Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 77278
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04.11.12 14:16 #1 Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
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Moderator: ksu
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77252 Postings ausgeblendet.
21.10.17 15:13 #77254 Wir brauchen die Knete selber!
Falsch gedenkt, learner. Keiner hat was dagegen, "denen" die Knete zu geben. Nur nicht hier.

Wußtest du, dass man für dasselbe Geld, das man 1 Asylanten in Deutschland gibt, 10 Syriern ein komfortables Leben im eigenen Land ermöglichen könnte? Und was für einen Wirtschaftsschub das dort bewirken würde?

Fluchtursachen bekämpft man, indem man 10 Syrern eine Perspektive im eigenen Land bietet und nicht 1 Syrer in Deutschland am Existenzminimum ohne Chance auf echte Arbeit und Familienzusammenführung durchfüttert.

Schau mal ins Programm der AfD, da steht wie man es besser als Merkel macht.  Oder schau mal hier, Punkt 5: https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/...onskrise-loesen-koennen/  
21.10.17 15:14 #77255 #51 absoluter Blödsinn.
Das müssen die Spanier schon selber austragen, verstehen lernen und aushalten, den Streit um das Ausmaß von Autonomie und Ausgrenzung, Föderalismus und Zentralismus, um die Gleichheit der Bedingungen in Spanien, um die diversen Monopole und Transfers und Kredite im spanischen Markt und Staat. Die vielfältigen Folgen einer Teilung müssen dort abgewogen und ausgekämpft werden, wo sie auch stattfinden werden ...

...wer sollte das denn sonst tun?  ganz sicher nicht die EU, die Griechen oder die Deutschen. Eine Separation ist eben etwas ganz anders als ein nationaler Brexit aus der EU.
 
21.10.17 15:22 #77256 Fakenews als Lichtblick ?
21.10.17 15:49 #77257 Learner, du liest die Beiträge hier offenbar .
Du erfindest sie.

Und noch ein klitzekleiner Hinweis:  Du lebst hier in Deutschland. Und nirgendwo sonst auf der Welt.  Du lebst in unserer Demokratie, im deutschen Föderalismus, mit dem deutschen Länderfinanzausgleich. Falls dir da etwas nicht passt, kannst du gerne Kritik anmelden.
Was du aber hier so gar nicht machen solltest:
dich bei uns in Deutschland aggressiv als Migrant über die Verhältnisse in deinem Heimatland zu beschweren, als hätten wir die unmittelbar zu verantworten.

Offenbar erwartest du für dich selbst in Deutschland einen ganz persönlichen Schadenersatz, und einen Länderfinanzausgleich für dein Heimatland. So funktioniert das aber in der internationalen Migration nicht. Deine Heimat ist keineswegs unsere Kolonie, sie war sogar höchstwahrscheinlich auch in früheren Jahrhunderten nie eine. Das ist weder die Türkei noch Indien, nicht Ägypten, nicht China, nicht Brasilien, noch sonst ein Land.
 
21.10.17 16:41 #77258 gesteren Diskussion mit einem Ägypter
er: "der ganze Kapitalismus wird weltweit in die Luft fliegen, er ist gescheitert. Die USA sind auch schon kaputt, Deutschland geht auch kaputt"
ich: "wieso denn?"
er: "Wir bekommen in Ägypten nicht genügend Geld. Wir haben viele Kinder, das reicht nicht. Alles gehört ein paar reichen Familien."
ich: "hm. Würde man die alle enteignen, wäre auch nichts weiter da. Vielleicht funktioniert das mit der Organisation der Arbeit bei euch nicht so gut? "
er: "wir bekommen auch viel zu wenig Bildung!"
ich: "ok, Ihr seid jetzt 92 Millionen In Ägypten, und bald seid ihr 200 Millionen. Als ich Kind war, ward ihr 25 Millionen in Ägypten... und so ist das in der ganzen islamischen Welt. Wir hier haben zu wenige Kinder, aber vielleicht habt ihr ganz einfach zu viele? Da kommt eure Wirtschaft doch niemals hinterher."
er: "das liegt am Kapitalismus"
ich: "naja. An der Tradition liegts aber auch. An Kultur. An Religion"
er: "ja, der Kapitalismus stürzt die Tradition in die Krise."
ich: "Naja, sie funktioniert ja noch, und alleine schon wegen der Familinetradition wird es in Ägypten weiter große Krisen geben, das kann mit der Bevölkerungsentwicklung ja niemals so weiter gehen. Auch bei uns in Deutschland und Europa gab es die ganz großen Krisen und Kriege, als die Bevölkerung regelrecht explodiert war."
er: "klar, Krieg geht dann immer. Krieg macht die Revolution, oder die Revolution macht den Krieg. Der Kapitalismus ist jedenfalls am Ende."
ich: "Das ist doch ein Zitat von Lenin, oder?"
er: "wer ist Lenin?"  
21.10.17 17:38 #77259 Next country please
Same procedure as every voting...
Tschechien: Milliardär Babiš bei Parlamentswahl klar vorn | ZEIT ONLINE
Erste Ergebnisse der Wahl zum tschechischen Parlament sehen die Protestpartei des Populisten Andrej Babiš deutlich in Führung. Dahinter folgt eine rechtsradikale Partei.
 
