Pro & Contra Aurelius (ohne Spam)

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neuester Beitrag:  24.02.18 07:39
eröffnet am: 11.05.17 15:44 von: zwetschgenquetscher Anzahl Beiträge: 1159
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11.05.17 15:44 #1 Pro & Contra Aurelius (ohne Spam)
Thread für substanzvolle (!) Kauf- und Verkaufsgründe zu AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (ISIN DE000A0JK2A8) sowie Postings über die Rahmenbedingungen - und zwar ohne Basher und Pusher.

Wichtige Links:

Webseite: http://aureliusinvest.de/
Presse: http://aureliusinvest.de/presse/pressemitteilungen/
IR: http://aureliusinvest.de/investor-relations/uebersicht/
Beteiligungen: http://aureliusinvest.de/unternehmen/

Investoren: http://www.morningstar.com/stocks/XETR/AR4/quote.html
Bundesanzeiger: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/...let?page.navid=to_nlp_start

Viel Spaß, viel Erfolg und die Idee kam von Be Er.  
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1133 Postings ausgeblendet.
29.12.17 12:03 #1135 knuterus
bei deutschen Werten wird die Dividende 3 Tage nach Hauptversammlung gezahlt. Diese ist am 18.05.2018
http://aureliusinvest.de/investor-relations/finanzkalender/  

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30.12.17 09:21 #1136 Aurelius und das Wachstum:
30.12.17 20:16 #1137 @erfg
Schlechter Titel, aber es steht im Text auch.
"Drittens ist Aurelius längst international aufgestellt. Besonders in Großbritannien, aber auch in vielen anderen Ländern, findet man sowohl attraktive Beteiligungen als auch Käufer, nachdem die Sanierung erfolgreich abgeschlossen wurde. So gingen die zwei Rekordverkäufe in diesem Jahr nach Japan und an die Investmentholding eines US-Brasilianers."

Also nicht nur den Titel lesen ;)  
31.12.17 11:24 #1138 Ist natürlich
19.01.18 08:32 #1139 Die Shorties ziehen weiter
Lt Angaben auf shortsell.nl liegt die Rate bei 0,87%

Sehr beruhigend......  
19.01.18 08:35 #1140 Interessant es gibt einen 2. Eintrag
Da liegt die Rate bei 7,91 %

Es gibt also immer noch LV die sich gegen den Markt stellen.


  1,24% BG Master Fund
  0,38% CQS
  0,64% Coltrane Asset Management
  0,03% Gotham City Research
  1,00% Harbor Spring Capital
  1,14% Highbridge Capital Management
  0,26% Jericho Capital Asset Management
  1,09% Marshall Wace
  0,60% Myriad Opportunities Master Fund
  1,61% Och-Ziff Management Europe
  0,59% Oxford Asset Managemen  
19.01.18 09:01 #1141 Die LV-Rate im o.a. Bereich ist hier doch eg.
da hier von den LV´s zum großen Teil ja die Wandelanleihe gehedgt wird, was ja auch der CEO mehrmals erwähnte.

Mein Kursziel bei Aurelius liegt heuer, also bis 12/18, bei mindestens 82 EURO, das ist auch das Kursziel der COBA von Anfang Jänner und ich denke, dies könnte vorzeitig  auch schon bis Ende April realisiert werden.  

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19.01.18 09:14 #1142 Nochmals ausführlicher...
Ich denke, das bis zur Dividenden-Ausschüttung Kurse über € 80,00 hier realistisch sind, denn wie Ströer und Wirecard zeigten, dauert es ungefähr ein Jahr, bis alle Skeptiker nach einem Fake- bzw. Shortangriff wieder beruhigt sind.

Auch wenn Aurelius bereits wenige Wochen nach dem Angriff bewies, dass die Gotham-Analyse eine totaler Fake war, leidet der Kurs derzeit immer noch darunter. Ansonsten würden wir trotz wesentlich höherem Gesamtmarkt und einer Dividende von 5 EURO, statt 2 EURO, von dem man noch vor eine Jahr für 2016 ausging, nicht auf dem gleichen Kursniveau wie vor einem Jahr liegen, bzw. 7 EURO unter dem Kurs vor dem Fake-Angriff.  

