Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 87536
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04.11.12 14:16 #1 Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
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Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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87510 Postings ausgeblendet.
19.11.18 11:32 #87512 Dumm gelaufen
ist der Treck aus Guatemala in zweifacher Hinsicht.

Wohin nun? Vielleicht wieder ganz zurück auf Los? Besser als ein Schickal als Müllsammler in Tijuana sicherlich...
An der amerikanisch-mexikanischen Grenze ist die Stimmung aufgeheizt: Die Ankunft Tausender Migranten aus Mittelamerika löst heftige Proteste aus. Die Migranten selbst versuchen derweil, Dankbarkeit zu zeigen - und räumen Müll von den Straßen.
 
19.11.18 11:36 #87513 Man sieht übrigens
dass man Grenzen duchaus effektiv und mit wenig Mitteln für Illegale schließen kann, wenn man nur will.

Dieser Tipp von mir an Frau Merkel war ganz umsonst. Leider in doppelter Hinsicht, aber die Frau ist ja bald eh weg. Und dass AKK einsichtig ist, daran glauben nur die CDU-Mitglieder. Die bald aus ihrem Alptraum aufwachen werden, nur um festzustellen, dass er nahtlos weitergeht.  
19.11.18 14:23 #87514 Shlomo heute wieder

als Alleinunterhalter? *gähn*

 
19.11.18 16:06 #87515 # 512
Die Zwischenwahlen in USA sind gelaufen. Deshalb kann der von Trump gesponsorte Tross (Teil seines "Wahlkampf-Teams", tauchte auch in seinen Wahlkampf-Spots auf) nun wieder zurück auf Los. Nach der Wahl endete auch in der von Trump finanzierte Begleitschutz, so dass Übergriffe durch Mexikaner (# 512) jetzt überhaupt erst möglich werden.

Quelle: Nowosibirske Beobachtungsstelle für Menschenrechtsverletzungen in Nordamerika  
19.11.18 16:34 #87516 der von Trump gesponsorte Tros
*Gähn*

Aluhutbürger AL mal wieder in Spendierlaune. Immerhin nennt er seine bezahlende Quelle, danke für nichts.  
19.11.18 17:08 #87517 Nun amtlich: Trump funktioniert
Lange haben Ökonomen gewarnt, dass Trumps Zölle vor allem seinem eigenen Land schaden. Doch nun zeigen Untersuchungen: Das viel gescholtene „America First“ wirkt sich positiv für die USA aus. Zu den Verlierern zählt nicht nur China.
 
19.11.18 17:24 #87518 wirkt sich positiv für USA aus...
 

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19.11.18 17:28 #87519 wirkt sich positiv auf USA aus... (2)
 

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19.11.18 17:33 #87520 "interessant" ist der Artikel in # 517
allenfalls in psychologischer Hinsicht: "Die Welt" säuft sich Trump schön. Assistiert von Arivanern, die sich an dem Welt-Artikel berauschen.

Wen kümmert da noch groß die Evidenz, z. B. dass US-Aktien kollabieren und Facebook auf einem 20-Monats-Tief notiert?  
19.11.18 20:30 #87521 US Aktien kollabieren?
Wo denn?  

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19.11.18 20:34 #87522 #517
steht auch so in der ZEIT. Ist ja auch eine unabh. Studie.
Mit den Importzöllen gegen China hat US-Präsident Donald Trump einen Handelskonflikt ausgelöst. Einer Studie zufolge profitiert die US-Wirtschaft jedoch von ihnen.
 
19.11.18 22:21 #87523 steht auch so in der ZEIT. Ist ja auch eine.
Ui, das geht jetzt aber gegen den Mainstream. Wer Zölle erhebt, erzielt auch Zolleinnahmen  -  das ist ja fantastisch, niemand ausser Trump konnte das ausknobeln. Jedenfalls solange, bis der Import der frisch bezollten Waren soweit eingebrochen ist, dass unter dem Strich für den Fiskus nicht mehr bleibt als zuvor, während es für die Unterstützer dieser Politik bei höheren Preisen bleiben wird.  
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we will
19.11.18 23:07 #87524 Es ist immer so, dass in einem
Wirtschaftskrieg derjenige gewinnt der

- über alle wichtigen Rohstoffe verfügt,
- die aktuelle Technologie beherrscht,
- militärisch so stark ist, dass man ihn nicht militärisch angeht,
- eine unabhängiges Finanzsystem (Währung) hat,
- eine negative Handelsbilanz hat.

