Ölpreis wird weiter steigen

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neuester Beitrag:  25.04.21 11:12
eröffnet am: 17.06.05 20:27 von: Knappschaftskassen Anzahl Beiträge: 97
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17.06.05 20:27 #1 Ölpreis wird weiter steigen

Die Mehrheit der Experten rechnet für kommende Woche mit einem weiteren Ölpreisanstieg. Der Grund wird darin gesehen, dass die Ölproduzenten inklusive den Mitgliedsstaaten der OPEC ein zunehmendes Ringen führen was das Treffen einer ständig steigenden Nachfrage betrifft. So pumpe die OPEC ab kommendes Monat 28 Millionen Barrels pro Tag in den Markt, was einem Anstieg von 1,8 Prozent entspricht. Zugleich ließ das Ölkartell zuletzt wissen, dass es im vierten Quartal zur Befriedigung der Nachfrage voraussichtlich 30,6 Millionen Barrels pro Tag bedarf. Laut einem Analysten bedeutet die per 1. Juli anstehende Anhebung der Förderquoten durch die OPEC, dass nicht tatsächlich mehr Barrels zur Verfügung stehen.

 

Tankstellenpreise in Deutschland auf Rekordniveau
Schaubild: Teurer Fahrspaß - Tankstellenpreis in Deutschland
Quelle: Rheinpfalz 16.06.05




Dieselpreis in Deutschland auf Rekordniveau
Schaubild: Dieselpreis in Deutschland auf Rekordniveau
Quelle: Rheinpfalz 03.05.05



Opec Rohölpreis
Schaubild: OPec Rohölpreis pro Barrel
Quelle: Rheinpfalz 17.03.05




Womit in Deutschland geheizt wird.
Struktur der Heiz-Energien
Quelle: Rheinpfalz 22.12.04



Schaubild: Äquatorialguinea- der drittgrößte Erdölproduzent Schwarzafrikas
Schaubild: Äquatorialguinea- der drittgrößte Erdölproduzent Schwarzafrikas
Quelle: Rheinpfalz 09.11.04




Schaubild: Ölpreis auf der Achterbahn
Schaubild: ÖLpreis auf der Achterbahn
Quelle: Rheinpfalz 3.12.04




Ölproduzenten sowie Öl-Exporteure und -Importeure
Ölproduzenten sowie Öl-Exporteure und -Importeure
Quelle: Tagesschau.de 12.11.04



Ölpreise pro Barrel 1970- 2004
Ölpreise pro Barrel
Quelle: Tagesschau.de 12.11.04



Opec Mitglieder
Opec Mitglieder
Quelle: Tagesschau.de 12.11.04



Zusammensetzung des Preises für Normalbenzin
Zusammensetzung des Preises für Normalbenzin



Erdölverbrauch im Jahr 2003 in Mio. Tonnen
Erdölverbrauch im Jahr 2003 in Mio. Tonnen
Quelle: Rheinpfalz 27.10.04



Schaubild: Rohölreserven 2003 in Milliarden Tonnen
Rohölreserven 2003 in Milliarden Tonnen
Quelle: Rheinpfalz 08.07.04


Energieverbrauch: 1973  & Heute
Vergleich des Energieverbrauches 1973 und 2004
Quelle: Rheinpfalz 15.06.04


Ölmacht Saudi-Arabien
Ölmacht Saudi-Arabien
Quelle: Web.de 13.06.04



<!-- Schaubild: Ölförderländer, Opec, Ölproduktion-->Schaubild: Oelfoerderung
Quelle: Web.de 3.06.04


Schaubild: Einfuhr von Öl in die BRD
Deutschlands Öl - Lieferanten
Quelle: Rheinpfalz 25.05.04


 
17.06.05 20:49 #2 Mexico u Norwegen: mehr geht nicht
Mexiko und Norwegen gaben bekannt, ihre Ölförderung mangels verfügbarer Restkapazitäten nicht weiter erhöhen zu können. Norwegen ist nach Saudi Arabien und Russland der drittgrößte Ölproduzent der Welt und fördert pro Tag 3 Millionen Barrel Rohöl. Mexiko ist der drittgrößte nicht in der OPEC organisierte Ölförderer.



...be happy and smile

 

 

 

 

 
17.06.05 20:50 #3 Kaspische Ölfirmen mit Potenzial
Nachfolgend ein paar Firmen die bereits in der Vergangenheit sich bewährt haben. Als besonders empfehlenswert halte ich die hochprofitabele Firma Chaparral Recources  
17.06.05 22:18 #4 KFZ-Steuer und Energie machen das Leben teuer
21.06.05 20:55 #5 Spritpreise im Höhenrausch

Öl- und Benzinpreise sind so hoch wie noch nie und dämpfen schon das Wirtschaftswachstum

 

Wenn die Preise steigen 
Autofahrer werden sich über die Höhenflüge der Rohöl- und Bezinpreise nicht freuen können: der Ölpreis hat sich am Montag der historischen Marke von 60 Dollar je Barrel (159 Liter) genähert. Im elektronischen Handel in New York stieg der Preis für die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli zeitweise auf 59,23 Dollar und markierte damit einen neuen Höchststand. Im weiteren Verlauf bröckelte der Preis auf 58,81 Dollar ab, blieb aber um 34 Cent über dem Schlusskurs vom Freitag. Alleine am Freitag war der US-Ölpreis um 1,89 Dollar gestiegen. In London kostete am Montag ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent 57,82 Dollar und damit 95 Cent mehr als am Freitag.


Nach Einschätzung deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute bremst der Höhenflug des Ölpreises das Wachstum in Deutschland. Die deutschen Autofahrer müssen nach Einschätzung des ADAC noch länger mit Rekordpreisen bei Benzin und Diesel leben. „Das wird auch künftig ein großes Thema bleiben, es ist nicht von einer maßgeblichen Entlastung auszugehen“, sagte der ADAC-Referent für Verkehrspolitik, Jürgen Albrecht. Die bevorstehende Ferienzeit werde für die Mineralölkonzerne ein Anlass sein, nochmals eine Preisrunde extra zu fahren. Autozulieferer wie Bosch und ZF Friedrichshafen befürchten zudem belastende Einflüsse auf die Wirtschaft.

Der Preishochstand von 1,24 Euro pro Liter Superbenzin ist für Autofahrer eine starke Belastung. Vor allem für Branchen wie Kurierdienste und Taxiunternehmen ist die Entwicklung schmerzhaft.

Fachleute rechnen fest damit, dass der Ölpreis die Marke von 60 Dollar bei leichtem US-Öl überspringen wird. „Der Markt will die psychologisch wichtige Marke von 60 Dollar testen“, sagte Rohstoffexperte Victor Shum von der amerikanischen Beratungsfirma Purvin and Gertz.

 

Nach Einschätzung des Hamburger Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) treiben Spekulanten den Ölpreis auf neue Höhen. „Es gibt keine Rohölknappheit“, sagte die Verbandssprecherin Barbara Meyer-Bukow. Die Rohöl-Lagerbestände seien international nicht so niedrig, als dass die Spekulationen gerechtfertigt seien.