21.10.17 17:59 #77260 #59 ex Niedersachsen ;-o) 6%
man muss schon in jedem Land und gerade auch im postsowjetischen Europa mit seinen Monopol-
und Oligarchenproblemen sehr genau hinschauen, was sich dort in den Wahlen jeweils ausdrückt und in den Regierungen und Bevölkerungen formuliert. Das sind meist rechte heterogene, wilde Mixturen, die gar nicht so leicht zu erkennen sind.
same procedure as every voting... von wegen.  
21.10.17 18:42 #77261 Ein klassisches Eigentor der EU
Es sollte für jeden überzeugten Europäer selbstverständlich sein, dass die Antwort auf einen abtrünnigen Nationalismus nicht und niemals darin bestehen kann, Schlägertrupps und in der Folge Panzer zu schicken. Insbesondere dann nicht, wenn dieser abtrünnige Nationalismus von gesellschaftlicher Breite getragen wird, sich wie in Katalonien explizit proeuropäisch definiert und die Zentrale die Verlängerung einer klerikalfaschistischen Diktatur in die Demokratie hinein repräsentiert.

Es ist Totalversagen der EU, hier - mit begründeter Aussicht auf Erfolg - nicht vermittelnd eingreifen, zu wollen, weil man offenbar selbst so wenig von der Anziehungskraft der eigenen Erzählungen überzeugt ist, dass man Nachahmer fürchtet. Dabei ist es gerade umgekehrt: Wer alternativen Nationalismus als Irrweg kritisiert, muss mit der katalanischen Zivilgesellschaft solidarisch gegen DIESEN Umgang mit ihrem politischen Willen sein !  
21.10.17 19:11 #77262 Nenn mir ein Beispiel, wo Nationalismus
irgendwas positives bewirkt hat, egal, ob er sich wie hier proeuropäisch geriert.

Europa ist der komplette Gegenentwurf zur überwunden geglaubten Kleinstaaterei und es wäre völlig absurd, wenn sich hier die EU noch als Vermittler anbieten würde.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth
21.10.17 19:16 #77263 Next country please
Der Siegeszug der postfaschistischen Ideologie (Muslimanteil: 0 %, grösstes Problem: Muslime) ist ausgenommen Sonderfall Österreich ein reines Ostblockphänomen. Gesellschaften, die erst von einem urwüchsigen Klerikalfaschismus, dann vom deutschen Original und dann vom Sowjetsozialismus geprägt wurden, können offenbar Demokratie gar nicht anders verstehen denn als Diktatur der Mehrheit, als Mittel ihrer eigenen defacto Abschaffung in freier Wahl.

Der Kampf gegen eine als Bedrohung empfundene offene Gesellschaft stiftet dabei die überzeugende ideologische Klammer, während die praktischen Programme der diversen, gegeneinander konkurrierenden rechten Agenten als Remix der historischen Erfahrungen widersprüchlicher nicht sein könnten - so finden sich in ein und derselben Programmatik das Lob der realsozialistischen warmen Volxxküche, die alle bis auf die Migranten wärmt und ernährt und gleichzeitig wie gleichberechtigt das marktradikale Topic vom schlanken Staat, der insbesondere die Paupers in die 'Eigenverantwortung' entlassen will.

