohnt der Einstieg?
       ariva.de
Ist ja ein heftiger Rücksetzer heute mit ca. 10%. Chart sieht aber recht stabil aus und könnte einen Rückgang bis 36€ vielleicht sogar 33€ ruhig mal vertragen. Dicke schwarze Kerzen scheinen bei Rheinmetall Tradition zu haben aber nicht von langer Dauer oder großer Wirkung zu sein.
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ANALYSE: LRP bestätigt Rheinmetall als 'Outperformer' - Kursziel: 44 Euro

MAINZ (dpa-AFX) - Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) haben Rheinmetall nach der angekündigten Zusammenlegung der Aktiengattungen mit der Einstufung "Outperformer" bestätigt. Das Kursziel liegt bei 44 Euro. Eine Wandlung der Vorzugs- in Stammaktien würde die Aktie attraktiver machen und ihr Gewicht im MDAX erhöhen, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Er habe diese Maßnahme bereits im August empfohlen.

Die Gesellschaft hatte darüber hinaus mitgeteilt, die Unternehmerfamilie Röchling wolle ihre Beteiligung an dem Rüstungskonzern vollständig abbauen. "Wir halten eine Abgabe an einen einzelnen Großinvestor und damit eine komplette Übernahme von Rheinmetall für nicht wahrscheinlich", kommentierte Turnwald. Er halte gleichwohl den Rückzug für eine wichtige "Weichenstellung für eine innerdeutsche Konsolidierung".

Gemäß der Einstufung "Outperfomer" gehen die LRP-Analysten davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden Monaten um mindestens zehn Prozentpunkte besser entwickeln wird als der Index./kp/mnr  

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05.04.19 08:19 #116 Starts und Landungen
Starts und Landungen mit Sensoren von Rheinmetall
Der Saarbrücker Flughafen wird vom Leipziger Tower aus fernbetrieben


Über den Wolken wird es immer voller, der Luftverkehr zeigt hohe Wachstumsraten. Rund 33.000 Flugbewegungen gibt es bereits heute täglich im europäischen Luftraum. Schon bis 2030 wird mit einer Verdoppelung gerechnet.
Rund ein Drittel dieser Flüge findet über deutschem Boden statt und fällt somit unter die Zuständigkeit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Mit neuen digitalen Technologien stellt die DFS die Weichen dafür, für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein und die vorhandenen Ressourcen optimal auszuschöpfen.



Remote Control Tower Center eingeweiht
Rheinmetall ist der DFS auf diesem Weg ein wichtiger Technologiepartner. In enger Kooperation mit dem österreichischen Unternehmen Frequentis ist eine technische Lösung entstanden, die die Fernsteuerung des Luftverkehrs an Flughäfen unterschiedlichster Größe möglich macht. Künftig benötigt also nicht mehr jeder Flughafen einen eigenen Tower, was deutliche Kostenvorteile vor allem bei Personal und Infrastruktur bringt.
Für die Fluglotsen ist dies ein Paradigmenwechsel, denn der direkte Blick auf die Start- und Landebahn wird durch Kamerabilder ersetzt, die fernab des Airports in einem Kontrollraum auf einer Monitorwand zu sehen sind. Im konkreten Fall liegen 450 Kilometer zwischen dem Flughafen Saarbrücken und dem neuen Remote Control Tower Center (RTC), das nun am Flughafen Leipzig offiziell eingeweiht wurde.



Einführung der Technik an weiteren Flughäfen
Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung: „Mit dem RTC setzen wir weltweit einen neuen Standard im internationalen Luftverkehr und sind somit Technologieführer. Saarbrücken mit seinen 15.000 Flugbewegungen im Jahr ist der erste internationale Airport, der nun fernbetrieben wird.“ Die DFS sei stolz darauf, dass das neue System einem stimmigen Gesamtkonzept folge: „Es erfüllt höchste Sicherheitsstandards, ist konsequent auf die Bedürfnisse der Lotsen zugeschnitten und schafft ein hohes Maß an Flexibilität für die Personalplanung.“

Projektleiter Andreas Loeprich und sein Team von Rheinmetall Electronics in Bremen hörten gerne den Dank von Prof. Scheurle an Rheinmetall und Frequentis: „Ohne Ihre Expertise hätten wir dieses Projekt nicht stemmen können.“ In den nächsten Jahren wird die DFS die neue Technik auch an den Flughäfen Erfurt und Dresden einführen, deren Flugbetrieb dann ebenfalls von Leipzig aus geführt wird. Bremen und Münster könnten als nächstes folgen.



Erfolgreiche Kooperation
Susanne Wiegand, Vorsitzende der Geschäftsführung der Rheinmetall Electronics und Mitglied des Bereichsvorstands Defence: „Unser Rheinmetall-Team hat hier in der Kooperation mit der DFS eine tolle Leistung erbracht und eine hervorragende Lösung für das RTC ermöglicht. Täglich liefern unsere Sensoren nun auch im zivilen Bereich den Beweis dafür, dass sie wirklich Spitzenklasse sind. Jetzt ist es unser Ziel, als direkter Auftragnehmer der DFS auch bei anderen Flughäfen zum Zuge zu kommen.“

Perspektivisch ist auch eine Erweiterung des Sensor-Pakets von Rheinmetall, wie es jetzt in Saarbrücken installiert ist, um weitere Komponenten denkbar, um den Schutz ziviler Flughäfen vor Drohnen zu ermöglichen. „Das Thema ist hochaktuell“, so Matthias Diem, der in der Rheinmetall Division Electronic Solutions für die Geschäftsentwicklung zuständig ist. „Wenn wir die vorhandenen Sensoren um unser Nahbereichsradar erweitern und sie an unser Skymaster-Führungssystem anbinden, haben wir einen sehr guten Schutz vor Drohnen: Wir können unerwünschte Eindringlinge im Luftraum erkennen, die Signale mit den Air-Traffic-Daten der Flugsicherung abgleichen und notfalls geeignete Gegenmaßnahmen einleiten.“



Vorteil bei größeren Personalausfällen
Seit Inbetriebnahme des RTC im Dezember 2018 – inklusive einer Erprobungsphase – sind in Saarbrücken mittlerweile 2.500 Flüge reibungslos bewältigt worden. Insgesamt sind zehn Lotsen aus der saarländischen Landeshauptstadt nach Leipzig gewechselt, der baufällige Tower in Saarbrücken wird nicht weiter betrieben. Mit den hochauflösenden Video- und Infrarotkameras von Rheinmetall haben die Lotsen an ihren neuen Arbeitsplätzen im Leipziger RTC den Verkehr in Saarbrücken immer im Blick – im Gegensatz zu früher eben nur ohne Blick aus dem Towerfenster.

Die Lotsen werden künftig für mehrere Flughäfen lizensiert sein und können sich gegenseitig vertreten. Wo an einem kleinen Regionalflughafen bislang eine Grippewelle schnell ein Tower-Team außer Gefecht setzen konnte, ist der Betrieb dank größerer personeller Reserven nun stets gewährleistet. Den Kostenvorteil einer fernbetriebenen Lösung beziffert die DFS mit 15 bis 20 Prozent.



Klarer Blick auch bei schlechter Sicht
Die neue Technik bietet nicht nur Vorteile in personeller und finanzieller Hinsicht, sondern vor allem auch deutlich bessere Sicht bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit. Die Lotsen, die hochkonzentriert vor ihren Monitoren sitzen, sehen dort ein permanentes hochauflösendes 360 Grad Panorama-Bild des Flughafens. Mit den schwenk- und neigbaren Video- und Infrarotkameras, die in Saarbrücken installiert sind, kann der Fluglotse Details bei Bedarf per Zoom näher inspizieren – das Fernglas hat ausgedient.