Der Preisanstieg wird voraussichtlich auch die Wirtschaft der Bundesrepublik beeinflussen: Das Hamburger Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) befürchtet, dass die Entwicklung an den Ölmärkten einen „dämpfenden Effekt“ auf die hiesige Wirtschaft haben wird. Der nachgebende Eurokurs verstärke in Deutschland den negativen Ölpreiseffekt, sagte Rohstoff-Experte Eckhardt Wohlers. Gleichzeitig profitierten die Exporteure aber von dem etwas schwächeren Eurokurs. Klaus-Jürgen Gern vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagte, der steigende Ölpreis beeinflusse die Konjunktur, indem er die Kaufkraft der privaten Haushalte und die Gewinne der Unternehmen schmälere. Für die Industrieländer als Hauptverbraucher sei dies ein Faktor, der dämpfend wirke.

 
21.06.05 21:22 #6 interessanter Thread o. T.
24.06.05 10:14 #7 Marke von 60 Dollar erreicht
Ölpreis erreicht im asiatischen Handel erneut die 60-Dollar-Marke
Freitag 24. Juni 2005, 07:34 Uhr

SINGAPUR (dpa-AFX) - Der Ölpreis hat am Freitag wegen der hohen weltweiten Treibstoff-Nachfrage erneut die Marke von 60 Dollar erreicht. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl der Sorte WTI kostete im asiatischen Handel bis zu 60,00 Dollar. Damit wurde das erst am Donnerstagabend erreichte Rekordhoch von 60,05 Dollar nur knapp verfehlt. Zuletzt lag der Barrel-Preis bei 59,89 Dollar.
"So lange die weltweite Nachfrage nach Öl hoch bleibt, können wir kurzfristig nicht mit einem deutlichen Preisrückgang rechnen", sagte Analyst Victor Shum vom Energieberater Purvin and Gertz. Für die zweite Jahreshälfte müsse mit Preisen zwischen 50 und 60 Dollar gerechnet werden. Ursache dafür seien neben der hohen Nachfrage auch die knappen Raffineriekapazitäten./FX/rw/fn  
24.06.05 14:15 #8 Ölpreis Seasonal

...be happy and smile

 

 

 

 



Öl scheint im Sommer selten billiger zu werden !!!!  
04.07.05 13:08 #9 Eine Empfehlung von Knobias!
Press ReleaseSource: Knobias

Knobias, Inc. Announces Chaparral Resources Inc as the SPOT of the Week in Its Small-Cap ClipReport
Monday June 27, 11:02 am ET

RIDGELAND, Miss., June 27, 2005 (PRIMEZONE) -- Knobias, Inc. (OTC BB:KNBS.OB - News) announced today that it has selected Chaparral Resources Inc. (OTC BB:CHAR.OB - News) as the SPOT of the week in the Knobias Small-Cap ``ClipReport.''

Chaparral Resources is engaged in international oil and gas development with a single operating asset: development of the 16,900-acre ``Karakuduk Oil Field'' in the Republic of Kazakhstan. The operating entity, KKM, is 60%-owned by CHAR and 40% by its parent company, Nelson Resources Ltd. (NLG.TO), which subsequently owns 60% of CHAR.

The Bulls say:

Oil Stocks Are Boring: It may be boring, but there's one thing that appears to have no decline in sight: OIL. Record oil prices have helped CHAR grow revenues to $78 million (+36%), income to $8.5 million (+314%) and EPS to $0.22 (+340%) year-over-year.

The Bears say:

Geopolitical Risks: The primary operating asset for CHAR is in the Republic of Kazakhstan. This exposes CHAR to significant, unknown political risks; government regulation and intervention; currency risk; and unforeseen distribution costs and logistics.

The ``ClipReport'' is a daily newsletter distributed FREE to anyone interested in proprietary news and insight concerning small-, micro- and nano-cap stocks. Each week Knobias independently chooses one company to be highlighted in the SPOT. To qualify for selection, each company must: 1) trade on the Nasdaq National Market, Nasdaq Smallcap Market, Amex, OTCBB or Pink Sheets; 2) have a market cap of less than $250 million; 3) have annual revenues greater than $1 million, 4) have a closing share price greater than 5 cents, and 4) have average daily volume of at least 10,000 shares. Knobias is never compensated for SPOT selections, and NO position will be held in SPOT stocks by Knobias, its management or staff while the stock is being highlighted.

To subscribe to the FREE Knobias Small-Cap ``ClipReport'', click below:

http://www.knobias.com/clipreport

 
13.07.05 18:06 #10 Hurrikane Emily läßt den Ölpreis steigen!
Ölpreis nähert sich 61 Dollar
Nach Dennis droht neuerlich ein Hurrikan im Golf von Mexiko - Angst vor zuwenig Ölreserven lässt den US-Ölpreis wieder steigen

  Singapur - Die Aussicht auf einen neuen Hurrikan im Golf von Mexiko hat am Mittwoch den Ölpreis wieder in Richtung der Marke von 61 Dollar steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl der Sorte WTI wurde im elektronischen Handel mit 60,92 Dollar gehandelt. Dies waren 30 US-Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

Früher Saisonstart


Der Tropensturm "Emily" dürfte sich nach Einschätzung des National Hurricane Center in den USA bald in einen Hurrikan verwandeln. "Der ungewöhnlich frühe Beginn der Hurrikan-Saison lässt die Angst wachsen, dass nicht genügend Öl-Vorräte für die erwartet hohe Nachfrage am Jahresende aufgebaut werden können", sagte Rohölexperte Seth Kleinman von PFC. Die Arbeiter hätten gerade erst mit der Rückkehr auf die Bohrinseln begonnen, nachdem der Hurrikan "Dennis" sich abgeschwächt hatte.

Beobachter erwarten durch die Unterbrechung der Förderung einen Rückgang der Rohöllagerbestände in den USA. Die Daten für die vergangene Woche werden am Nachmittag veröffentlicht. (APA/dpa)

 
13.07.05 23:19 #11 Weiter Datensätze für die Aktionäre

Übersicht über die mittleren und kleinen Kaspischen Ölfirmen -Stand 04/2005

 Firma

tätig in

1P in Mill. Barrel

 2P in Mill. Barrel

1P Gas

Produktion bopd 2005

Ziel 2008 bopd

Ziel 2015 bopd

Bemerkung

 PetroKazakhstan

Kasachstan

356

550

 

165.000

222.000

 

Inbetriebnahme der Kasachstan- China Öl- Pipeline im Mai 2006.

 Nelson Resources

Kasachstan

123

210

 

28.000

50.000

 

 

 Dragon Oil

Turkmenistan

146

315

161 Mill. Barrel

17.000

40.000

60.000 + Gas

 

 Burren Energy

Turkmenistan, Kongo, Ägypten, Indien

39

146

 

25.000

 

 

 

 Chaparral

Kasachstan

18

38

 

13.000

 

 

Nelson hält 60 % der Aktien

 Arawak Energy

Aserbaidschan

28

54

 

5.000

 

 

 

 Transmeridian

Kasachstan

26

 

 

1.500

 

 

 

 BMB Munai

Kasachstan

23

101

 

600

 

 

 

 CanArgo Energy

Gorgien

60

 

 

 

 

 

 

 Aurado Energy

Kasachstan

 

 

 

Test

 

 

 

 Big Sky Energy

Kasachstan

 

 

 

 

 

 

 

 Caspian Energy

Kasachstan

 

 

 

 

 

 

 

 Caspian Holdings

Kasachstan

 

 

 

 

 

 

 

 1 Barrel = 159 l = 1 Fass

 1P - geprüfte (proven) Reserven

 2P - geprüft + mögliche Reserven (proben + probable)

 bopd - barrel oil per day; Fördermenge pro Tag; angegeben in Barrel; 

 1.000 cf Gas = 166 Barrel Öl- Äquivalent

Letzte Aktualisierung / last news

 

 

Die  Region um das Kaspische Meer

Der Weltenergiebedarf wird nach Schätzungen des Weltenergierates bis 2020 um 50 Prozent steigen wird. Allein die USA werden in zehn Jahren etwa 60 Prozent und Europa sogar 70 Prozent seiner Energie importieren müssen. Und auch der Energieverbrauch in China wird sich bis dahin verdoppelt haben. So wird auch China 40 Prozent seines Energiebedarfs importieren müssen.