MMn sind die USA die einzige Nation die obige Anforderungen erfüllen. Anfänglich wird es zu einer Inflation kommen bis die internen Fertigungskosten sich den Fertigungskosten der externen Zulieferer angepasst haben. Es werden viele neue Arbeitsplätze entstehen und die Wirtschaft im Inland beleben. Gewinne werden bei den Importeuren sinken. Die Inflation wird nicht sehr stark ansteigen wenn man bei den Zöllen die wirklich arbeitsintensiven, also primitiven Produkte ausnimmt.

Die Verteuerung der Importe wird sicherlich zu einer Nachfrageeinbuße führen (primärer Zweck von Zöllen), die im Inland ansteigende Fertigung dieses jedoch mittelfristig ausgleichen.  Zölle haben gegenüber einer Abwertung der eigenen Währung den großen Vorteil dass sie differenziert wirken können und damit wesentlich effektiver sind. Primäres Ziel ist sicherlich nicht den Fiskus reicher zu machen. Macht man es richtig ist das nur eine temporäre Geschichte, allerdings eine Geschichte die für Luft sorgt.  
19.11.18 23:25 #87525 Eine Firma will die Kostenseite
bei der Herstellung ihrer Produkte so gering wie möglich halten. Dazu zählen im wesentlichen Kapital-, Stoff- und Arbeitskosten. Viele dieser Faktoren werden durch den Standort bestimmt. Dabei spielt die jeweilige staatliche und gesellschaftliche Regulierung eine erhebliche Rolle. Findet der Unternehmer einen besseren Standort ohne dass er dabei seines Marktes verlustig wird, wäre er blöd nicht den besseren Standort zu wählen. Dabei hat er primär seine Konkurrenten im Blick und nicht seine Arbeitnehmer oder den Staat. Verständlich, denn wenn er nicht mehr konkurrenzfähig ist, können auch seine Arbeitnehmer einpacken.  Alles äußerst banal aber für viele Globalisierungsfanatiker zu kompliziert.

Der Arbeitnehmer und der Unternehmer hängt also stark von seinem Staate ab. Und wenn der Staat und die Gesellschaft die Herstellung der Produkte und Dienste übermäßig verteuert, hat sie für den entsprechenden Schutz zu sorgen. Der Staat selbst hat, wegen seinem eigenen Überleben, ein eigenes Interesse daran, dass möglich viel in seinen Grenzen hergestellt wird. Ansonsten ist er selbst stark gefährdet. Selbstverständlich können mehrere Staaten in einem Verbund gemeinsam ihre Interessen vertreten. Sie wirken dann nach außen wie ein Staat. Dieser Verbund kann allerdings nicht beliebig groß und inhomogen werden. Wird er das, haben sich die Staaten abgeschafft und können nach außen auch kaum noch gemeinsam wirken.

Der Verbund der gesamten Weltgemeinschaft unter einer Weltregierung ist eine riesige Illusion. Dazu divergieren die einzelnen Regionen zu stark und die kulturellen Sichte sind zu unterschiedlich.  
19.11.18 23:36 #87526 Wie man erst recht im Bockshorn landet
Jens Spahn will auf dem Hamburger CDU-Parteitag über den UN-Migrationspakt abstimmen lassen. Auch wenn manche das als seinen letzten...
 