Bei schlechten Sichtbedingungen zeigen die Hochleistungssensoren aus dem militärischen Bereich ihr ganzes Leistungsvermögen. Das RTC-System unterstützt die Lotsen darüber hinaus bei ihrer Arbeit, indem es Bewegungen automatisch erkennt und Flugzeuge in der Luft wie am Boden auf den Monitoren hervorhebt. Startende und landende Flugzeuge lassen sich mit den beweglichen Kameras automatisch verfolgen („tracken“).

Aus Sicherheitsgründen sind alle optischen Funktionen redundant ausgelegt. Die Sensoren, die auf einem Kameraturm in Sichtweite des alten Towers installiert wurden, sind in einem beheizbaren Gehäuse untergebracht und verfügen über eine automatische Reinigungsfunktion. Nur für Notfälle ist in den Kamerakopf auch eine Lichtkanone („Light Gun“) installiert: Wenn der Funkkontakt abreißt, können dem Piloten per Leuchtstrahl Signale gegeben werden, die präzise auf das Flugzeug gerichtet sind.



Autor: Oliver Hoffmann
 
05.04.19 08:27 #117 Man darf dreimal raten, wer das macht...
17.04.19 10:33 #118 Erste Phase von GOSSRA
Erste Phase von GOSSRA erfolgreich abgeschlossen
Rheinmetall koordiniert EU-Projekt zur Schaffung eines NATO-Standards


Anfang 2018 wählte die Europäische Kommission Rheinmetall als Koordinator eines Industriekonsortiums aus, das mit acht weiteren Unternehmen besetzt ist. Dieses Konsortium soll an der Generic Open Soldier System Reference Architecture (GOSSRA) arbeiten, einem EU-Forschungsprojekt zur Schaffung eines NATO-Standards.


Als einer der wesentlichen europäischen Marktführer spielt Rheinmetall in dem Projekt eine leitende Rolle. Das Konsortium besteht aus Unternehmen aus sieben Ländern, unter anderem Leonardo SpA aus Italien, GMV Aerospace and Defence S.A. und Indra Sistemas SA aus Spanien sowie weiteren Unternehmen aus den Niederlanden, Polen, Portugal und Schweden. Die Kommission der Europäischen Union finanziert das Projekt im Rahmen der Preparatory Actions for Defence Research (PADR).



Vereinfachung von Komponenten-Austausch und -Integration
Die PADR-Projekte dienen als vorbereitende Maßnahme für die zukünftige EU-weite Verteidigungsforschung. GOSSRA deckt unter anderem Elektronik, Sprach- und Datenkommunikation, Software, Mensch-Maschine-Schnittstellen und die Integration von Sensoren und Effektoren ab. Damit unterstützt es die Einbindung von Komponenten wie beispielsweise Führungssystemen oder Funk- und Nachtsichtgeräten in einem Soldatensystem.


Darüber hinaus soll GOSSRA den Austausch und die Integration von Komponenten sowie den Austausch von Informationen innerhalb der europäischen Streitkräfte vereinfachen. Soldatensysteme werden dadurch interoperabel und kostengünstiger. Ziel ist es, mit GOSSRA eine offene Referenzarchitektur für abgesessene Soldatensysteme zu schaffen, die bei der NATO standardisiert werden soll.


Auch wenn beim Abschluss des Projektes im Frühjahr 2020 kein klassisches Rheinmetall Produkt vorhanden sein wird, ist es strategisch durchaus bedeutsam für die Rheinmetall Group. „Durch die Standardisierung kann sich der Preis von Soldatensystemen substanziell reduzieren. Aufgrund dessen können wiederum mehr Soldaten mit den Systemen ausgestatten werden, und wir können folglich mehr Kunden und somit höheren Umsatz erreichen“, beschreibt Dr. Norbert Härle, Head of Innovation and Patents und GOSSRA-Projektkoordinator, weitere Vorteile für Rheinmetall.



Abschluss der ersten Phase
Im Januar 2019 präsentierte eine Abordnung des Industriekonsortiums den Projektstatus bei der European Defence Agency (EDA) in Brüssel. In diesem Zusammenhang hielt das Konsortium auch einen Stakeholder Workshop mit Teilnehmern aus zwölf Nationen, vorwiegend Vertretern aus Beschaffungsbehörden, Verteidigungsministerien und Unternehmen, ab und konnte damit eine breitere Unterstützung in der „Soldier System Community“ erreichen.


Die Bestätigung der EDA zum erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase erfolgte bereits im Februar. Erik Wimmer, Systementwickler Geschäftsbereich Soldier & Network Solutions und stellvertretender GOSSRA-Projektkoordinator, zeigt sich erfreut: „Hiermit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht und das Projektteam kann sich nun komplett der zweiten von drei Phasen widmen, die dann voraussichtlich Ende Juni 2019 abgeschlossen ist.“
 
25.04.19 09:12 #119 Schnellnebelschutzsystem von Rheinmetall
Zwei weitere NATO-Staaten beschaffen ROSY


Zwei NATO-Staaten haben sich für Rheinmetalls Schnellnebelschutzsystem ROSY zum Schutz ihrer neuen Fahrzeugfamilien entschieden. Damit etabliert sich das vielseitige und modulare System weiter am Markt. Der Gesamtwert beider Aufträge liegt im mittleren einstelligen MioEUR-Bereich.

Noch im April 2019 beginnt die Auslieferung von 126 Systemen an den spanischen Hersteller URO Vehiculos Especiales S.A. (UROVESA). Dieser verbaut die Systeme in 126 von 139 geschützten Patrouillenfahrzeugen des Typs VAMTAC, welche die Streitkräfte Portugals im Juli 2018 über die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) beschafft haben. Die Lieferungen werden im März 2020 abgeschlossen sein.

Im Mai 2019 startet die Vorserienlieferung für einen weiteren Auftrag aus Belgien. Hier ist Rheinmetall Unterauftragnehmer der britischen Firma Jankel bei dem Projekt Light Troop Transport Vehicle (LTTV) der belgischen Armee. Alle 199 Fahrzeuge werden zur Integration des Systems vorbereitet, zusätzlich werden Bediengeräte und Werfer für 167 Fahrzeuge ausgeliefert. Die Serienfertigung beginnt im Februar 2020 und wird im selben Jahr abgeschlossen sein.

Mit diesen beiden Aufträgen ist Rheinmetalls Schnellnebelschutzsystem ROSY nun in elf Ländern im Einsatz. ROSY bietet Schutz bei Beschuss, indem es Fahrzeuge durch eine Nebelwand für den Gegner unsichtbar macht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Nebelschutzsystemen kann es neben der spontanen, großflächigen und multispektralen Sichtlinienunterbrechung auch dynamische Nebelwände erzeugen und somit auch fahrende Objekte lang anhaltend schützen.

Die Multimissionsfähigkeit des Schutzsystems mit 360° Rundumschutz gewährleistet die Abwehr von Mehrfachangriffen (Stream- und Waveattacks). Durch effektive Screening-Maßnahmen im visuellen und Infrarotspektrum einschließlich der integrierten IR-Jamming- und Decoying-Effekte können alle TV-, EO-, IR-, IIR-, LASER- und SACLOS-gelenkten Waffen wirksam abgewehrt werden.

ROSY ist in verschiedenen Varianten erhältlich. ROSY_L ist grundsätzlich für alle Fahrzeuge geeignet und umfasst als Grundsystem ein Bediengerät je Fahrzeug sowie ein bis vier Werfer, welche je nach Ausführung ein, zwei oder drei Magazine aufnehmen können. Die modulare Variante ROSY_Mod eignet sich für kleine Waffenstationen und kleine Fahrzeuge, wie sie z.B. Spezialkräfte nutzen. ROSY_Mod kann direkt – ohne Werfer – und damit nicht sichtbar ins Fahrzeug integriert werden. ROSY_N wurde speziell für die Marine und die Küstenwache zum effektiven Schutz von kleineren Einheiten entwickelt.

 
30.04.19 12:08 #120 Rheinmetall modernisiert
Rheinmetall modernisiert niederländische "Büffel"-Panzer

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Auftrag aus den Niederlanden erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde es von den niederländischen Streitkräften mit der Modernisierung der Bergepanzer-3-Büffel-Flotte beauftragt.