Schätzungen über das verfügbare Volumen in der Region um das Kaspische Meer reichen von 50 (etwa soviel wie in der Nordsee) bis 110 Milliarden Fass Erdöl und etwa 7-9 Billionen Kubikmeter Erdgas.

Erst im Sommer 2000 wurde vor der kasachischen Küste das Kashagan-Ölfeld entdeckt, das als eines der 5-größten der Welt gilt. Demgegenüber werden die Ölquellen der Nordsee in ungefähr zehn Jahren nicht mehr sprudeln. Spätestens dann muss das Öl aus den Feldern um das Kaspische Meer, das Kaspi-Öl, so reichlich in die Volkswirtschaften des Westens fließen, dass die Abhängigkeit vom OPEC-Öl eingegrenzt werden kann. Was um so wichtiger sein wird, als der weltweite Verbrauch, auch infolge der Industrialisierung Asiens, permanent steigt. Allein im Rohstoffsektor dieses zentralasiatischen Landes wurden seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 mehr als 20 Milliarden Dollar investiert. Die Entdeckung des Kashagan-Feldes war der größte Ölfund seit drei Jahrzehnten. Geologen des italienischen Ölkonzerns Agip entdeckten das auf 30 Mrd. Barrel geschätzte Erdölfeld in 4.500 Meter Tiefe inmitten des nordkaspischen Naturschutzgebiets. Unter einem uralten Korallenatoll gelegen, ist Kashagan vermutlich die 2-größte Ölblase der Erde. Die größte, Ghawar in Saudi-Arabien, birgt etwa 80 Millarden Barrel. Seit dem sensationellen Fund in Alaskas Prudhoe Bay im Jahr 1970 wurde nicht mehr so viel Erdöl an einem Ort entdeckt. Die Felder der Nordsee bergen noch insgesamt 17 Milliarden Barrel. Ein weiteres riesiges Feld ist das Tengiz-Feld. Es beinhaltet die 4. größten Reserven der Welt. Volle Produktion ab 2006.

Kasachstan, noch vor einem Jahrzehnt eine rückständige Sowjetrepublik, wird sich in naher Zukunft

 

Ölplattplattform im Kaspischen Meer -Kashagan. Temperaturen im Winter bis - 20 °C.

 

 

Foto: Vincent Prado vprado@free.fr

einen Platz in den Top Five der Erdölexporteure entwickeln. Jeden Tag bis zu fünf Millionen Barrel könnte das Land schon im Jahr 2010 an den Rest der Welt verkaufen. Öl und Gas ist aber bei weitem nicht alles. Kasachstan zählt zu den wichtigsten Bergbauländern der Welt. Neben Kohle, Erdöl, Erdgas, sind dort die größten Zinkreserven der Welt, die zweitgrößten Blei-, Chrom- und Silberreserven; Goldvorkommen von "beachtlicher Größe" und Bauxit, Eisen, Kadmium, Kaolin, Kupfer, Mangan, Molybdän, Phosphorit, Uran und Wolfram. Entsprechend bunt ist das Treiben im Land. Bergbau- und Energieunternehmen aus den USA, Japan, Kanada, BRD, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Israel buddeln neben russischen in der Erde.

Die Erdgaslager in der Kaspi/ Kaukasusregion sollen noch bedeutender sein als die Erdölreserven. So wird Turkmenistan oft das neue Kuwait am Kaspischen Meer genannt: Die seit zehn Jahren unabhängige ex-sowjetische Wüstenrepublik sitzt auf immensen Reichtümern. Die Gasvorkommen allein werden auf zwei Billionen Kubikmeter geschätzt, die viertgrößten bis drittgrößten (hinter Russland und Iran) der Welt.

In Aserbaidschan sind über zehn westliche Ölgesellschaften (ExxonMobil, BP, Agip, Shell u.a.) aktiv.

Die chinesische CNPC erwarb 1997 das Recht auf zwei möglicherweise lukrative Ölfelder in Kasachstan. Im Austausch für die Bohrrechte verpflichtete sich die CNPC, Pipelines nach Singkiang (China) zu bauen, um damit den Export von bis zu 50 Mill. t kasachischen Öls pro Jahr nach China zu ermöglichen. Außerdem sind Machbarkeitsstudien über den möglichen Bau einer 3000 km langen Gaspipeline von Turkmenistan nach Singkiang im Gange. Obwohl China der sechsgrößte Ölproduzent der Welt ist, hat sein Wirtschaftswachstum es seit 1993 in einen Nettoimporteur von Öl verwandelt. Kasachstan

Das Kaspische Meer hat keinen Zugang zu den Weltmeeren. Das Öl und Gas muß also über Pipelines abtransportiert werden.

Die russische Blue Stream Gas-Pipeline führt von Izobilnoye (Russland) unter dem Schwarzen Meer hindurch in die Türkei nach Samsun. Baukosten 3,4 Mrd USD. Technische Details hier. Seit 2003 in Betrieb .

Turkmenistan hat die viertgrößten Erdgasvorkommen der Welt. Mit einer geplanten Pipeline über Afghanistan nach Pakistan würde sich die Abhängigkeit von Turkmenistan von Russland mindern. Bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus den bislang noch weitgehend unerschlossenen Vorkommen Turkmenistans könnte sie im Jahr ins pakistanische Karatschi transportieren. Später soll parallel dazu eine zweite Röhre für Erdöl folgen. Die etwa 1500 Kilometer lange Trasse soll durch den Korridor von Herat nach Kandahar verlaufen.

Seit 2005 ist die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC) in Betrieb. Durch Georgien wird sie die aserbaidschanischen Ölquellen im Kaspischen Meer mit dem Hafen Ceyhan an der türkischen Mittelmeerküste verbinden.

Bereits seit 1999 in Betrieb ist die Pipeline von Baku zum georgischen Schwarzmeer-Hafen Supsa. Von dort wird das Öl per Tanker durch den Bosporus in die weite Welt transportiert.

Im Bau ist eine gigantische Trasse von den riesigen Tengiz-Feldern in Kasachstan zum russischen Schwarzmeerhafen Noworossisk.