20.11.18 02:08 #87527 dass in einem Wirtschaftskrieg derjenige ge.
Einen Binnenmarkt, der nicht von schlechten Eltern ist, könnte man den og Bedingungen noch anfügen. Je grösser der ist, wenigstens theoretisch, desto grösser werden dann 'naturgemäss' auch die Träume der Autarkiefreunde. Die Sowjets lassen schön grüssen. Was aber nicht geht ist, sich aus dem laufenden Kreditzyklus das rausschneiden was und wie's gerade passt und das dann 'begründen' a la das war der Zoll von Übervater Trump. An die Amis geht natürlich auch die Frage, weshalb man sich lange Jahrzehnte abmüht, der Welt einen Weltmarkt nach eigener Fasson aufzuhalsen, nur um dann am Ende festzustellen, dass eben jener Weltmarkt ein einziger Verhinderungsgrund für die eigene Autarkie sei. War das denn nicht immer der Witz daran ?  
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we will
20.11.18 10:31 #87528 Bei Zöllen geht es nicht um Autarkie
sondern darum die eigenen Interessen zu schützen. Es geht ja nicht um das Verbot von Einfuhren sondern um die Verteuerung von Einfuhren um damit die eigene Konkurrenzfähigkeit zu erhalten. Wie will z.B. eine Gesellschaft mit einem hoch entwickelten Sozialsystem und rigiden Umweltbestimmungen ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber einer anderen Gesellschaft ohne Sozialsystem und Umweltbestimmungen erhalten? Geht nur mit Zöllen. Wie will man sich gegen unfairen Handel der z.B. auf massiven staatlichen Subventionen und Diebstahl geistigem Eigentums beruht bei gleichzeitiger eigenen Abschottung, wehren? Man muss dem unfairen Partner die Luft, hier konkret China,  abdrehen damit er verhandlungsbereit wird und einen fairen Handel akzeptiert. Das muss rechtzeitig passieren, solange es noch funktionieren kann.  Der Westen hat aus primitiver kurzfristiger Gier eh schon viel zu lange seine Interessen nicht verteidigt. Diese Gier, lässt man ihr freien Lauf, führt in den Untergang. Ist offensichtlich der Wunsch der radikalen Globalisierungsfanatiker die jedweden Staat ablehnen damit endlich ihr Wunschtraum in Erfüllung geht.

Auch der Westen ist kein Heiliger. Dort wo er der Stärkere ist betreibt er oft unfairen Handel. So erpresst z.B. die EU viele afrikanischen Staaten und zwingt ihnen Bedingungen auf, die sie im Elend festnagelt. Ziel muss eben ein bei weitem ausgeglichener Handel sein. Nur ein ausgeglichener Handel ist ein fairer Handel und sorgt für eine breite Entwicklung und friedliche Bedingungen. Handel kann nämlich Krieg mit anderen Mitteln sein und ist nicht selten eine Vorstufe zum Krieg in dem scharf geschossen wird.  
20.11.18 10:55 #87529 das Omen
Der btc und seine zahlreichen Klone repräsentieren bekanntlich die in Währung verwandelten regressiven Verschwörungstheorien über das Kreditgeldsystem und dessen Funktionsweise, die ideologiehistorisch der Goldbug-Szene entstammen und seit einigen Jahren nicht mehr als angestaubt, sondern als jung, digital und hip durchgehen. Das Momentum dieser Theorien verläuft nicht nur zyklisch, sondern auch handinhand  mit der Performance regressiver Capkritik in den Gesellschaften überhaupt. Eben deshalb kann man mit Fug von der Fieberkurve sprechen, die der Coin für die Reichweite der Konterrevolution abbildet. Man sieht schön, wie sich hier seit September 2015 Momentum aufbaut, in die Fahnenstange um den Jahreswechsel 17/18 einmündet, um seitdem step by step wieder Terrain zurückzugeben:

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we will

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20.11.18 11:16 #87530 Bitcoins sind die modernen hippen
Tulpenzwiebel - Geld sind die nicht. Auch wenn sich diese sinnlose und geistlose Spekulation etwas abschwächt steht sie immer noch auf einem viel zu hohen und gefährlichem Niveau. Das wirkliche Platzen wird viele in den Abgrund reißen.  
20.11.18 11:26 #87531 Bei Zöllen geht es nicht um Autarkie
Natürlich geht es um Autarkie. Die eingeführten Dinge will man ersetzen durch Dinge, die man (wieder) in Heimarbeit zusammenschustert. Nur so macht das gegebene Versprechen 'Jobs, Jobs, Jobs' Sinn, was aber nicht ausschliesst, sich den Export etwaiger eigener Überschüsse zulasten anderer vorstellen zu können. Das wäre dann der Punkt mit dem 'fair Trade'.