Der Auftrag besteht aus zwei Phasen, bei beiden liegt das Volumen jeweils im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.  
30.04.19 14:20 #121 hier im Detail...Mann, der Laden brummt
30.04.2019 - Presseinfo , Konzern
Neuer technologischer und taktischer Standard für heutige Einsatzerfordernisse
Niederländische Streitkräfte beauftragen Rheinmetall mit Modernisierung ihrer Bergepanzer


Rheinmetall modernisiert die Bergepanzer-3-Büffel-Flotte der niederländischen Streitkräfte. Ein entsprechender Auftrag wurde am 18. April 2019 am militärischen Standort Soesterberg bei Utrecht unterzeichnet. Zunächst sollen in einer ersten Phase vier Fahrzeuge kampfwertgesteigert werden. Dieser Auftrag hat einen Wert im zweistelligen MioEUR-Bereich. In einer zweiten Phase sollen 21 weitere Fahrzeuge entsprechende Modernisierungsmaßnahmen durchlaufen. Diese Option liegt ebenfalls im zweistelligen MioEUR-Bereich und ist jetzt schon Vertragsbestandteil.

Mit den ab sofort beginnenden Arbeiten bringt Rheinmetall die Bergepanzer 3 der Koninklijke Landmacht auf einen komplett neuen technologischen und taktischen Standard. Mit dieser Nutzungsdauerverlängerung wird der NATO-Partner Niederlande die von Rheinmetall entwickelten, auf dem Leopard 2-Fahrgestell basierenden und einsatzbewährten Fahrzeuge zur Unterstützung der Kampftruppenverbände bis 2040 einsetzen. Die ersten Fahrzeuge werden Anfang 2021 an die niederländischen Streitkräfte übergeben.

Die Modernisierungsmaßnahmen werden an Rheinmetall-Standorten in Deutschland und im niederländischen Ede durchgeführt. Sie umfassen eine komplette Grundüberholung der einzelnen Bergepanzer sowie die Umstellung auf ein neues digitales Bedienkonzept, die Einrüstung moderner Sichtmittel, Missionspakete mit ballistischem und Minenschutz sowie die Ausstattung mit neuen Gefechtsfeldbergeeinrichtungen und Universaltrageplattformen. Dazu kommen technische Dokumentation, Ausbildung und weitere Serviceleistungen.

Die niederländischen Streitkräfte erhalten durch die Nutzungsdauerverlängerung einen Bergepanzer der modernsten Konfiguration mit einem signifikanten Fähigkeitszuwachs. Die neuen Schutzmaßnahmen am und im Fahrzeug bieten der Besatzung ein Höchstmaß an Sicherheit vor den Bedrohungen auf den heutigen Gefechtsfeldern. Modernste Sichtmittel sowie digitale Bedienelemente und Führungssysteme unterstützen die Besatzung bei der Auftragserfüllung. Weiterhin steigert die neue Gefechtsfeldbergeeinrichtung den taktischen Einsatzwert. Sie wird von der Fahrzeugvorderseite an das Heck verlagert. Damit ist es möglich, die gepanzerten Gefechtsfahrzeuge des Königlich Niederländischen Heeres wie Bushmaster, Boxer, Schützenpanzer CV 90, Panzerhaubitze 2000, Brückenleger Leguan, Pionierpanzer Kodiak sowie den Kampfpanzer Leopard 2 im Schadensfall unter Schutz anzukoppeln und in Vorwärtsfahrt mit zügiger Geschwindigkeit vom Gefechtsfeld zu bergen. Weiterhin erhält die modifizierte Version des Bergepanzers 3 Büffel eine flexibel nutzbare Universaltransportplattform auf dem Fahrzeugheck. Hierdurch kann er beispielsweise weitere Ausrüstung zum Bergen anderer Fahrzeuge mitführen. Die neue Ausstattung hat sich bereits im Einsatz bewährt.

Mit diesem Auftrag setzt sich ein neuer Standard für moderne Bergepanzer durch. Erst im Dezember 2018 hatte die Bundeswehr Rheinmetall mit der Modernisierung ihrer Bergepanzer-3-Flotte beauftragt, um sie so an die aktuellen Einsatzszenarien anzupassen. Ähnliche Missionskonfigurationen sind bei dem NATO-Partner Kanada sowie bei den schwedischen Streitkräften in Nutzung.

Die jetzt beginnende Nutzungsdauerverlängerung der Bergepanzer des NATO-Partners Niederlande unterstreicht einmal mehr Rheinmetalls umfassende Erfahrung mit der Leopard 2-Familie. Diese Expertise reicht von Instandsetzungs- und Modernisierungsprogrammen über moderne Bewaffnungskonzepte, Fertigung und Funktion als System Hersteller bis hin zu einer vollumfänglichen technischen und logistischen Betreuung der Fahrzeugflotte – inklusive Serviceleistungen in den Einsatzgebieten. Auch Ausbildungs- und Simulationstechnologie für Leopard-2-Besatzungen gehören zum Portfolio der Hochtechnologiegruppe für Mobilität und Sicherheit
 
08.05.19 10:21 #122 Steigt, na endlich
Anscheinend hat mal jemand erkannt, dass Einnahmen von Land400 noch nicht in den Büchern geführt sind, allerdings schon da sind. Das wird eine schöne Überraschung morgen  
09.05.19 09:14 #123 Ich hab's ja gesagt...
22.05.19 07:45 #124 Kleinvieh macht auch mist....
Rheinmetall erhält Anschlussauftrag für Fieldguard 3
Weitere militärische Vermessungssysteme für Brasilien


Der Düsseldorfer Hochtechnologiekonzern Rheinmetall hat mit seinem Schweizer Tochterunternehmen Rheinmetall Air Defence einen Auftrag zur Lieferung weiterer militärischer Fieldguard-3-Vermessungssysteme nach Brasilien erhalten. Fieldguard ist ein aktives Feuerleitsystem, das anhand spezieller Sensoren die Flugbahn von Geschossen vermisst, um eine möglichst präzise Zielbekämpfung zu gewährleisten.

Ein Kunde erweitert seine bereits vorhandenen Kapazitäten jetzt um zwei weitere Systeme, wobei Rheinmetall in einem bestehenden Rahmenvertrag Zulieferer für den Haupt-auftragnehmer Avibras aus Brasilien ist. Der neuerliche Auftrag, der im März 2019 eingebucht wurde, hat ein Volumen im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich.

Das Programm wurde 2012 in Partnerschaft mit der brasilianischen Avibras aufgenommen, um das Mehrfachraketenartilleriesystem ASTROS 2020 zu realisieren. Das Vermessungs¬system Fieldguard 3 kann eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern abdecken.

Rheinmetalls offene und professionelle Zusammenarbeit mit Avibras gilt als Musterbeispiel internationaler Rüstungskooperation. Beide Unternehmen sehen für das System weiteres Aufwuchspotential in unterschiedlichen Kundenländern, insbesondere im asiatischen und arabischen Raum. Der Auftrag unterstreicht einmal mehr die ausgeprägte Expertise Rheinmetalls im Bereich der Flugabwehr und der dazugehörigen Sensorik.
 
13.06.19 09:10 #126 Zweites Los unter Vertrag
Bundeswehr bestellt bei Rheinmetall 252 ungeschützte Transportfahrzeuge aus Rahmenvertrag


Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit der Lieferung von 252 ungeschützten Transport-fahrzeugen der Zuladungsklassen 5 und 15 Tonnen beauftragt. Dabei handelt es sich um einen Folgeauftrag aus dem 2017 geschlossenen Rahmenvertrag über mehr als 2200 hochmoderne militärischen LKWs. Der Auftragswert der jetzt bestellten Fahrzeuge beläuft sich auf rund 92 MioEUR brutto. Die insgesamt 161 Fünf-Tonner und 91 Fünfzehn-Tonner werden noch 2019 durch die Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) gebaut und geliefert. Damit wird sich die Produktion des jetzt beauftragten zweiten Loses unmittelbar an die Fertigung des ersten Loses anschließen, dessen Auslieferung in den nächsten Monaten planmäßig abgeschlossen wird.