 

1 - Atyrau - Samara (Rußland)

2 - CPC- Pipeline Tengiz (Tengiz-Ölfeld - Kasachstan) - Novorossiysk (Rußland) (seit 2001)     Länge: 1.730 km
Betreiber: Caspian Pipeline Consortium (CPC)
Kapazität: 560.000 Barrel pro Tag
Kosten: 2,6 Milliarden USD
Nachteil: führt durch tschetschenisches Kriegsgebiet

3 - Makhachkala- Novorossiysk

4 - Pipeline Baku (Aserbaidschan) - Grozny (Tschetschenien) - Novorossiysk (seit 1997)   Länge: 1.396 km
Betreiber: Azerbaijan International Oil Consortium (AIOC)
Kapazität: 120.000 Barrel pro Tag
Kosten: 1,5 Milliarden USD

5 - Baku (Aserbaidschan) - Supsa (Georgien -Schwarzes Meer)    Länge: 821 km
Betreiber: Azerbaijan International Oil Consortium (AIOC)
Kapazität: 900.000 Barrel pro Tag
Kosten: 2,5 Milliarden USDr

6 - Baku (Aserbaidschan) -Tiblissi (Georgien) - Ceyhan (Türkei- Mittelmeer)   Länge: 1.750 km
Von Baku über nach Ceyhan 
Betreiber: Azerbaijan International Oil Consortium (AIOC)
Kapazität: 1 Million Barrel pro Tag = 50 Mill.t im Jahr
Kosten: 3,6 Milliarden USD

7 - Iran Swap

8 - PKZ Eisenbahn

9 - Baku- Batumi -Eisenbahn

10 - Kasachstan- China   Inbetriebnahme Mai 2006   1.000 km
Kapazität 20 Mill. t pro Jahr, später 50 Mill. t
Sie soll Öl von CNPC und von den Kumkol Feldern (Förderer dort Lukoil und PetroKazakhstan) nach China befördern
Ab 2006 will CNPC in der Aktyubinsk- Region 8 Mill. t (2003 5 Mill. t) fördern und die Kumkol Felder von Lukoil und PKZ sollen 10-12 Mill. t liefern
Eine Gaspipeline soll folgen

11 - Tankertransport

In Planung: Chardzhou (Turkmenistan) -Herat (Afghanistan) - Gwadar (Pakistan -Arabisches Meer)  Länge: 1.050 km
seit 1995 in Planung; seit Anfanng 2005 wieder im Gespräch
Betreiber: US-Ölkonzern Unocal mit Partnern
Nachteil: führt durch afghanisches Krisengebiet

 
14.07.05 17:39 #12 Gold- und Ölpreise gehen zurück
Donnerstag 14. Juli 2005, 11:48 Uhr


Der Goldpreis ist gestern gesunken. Auch die Kurse der Futures für Öl der Sorte Light Crude (leichtes US-Öl), für Heating Oil und für die führende Nordseesorte Brend Crude gingen im New Yorker Terminhandel (NYMEX) zurück.
Ursache für den Ölpreisrückgang war die Erleichterung darüber, dass der Tropensturm Emily wohl keine Schäden an den US-Produktions- und Raffinieriestandorten verursachen wird. Die Ölanlagen im Golf von Mexiko können ihren Betrieb voraussichtlich ungehindert fortsetzten.

Die Bestandsdaten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) lagen wieder ANZEIGE

weit auseinander. So wurde für Rohöl ein Abbau von 3,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. 1,5 Mio. Barrel (API), bei Heizöl und Diesel ein Zuwachs von 3,2 Mio. bzw. 5,8 Mio. Barrel sowie für Benzin ein Minus von 2,7 Mio. bzw. ein Plus von 0,7 Mio. Barrel gemeldet. In der Summe beträgt der Abbau 3,4 (DOE) bzw. der Aufbau 4,0 (API) Mio. Barrel.

Ein Umfeld für hohe Preise besteht weiterhin. Ursache ist die anhaltende Terrorangst. Der Unsicherheitsaufschlag kann sich nur langsam auflösen, wenn sich die geopolitischen Umstände entspannen.

Auch Längerfristig besteht die Möglichkeit steigender Preise, da der Ölbedarf in den kommenden Jahren rasant wachsen wird. Neue Märkte wie China verursachen eine zusätzliche Verknappung des Ölangebots. China benötigt für sein beeindruckendes Wirtschaftswachstum viel Öl. Zudem wächst im Reich der Mitte der Autoabsatz beträchtlich und dementsprechend auch der Benzinbedarf. Durch seine Verschwendung ist das Reich der Mitte, die mittlerweile sechstgrößte Wirtschaft der Erde, zum weltweit zweitgrößten Ölverbraucher mit rund 6,2 Mio. Barrel pro Tag in 2004 aufgestiegen. Zudem rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) damit, dass China im nächsten Jahr mit dem Aufbau einer strategischen Ölreserve beginnen wird.

Der Kurs des Euro stieg um 0,08 Prozent auf derzeit 1,2086 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung liegt heute deutlich über ihrem Kurs bei der Einführung der am 04. Januar 1999 von 1,1886 Dollar. Ein schwächerer Dollar macht das in US-Dollar angeschriebene Gold und Öl für Anleger aus anderen Währungsräumen billiger und damit attraktiver. Auch eine rückläufige Minenproduktion und die weiterhin unsicheren Lage im Irak stützen den Goldpreis.

Feinunze Gold: 424,60 Dollar (-2,50 Dollar)

Feinunze Silber: 7,02 Dollar (-0,06 Dollar)

Light Crude: 60,01 Dollar (-0,61 Dollar)

Brend Crude: 58,35 Dollar (-0,47 Dollar)

Heating Oil: 1,72 Dollar (-0,03 Dollar)

Die unterschiedlichen Preise werden durch die Qualität des Öls gerechtfertigt. Je höherwertiger das Öl ist, um so kostengünstiger ist seine Weiterverarbeitung.

 
20.07.05 19:02 #13 Ölpreis gibt leicht nach o. T.
 

Angehängte Grafik:
Ölpreis_20_07_2005.bmp
Ölpreis_20_07_2005.bmp
03.08.05 16:53 #14 Gold- und Ölpreis zieht an
03.08.2005 16:10
Gold- und Ölpreis zieht an
Der Ölpreis hat sich im heutigen Handel erhöht. So stieg der Kurs für die führende Nordsee-Sorte Brent Crude bisher deutlich um 2,6 Prozent und notiert aktuell bei 62,00 Dollar.

Ursache für den Ölpreisrückgang ist die Nervosität der Marktteilnehmer im Vorfeld der Veröffentlichung der wöchentlichen US-Rohöllagerbestände. Es wird mit einem Rückgang beim Rohöl und Benzin gerechnet, das erhöht die Versorgungsängste. Die Lage im Iran belastet außerdem die Stimmung nicht unerheblich. Zudem bewirkt die Sorge vor weiteren Tropenstürmen im Golf von Mexiko für Verunsicherung an den Märkten.

Auch bei den Edelmetallen wurde bisher eine Preissteigerung festgestellt. Während sich Gold um 0,7 Prozent auf 435,70 Dollar verteuerte, kletterte der Kurs für Silber um 0,7 Prozent auf 7,30 Dollar und für Platin um 1,5 Prozent auf 919,00 Dollar.  
 
10.08.05 19:24 #15 Chapparral hat die Erwartungen übertroffen
Technical AnalysisGet Technical Analysis Chart(s) for:
CHAPARRAL RES INC (OTC BB) Edit
Range:1d 5d 3m 6m 1y 2y 5y max Type:Bar | Line | CdlScale:Linear | LogSize:M | L
Moving Avg:5 | 10 | 20 | 50 | 100 | 200EMA:5 | 10 | 20 | 50 | 100 | 200
Indicators:MACD | MFI | ROC | RSI | Slow Stoch | Fast Stoch | Vol | Vol+MA | W%R
Overlays:Bollinger Bands | Parabolic SAR | Splits | Volume
Compare: CHAR.OB vs   FTSE 100   FTSE 250   DowJones  
Chart

Splits:none
Last Trade:4.80 $
Trade Time:6:02PM
Change:Up 0.28 (6.19%)
Prev Close:4.52
Open:4.65
Bid:4.79 x 5
Ask:4.80 x 5
1y Target Est:N/A
Day's Range:4.60 - 4.80
52wk Range:1.05 - 4.65
Volume:354,590
Avg Vol (3m):138,191
Market Cap:183.40 M
P/E (ttm):15.84
EPS (ttm):0.30
Dividend:N/A ()
 
11.08.05 21:15 #16 Amex Oil Index - Nicht aufzuhalten...
Amex Oil Index - Nicht aufzuhalten...
(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

AMEX Oil Index (XOI) : 981,57 Punkte (+2,32%)

Aktueller Wochenchart (log) seit August 2002 (1 Kerze = 1 Woche).