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19.01.18 10:48 #1143 Div.
Die Dividende hätte noch höher ausfallen können, aber man hat sich bewusst für weniger entschieden, damit man nachhaltig als "Dividendenchampion" agieren kann, d.h. weiter steigende Grunddividende (vermutlich auch nicht mehr "nur" in 10ct-Schritten). Das mit der Partizipationsdividende zusammen auch die 5€ zukünftig gehalten und ausgebaut werden können, bin ich mir sicher. Man hat immer noch genügend Cash und sollten z.B. HY und die "Chemicals" dieses Jahr verkauft werden kämen circa. 200 Mio. € hinzu und das alles mit weiteren Ergebnisverbesserungen der anderen Beteiligungen (insb. OD) stimmt mich dividendenbezogen sehr zuversichtlich. V.a. wenn ich die Dividendenhöhe in Bezug zu meinem EK setze.

Zudem lohnt ein Blick ins Portfolio, um die zukünftigen Dividenden abzuschätzen:
24 Portfoliounternehmen gibt es, die meisten sind erst "kurz" (seit max. 3 Jahren) dabei, ca. eine handvoll sind profitabel.
Ab 2019 rutschen dann immer mehr Beteiligungen in die Wachstums- und Profitabilitätsphase, so dass auch die Exitpipeline stärker gefüllt sein wird, als dieses Jahr. Bleibt dann noch die momentan wertmäßig wichtigste Beteiligung OD auf Kurs (von EBITDA und NAV her), kann ich zuversichtlich bleiben :-)

Insbesondere wenn ich eine grobe NAV und Exitplanung mache:

Ich rechne mit 20 Beteiligungen (von den 24 sind also 4 Totalverluste) denen ich jeweils einen Exiterlös im Sinne von Ergebniseffekt von 50 Mio. € zutraue, d.h. in Summe 1 Mrd. €. Jedes Jahr werden mindestens 3 Beteiligungen verkauft, also Minimum 150 Mio. € an Exiterlös/Ergebniseffekt p.a.
Klar, über die 50 Mio. lässt sich streiten. Verkaufe man Office Depot für 50. Mio € hätte ich einen stark geschwollenen Tränensack, würde aber Blaupunkt für 50 Mio. € verkauft, hätte ich eine Gesichtsstarre vor lauter Grinsen.
Aus der Luft gegriffen ist dieser Durchschnittsexiterlös aber nicht. Geht man vor Restrukturierungsaufwendungen p.a. von 100 Mio. € aus, heißt dies, man investiert pro Beteiligung 5 Mio. €. Auf dieses Investment will man einen Return, und der Zielmultiple liegt bei 10x (Aurelius erzielte bislang durchschnittlich 9,7x) kommt man auf 50 Mio. €.
Oder man schaut sich den Einkaufspreis der Beteiligungen an. Studienkreis kostete "einen hohen einstelligen Millionenpreis", Secop und Getronics circa 15 Mio. €, Cargill ca. 6 Mio. CHF, einige kosteten gar nichts und summasummarum landet man bei 5 Mio. €, was laut Aurelius ohnehin der Mindest-Eigenkapitaleinsatz pro Deal ist. Multipliziert mit dem Ziel-Multiple sind wir wieder bei 50 Mio. €.
Und dies ist deutlich geringer, als was wir in 2017 an Exits hatten, so gesehen rechne ich sehr konservativ. Studienkreis war irgendwas mit 70 Mio. €, Getronics und Secop 220m und 180m €. Ein Reuss-Seifert wird natürlich niemals 50 Mio. € zum Ergebnis beitragen, sofern es denn verkauft würde, aber z.B. Silvan traue ich das schon zu.