Der am 5. Juli 2017 durch das Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw) erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Gesamtzahl von 2271 ungeschützten Transportfahrzeugen (UTF) der HX-Familie im Nettowert von rund 900 MioEUR brutto (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen). In einem ersten Schritt war ein Los von 558 LKWs unter Vertrag genommen worden.

Mit dem bedeutenden Vorhaben Erneuerung der Logistikfahrzeuge übernimmt der Düsseldorfer Technologiekonzern für Mobilität und Sicherheit eine Führungsrolle bei der Modernisierung der viele tausend Fahrzeuge umfassenden LKW-Flotte der Bundeswehr.

Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstammt deutscher Fertigung, die Montage der Fahrzeuge wird im Wiener RMMV-Werk erfolgen.

Die hohe weltweite Verbreitung von RMMV-Fahrzeugen bringt gerade im Hinblick auf multinationale Einsätze große Vorteile bei Interoperabilität und Logistik. Aktuell gehören unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland und Dänemark zum Nutzerkreis. Norwegen und Schweden haben ebenfalls Aufträge in nennenswerten Größen bei RMMV platziert.
 
14.06.19 09:34 #127 Oddo BHF-Analyse: So ein Blödsinn
So ein Blödsinn, das brummt hier ohne Ende. Es ist schon erstaunlich wie durch drei substanzlose Sätze der Kurs unter 100Eur gedrückt wird. Die wollen doch nur selber auf den Zug aufspringen. Also einfach mal den Kurs drücken. Mann Mann Mann!  
14.06.19 09:42 #128 Ach ja, noch was für den Schreiberling...
Militärisches Fahrzeug-Joint Venture von Rheinmetall und BAE Systems  
Zustimmung der britischen Wettbewerbsbehörde CMA erteilt


Rheinmetall begrüßt die Ankündigung der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, das geplante militärische Fahrzeug-Joint Venture zwischen Rheinmetall und BAE Systems zu genehmigen. Im Januar 2019 hatten Rheinmetall und BAE Systems mitgeteilt, im Landsystem-Bereich künftig in Form eines Gemeinschaftsunternehmens zu kooperieren.

Nach Vollzug der formalen Gründung, die in einigen Wochen erfolgen soll, wird das neue Unternehmen mindestens 450 Arbeitsplätze in Großbritannien erhalten und in der Lage sein, die zukünftigen Interessen des britischen Kunden noch besser zu erfüllen. Der neue MIV-Radpanzer (Mechanised Infantry Vehicle) für die britische Armee und die Modernisierung der Challenger 2-Kampfpanzerflotte sind wichtige Projekte in diesem Zusammenhang.

Weitere Informationen zum Joint Venture wollen Rheinmetall und BAE Systems in den kommenden Wochen veröffentlichen.
 
19.06.19 09:10 #129 Grundstein für Großauftrag
Grundstein für Großauftrag im Munitionsbereich gelegt
Rheinmetall für eine weitere Dekade Hauptlieferant der niederländischen Streitkräfte


Partnerschaftsvereinbarung mit der Beschaffungsbehörde DMO bis 2030 verlängert

Rheinmetall und die niederländische Beschaffungsbehörde Defence Materiel Organisation (DMO) haben ihre Partnerschaftsvereinbarung über die Lieferung von Munition erneuert und bis Ende 2030 verlängert. Damit verbindet sich für Rheinmetall in diesem Zeitraum perspektivisch ein Auftragsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro.

Die Partnerschaftsvereinbarung, die am 3. Juni 2019 in Utrecht/Niederlande unterzeichnet wurde, ist ein hervorragendes Beispiel für die bewährte Zusammenarbeit zwischen DMO und Rheinmetall als ihrem strategischen Lieferanten für Waffen und Munition.

Die DMO will die Lieferung von sicherer, hochmoderner Munition an die niederländischen Streitkräfte sicherstellen – jetzt und in Zukunft. Da Rheinmetall der strategische Munitionsanbieter des niederländischen Militärs für Hauptwaffensysteme wie den Schützenpanzer CV9035 und die Panzerhaubitze PzH2000 ist, zeigt sich die bestehende dauerhafte Beziehung zwischen DMO und dem deutschen Heeresausrüster für beide Seiten vorteilhaft. Dies zeigt sich auch in der stetigen Zunahme der Leistungen, die DMO bei Rheinmetall für die Koninklijke Landmacht der Niederlande in Auftrag gegeben hat. Die Partnerschafts-vereinbarung bietet darüber hinaus einen zusätzlichen Anreiz für weitere Kooperationen außerhalb des Vertrags.

Im Zuge der Partnerschaftsvereinbarung erhält Rheinmetall einen detaillierten Einblick in den prognostizierten Munitionsbedarf des Kundenlands. Die Erkenntnisse helfen dem Unternehmen, die Produktionsplanung zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Im Gegenzug wird die DMO aktiv über kommende Produktionsmöglichkeiten informieren, um finanzielle Vorteile zu schaffen und die niederländische Budgetplanung zu unterstützen. Darüber hinaus fördert die Partnerschaftsvereinbarung Innovationen im Bereich der Munitionsverbesserung und der leistungsorientierten Logistik, z.B. Recycling oder Aufarbeitung von Munition, Komponenten und Munitionsverpackungen.

Im Rahmen der Partnervereinbarung wird nun angestrebt, bestehende Rahmenverträge über die Lieferung von 155mm-Artilleriemunition, 35mm Mittelkaliber-Munition und 40mm ROSY-Kartuschen an die DMO für die nächsten zehn und mehr Jahre zu verlängern.

Werner Krämer, Geschäftsführer der Rheinmetall Waffe Munition GmbH: „Wir sind stolz darauf, mit DMO eine Partnerschaft zu haben, die seit Anbeginn von großem gegenseitigem Vertrauen und von Streben nach Innovation geprägt ist. Seit zehn Jahren sind wir in dieser Verbindung erfolgreich und auch in der vor uns liegenden Dekade wollen wir für die Koninklijke Landmacht neue Höchstleistungen erbringen und die Technologie für unseren Kunden weiter vorantreiben.“
 
21.06.19 11:01 #130 ARD und Krauss-Maffei Wegmann
Eine Fusion mit Krauss-Maffei Wegmann wäre absolut wünschenswert, da die Fahrzeuge eh schon meist gemeinsam konstruiert wurden. Das würde einiges vereinfachen  
05.07.19 07:04 #131 Nicht nur Rüstung und Automotive
sondern auch noch mitten drin im Immo-Boom:

Quelle Rheinmetall:
Rheinmetall Immobilien
Mehrwerte schaffen.
Bauen mit Zukunft

Bauen könnte so einfach sein: Grundstück, Architektur-Konzept, behördliche Genehmigung, Realisierung, fertig. Ist es aber nicht. Bauherren sehen sich einer großen Anzahl unterschiedlicher Anforderungen gegenüber. Tendenz steigend. Die Komplexität von Immobilienvorhaben nimmt zu. Auch, da sich Großprojekte heute nur noch gemeinsam mit der Öffentlichkeit und der Verwaltung realisieren lassen. Wie gut, wenn Sie einen I mmobilienpartner haben, der Ihre Interessen und sein Metier versteht.

Kompetenz in Immobilien

Wir, die Rheinmetall Immobilien GmbH (kurz RIG), sind die Immobilienspezialisten innerhalb der Rheinmetall Group. Mit unseren Leistungen decken wir den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie ab: von der Liegenschafts- über die Projektentwicklung bis zum Bau-, Asset- und Propertymanagement. Seit mehr als 20 Jahren arbeiten wir sowohl für interne als auch externe Auftraggeber. Unser tiefes Verständnis für unternehmensinterne Prozesse und Anforderungen kommt uns dabei zu Gute.
Wir unterstützen und beraten die Divisionen und Gesellschaften durch ganzheitliche, kundenspezifische Immobilienstrategien und -lösungen und tragen somit zum Ausbau und Stärkung der Marktposition bei.