Diagnose/Prognose: Der Amex Oil Index befindet sich seit Anfang 2003 innerhalb einer starken Aufwärtsbewegung und erreicht auch heute ein neues Hoch. Nach dem Ausbruch aus einer mittelfristigen Konsolidierung im Mai 2005 nach oben wird jetzt ein Projektionsziel bei 977 Punkten erreicht. Bei derzeit mittelfristig klar überkauftem Zustand muss eine baldige Konsolidierung einkalkuliert werden, Anzeichen einer Top-Bildung gibt es aber auch im kurzfristigen Zeitfenster noch nicht. Nachgebende Notierungen drohen aus aktueller Sicht bei einem Bruch des bei 945 Punkten liegenden steilen Aufwärtstrends der Vormonate. Oberhalb von 977 Punkten eröffnet sich jetzt hingegen weiteres Kurspotenzial auf mittelfristige Sicht bis 1033 Punkte.

Chart erstellt mit Qcharts
 
12.08.05 14:15 #17 66,50 $ für Rohöl der Sorte Nordsee Brent:
11.08.2005 - 18:18
Rohöl erreicht 66 Dollar pro Barrel

An der New York Mercantile Exchange arbeiteten sich die Rohöl-Notierungen auch heute wieder unverdrossen nach oben. Der September-Kontrakt notiert derzeit 65 Cents im Plus bei 65,55 Dollar, hatte zuvor aber bei 66 Dollar ein neues Rekordhoch markiert.

 

Zuvor hatte die Internationale Energiebehörde für die Förderländer außerhalb der OPEC ihre Produktionsschätzung für 2005 gekürzt. Die IEA geht von einer Ausstoß aus, der um 250.000 Barrel pro Tag niedriger liegen wird als zuvor angenommen. Als Hauptgründe dafür wurden die Probleme und Ausfälle im Golf von Mexiko, in Norwegen und Großbritannien aufgeführt. Auch Russland habe bisher weniger Öl als erwartet gefördert.

 

Daneben blicken die Marktteilnehmer gebannt auf das diplomatische Ringen um die umstrittene Uran-Anreicherungsanlage im Iran. Es wird erwartet, dass die Internationale Atomenergiebehörde eine entsprechende Resolution verabschieden wird, in der sie den zweitgrößten OPEC-Ölproduzenten zu Aufgabe aller atomaren Programme auffordert. Falls dies keine Wirkung zeige, könnten in einem späteren Schritt im UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran beschlossen werden.

 
13.08.05 00:56 #18 67 Dollar in New York
Hamburg/Frankfurt - Der Atomstreit mit dem Iran, Produktionsausfälle in mehreren US-Raffinerien und der weltweite Energiehunger haben den Ölpreis auf ein Rekordhoch steigen lassen. Der Preis für Kontrakte der führenden Sorte Brent erreichte zeitweise 66,13 Dollar je Barrel (159 Liter). Für Benzin und Diesel müssen deutsche Autofahrer weiterhin tief in die Portemonnaies greifen. Ein Liter Superbenzin kostete zuletzt durchschnittlich 1,28 und 1,29 Euro, der Liter Diesel 1,12 Euro.
Entlastung ist vorerst nicht in Sicht: Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnet die Mehrzahl der Ökonomen damit, daß der Ölpreis in der kommenden Woche noch weiter steigen wird. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Ölpreis um 45 Prozent verteuert. "Der Markt wird derzeit vor allem von Spekulationen dominiert, fundamentale Gründe für den jüngsten kurzfristigen Anstieg gibt es nicht", sagt Ölexpertin Sandra Ebner von der Deka Bank.

Vor allem der Atomstreit zwischen dem Westen und dem Iran bereitet vielen Investoren Sorge. Sie fürchten, daß der zweitgrößte Erdölproduzent seine Lieferungen drosseln oder gar einstellen könnte, falls sich der Streit um die Nuklear-Aktivitäten verschärfen sollte.


Für zusätzliche Spekulationen sorgten drohende Engpässe bei der Benzinversorgung in den USA, nachdem mehrere Rafferien wegen technischer Probleme ihren Betrieb zeitweise eingestellt hatten. Gleichzeitig treibt schon seit Monaten die wachsende Öl-Nachfrage die Preise. So rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) für 2005 mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage um zwei Prozent auf 83,7 Millionen Barrel pro Tag. Großen Anteil daran haben neben den USA als weltweit größter Ölkonsument die aufstrebenden Schwellenländer China und Indien.
Dennoch warnen Experten wie Heino Elfert, Herausgeber des Erdöl Energie Informationsdiensts (EID), vor überzogenen Befürchtungen: "Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage rechtfertigt nicht die derzeitigen Rekordpreise", sagte der Experte der WELT. "Es gibt aktuell keine Knappheit auf dem Rohölmarkt." Vielmehr reichten die aktuellen Förderzahlen aus, um die Nachfrage zu decken und darüber hinaus die strategischen Ölreserven etwa in den USA aufzufüllen. "Wenn Analysten jetzt Ölpreise von 70 oder gar 105 Dollar je Barrel voraussagen, dann hat das nichts mit der derzeitigen Lage der Ölförderung und Ölnachfrage zu tun. Hintergrund ist einzig die Furcht vor möglichen Engpässen oder politischen Krisen", sagte Elfert.

Oil Rises to Record $67.10 on Concern Supplies Are Inadequate  bloomberg  
13.09.05 11:18 #19 Haltet den Ölpreis!

Der Preis für Rohöl steigt auf immer neue Höhen. Die Marke von 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) wurden nach der Katastrophe von New Orleans überschritten. Hierzulande werden Benzin und Heizöl immer teurer. Am Mittwoch kostete ein Liter Superbenzin 1,39 Euro und der Preis könnte weiter steigen.

Gewiss, man kann öffentliche Verkehrsmittel statt des eigenen Autos benutzen, und bis zur kalten Jahreszeit ist es noch eine Weile. Dann könnten die Preise wieder fallen. Aber die Frage nach Bequemlichkeit und Wohlergehen der Bundesbürger ist nicht entscheidend.Teures Öl bedroht das Wachstum der Wirtschaft, und zwar in aller Welt. Denn Öl ist und bleibt ein entscheidender Rohstoff für die Industrie. Öl ist also auch ein zentraler Kostenfaktor, der in die Absatzpreise eingeht und damit zum Auslöser von Inflation werden kann.

 


Kann, aber nicht muss. In den vergangenen vier Jahren hat sich der Ölpreis verdreifacht - und dennoch hält sich die Weltkonjunktur erstaunlich gut. Das ist eine neue Erfahrung. Denn am Ende der großen Ölkrisen dersiebziger und achtziger Jahre standen immer Inflation und Rezession, auch in Deutschland.