Da der NAV bereits jetzt bei ca. 1,5 Mrd. € liegt und die letzten Käufe und sonstigen Verbesserungen in den Konzernunternehmen noch nicht berücksichtigt wurden, bin ich mit meiner 1 Mrd. € sehr konservativ und dennoch reicht es, von einer nachhaltig hohen Dividende auszugehen.
Wenn alles glatt läuft könnte der NAV bis 2020 auf 2 Mrd. steigen und wenn's richtig gut läuft ab dann jährlich circa 500 Mio. € an Exiterlösen geben, wie dieses Jahr :-)

Kurzum: Es müsste schon eine Steinhoff-Bilanz vorgelegt werden, damit ich mich aus diesem Unternehmen zurückziehe ;-)

P.S.: Insbesondere für die, die sich noch nicht allzu lange und ausführlich mit Aurelius befasst haben, empfehle ich diese Übersichtspräsentation: http://aureliusinvest.de/site/assets/files/1410/..._oktober2017_d.pdf  
19.01.18 13:51 #1144 Interessante Gedanken Zwetschge ;)
Und wahrlich brav konservativ gerechnet.
Setzt man das durchschn. historische NAV Wachstum p.a. von 19 % an erreichen, wir die 2 Mrd. NAV schon in 2019:

      2018§                 2019                2020
1.785.000,00 € 2.124.150,00 € 2.527.738,50 €

Ich sehe das ganze jedoch auch lieber etwas konservativer da, wie du richtig geschrieben hast, viele "frische" Beteiligungen dabei sind, bei denen erst der Turnaround eingeleitet wird/wurde.
Das alles ist natürlich auch unter der Prämisse, dass man OD gestemmt bekommt, aber da bin ich zuversichtlich.

Interessant wird der nächste wirtschaftl. Abschwung. Auf einer Konferenz hat sich Markus da mal sehr reflektiert und antizipierend dazu geäußert. Er hat das im Hinterkopf. Vielleicht konzentriert sich Aurelius in so einer Phase dann einfach verstärkt auf seine Industrie Holding Kompetenzen und lässt den Sturm vorbeiziehen. Mit dem Puffer an Cash mache ich mir da auch nicht zu sehr Sorgen, auch wenn PE natürlich in so Phasen sehr anfällig ist.

Solange sich operativ nichts (zum Schlechten) verändert will ich meine Anteile noch sehr lange halten. Meine Rechnung bei günstigem EK ist Folgende:

10-12 %  NAV Wachstum p.a. (konservativ)
8-10 %    persönliche Div-Ren. p.a.
--------------------------------------------------
-> ~ 20 % p.a. Ziel-Performance

D.h. wer geduldig ist und vllt. 30K an Pokerchips drin hat kann dann in 15 Jahren (Markus geht in den Ruhestand ;)) vielleicht seine Anteile in ein Häuschen tauschen (wenn auch in Nord- nicht Süddeutschland ;))

Nur meine persönliche Meinung, wir werden sehen...

 
19.01.18 14:57 #1145 Weitere Gedanken
Vorweg:
Irgendwann wird es eine Wirtschaftskrise geben, schließlich kann es ja nicht ewig so weitergehen wie in den letzten 10 Jahren.
Passiere sie dieses Jahr, könnte mir das als Aurelius noch wenig anhaben, wie ich fnde. Noch hat man genug Cash, um seine Konzernunternehmen zu finanzieren (circa 100 Mio. € bräuchte es, schätze ich) und zudem sind ja nicht alle Beteiligungen auf Aurelius angewiesen! Man hat sowieso so viele Beteiligungen wie nie zuvor, da könnte man auch auf weitere Zukäufe erstmal verzichten. Zudem gehe ich von 1-2 Exits im 1. HJ aus und hierzu würden ja die Verhandlungen längst laufen, so dass man da auch einigermaßen auf der sicheren Seite wäre.
Käme die Wirtschaftskrise 2019 oder 2020 oder später, dann fände ich das etwas gefährlicher, weil ja dann mehr Unternehmen als jetzt "exitreif" wären und Ladenhüter bleiben könnten bzw. wie bei Isochem plötzlich in arge Schwierigkeiten kämen. Das wäre dann wohl auch kurstechnisch ein, wie sagt man so schön: Überbrückungsjahr ;-)