Über Rheinmetall hinaus

Erfolg muss man sich erarbeiten. Unsere Aufgaben sind Schritt für Schritt gewachsen. Mit der Revitalisierung und Umnutzung nicht mehr betriebsnotwendiger Rheinmetall Liegenschaften fing alles an. Seitdem haben wir zahlreiche Gebäude erfolgreich saniert, neuund umgebaut. Wir haben Bebauungspläne und schließlich ganze Stadtquartiere entwickelt.

Über die Jahre haben sich so nicht nur unsere Projekte, sondern auch unsere Kunden und Partner über die Rheinmetall Group hinaus erweitert.
 
16.07.19 09:10 #132 Großauftrag für Kühlmittelventile
Neusser Entwicklung für Verbrennungs- und Elektromotoren geeignet


Der zum Technologiekonzern Rheinmetall gehörende Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive AG weitet sein Produktportfolio konsequent in Richtung auf zukünftige Antriebsformen aus, ohne dabei sein traditionelles Geschäft im Bereich der Verbrennungsmotoren zu vernachlässigen.

Die innerhalb der Rheinmetall Automotive Sparte angesiedelte Pierburg GmbH, Neuss, hat hierzu ein neuartiges 2/2-Wege-Kühlmittelventil entwickelt, für das sie jetzt erstmals im europäischen Markt einen Großauftrag eines deutschen Premiumherstellers erhalten hat. Die Besonderheit dieser neuen Kühlmittelventile ist, dass sie sowohl bei Fahrzeugen mit traditionellen Verbrennungs-motoren als auch in batterieelektrischen Fahrzeugen zum Einsatz kommen werden.

Die am Standort Neuss entwickelten und produzierten Ventile werden in den Fahrzeugen des Auftraggebers ab 2021 mit einem Gesamtauftragsvolumen von rund 50 MioEUR in Serie gehen.

Pierburg beliefert dabei eine vollständige Motorenserie des Automobilherstellers mit 3-, 4- und 6-Zylinder-Ottomotoren. Hierbei übernimmt das Ventil die Aufgabe der Abschaltung zum Aus-gleichsbehälter der Kühlung beziehungsweise die Zuschaltung zur Getriebekühlung. Bei den neuen batterieelektrischen Modellen des Premiumherstellers werden die gleichen Ventile darüber hinaus zur Steuerung der Kühlung des Hochvoltspeichers eingesetzt.

Der Neusser Spezialist für Magnetventile verfügt damit über einen umfassenden Kühlmittelventil-Baukasten, der sowohl 3/2- als auch 2/2-Wege-Ventile mit unterschiedlichen Durchflussgrößen in stromlos offener oder auch geschlossener Bauform umfasst.
 
19.07.19 09:31 #133 Ja Ja, das liebe BAAINBw
Das kommt davon, wenn man gegenüber der Industrie im laufenden Projekt immer wieder neue Forderungen stellt... :-(

https://www.n-tv.de/politik/...t-sich-verdoppelt-article21154904.html  
29.07.19 06:30 #134 Weiter geht's
Rheinmetall übernimmt kanadischen Robotik-Spezialisten Provectus
Kompetenz für autonomes Fahren erweitert


Mit der Übernahme der kanadischen Provectus Robotics Solutions Inc. erweitert Rheinmetall sein technologisches Spektrum im Bereich der Robotik und des autonomen Fahrens. Beide Konzernsparten – Automotive wie auch Defence – sollen künftig vom Knowhow des neu erworbenen Robotik-Spezialisten profitieren. Automatisierung und Digitalisierung gehören zu den wesentlichen Technologieclustern, die innerhalb des Rheinmetall-Konzerns spartenübergreifend ausgebaut und in denen Wissen und Kapazitäten konzentriert werden, um dem Technologiekonzern in Zukunft weitere Wachstumspotentiale zu erschließen.

Mit Wirkung zum 1. Juni 2019 hat das Tochterunternehmen Rheinmetall Canada Inc. 100 Prozent der Anteile an dem in Ottawa (Ontario, Kanada) ansässigen Unternehmen erworben. Provectus Robotics Solutions ist ein junges Unternehmen, das sich auf die Entwicklung fortschrittlicher Robotersysteme und -software spezialisiert hat. Provectus wurde 2010 gegründet und wird auch in der Zugehörigkeit zu Rheinmetall Canada weiterhin unter Führung des bisherigen Geschäftsführers Paul Rocco arbeiten.

Rheinmetall hatte zuletzt bei öffentlichen Präsentationen großes Aufsehen mit dem unbemannten Mehrzweckfahrzeug „Mission Master“ erregt, das auf Provectus-Technologie basiert und von Rheinmetall Canada für militärische Anwendungen nutzbar gemacht wurde. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass unbemannte Fahrzeuge bei den Landstreitkräften – vergleichbar den Drohnen in der Luftfahrt – künftig eine immer wichtigere Rolle spielen werden, unbewaffnet z.B. als Logistik- oder Aufklärungsfahrzeuge, aber auch als waffentragende Plattformen.

"Wir haben bei unserem Projekt für unbemannte Bodenfahrzeuge bereits eng mit Provectus zusammengearbeitet. Diese vertikale Integration verschafft uns einen entscheidenden Vorteil in der autonomen Mobilitätstechnologie", sagte Stéphane Oehrli, President und CEO von Rheinmetall Canada. „Da diese Kapazität auch für die Automotive-Sparte Rheinmetalls ein wichtiger Faktor ist, wird unser gesamter Konzern von der Expertise von Provectus profitieren. Die Automatisierung anderer mobiler Plattformen Rheinmetalls ist eine weitere Innovation, an die wir bereits denken.“

Paul Rocco von Provectus: "Rheinmetall Canada ist die ideale Plattform, um unser Wachstum zu beschleunigen und gleichzeitig unsere Präsenz in Kanada und international zu verstärken. Dies ist eine großartige Gelegenheit für das Provectus-Team, die unsere Möglichkeiten im Markt für autonomes Fahren erheblich verbessert und uns zusätzliche Chancen erschließt."

Der Zukauf ist Teil der Strategie von Rheinmetall, sich als bevorzugter Anbieter von Hochtechnologie zu positionieren – auch und besonders in Kanada, wo das Unternehmen seit vielen Jahren ein bewährter Partner der Streitkräfte ist.

In dem Land will Rheinmetall von der Expertise der Provectus Robotics Solutions insbesondere bei dem derzeit in Realisierung befindlichen Großvorhaben ISTAR der kanadischen Streitkräfte profitieren. Das Akronym steht für Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance, also Nachrichtengewinnung, Beobachtung, Zielerkennung und Aufklärung.


Über Rheinmetall Canada

Rheinmetall Canada ist der kanadische Ableger des deutschen Rheinmetall-Konzerns, Europas führendem Anbieter von Systemen und Ausrüstungen für die militärischen und zivilen Sicherheitskräfte. Mit rund 350 Mitarbeitern an den Standorten Saint-Jean-sur-Richelieu (Québec) und Ottawa (Ontario) verfügt Rheinmetall Canada über mehr als 30 Jahre Erfahrung und Kompetenz in der Entwicklung, Integration und Produktion plattformunabhängiger Systeme.


Über die Robotik-Lösungen von Provectus

Provectus Robotics Solutions Inc. ist ein international führender Anbieter in der Entwicklung von Roboteranwendungen für die private und öffentliche Sicherheit sowie für Militär und Behörden. Das Softwarepaket von Provectus ermöglicht Schlüsselkompetenzen in der Robotik, wie z.B. die Umwandlung nahezu aller Bodenfahrzeuge in eine äußerst vielseitige mobile Roboterplattform durch autonome Fahrfunktionen. Die unbemannten Bodenfahrzeuge von Provectus wurden in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, wie z.B. in der Geländeabsicherung, der Kampfmittelentschärfung und der Weltraumforschung.