Heute dagegen verströmen die Konjunkturexperten ungebrochenen Optimismus. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass große Teile der amerikanischen Ölförderung und –verarbeitung lahm gelegt sind; dass die weltweite Nachfrage gerade wegen der ungebrochenen Wachstumsphase sehr hoch ist; dass vor allem China und Indien immer größere Ölmengen importieren; dass in den Ölregionen des Nahen Ostens die politische Stabilität fehlt; dass Spekulanten den Ölpreis überall auf der Welt gezielt nach oben drücken.

 

Die Antwort auf dieses Rätsel: Die Industrie hat sich auf steigende Ölpreise eingestellt und produziert heute unter Einsatz von weniger Energie als früher. Die „Energieintensität“ ist deutlich zurück gegangen. So hat die deutsche Wirtschaft ihren Energieverbrauch seit 1970 halbiert. Um eine gleiche Menge des Sozialprodukts wie damals zu produzieren, ist also nur noch halb soviel Öl nötig.

An die Stelle des Öls traten andere Energiequellen. Außerdem entstanden durch die Erfindung von Mikrochips völlig neue Produktionsmethoden. Das ist nicht überall so. In Indien zum Beispiel ist die Energieintensität gewachsen, in den USA gibt es noch beträchtliche Einsparmöglichkeiten. Aber insgesamt ist die Abhängigkeit vom Öl zurückgegangen.

Natürlich kann auch die modernste Produktion nicht auf Energie und damit Öl verzichten. Irgendwann wird eine Grenze erreicht sein, wo die Einsparmöglichkeiten ausgeschöpft sind und wo der Preis so hoch ist, dass die Wirtschaft ihn nicht mehr verkraftet. Wo diese Schwelle liegt, wird man erst wissen, wenn die Zuversicht dieser Tage von der Schlagzeile verdrängt wird: Die Ölkrise ist da! Aber vielleicht bleiben uns derartige Schreckensmeldungen auch erspart. Der Ölpreis muss nur auf ein vernünftiges Maß zurück gehen. Mit 50 Dollar zum Beispiel könnte die deutsche Wirtschaft ganz gut leben.

 
13.09.05 11:46 #20 oelpreis 70 usd ?
wirklich sehr aktuell der beitrag...*lol*

mal am rande inzwischen sind wir bei 62 usd angelangt

und momentane tendenz weitere konsolidierung  
13.09.05 12:05 #21 *wenn das der kanzler liest!*ggg* o. T.
13.09.05 12:23 #22 Bald ein Ölpreis von 250 Dollar?
Tages-Anzeiger vom 23.07.2005
«Ölpreis von 250 Dollar»
simmons
Matthew Simmons.

 
Erdölexperte Matthew Simmons erklärt, warum wir bald mehr für Energie und weniger für Sport und Unterhaltung ausgeben werden und warum die Chinesen auf dem richtigen Weg sind.

Mit Matthew Simmons sprach Walter Niederberger, New York

Matthew Simmons ist Chef einer Investmentbank in Houston, die als Beraterin bei Ölgeschäften im Wert von über 63 Milliarden Dollar tätig war. Sein Fachwissen ist gefragt; Simmons gehörte der Energie-Task-Force um Vizepräsident Dick Cheney an und er meldet sich regelmässig mit Beiträgen in Fachzeitschriften zu Wort. Aufsehen erregt Simmons derzeit mit seinem neuen Buch «Twilight in the Desert: The coming Saudi Oil Shock and the World Economy». Darin analysiert er als erster über 200 geologische, meist schwer zugängliche Studien der staatlichen saudischen Ölgesellschaft Aramco und kommt zum Schluss, dass Saudi-Arabien wahrscheinlich weniger Ölreserven besitzt als angenommen und die riesigen Ölfelder derzeit so aggressiv ausbeutet, dass die Vorräte vorschnell zur Neige gehen. Simmons gehört zu den sogenannten Öl-Pessimisten, die einen unmittelbar bevorstehenden Oil-Peak voraussagen und daraus stark steigende Preise ableiten. Er sei kein Umweltschützer und unterstütze Präsident Bush, sagt er. Aber die drohende Versorgungskrise zwinge zu einer resoluten Veränderung des Energiekonsums und könnte den USA gegenüber China einen grossen technologischen Rückstand einbringen.

Die meisten Ölhändler erklären den stark gestiegenen Preis mit dem hohen Energiekonsum in China und Indien. Genügt Ihnen dieser Erklärungsversuch?

Dass der Ölpreis entgegen allen Erwartungen derart stark schwankt, spiegelt die Tatsache wider, dass wir praktisch alle unsere Reserven angezapft haben und die Nachfrage von nun an über dem Angebot liegt. Dies muss zu Versorgungsengpässen führen, die zum ersten Mal nicht mehr durch politische Unruhen verursacht werden, sondern Förderschwierigkeiten. Wir werden noch einmal auf den Sommer 2005 zurückblicken und uns fragen, wieso wir glaubten, ein Ölpreis von 60 Dollar pro Fass sei so unglaublich hoch. 60 Dollar entsprechen gerade einmal 18 Cents für eine Pint (knapp 0,5 Liter). Dafür bekommen sie nicht einmal den billigsten Wein.

Die Investmentbank Goldman Sachs verschreckte im Frühling die Märkte, als sie mittelfristig eine Preisspitze von 105 Dollar pro Fass 105 Dollar voraussagte. Wollte die Bank nur die Spekulation anheizen?

Ich widerspreche der Meinung, dass 105 Dollar eine Preisspitze sind. Schon diesen Winter dürfte die Nachfrage das Angebot um 2 bis 5 Millionen Fass pro Tag übersteigen (zurzeit werden weltweit rund 84 Millionen Fass pro Tag verbraucht, die Red.). Engpässe sind praktisch sicher. Wir wissen nur nicht, ob sie beim Heizöl, beim Flugpetrol oder beim Autobenzin eintreten.

Müssen wir Preise von 30 bis 40 Dollar für immer vergessen?

Wenn China in eine Depression stürzt oder die Weltwirtschaft im Herbst um 10 Prozent einbricht, dann sehen wir sogar 20 bis 30 Dollar. Das wäre aber eine vorübergehende Spekulation. Die Daueroptimisten müssen zwangshaft eine Verlangsamung der Wirtschaft in China voraussagen, um nicht in Panik zu geraten.

Was ist aus Ihrer Optik ein realistischer Ölpreis?

Wir müssen in den kommenden Jahren mit einem Ölpreis von 200 bis 250 Dollar pro Fass rechnen. Dies bezieht die notwendigen Investitionen in die Infrastrukturen und eine Rendite von 10 Prozent ein. Ich war kürzlich an einer Hochzeit in Kenia. Nairobi zählt 9 Millionen Menschen, fast zwanzigmal mehr als vor 35 Jahren. Die Verkehrsstaus sind so schlimm wie in Mexiko Stadt. Und dies, obwohl die Nigerianer 6 Dollar bis 6,5 Dollar pro Gallone Benzin (dreimal mehr als in den USA, die Red.) zahlen. Wir sind so verwöhnt und glauben, dass 20 Dollar pro Fass ein fairer Preis seien. Aber in der Realität haben wir in den letzten 20 Jahren das beste, am leichtesten abbaubare Öl verbraucht. Das schwefelhaltige Öl, der Ölsand und andere schwer abbaubare Produkte sind übriggeblieben. Die höheren Produktionskosten werden auf den Preis durchschlagen und den Wert dieses limitierten Rohstoff abbilden.