Daher erachte ich das Portfolio als nicht komplett werthaltig an, und ignoriere einfach pauschal 4 Firmen, d.h. 16% des Portfolios.
Manche würden jetzt den NAV von 1.5 Mrd. € durch die verbliebenden 20 Firmen teilen und so auf durchschnittlich 75 Mio. € Verkaufswert pro Firmen kommen. Bei 24 Firmen wären es "nur" 62.5 Mio. €. Ich aber ziehe 250 Mio. ab und verteile dann den NAV von 1.25 Mrd. auf die 20 Firmen, damit ich bei den 62.5 Mio. € Verkaufswert (Exiterlös) pro Firma bleibe.
Ziehe ich nun pauschal 20% an "Beteiligungskosten" (d.h. Kaufpreis, Restrukturierungsafw., etc.) von den 62.5 Mio. € ab, habe ich den durchschnittlichen Ergebnisbeitrag von 50 Mio. € pro Beteiligug.
Schaue ich in die oben verlinkte Präsentation sehe ich, dass die "Beteiligungskosten-Quote" aber höher lagen - zumindest bei den folgenden Fällen:
Getornics' Exit = 220 Mio. €, Ergebniseffekt = 160 Mio.; bei Secop war der Exit 185 Mio. €, der Ergebniseffekt 100 Mio. €.
So gesehen rechne ich gar nicht mal so konservativ...

Zum Schluss mein persönliches Bestcase-Szenario:
Auf jeden Fall ab 2020 soll das, was 2017 als Rekordjahr bezeichnet wurde, Usus werden:
500 Mio. Exiterlös p.a. :)
Kann man konservativ sehen, aber mir reicht es.
Und die Kirsche auf der Torte wäre ein Pflaumenkuchen (oder zumindest Obst) auf der nächsten HV ;-)
---
Natürlich ist das alles Spekulation und vorbehaltlich irgendwelcher Krisen.  
19.01.18 15:56 #1146 @zwetschgenq
Interessante Rechnung. Dass es ewig so weitergeht mit der Wirtschaft, glaube ich auch nicht. So euphorisch, wie jetzt gerade alle sind, ist das der beste Indikator um kritisch zu werden.

Was man aber mal berücksichtigen muss: Kommt die Krise, gibt es viele Restrukturierungsfälle. Umso interessanter wäre es aus Sicht von Aurelius, einige positive Exits in nächster Zeit noch zu erzielen und gleichzeitig nicht soviel Kapital auszuschütten, sondern im Krisenfall günstig zu investieren, um hohe Exits zu erzielen. Das gute im Fall einer Krise wäre, dass die Kapitalinstensität in vielen Fällen geringer wäre, als jetzt, da man Rückzahlungen, z.B. von Krediten, nach hinten schieben könnte bzw. Verhandlungsspielraum hätte. Gut für Aurelius wiederum ;)  
01.02.18 09:42 #1147 eur
Hier die aktuelle Meldung von heute, damit man hier etwas den Überblick behalten kann.
Aurelius übernimmt einen Verpackungsspezialisten:

http://www.ariva.de/news/...erb-des-spanischen-kartonagen-und-6773294

 
01.02.18 12:26 #1149 Kauf abgeblasen:
DGAP-News: Aurelius Omega Limited wird Erwerb von Connect Book voraussichtlich nicht vollziehen (deutsch)
Aurelius Omega Limited wird Erwerb von Connect Book voraussichtlich nicht vollziehen DGAP-News: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA / Schlagwort(e): Sonstiges Aurelius Omega Limited

 

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01.02.18 13:03 #1150 @zwetschgenq 1143 - 1145
Sehr schöne Gedankengänge!

Was mich wundert, ist der fehlende Hinweis auf die bisher erworbenen eigenen Aktien. Sollten die, wie ich stark vermute eingezogen werden, müßte mehr als eine Sahnetorte auf der kommenden HV möglich sein.:-)
Zudem erwarte ich weiterlaufende ARP`s. Wie sollte man denn sein derzeit nicht benötigtes Cash(Rücklagen für kommende Dividenden) besser anlegen?