Das unbemannte Fahrzeug (Unmanned Ground Vehicle UGV) Mission Master

Der Mission Master von Rheinmetall eröffnet den militärischen Kräften eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Je nach Variante kann er z.B. Transportaufgaben übernehmen, für den Schutz von Einsatztruppen oder für Überwachungs- und Aufklärungsaufgaben eingesetzt werden. Der Rheinmetall Mission Master kann in schwer zugänglichen Bereichen eingesetzt werden, sowohl autonom fahrend als auch in der „Muli“-Funktion (dem Bediener selbständig folgend). Er bietet motorisierten und nicht motorisierten Kräften Schutz und Sicherheit, steigert so deren Effektivität und hält sie von Gefahren fern.

Die bewaffnete Variante minimiert das Risiko für Einsatzkräfte und erhöht gleichzeitig die Kampfkraft abgesessen kämpfender Truppen erheblich, indem sie Feuerunterstützung leisten kann. Als waffentragendes System kann der Mission Master autonom agieren und militärische Aufgaben mit hohem Risiko im Gefechtsfeld durchführen. Zuletzt hatte Rheinmetall den Mission Master Protection mit einer Waffenstation mit 70-mm-Raketenwerfern vorgestellt, wodurch das Fahrzeug eine enorme Kampfkraft erhielt.
 
01.08.19 08:32 #135 X
01.08.19 08:33 #136 Schlechteres Umfeld, aber...
...Rheinmetall bleibt auf kurs. ist halt schön breit aufgestellt.  
01.08.19 11:14 #137 Zahlen zum 1. Halbjahr 2019 ausführlich
Zahlen zum 1. Halbjahr 2019
Rheinmetall steigert Umsatz und Ergebnis



Konzernumsatz steigt trotz rückläufiger Automobilmärkte um 2,2% auf 2.814 MioEUR mit verbesserter operativer MargeOperatives Konzernergebnis um 5,8% auf 163 MioEUR angestiegenErgebnis je Aktie steigt um 36,3% auf 2,44 EURAutomotive zeigt robuste Entwicklung in schwachem Marktumfeld: Operative Marge bei 7,1%Defence legt beim Umsatz um 8,8% oder 112 MioEUR auf 1.375 MioEUR zu; operatives Ergebnis auf 69 MioEUR mehr als verdoppelt Auftragsbestand im Konzern erreicht 8,8 MrdEURKonzernprognose für operative Marge wird bestätigt
Die Düsseldorfer Rheinmetall Group beendet das erste Halbjahr 2019 mit gestiegenem Umsatz, einem erneut verbesserten operativen Konzernergebnis sowie mit einer höheren operativen Marge. Getragen wird diese Entwicklung von der Defence-Sparte des Technologiekonzerns, die in einem dynamischen Marktumfeld profitabel wächst und beim operativen Ergebnis deutlich zulegt. Das Automobilgeschäft hat sich zwar besser als die um rund 7% rückläufige globale Automobilproduktion entwickelt, war aber von der schwachen Branchenkonjunktur beeinflusst.

Rheinmetall spezifiziert seine Prognosen für die Geschäftsbereiche Automotive und Defence entsprechend der jeweiligen Marktentwicklung. Die Jahresprognose für die operative Marge von rund 8% im Konzern wird unverändert bestätigt.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Im laufenden Geschäfts-jahr zeigt sich Rheinmetall mit seiner Aufstellung in den zwei Sparten einmal mehr solide und profitabel. Obwohl Automotive sich wie erwartet nicht ganz vom Rückgang der weltweiten Automobilkonjunktur abkoppeln kann, bleiben wir im Konzern bei Umsatz und Ertrag auf Wachstumskurs. Bei Defence spüren wir verstärkt den großen Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung in vielen Ländern. Das gilt ganz besonders auch in Deutschland, wo wir der Bundeswehr ein wichtiger Partner in der Modernisierung und beim Schließen von Ausrüstungslücken sind. Die vergleichsweise robuste Geschäfts-entwicklung unserer Automotive-Sparte zeigt, dass wir mit unserem sehr flexiblen Kostenmanagement bestens aufgestellt sind, um auch in belastenden Marktsituationen deutlich profitabel zu bleiben.“

Der Rheinmetall-Konzern konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 61 MioEUR oder 2,2% auf 2.814 MioEUR erhöhen.

(Vorjahr: 2.753 MioEUR). Wechselkursbereinigt beträgt das Umsatzwachstum 2,0%.

Das operative Konzernergebnis erhöht sich im selben Zeitraum um 9 MioEUR oder 5,8% auf 163 MioEUR (Vorjahr: 154 MioEUR). Damit wächst die operative Marge im Konzern leicht von 5,6% auf 5,8%.

Das Ergebnis je Aktie steigt um 36,3% von 1,79 EUR im Vorjahreszeitraum auf 2,44 EUR im ersten Halbjahr 2019.

Der Auftragsbestand im Rheinmetall-Konzern erhöht sich zum Vergleichswert des Vorjahres deutlich und erreicht 8,8 MrdEUR (30. Juni 2019), nach 7,0 MrdEUR im Jahr zuvor.

Der Anteil der Geschäftsaktivitäten mit dem Ausland liegt mit 72% unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 77%. Die wieder zunehmende Bedeutung des deutschen Marktes ist insbesondere auf das wachsende Auftragsvolumen mit der Bundeswehr zurückzuführen, deren Anstrengungen zur Ausrüstungsmodernisierung mit steigenden nationalen Umsätzen im Unternehmensbereich Defence verbunden sind.


Automotive: Schwache Konjunktur beeinflusst Umsatz und Ergebnis – Marge bleibt auf hohem Niveau

Rheinmetall Automotive hat sich auch im ersten Halbjahr 2019 besser als die internationale Automobilkonjunktur entwickelt, konnte sich von der rückläufigen Entwicklung der globalen Automobilmärkte aber nicht abkoppeln. Die Zahl der weltweit produzierten Light Vehicles (Fahrzeuge unter 6t) war im ersten Halbjahr 2019 um 6,7% rückläufig. Rheinmetall Automotive verbuchte mit 1.441 MioEUR einen um 50 MioEUR oder 3,4% reduzierten Umsatz (Vorjahr: 1.491 MioEUR) und blieb damit deutlich unter dem Produktionsrückgang der Branche. Währungsbereinigt ging der Umsatz um 4% zurück.

Das operative Ergebnis der Sparte reduzierte sich um 31 MioEUR auf 102 MioEUR. Die operative Marge blieb mit 7,1% dennoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau (Vorjahr: 8,9%).

Die Division Mechatronics wies nach sechs Monaten des Jahres 2019 einen Umsatz von 808 MioEUR aus, das sind 38 MioEUR weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist zum Großteil auf die rückläufige Entwicklung der Pkw-Märkte und insbesondere auf die anhaltend schwache Entwicklung bei Diesel-Pkw zurückzuführen, der durch höhere Umsätze im Lkw-Geschäft sowie mit Pumpen nicht ausgeglichen werden konnte. Das operative Ergebnis reduzierte sich von 90 MioEUR im Vorjahr auf 66 MioEUR im ersten Halbjahr 2019.

Die Umsatzerlöse der Division Hardparts lagen im ersten Halbjahr 2019 mit 503 MioEUR trotz des schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 504 MioEUR). Das marktbedingt rückläufige Geschäft im Bereich Gleitlager konnte durch höhere Umsätze im Bereich Großkolben und durch einen Anlagenverkauf ausgeglichen werden. Das operative Ergebnis lag bei 22 MioEUR nach 35 MioEUR im Vorjahr.