Die Ölmultis machen riesige Gewinne, aber halten sich mit Investitionen stark zurück. Niemand will in den USA eine Raffinerie bauen, obwohl die Anlagen überlastet sind. Warum?

Für die Ölfirmen sind derartige Investitionen nicht attraktiv. Sie hassen die Raffinerien, weil sie damit in den letzten 30 Jahren nur Geld verloren haben. Gleiches gilt für die Pipelines. Wenn wir unsere unterirdischen Leitungen ausgraben und den Leuten zeigen würden, sie fielen in Ohnmacht. Die Pipelines sind 50 Jahre alt und in so schlechtem Zustand, dass sie unter unseren Augen zerfallen. Allein sie zu ersetzen, kostet mindestens 1 Billion Dollar.

Wenn die Ölfirmen nicht zahlen, wer muss die Kosten der Infrastruktur übernehmen?

Ich will ja nicht bösartig sein. Aber der Ölpreis wird eben auch deswegen so stark steigen müssen, um die nötigen Investitionen zu decken. Ich habe kürzlich mit einem Freund gesprochen, der dieses unglaublich luxuriöse Fischerboot in Florida besitzt. Das verbraucht 50 Gallonen pro Stunde. Jetzt beklagt er sich über den hohen Benzinpreis. Ich lache nur und sage, dass der Sprit gemessen an dem, was er für das Boot bezahlt hat, gar nicht besonders teuer ist.

Sie haben bis jetzt kein Wort zur Energieeffizienz und zum Sparen gesagt. Ist den Amerikanern eine Einschränkung ihres Energiekonsums nicht zuzumuten?

Ich glaube, dass wir unsere Budgets zwangsläufig ändern werden. Wir werden weniger für Sport und Unterhaltung ausgeben und mehr für die Energie. In Houston haben wir ein ziemlich mittelmässiges Football-Team. Trotzdem kommen zu jedem Heimspiel 60000 Zuschauer ins Stadion und legen im Schnitt 50 Dollar aus. Letzthin erhielt ein Spieler einen Siebenjahresvertrag von 130 Millionen Dollar. Was ich damit sagen will: Wir werden unser Wirtschaft nicht kaputtmachen, wenn wir 50 Cents für einen Pint Öl bezahlen müssen.

China streckt die Hand nach amerikanischen Ölfirmen aus und ist bereit, mehr zu zahlen als die Amerikaner selber. Haben die Chinesen den Realitätssinn verloren?

China wird der Gewinner des Spiels sein. Die Chinesen sind fähig, langfristig zu planen. Wir denken in Minuten, sie denken in Jahrzehnten. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass sie den Energieproblemen sehr viel Aufmerksamkeit schenken und sie besser durchschauen als wir. Sie bauen jetzt ein effizientes Energiesystem auf und werden uns damit noch überholen. Nehmen sie die Autoindustrie: China baut seine Flotte in wenigen Jahre auf sparsame Wagen um. Detroit brauchte dafür 20 Jahre. Wir müssen ein ineffizientes System ersetzen, das in der falschen Annahme gebaut wurde, billiges Öl sei für immer zu haben.

Sie haben über 200 Berichte der staatlich saudischen Ölgesellschaft Aramco untersucht und kommen zum Schluss, dass Saudi-Arabien die Weltöffentlichkeit punkto Ölförderung und Reserven hinters Licht führt. Wie gravierend ist die Lage?

Das grosse Geheimnis des Mittleren Ostens besteht darin, dass man irgendwo ein Loch im Wüstensand bohren muss und neues Öl zum Vorschein kommt. Saudi-Arabien im speziellen erweckte den Anschein, die steigende Nachfrage stets decken und in 20 Jahren 20 bis 25 Millionen Fass pro Tag fördern zu können (zurzeit sind es gut 10 Millionen Fass, die Red.). Ich sage nur, träumt weiter.

Wie erklären Sie diese Vernebelungstaktik?

In den frühen 70er Jahren haben Exxon, Chevron, Texaco und Mobil einen Schlüsselentscheid getroffen. Sie haben bekanntlich die saudischen Reserven ausgebeutet, bevor die Industrie verstaatlicht wurde. Weil die Nachfrage damals so stark wuchs, wurden die Ölfirmen geldgierig und versprachen, die Produktion bis in die 80er Jahre auf 20 bis 25 Millionen Fass auszuweiten. Die saudische Regierung glaubte ihnen und hielt den Mythos der für immer sprudelnden Ölquellen bis heute aufrecht. Ironischerweise waren es also die Amerikaner, die das Konzept der unbegrenzten Ölvorräte erfunden haben.

Warum sollte Saudi-Arabien ein Interesse daran haben, die Ölförderung und die Vorräte zu manipulieren?

In den frühen 80er Jahren begannen sich die saudischen Verantwortlichen um die hohe Förderquote von 10 Millionen Fass Sorgen zu machen. Die Unterlagen der Aramco zeigen, dass diese Quote nicht aufrechterhalten werden konnte, ohne die Ölfelder zu zerstören. Sie fuhren deshalb die Produktion stark zurück, und die ganze Welt dachte, die Saudis versuchten nur, den Preis künstlich hochzuhalten. Tatsächlich aber waren sie die einzigen Realisten. Sie begriffen, dass sie die Förderung zurückschrauben mussten, um ihre Felder länger und nachhaltiger nutzen zu können. Im August 1990 kam Saddam Hussein dazwischen und marschierte in Kuwait ein, worauf ein Embargo für Ölexporte aus dem Irak und Kuwait verhängt wurde. Alle anderen Länder wurden angewiesen, den letzten Tropfen Öl zu fördern, um den Markt stabil zu halten. Saudi-Arabien erhöhte von 5 auf 8 Millionen Fass und geriert wieder in die alten Probleme der Überproduktion, durfte dies aber als grösstes Förderland nicht zugeben.

Wie gross ist die Gefahr, dass Saudi-Arabien derzeit zu viel Wasser in die Ölfelder pumpt und letztlich die Felder schneller erschöpft als nötig?

Die Folgen dieser Überproduktion sind so düster, dass alle involvierten Parteien noch einmal tief Luft holen und die Produktion rasch eindämmen sollten. Die Saudis halluzinieren, wenn sie meinen, dass ihre Reserven nicht desto schneller schwinden, je aggressiver sie sie ausbeuten. Sie träumen, wenn sie behaupten, über die nächsten 50 Jahre 15 Millionen Fass pro Tag liefern zu können.

Ihre Kritiker sagen, sei seien ein Technokrat und als Investmentbanker an spekulativen Preisen interessiert.

Vor zehn Wochen wussten noch weniger als 50 Leute von meinen Aussagen. Heute sind bereits 50000 Bücher im Umlauf. Das Echo der spezialisierten Ingenieure und Geologen ist riesig. Meine Kritiker sind nicht nur die Saudis. Sie behaupten, es sei stupid, die künftige Versorgung auf der Grundlage von technischen Studien abzuschätzen. Und überhaupt sähe ich nur die Probleme, nicht aber die Chancen der Branche. Das ist Unsinn. Ich habe als erster die über 200 Studien der Aramco-Ingenieure im Detail analysiert und bin mir vorgekommen wie ein Arzt, der eine Leiche seziert. Die Papiere belegen, dass die Saudis in den 90er Jahren noch und noch zu optimistisch waren und nicht die Förderquote erreichten, die sie vorausgesagt hatten.