 

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01.02.18 14:51 #1151 @reitz 1150
wenn die Aktien eingezogen werden, passiert dies doch mit gleichzeitiger Vernichtung.
Das bedeutet: EPS erhöht sich, Summe der auszuzahlenden Dividenden verringert sich. Okay. Wo da jetzt der riesen Effekt sein soll verstehe ich nicht so ganz.

Bzgl weiterer ARP bin ich auch nicht ganz so euphorisch.
Die Marktkapitalisierung ist nun mal aktuell über kommuniziertem NAV.
ARPs machen  hauptsächlich bei festgestellter Unterbewertung Sinn. Berkshire setzt sich z.B. als Untergrenze den 1,2 fachen Buchwert. Dann wird zurückgekauft. Es gibt aber auch vermutlich kaum ein anderes Unternehmen das so defensiv bilanziert.

Man "muss" ja auch nicht per se etwas mit dem Cash machen. Eine gut gefüllte Kriegskasse ist ja auch was ;)  
01.02.18 19:45 #1152 Eine Frage in die Runde
Hallo zusammen!
Ich überlege, ob die Meldung von heute Mittag über die zurück gezogene Fremdfinanzierung der Connect Book-Übernahme eine verdeckte Botschaft hat. Sicher ist es gut, wenn Aurelius nicht zuviel bezahlt, aber ist das vielleicht auch ein Signal hinsichtlich der Kreditwürdigkeit (z.B. auch in Zeiten steigender Zinsen)?
Vielleicht könnt Ihr das hier einmal offen diskutieren? Danke schon einmal dafür!
Broda  

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01.02.18 20:49 #1153 Die könnten die Übernahme aus der
Portokasse bezahlen - das hat strategische Hintergründe.  

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01.02.18 22:53 #1154 Finanzierung
...Aurelius finanziert, wie alle PE Gesellschaften, immer non-recourse. Also nur auf das Projekt abgestellt auf dem Level der SPVs für den Kauf. Die Finanzierung hat nichts mit der AG zu tun. Sonst würde das Geschäftsmodell ja nicht funktionieren, wenn immer, wenn ein Portfoliounternehmen platt geht, die Holding für die Finanzverbindlichkeiten aufkommen müsste.

Technisch sind alle Finanzierungsverträge weltweit nach dem LMA Standard aufgebaut, und meist gibt es Covenants (z.B: Fremdkapital nicht mehr als 3x EBITDA LTM) die eIngehalten werden müssen (manchmal auch schon im Zeitraum zwischen SIgning und Closing). Hier wird aber die MAC Klausel gerissen worden sein, also die Klausel die der Bank erlaubt bei materiellen Änderungen vom Vertrag zurück zu treten. Passiert so bei 1 von 20 Deals. 2009 waren das auch gerne 50%...

Also alles gut...hat 0% mit Aurelius zu tun. Passiert einfach manchmal. Ist eher ein gutes Zeichen das Aurelius nicht mehr nur die grauzonen Deals ala Arques (für 1 EUro und dann aussaugen) macht, sonder sich im Bereich der normalen BuyOuts bewegt.  

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14.02.18 14:35 #1155 Zinssatz, AH Industries und Spanien
Weil Lupus das Thema "steigende Preise, steigende Zinssätze" aufgriff, habe ich mir kurz einige Seiten des Aurelius-Threads der Jahre 2015 und 2016 angeschaut, da damals EQ, FED-Leitzinserhöhungen und Co. große Themen waren.
Und siehe da: Im Thread spielte das keine Rolle. Wieso auch? :-)

Es ist ja nicht so, das Aurelius ihr Business erst in einer zinslosen Welt begannen und sie nicht wüssten, damit umzugehen.
Und wir sprechen ja nicht von einem Sprung von 0% auf 4%, sondern lediglich von kleinen Anpassungen hinter dem Komma. Schaue ich mir die US-Börsenperformance an, seitdem die FED die Zinsen stufenweise erhöhte, kann ich mich ebenfalls zurücklehnen.
Und ein steigenes Einkommen/Vermögen/Löhne hat viel Positives.