Ein im Vergleich hohes Lohnniveau resp hohes Sozialniveau korrospondiert nicht nur mit einer fortgeschrittenen Produktivität, sondern wirkt auch als deren Trigger. Technologische Evolution kommt kaum anders in die Welt denn als Notwendigkeit, interne und externe Kostenfaktoren drücken zu müssen.  Je geringer diese Kosten, desto geringer die Notwendigkeit, sie durch Technologie zu ersetzen. Nicht der Zoll ist Waffe in der globalen Konkurrenz für Länder wie beispielsweise Deutschland, sondern der Vorsprung in der Produktivität.  
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we will
20.11.18 12:07 #87532 Natürlich geht es um Autarkie
Geht es Trump und seinen Konförderierten um Autarkie war gemeint. Zölle, die existentielle Subsistenz beispielsweise afrikanischer Gesellschaften schützen wollen, haben natürlich einen anderen Kontext.  
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we will
20.11.18 12:12 #87533 Autarkie ist aus sich heraus
selbst leben, also alles selber herstellen.

Autarkie im allgemeinen Sinne bedeutet, dass Organisationseinheiten, Staaten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

So blöd ist keiner, weder Trump noch andere. Es geht darum die Einfuhr in bestimmten Bereichen zu begrenzen.

Wenn große und nachhaltige Ungleichgewichte entstehen ist der Grund relativ unwichtig. Man muss zügeln, auch wenn der Erfolgreiche durch höhere Produktivität die Ungleichgewichte geschaffen hat.

Anzunehmen Firmen würden ihre Exporte aus eigener Einsicht begrenzen ist reichlich naiv. Es ist die Aufgabe der Staaten Importe zu begrenzen. Alles andere funktioniert nicht.

Armeen agieren heute nicht mehr mit der Keule und der Steinschleuder. Es ist also auch wichtig die eigene Rüstungsindustrie zu erhalten. Die Waffen beim potentiellen Feind zu kaufen wäre absolut witzig. Zu glauben dieser potentielle Feind wäre friedlich überlässt uns der Fragestellung wieso er überhaupt Waffen herstellt.  
20.11.18 15:43 #87534 Der weiße Elefant im Raum der CDU
Spahn schlägt eine Abstimmung zum Migrationspakt vor. Ein Nein wäre das Votum gegen die Kanzlerin. Merkel müsste gehen - ganz.
 
21.11.18 09:56 #87535 die Aufgabe der Staaten Importe zu begren.
Dem könnte man entgegenhalten, es sei Aufgabe der Staaten, Exporte zu begrenzen. Sie könnten ihre Nettoinvestitionsquoten erhöhen, beispielsweise eigene Schulen, Strassen und Internetverbindungen instandsetzen, um Handelsungleichgewichte zu eigenen Gunsten zu reduzieren. Andererseits haben die US in den letzten Jahrzehnten ein funktionierendes Welthandelsregime errichtet, dass auf Ungleichgewichten beruht, mit den US selbst als grossen Absorber, der die Überschüsse der Welt aufnimmt - bezahlt mit selbstgedruckten Kredit. Privater Kredit ist dabei natürlich der Schlüssel, im fortgeschrittenen Zyklus ist der speziell in den US exzessiv, weshalb das mit der Importbegrenzung auch nicht so recht hinhaut:

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we will

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21.11.18 10:46 #87536 #87535 : Blödsinn
Der Exportüberschuss Deutschlands entsteht im Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie. Hat alles nichts mit Schulen, Strassen und Internetverbindungen zu tun. Und die hier aufgeführten Ersatztätigkeiten werden eben nicht von den Staaten erbracht welche unsere Maschinen, PKW`s und Chemieprodukte kaufen.  Es sind typische inländische Aufgaben wie sie z.B Trump in den USA fördert.  Sie haben nichts mit dem Export und nichts mit dem Import zu tun und werden deshalb an dem Ungleichgewicht nichts ändern.

Wenn man allerdings nur buchhalterische Salden ohne realen Hintergrund sieht, kommt man auf derartige schräge Ansichten.

Und für die USA ist es wichtig ihre Großmachtposition zu halten. Es war mühsam genug und es hat viele Opfer gekostet diese Position zu erreichen. Es ist also immanent wichtig die eigene Industrie zu erhalten. Diese Problematik wird buchhalterisch auch nicht sichtbar.  
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