Dass wer nur irgend kann die Flatter macht, um im 'degenerierten' Westen sein Glück zu suchen, ist da nur allzu verständlich.  
21.10.17 19:25 #77264 Nenn mir ein Beispiel, wo Nationalismus
Du hast offenbar Tomaten auf den Augen. Ich kritisiere den Umgang mit den katalanischen Nationalisten als contraproduktiv für die Überwindung des Nationalismus.  
21.10.17 19:26 #77265 Und natürlich spielt die ideologisch verbrämte
Begründung(Kampf gegen ein nach wie vor in der Tradition der Faschisten agierendes Regime) nur eine Rolle im Kampf um die Verteilung des nationalen Reichtums.

Genauso wie die Lega Nord in Italien als Interessensvertreter des industrialisierten Norden gegen den armen und "faulen" Süden kämpft, so sieht man ja auch in Katalonien nicht ein, die rückständigeren Gebiete Spaniens mitfinanzieren zu müssen.
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21.10.17 19:32 #77266 Es würde vor allem dazu führen,
dass sich Nationalstaaten immer weiter auflösen, denn es sind oft die wirtschaftlichen Unterschiede, die der wohlhabendere Teil des Staates, der die armen Geschwister nicht länger unterstützen will.

Habe gelesen, dass dies Wohlstandschauvinismus sein könnte.

Ja, ich habe nichts dagegen Syrer in Syrien zu unterstützen und finde es auch o.k. dass Syrer, die nicht mehr durch Krieg und Tod bedroht sind wieder in ihre Heimat gehen.

Genauso wenig hatte ich etwas dagegen diese hier aufzunehmen, als die große Wanderung hier gestrandet ist. Dass sich diese Welle Richtung Europa gesetzt hat haben alle gemeinsam verbockt, weil sie den Menschen damals in den Lagern die Lebensgrundlage entzogen haben.

Wer dann an dieser Stelle kritisiert, dass man das Geld, dass man zwangsläufig in die Hand nehmen musste, um Menschen zu helfen lieber dem Harzer gegeben hätte, ist wieder einmal nur vordergründig Menschenfreund. Auch wenn er dann leutselig behauptet er gäbe gerne.

Was daipong immer so in ein Posting interpretiert ist schon erheiternd. Man sollte die Überspitzung einer Argumentation schon erkennen, um überhaupt eine Antwort zu schreiben.

Schadenersatz? Daipong kann sich vielleicht doch nicht vorstellen, dass Migranten und deren Nachfahren nichts anderes tun als er selbst. Arbeit, Leben und Steuern zahlen, damit der Laden läuft.  
21.10.17 19:38 #77267 Tschechien
als EU-Land hat ein Monopol- und Oligarchieproblem?

Lustig, was unser Flüchtlingshelfer so von sich gibt.  
21.10.17 19:42 #77268 Gegenentwurf zur überwunden geglaubten K.
Es sind ca. ein Dutzend Kleinstaaten in der EU. Die EU will den "Kleinstaat" Schottland mit Kusshand aufnehmen.

Doctore, du vertrittst nicht allen Ernstes die These, die EU wäre ein Gegenentwurf zur Kleinstaaterei. Zumal die EU ganz klar ein Demokratieproblem hat, weil das EU-Parlament quasi machtlos und die EU-Kommission nur dreifach indirekt vom Volk gewählt wird.

Im Gegenteil, die EU ist der Inbegriff der Oligarchie. Jeder der sich gegen dieses intransparente Konstrukt Souveränität erkämpft, kann nur an Demokratie gewinnen.    
21.10.17 19:46 #77269 Ein reines Ostblockphänomen
Nicht ganz, Genosse. In Frankreich (Muslimanteil 0%, größtes Problem Muslime) konnte nur durch Bildung eines Trusts der Siegeszug einer Rechten verhindert werden. In Niederlanden (Muslimanteil 0%, größtes Problem Muslime) ist die PVV stärkste Partei, auch hier keine Regierung aufgrund von Trustbildung. In Spanien eine rechts-nationonale Regierung, in US ein rechter Präsident der LTTBG einheizt. Soll ich fortfahren?

Deutschland ist hier der Geisterfahrer, nicht "der Ostblock"....  
21.10.17 19:49 #77270 dass sich Nationalstaaten immer weiter auflö.
Richtig learner, durch Kleinstaaten lösen sich Nationalstaaten auf. Die Logik ist: Als Feind der Nationalstaaten muss man folglich Separation unterstützen, denn das zerschlägt die Idee jeden Nationalstaates.