Überhaupt steht die These im Raum: Wer wenig Kreditzinsen haben will, muss stattdessen "Strafzinsen" im Guthabenkonto in Kauf nehmen. -> Was ist besser? Wo kann man besser leveragen?

Außerdem werden die Käufe 1) nicht rein fremdfinanziert und 2) der zugrunde liegende Kriterienkatalog für ein Investment schließt Firmen mit einer fürchterlichen Finanzsituationen aus.
Es werden ja nur Firmen gekauft, die 2a) wenig kosten, 2b) primär operative (und damit vglw. gut zu behebende) Mängel aufweisen und 2c) durchaus Geld verdienen.

Kurzum: Ob und wie die Leitzinsen erhöht werden, ist nahezu irrelevant für Aurelius.

---
Und während ich mich durch die Threadseiten durchklickte, kam ich auf eine Pressemittelung zum Verkauf von Schleicher. Dort wurden auch keine Kaufsumme und Multiple genannt, wie neulich bei der PM zu AH Industries. Dafür aber wenigstens Zitate, die darauf schließen ließen, dass man einigermaßen zufrieden sein konnte mit dem (operativ, evtl. auch finanziell) Erreichten. Und alles das, ist bei der PM zur AH Industries-Veräußerung nicht der Fall.
AH Industries scheint mir eher die Kategorie "Schrecken mit Ende" gewesen zu sein. Klar, man muss keinen Verkaufserlös angeben, aber als PE-Haus ist man zumindest immer darauf aus, den Multiple zu nennen. Das ist ja deren Leistungsnachweis und lässt zudem auch alleinstehend nicht allzu viele Rückschlüsse zu, so dass der neue Käufer eigtl. nichts dagegen haben könnte.
Schaut man sich dann die Finanzberichte an, konnte man bereits im HJ 2017-Bericht von Überkapazitäten, zu kleiner Kundenbasis, Preisdruck und Auftragsverlust lesen. Wenn AH Industries überhaupt was eingebracht hat, dann entweder ein lachendes oder ein weinendes Auge. Viel gekostet haben kann es nicht, viel gebracht haben auch nicht. Hohe Verkaufspreise ans Managementteam wären mir neu bei MBO. Die Sparte "Industries" wurde ja im Q3 2017 mit guten 97 Mio. angegeben. Rechne ich HY raus, bleibt allenfalls ein niedriger 8-stelliger Betrag für AH stehen, wenn überhaupt. Eher 7-stellig. Ob das dann auch bezahlt wurde, weiß ich nicht. Zumindest spart man sich nun weitere Restrukturierungskosten. Sollen andere investieren, um AH aus der Auftragsflaute herauszuwehen.
"Lustigerweise" schlägt die Sache mit AH Industries weniger hohe Wellen, als Isochem. Dabei sind deren Fälle von der Ursache her "Auftragsverlust bei hoher Kundenabhängigkeit" und vermutlich auch vom NAV-Wert vergleichbar.

Kurzum: Wird mal wieder Zeit für einen richtig guten Exit.

P.S.: Wer mir nicht glaubt, kann ja es ja hier schwarz auf weiß sowie zwischen den Zeilen lesen:
http://aureliusinvest.de/site/assets/files/2531/...abschluss_2016.pdf
http://aureliusinvest.de/site/assets/files/1410/..._oktober2017_d.pdf
http://aureliusinvest.de/site/assets/files/2833/...7_27_10_2017_d.pdf
http://www.ariva.de/forum/aurelius-269309?page=17#jumppos432
http://aureliusinvest.de/presse/...er-erfahrung-in-der-windindustrie/

PPS: Gibt eine neue Rubrik auf der Webseite: http://aureliusinvest.de/case-studies/

PPPS: Auch auf diesen Link kam ich: https://www.finance-magazin.de/cfo/strategie/...uropa-kaufen-1255121/
In vielerlei Hinsicht interessant, unter anderem, weil Aurelius ja auch spanische Ventures hat:
"Aber dafür sind die M&A-Targets im Süden so unglaublich günstig, dass sich ein Deal fast in jedem Szenario, das man sich vorstellen kann, lohnen sollte."