In der Division Aftermarket reduzierten sich die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 MioEUR auf 177 MioEUR. Schwächen zeigten dabei vor allem die Absatzregionen Westeuropa und Nordamerika. Stabile Deckungsbeiträge und ein striktes Kostenmanagement führten dazu, dass das operative Ergebnis zum Halbjahresstichtag trotz des Umsatzrückgangs wie im Vorjahr 17 MioEUR erreichte.


Relativ stabile Umsatzentwicklung in China, trotz starkem Rückgang der Pkw-Produktion

Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen Joint Venture-Gesellschaften in China erreichten im ersten Halbjahr 2019 in einem deutlich rückläufigen Marktumfeld – die Light-Vehicles-Produktion in China sank um 13,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum – mit 457 MioEUR einen um 10 MioEUR oder 2,2% erhöhten Umsatz (Vorjahr: 447 MioEUR). Akquisitionsbereinigt verzeichneten die Joint-Ventures in China einen leichten Umsatzrückgang um 1,3%, der damit aber deutlich unter dem Pkw-Produktionsrückgang in China geblieben ist.


Defence: Umsatzwachstum und starker Anstieg beim operativen Ergebnis

Der Unternehmensbereich Defence setzt seinen Wachstumskurs fort und weist für das erste Halbjahr einen Umsatzzuwachs von 112 MioEUR oder 8,8% auf nunmehr 1.375 MioEUR aus, nach 1.263 MioEUR im Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt beträgt der Zuwachs 9,0%.

Auf mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts konnte Defence das operative Ergebnis steigern. Es erhöht sich um 38 MioEUR auf 69 MioEUR, nach 31 MioEUR im Vorjahr. Entsprechend deutlich wächst auch die operative Marge, sie verbessert sich von 2,5% auf 5,0%.

Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs Defence im ersten Halbjahr 2019 liegt mit 1.065 MioEUR unter dem hohen Vergleichswert des Vorjahres (1.427 MioEUR). Der schwächere Auftragseingang des ersten Halbjahres 2019 konnte jedoch bereits im Juli mit einem Großauftrag der Bundeswehr ausgeglichen werden, der ein Bruttoauftragsvolumen von über 470 MioEUR umfasst (Nettoauftragsvolumen 397 MioEUR).

In der Division Weapon and Ammunition reduzierte sich der Umsatz geringfügig um 4 MioEUR auf 384 MioEUR gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis der Division blieb – im Wesentlichen aufgrund reduzierter Umsätze mit hochmargigen Produkten – um 5 MioEUR unter dem Vorjahreswert und lag bei -1 MioEUR.

Die Division Electronic Solutions erhöhte ihren Umsatz um 46 MioEUR oder 14,2% auf 369 MioEUR. Der wesentliche operative Treiber war dabei die Auslieferung von Soldatensystemen (Infanterist der Zukunft) an die Bundeswehr. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 23 MioEUR auf 27 MioEUR, was neben dem Umsatzwachstum auch auf positive Produktmixeffekte und den Wegfall von Verlusten bei einer ausländischen Tochtergesellschaft zurückzuführen ist.

Die Division Vehicle Systems verzeichnete im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatzanstieg um 46 MioEUR oder 6,8% auf 718 MioEUR, wobei insbesondere das Geschäft mit militärischen Lkw ausgeweitet werden konnte. Durch die mit diesem Mengeneffekt verbundene bessere Auslastung der Kapazitäten erhöhte sich das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 MioEUR auf 45 MioEUR.


Ausblick an Marktentwicklungen bei Automotive und Defence angepasst – Konzernprognose für die operative Ergebnismarge wird unverändert bestätigt

Im Geschäftsjahr 2019 erwartet Rheinmetall für den Konzern, trotz einer anhaltend schwächeren Entwicklung der weltweiten Automobilproduktion, eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Das Umsatzwachstum wird aus heutiger Sicht im Rahmen der ursprünglichen Erwartung bleiben, allerdings etwas moderater ausfallen als bisher prognostiziert.

Der Jahresumsatz des Rheinmetall Konzerns soll im laufenden Geschäftsjahr – ausgehend von rund 6,1 MrdEUR im Geschäftsjahr 2018 – organisch und vor Wechselkurseffekten um rund 4% ansteigen. Dies entspricht dem unteren Ende der bisherigen Wachstumsprognose für den Konzernumsatz von 4% bis 6%.

Für den Unternehmensbereich Defence wird organisch und vor Wechselkurseffekten mit einem Umsatzzuwachs von rund 11% gerechnet, was dem oberen Ende der bisherigen Wachstumsprognose entspricht, die von einem Umsatzanstieg zwischen 9% und 11% ausging.

Dagegen haben sich die Expertenprognosen für die weitere Entwicklung der globalen Automobilproduktion in der zweiten Jahreshälfte, für die ursprünglich eine spürbare Markterholung erwartet wurde, verschlechtert. Die Experten von IHS Markit haben ihre Jahresprognose für 2019 zwischenzeitlich auf einen Produktionsrückgang von 3,7% reduziert. Eine Reihe großer Automobilbauer und bedeutender Zulieferer rechnet – gemessen am Vorjahreswert – mittlerweile mit einem Rückgang der globalen Automobil-produktion zwischen 4% und 5%. Dieser Annahme schließt sich Rheinmetall an. Vor dem Hintergrund dieser eingetrübten Markterwartung prognostiziert Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive nicht mehr einen stagnierenden bis leicht positiven Umsatzverlauf, sondern rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit einer leicht negativen Umsatzentwicklung zwischen -2% bis -3%.

Ausgehend von dieser Markterwartung für das Automobilgeschäft und der daraus abgeleiteten neuen Umsatzprognose rechnet Rheinmetall im Automotive-Segment 2019 mit einer operativen Marge von rund 7%, nach einer bisherigen Prognose von rund 8%, bei der noch eine deutliche Markterholung in der zweiten Jahreshälfte unterstellt war.

In der Defence-Sparte geht Rheinmetall im Geschäftsjahr 2019 von einer weiteren Verbesserung beim operativen Ergebnis aus und prognostiziert einen Anstieg der operativen Marge auf nunmehr rund 9%. Die bisherige Prognose lag bei 8% bis 8,5%.

Für den Rheinmetall-Konzern ergibt sich – unter Berücksichtigung der Holdingkosten – somit eine erwartete operative Marge für das Gesamtjahr 2019 von rund 8%. Damit bleibt die bisherige Prognose unverändert.





Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Rheinmetall AG sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Rheinmetall übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Sabine Ritzkat im Auftrag von Peter Ruecker .  
07.08.19 06:53 #138 Neuer 60mm-Mörser für Infanterie und Spezialk.
Neuer 60mm-Mörser für Infanterie und Spezialkräfte  
Vom Konzept zur Hardware in 18 Monaten


Rheinmetall hat eine neue 60mm-Mörserwaffe für Infanterie und Spezialkräfte entwickelt, die im Juli 2019 ihre Premiere auf einer bundeswehrinternen Veranstaltung hatte. Der RSG60 weist neuartige Design- und Konstruktionsmerkmale auf, welche das Steilfeuersystem sehr leicht und handlich machen. Es lässt sich werkzeuglos mit nur wenigen Handgriffen von einem Standard- zu einem Kommandomörser umwandeln.



Zukunftsträchtige Waffe
Die Entwicklung der neuen Mörserwaffe begann im Oktober 2017 bei der Rheinmetall Waffe Munition(RWM). Ziel der RWM-Produktgruppe Portfolio Fire Support um J**** war es, die bisherige Angebotspalette (60mm-Mörsermunitionsfamilie und Feuerleitkomponenten von Rheinmetall Electronics) um eine zugehörige und zukunftsträchtige Waffe zu ergänzen.