Warum bist du nochmal gegen Katalonien? Um den Nationalstaat Spanien zu erhalten? Klingt unlogisch.  
21.10.17 19:52 #77271 Die relative Machtlosigkeit des EU-Parlament.
war ein Konstruktionsfehler, der aber mittlerweile Schritt für Schritt korrigiert wird.

Und Schottland ist ja wohl nun wirklich kein Argument, wenn die gegen ihren Willen ausgetreten werden.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth
21.10.17 19:54 #77272 Bei der Brexitabstimmung gab es eine
nahezu 2/3- Mehrheit der Schotten für den Verbleib in der EU.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth
21.10.17 19:56 #77273 der aber mittlerweile Schritt für Schritt korr.
Das fehlt mir jetzt der Nachweis für.  
21.10.17 19:59 #77274 Schottland ist ja wohl nun wirklich kein Arg.
Doch ist es insofern, als dort die EU die Abstimmung klar begrüßt hat.

Im Fall Kataloniens, die sogar in der EU bleiben wollen, schlägt man sich aber auf die Seite der Polizeiknüppler-Regierung.

Die Intention dürfte klar sein: Es geht um die reine Macht. Im Falle von Schottland sah man die Chance, GB stark zu schwächen. Im Falle von ESP hat man Angst den treuen Rojoy zu schwächen.

Das Problem: Dadurch fällt die EU als Vermittler in diesem Konflikt flach, denn Katalonien wird keinen parteiischen Vermittler akzeptieren. Die Chance zur Deseskalation hat die EU vertan. Und das ohne Not.
 
21.10.17 20:45 #77275 #272 - Die Schotten wären auch die letzten.
die gegen irgendwelche Sparbeschlüsse protestieren würden.  
21.10.17 21:33 #77276 ist die PVV stärkste Partei
Natürlich sind das nur die üblichen Fakenews. Tasächlich ist die PVV eine kleine Ein Mann Partei, die wie das deutsche Pendant eine Minderheit von roundabout 13 % abbildet - die allerdings wie für das Milieu typisch beansprucht, 'das Volk' zu sein. Diesen 13 % stehen in den Niederlanden gut 30% Links-Grüne entgegen.  

Angehängte Grafik:
infografik_8531_ergebnis_der_parlamentswahl_i....jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
infografik_8531_ergebnis_der_parlamentswahl_i....jpg
21.10.17 22:08 #77277 Ist natürlich logischer, wenn jeder Jeck
seine Parzelle zu einem Nationalstaat machen kann. Da fällt es mir schwer von Fortschritt zu sprechen.

Das was die Briten wollen und nun auch die Katalanen, oder die Polen, Ungarn usw. ist Rosinenpickerei.

Man möchte alle Vorteile einer starken Gemeinschaft, aber wenn es darum geht auch mal eine Gegenleistung zu bringen die einem abnötigt über den eigenen Schatten zu springen möchte man der Gemeinschaft den Rücken kehren und pocht auf eine Souveränität, die zu Kompromissen nicht fähig ist.

Die Katalanen sind nichts ohne ein wohlmeinendes Spanien und auch Europa. So wie es für jedes andere Land auch gilt, dass man positive Beziehungen braucht.  
21.10.17 22:11 #77278 der Tagesspiegel liest hier mit
hab ich erst gestern zu Schlumis "Berlin kaputt, Justiz kapuut" gepostet - heute schon Schlagzeile:

"Schwarzfahrer überrollen Berliner Justiz
Immer mehr Strafanzeigen wegen Beförderungserschleichung werfen die Frage auf, ob das Delikt noch Straftatbestand sein kann - oder besser Zugänge als Tickets kontrolliert würden.
Die Berliner Justiz hat in diesem Jahr mit so viel Schwarzfahrern zu tun wie noch nie. Bis Ende September dieses Jahres hat die S-Bahn mit rund 35.000 bereits so viele Strafanzeigen erstattet wie im gesamten Vorjahr. Die BVG meldete im selben Zeitraum mehr als 8.000 Schwarzfahrer bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Während die Quote der Passagiere ohne oder mit ungültigem Ticket gegenüber den Vorjahren weiter leicht sinkt,...."  
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