Die Geschichte zeigt, dass die Wahrheit oft jene Insider am meisten überrascht, die in einem Unternehmen oder in einem Land selber die Geheimniskrämerei ermöglicht haben. Trifft dies angesichts der engen Verbindung zu den Saudis auch für die US-Regierung zu?

Nicht nur, die ganze Welt träumt. Die Internationale Energieagentur etwa glaubt noch an Prognosen, wonach im Mittleren Osten im Jahr 2030 rund 50 Millionen Fass gefördert werden. Diese Behauptung braucht sie aber, um auf dem Papier die steigende Nachfrage zu decken. Wer glaubt, dass 50 Millionen Fass möglich sind, muss auch annehmen, dass Saudi-Arabien dann 25 bis 30 Millionen fördern wird.

Wenn die Lage so düster ist, warum hören wir aus dem Weissen Haus nicht klarere Worte und sehen keine entschiedenen Taten für eine neue Energiepolitik?

Ich weiss, dass das Problem die Berater des Präsidenten stark beunruhigt. Ein befreundeter Abgeordneter hat kürzlich eine halbe Stunde mit dem Präsidenten über die bevorstehende Verknappung gesprochen. Und wissen Sie was? Der Präsident hat zugegeben, dass man diesem Problem bisher zu wenig Beachtung geschenkt habe. Man darf nicht vergessen, dass von allen Seiten stets behauptet wird, Saudi-Arabien stelle kein Problem dar. Der Präsident hat versprochen, dieses Problem ernsthaft studieren zu lassen.

Es scheint mir doch erstaunlich, dass sich die US-Regierung erst jetzt mit der Frage der Erdölverknappung befasst.

Ich vergleiche die Lage mit dem Kalten Krieg, der immerhin 50 Jahre gedauert hat. Damals konnte man nach Moskau reisen und sich selber umsehen. Die Transparenz war eigentlich grösser als in den heutigen Erdölmärkten. Und trotzdem hat man den Behauptungen der Sowjetunion geglaubt, sie seien die grösste Wirtschaftsmacht der Welt und sie würden die Amerikaner in den Boden stampfen. (lacht) Die Energiespezialisten in der Regierung Bush werden praktisch wöchentlich von Experten des American Petroleum Institute oder von Exxon besucht, die ihnen vormachen, die Ölproduktion sei kein Problem und der Preis werde wieder zusammenbrechen. Sie behaupten auch, dass Kanada gleich viele Reserven hat wie Saudi-Arabien. Nur handelt es sich um Bitumen, der nicht gleich genutzt werden kann wie Öl. Es wird viel Mist herumgeboten, und niemand hat die Übersicht. Deshalb ist so schwer, Meinungen zu ändern.

Präsident Bush hat am G8-Gipfel behauptet, eine nachhaltige, den Klimawandel einbeziehende Energiepolitik würde die amerikanische Wirtschaft zerstören. Wie erklären Sie den Widerspruch zwischen solchen Aussagen und der nahenden Verknappung der Ölreserven?

Ich weiss, dass unter den Topberatern des Präsidenten eine unglaubliche Frustration herrscht. Sie sind frustriert, weil ihnen bisher jeder Versuch, die Energiepolitik zu ändern, ein blaues Auge eingetragen hat. Die öffentliche Meinung ist extrem negativ. Ich muss dem Präsidenten zugute halten, dass er nicht aufgibt. Es wäre das leichteste in der Welt gewesen, die Förderung in Naturschutzgebiet des nördlichen Alaska aufzugeben. Nicht dass diese Vorhaben ein Patentrezept wäre, aber darauf zu verzichten, vergrössert nur den Engpass. Kurz nach dem Amtsantritt hat er auch entschieden, die Nuklearoption wieder hervorzunehmen, nachdem sich eine Erdgasverknappung abzeichnete. Der Widerstand war enorm. Bevor wir überhaupt vernünftig diskutieren konnten, haben wir uns in einer erbitterten Debatte um ein Endlager in Nevada verheddert. Obwohl er nur mit einer Differenz von vier Elektorenstimmen gewählt und die fünf Stimmen in Nevada aufs Spiel setzte, trieb der Präsident die Nuklearoption voran. Das zeigt, wie ernsthaft wir eine neue Energiepolitik anstrebten.

Allerdings fehlt eine Komponente, nämlich das Energiesparen. Ist den Amerikanern eine Änderung ihres exzessiven Konsums nicht zuzumuten?

Es ist ganz einfach. Sobald das Angebot nicht mehr wächst, kann auch die Nachfrage nicht mehr wachsen. Wir alle müssen unseren Energieverbrauch überdenken und ändern. 70 Prozent des Öls wird weltweit im Strassenverkehr verbraucht, somit muss der Energiekrieg an der Transportfront geführt werden. Nicht funktionieren werden Verbrauchsstandards. Es dauert viel zu lange, bis die Autoflotte umgestellt ist. Dagegen müssen wir sofort Lastwagen von den Autobahnen wegnehmen und die Gütertransporte auf die weit effizientere Schiene und das Wasser verlagern. Das wird die Verkehrstaus abbauen, unsere grössten Hindernisse, den Benzinverbrauch zu senken.

Sie gehören zu den sogenannten Öl-Pessimisten und sprechen von einem nahenden Oil-Peak. Professor Ken Deffeyes behauptet, die weltweite Produktionsspitze werde bereits am kommenden Thanksgiving-Tag erreicht. Ist dies nicht Panikmache?

Ken will nur provozieren. Nur gibt es für 95 Prozent der Reserven keine unabhängige, verlässliche Nachprüfung. Ich vermute stark, dass Saudi-Arabien nur 30 Prozent der ausgewiesenen Reserven im Boden hat und in der Realität sogar nur noch 15 Prozent vorhanden sind, weil sie die Felder jetzt derart intensiv auspumpen. Man muss somit den Oil Peak neu definieren. Entscheidend wäre nicht mehr ein Stichdatum, sondern ein Periode von fünf bis zehn Jahren, in der ausreichend und stabil Öl gefördert werden kann. Gemessen an dieser Vorgabe, ist es sehr wahrscheinlich, dass Saudi-Arabien den Gipfel der Förderung überschritten hat. Stimmt meine Annahme, so hat damit auch die Welt den Höhepunkt der Ölproduktion bereits hinter sich.

Was ist mit Russland? Die unerschlossenen Reserven sollen gewaltig sein und könnten nach Meinung von Geologen die Versorgungslücke decken.

Wenn sie die Rosabrille abnehmen, sehen Sie, dass die bemerkenswerte Steigerung in Russland nur eine Folge der Rubelabwertung war. Dies erlaubte, eine grosse Menge von vermeintlich billigem Öl zu fördern. Jetzt meldet sich die Realität zurück, und die Produktion sinkt. Mexiko ist am Rand eines Förderkollapses, China ebenfalls. Die Produktion in der Nordsee ist 25 Prozent tiefer als auf dem Höhepunkt 1999. Die Förderung in der Tiefsee wird dieses Jahr den Gipfel erreichen und sinken. Kurz: Es gibt absolut keine Hinweise dafür, dass die Welt einen Rückgang der Förderung in Saudi-Arabien auch nur um 15 Prozent ausgleichen könnte.

 
13.09.05 12:34 #23 hatten wir schon vor 6 wochen
13.09.05 12:38 #24 hatten wir schon gehabt*gg* o. T.
13.09.05 12:56 #25 Bleibt trotzdem auch weiterhin akuell! o. T.
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