Von Anfang an standen daher Gewichtsersparnis, Schnelligkeit und Ergonomie im Zentrum der Entwicklungsarbeiten. Zwei Entwürfe – einer aus Unterlüß und einer aus Neuenburg – kamen dazu auf den Tisch. Das Konstruktionsteam aus Neuenburg und das Produktportfolio Fire Support vertreten durch Gernot Vollrath erhielten schließlich den Entwicklungsauftrag.



Teamleistung der Entwicklungsabteilungen
Die Neuenburger setzen bei ihrem Entwurf auf eine neuartige Rohrkonstruktion sowie bei der gesamten Waffe auf den Einsatz modernster Verbundwerkstoffe, um Gewicht und Ergonomie zu optimieren. Die Belastungsanforderungen an das Rohr und die verschiedenen Waffenkomponenten wurden in Unterlüß eingehend simuliert. Aufgrund der Simulationsergebnisse entschied sich RWM für einen hochtemperaturbeständigen Faser- und Harzverbundstoff, der das Gewicht im Vergleich zu ähnlichen Produkten anderer Hersteller noch einmal reduziert.

„Die Entwicklung dieser Waffe ist eine Teamleistung der Entwicklungsabteilungen in Neuenburg und Unterlüߓ so B*****, der Entwicklungsleiter in Neuenburg. „Insbesondere der Simulationsbereich um D**** half uns dabei, die Druck- und Temperaturfestigkeit der Waffe zu evaluieren. Das trug erheblich zum bisherigen Erfolg des Projektes bei.“



Deutliche Gewichtsersparnis
Das rund 70 Zentimeter lange Waffenrohr besteht aus Stahl mit einer Carbonfaserumwicklung. Dies gewährleistet einerseits die notwendige Festigkeit und andererseits ein leichteres Gewicht, welches mit rund 30 Prozent Gewichtersparnis gegenüber bisherigen Mörserrohren vergleichbarer Länge und Kalibers zu Buche schlägt.

Insgesamt wiegt das System in der Standard-Version unter 16 Kilogramm. Das neuartige Design der Steilfeuerwaffe wirkt sich platzsparend aus und ermöglicht es den Nutzern, den Mörser in wenigen Sekunden aus der Transportstellung heraus feuerbereit zu machen. Ebenso lässt sich der RSG60 durch das Lösen von Haltebolzen innerhalb von rund 30 Sekunden von der Bodenplatte trennen und somit als leichter Kommandomörser verwenden. Das macht den RSG60 zu einer „Zwei-in Eins-Lösung“.



Interessenten bereits vorhanden
Die Reichweite in der Standardausführung liegt je nach Munition und Ladung bei bis zu 3200 Metern. Mit einer etwa 30 Zentimeter langen Rohrverlängerung lässt sie sich nochmals um rund 500 Meter steigern. In der Kommando-Variante erreicht der RSG60 eine Reichweite von rund 2000 Metern.

Der RSG60 hat bereits mehrere Erprobungsschießen erfolgreich absolviert. Dabei wurden Schussweiten von über 3700 Metern erreicht. Interesse an dem neuartigen Konzept der Waffe ist bereits vorhanden. So bewirbt sich der RSG60 derzeit in einem Auswahlverfahren als 60mm-Mörserwaffe der Bundeswehr.
 
09.08.19 11:16 #139 Hochenergie-Lasersystem für die Bundeswehr
Rheinmetall und MBDA entwickeln Hochenergie-Lasersystem für die Bundeswehr

Rheinmetall und MBDA Deutschland bündeln ihre Kompetenzen im Bereich Hochenergie-Lasereffektoren in einer Arbeitsgemeinschaft. Die Unternehmen wollen gemeinsam einen Laserdemonstrator für die Korvette K130 der Deutschen Marine bauen, integrieren und testen.

Laser stellen eine neue Generation von Verteidigungssystemen dar, die Ziele in Lichtgeschwindigkeit, mit hoher Präzision und geringstmöglichem Kollateralschaden bekämpfen können. Ein Demonstrator dieser Fähigkeit soll nun erstmals auf einer deutschen Korvette unter einsatznahen Bedingungen untersucht werden. Die Details und damit auch die Aufgabenteilung zwischen beiden Unternehmen werden festgelegt, sobald die Leistungsbeschreibung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr vorliegt.

Mit Blick auf die vereinbarte Zusammenarbeit sagte P**** MBDA Deutschland GmbH: „Von der Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und MBDA profitiert insbesondere die Bundeswehr. Beide Unternehmen werden ihre jeweiligen Stärken einsetzen, das Projekt im Sinne der Deutschen Marine zum Erfolg zu führen.“

W****Waffe Munition GmbH: „Wir werden in einer engen Kooperation gemeinsam daran arbeiten, die Lasertechnologie für die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr und für den operativen Einsatz verfügbar zu machen. Auch im internationalen Vergleich haben unsere Unternehmen hier herausragende Kompetenzen. Laser bieten neue Möglichkeiten zu Wasser, zu Land und in der Luft. Gemeinsam mit der Deutschen Marine wollen wir diese neue Technologie vorantreiben.“
 
15.08.19 13:55 #140 Automotive:Auftrag f Brennstoffzellen-Kompone.
Der Technologiekonzern Rheinmetall ergänzt das Produktportfolio seiner Automobilsparte konsequent in Richtung neuer Antriebsformen.


Zu den derzeitigen Entwicklungsaktivitäten gehören neben Produkten für batterieelektrische Fahrzeuge auch Komponenten für alternative Antriebskonzepte, wie die Brennstoffzelle.

Der Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive entwickelt dazu ein spezielles Rezirkulationsgebläse für innerhalb der Brennstoffzelle noch nicht verbrauchten Wasserstoff, besondere Kühlmittelpumpen für Spannungslagen von 400V und 800V sowie elektrische Ventile.

Über das Tochterunternehmen Pierburg hat Rheinmetall Automotive jetzt einen Auftrag für Brennstoffzellen-Komponenten von einem namhaften deutschen Fahrzeughersteller gewonnen. Pierburg liefert dabei elektrische Kathodenventile, die künftig in Brennstoffzellenfahrzeugen des Premiumherstellers eingesetzt werden.

Diese im Pierburg-Werk in Berlin entwickelte innovative Generation elektrischer Klappensysteme wird bei der Regelung der Frisch- und Abluftmassenströme sowie zur hochdichten Absperrung der Brennstoffzellen-Stapel zum Einsatz kommen. Der Produktionsstart der Fahrzeuge ist für 2022 vorgesehen.

Pierburg konnte bei diesem Auftrag von seiner langjährigen Erfahrung als Entwickler und Hersteller von Drossel- und Regelklappen profitieren, die bereits vor mehreren Jahren den Einstieg in die Entwicklung von Brennstoffzellen-Kathodenventilen ermöglichte.

Angesichts der mittlerweile großen Leistungsbandbreite von Brennstoffzellen und den damit bestehenden Luftmassenbedarfen, wurden neben einem sehr kompakten und leichten Vollkunststoff-Ventil mit einem Gewicht von nur 300 Gramm und 25 Millimetern Bohrungsdurchmesser auch Kathodenventile mit einem Durchmesser von bis zu 57 Millimetern entwickelt. Somit können die Kathodenventile Luftmengen bis 750kg/Stunde und absolute Ladedrücke bis 400kPa bereitstellen.

Die speziell für diesen Einsatz ausgewählten und kombinierten Materialien gewährleisten die notwendige Beständigkeit gegen Wasserstoff sowie hochreines Wasser. Das neue Kathodenventil beinhaltet einen elektromotorischen Antrieb mit einer sehr hohen Leistungsreserve. Auf der mit Wasser angereicherten Abluftseite der Kathode bietet er die notwendige Sicherheit, dass es selbst unter Frostbedingungen zu keinen Funktionsbeeinträchtigungen kommen kann.

Für den Einsatz als Absperrventil (Stack Isolation Valve), wurde speziell in Bezug auf die Kleinstleckage eine Vielzahl von Features entwickelt. Dazu gehört unter anderem der Einsatz eines hochstabilen Elastomers als Dichtelement.
 
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