:-)  
14.02.18 15:10 #1156 AH Industries
Hinsichtlich Deiner Ausführungen bin ich völlig bei Dir.

Der Vorstand führte in einem Interview folgende Strategie aus:

"Die Neustrukturierung ist ein permanent revolvierender Prozess mit dem konstanten Ziel ein langfristiges Wachstum zu erzeugen. Wenn uns dies im ersten Anlauf nicht gelingt, überprüfen wir die Rahmenbedingungen und verändern die Strategie. Der Zeithorizont ist dabei nicht fix. Wir arbeiten an und in unseren Töchtern, solange wir der Meinung sind, dass die Zugehörigkeit zum Aurelius Konzern für das Unternehmen sowie unsere Stakeholder die beste Alternative ist. Sollte sich in diesem Prozess herausstellen, dass ein Verkauf vor Abschluss der Restrukturierung der bessere Weg ist, so suchen wir einen strategischen Partner, dessen Erfolgsaussichten besser sind."

Bei AH Industries glaube ich auch, dass man nicht mehr viel Sinn darin gesehen hat, die kleine Gesellschaft im Konzern zu lassen. Ich halte es auch für besser, wenn man sich auf die großen Gesellschaften konzentriert.

Übrigens wurde unter ähnlichen Umständen und wohl aus den gleichen Beweggründen auch Regain Polymers verkauft. Dieser Exit vom September 2017 ist (wohl beabsichtigt) ein wenig untergegangen.

Einen größeren Exit erwarte ich in nächster Zeit nicht. Ich erwarte eher Zukäufe und die Entwicklung der bestehenden Gesellschaften, also ein klassisches Übergangsjahr. Wohl und Wehe des Aktienkurses jenseits der 55 Euro Marke werden davon abhängig sein, wie sich OD Europe entwickelt. Ich bin da aber recht entspannt und vertraue dem Maschinenraum.

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...uer-die-aktie-34-5855618


 
14.02.18 16:27 #1157 Jau,
Regain hatte ich vergessen.
Die von dir zitierte Passage zeigt das Optimierungsselbstverständnis von Aurelius sehr gut. "Sei hart und ehrlich zu dir selbst". So, wie sie mit ihren Portfoliofirmen umgehen "Strategieanpassungen, Assets verkaufen, nur 1 Arbeitshandy pro Mitarbeiter etc." agieren sie auch intern. ;-)

Das man sich auf die großen Gesellschaften konzentriert, ist zwar ein nachvollziehbarer Wunsch und finanziell sinnvoll, aber ich widerspreche insofern, dass für die Reputation der erfolgreiche Track Record an sanierten Unternehmen fortgeschrieben werden sollte.
Und ich hoffe, dass ab 2020 so viele Ventures oben links in der Portfoliografik stehen werden, dass Blaupunkt wegen Platzmangel dort tatsächlich nur noch als blauer Punkt steht und wir statt Überbrückungsjahr ein weiteres Rekordjahr erleben.

In diesem Sinne beste Grüße von der Brücke in den Maschinenraum ;-)  
23.02.18 14:27 #1158 Connect Books
wurde schlussendlich zur Hälfte des ursprünglichen Preises gekauft. Sofern die Nachricht halbwegs stimmt, wird man wohl um die 6 Millionen Pfund bezahlt haben. Die Nachricht zum endgültigen Kauf hätte man sicher aufpeppen können, indem man auf die Halbierung des Kaufpreises hingewiesen hätte.

http://www.londonstockexchange.com/exchange/news/...232186523400.html  
24.02.18 07:39 #1159 Das sind wieder hammernews....Strong buy
Die Aktie notiert weit unter ihrem Wert.
Connect Books ist locker gut für 15er multiple.

Generell: wir sehen hier in Kürze eine deutliche Rallye auf 70 Euro und dann auf ihren fairen Wert von 80 Euro.  
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