Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 81945
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04.11.12 14:16 #1 Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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81919 Postings ausgeblendet.
26.04.18 10:21 #81921 Macron und der iran.Vertrag
" ...Damit Amerika das Atom-Abkommen mit Iran nicht verlässt, kommt Frankreichs Präsident Donald Trump ziemlich weit entgegen. Ob er damit Erfolg hat, steht (noch) in den Sternen....wird Donald Trump entscheiden, ob er Sanktionen, die mit Bezug auf das iranische Atomprogramm verhängt und dann suspendiert worden waren, wieder in Kraft setzt – und damit das Abkommen faktisch verlässt. Macron will das verhindern. Deswegen kommt er Trump ziemlich weit entgegen; wofür er sich den Unmut seiner europäischen Partnern zugezogen hat. Denn die Idee einer „neuen Vereinbarung“ mit Teheran scheint er erst in Washington aus dem Hut gezogen zu haben – von wegen europäische Koordination..."

http://www.faz.net/aktuell/politik/...bkommen-kommentar-15560037.html

hat er vermutlich mit Merkel kürzlich beasprochen. die ja auch zu Alleingängen neigt  
26.04.18 10:36 #81922 Flüchtlinge als Unternehmer
schöne Ansätze der Unterstützung, die kaum bekannt sind obwohl es die KfW auch in Berlin gibt
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/...lfe-15560331.html

Die von „Ankommer“ geförderte Initiative Codedoor aus Frankfurt bildet Flüchtlinge zu gefragten IT-Fachkräften aus, andere haben ein interkulturelles Café eingerichtet, machen Migranten fit für die Gastronomie oder kümmern sich um die Ausbildung von Mediatoren. Dies ist das Ziel von „Resolute“, einer Initiative der Geschwister Helen und Sebastian Winter aus Berlin. Die in Amerika ausgebildete Juristin hat in den Vereinigten Staaten das Konzept der Mediation, das dort an Hochschulen gelehrt werde, und seine Vorzüge kennengelernt. „Resolute“ ziele auf Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften, die Streitigkeiten unter anderen Migranten im jeweiligen Asylheim schlichten. Günstig sei, dass viele Migranten Schlichter aus der Heimat gewohnt seien.."

https://berlin.socialimpactlab.eu/  in vielen Städten vertreten
https://socialimpact.eu/angebot  
26.04.18 10:38 #81923 Schluss mit Macrons Kuschelkurs
" In seiner Rede vor dem US-Kongress positionierte sich Emmanuel Macron in vielen Punkten deutlich gegen seinen "Freund" Donald Trump. Er kritisierte Nationalismus, Protektionismus - und Trumps Umgang mit dem Iran. Das Atomabkommen mit der Islamischen Republik sieht er massiv gefährdet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron befürchtet, dass US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran aussteigen will.
Zum Abschluss seines dreitägigen Staatsbesuchs in den Vereinigten Staaten sagte Macron, er wisse nicht, welche Entscheidung Trump treffen werde. "Es scheint, als würde er nicht wirklich alles tun, um das Abkommen zu retten...Zuvor hatte sich Macron in seiner Rede vor dem US-Kongress mit einem flammenden Bekenntnis für internationale Zusammenarbeit und gegen Nationalismus von der Politik Donald Trumps distanziert...."

https://web.de/magazine/politik/...nald-trump-atom-deal-iran-32935850  
26.04.18 11:35 #81924 Tragt die Kippa und einen Stock
https://www.welt.de/politik/deutschland/...Kippa-und-einen-Stock.html

ich habe gerade Howard Jacbsons "The Finkler Question" gelesen, ein brillant geschriebenes Buch über drei alte Männer in London, 2 sind Juden, einer möchte einer sein ,das sich auch mit dem Porblem der über die Palästinenserfrage beschämten Juden beschäftigt
da gibt es dann eine Gruppe von Ashamed jews, die sich regelmässig trifft und eine rundliche Jüdin mit viel Geld ,die die Freundin des Nichtjuden ist und ein englich-jüdisches Museum gründet
Bookerpreis 2010  
26.04.18 11:53 #81925 Abzocken bei der Wohnungssuche
" Der größte Teil der Flüchtlinge lebt noch in Unterkünften der Stadt. Auf der Wohnungssuche geraten viele von ihnen an dubiose Vermittler und Vermieter – und werden um ihr Geld gebracht...Über so einen Fall berichtet nun der NDR, es geht um eine Hamburger Vermieterin, die seit Jahren Flüchtlingen Wohnungen verspricht, dicke Provisionen kassiert – und am Ende kommt es nicht zum Einzug. Sana V. hat über die Jahre ein feines Netz an Versprechungen und Halbwahrheiten gesponnen, unterstützt von Kontaktpersonen in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften...."

https://www.welt.de/regionales/hamburg/...-bei-der-Wohnungssuche.html  
26.04.18 11:57 #81926 Nogo Areas in NRW
https://www.welt.de/politik/deutschland/...n-nicht-alleine-gehen.html

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Chef: Michael Mertens, „Es gibt Bereiche, in die Polizisten nicht alleine reingehen, sondern nur in größeren Teams. Solche Bereiche gibt es mittlerweile in fast allen NRW-Großstädten. Hier müssen wir klare Präsenz zeigen und deutlich machen, dass jeder, der in diesem Land wohnt, sich an Recht und Gesetz zu halten hat.“  
26.04.18 13:43 #81927 # 919
Ein schöner Konter, fill.

Nur:

1. Absurd damals. Kini war vor allem glücksspielsüchtig, und erzockte Schlosspracht auf Pump, ehe ihn die vielen Gläubiger in den frühen Tod trieben. Das ist alles andere als ein "früher Keynes" (obwohl Keynes auch schwul war).

2. Weltfremd heute. "Aggregate Demand" ist zweites Semester Nachkriegs-VWL. Heute dürsten die Massen nicht nach mehr Geld, sondern ersehnen starke, beinharte Leader wie Donald und Wladimir, die nicht-identitären Weicheiern den Marsch blasen. Und wenn "Wir-sind-das-Volk" partout nicht parieren will, setzt es halt einen Golden Shower vom Regierungsbalkon.
 
26.04.18 15:11 #81929 Reihe: Echopreisträger ganz privat
Heute: Farid Bang erklärt, dass man Frauen nicht schlagen soll, es sei denn "sie fordern einen dazu auf". Denn Frauen "sind auch Lebewesen, weil sie essen und trinken" und die müsse man deshalb "dulden - äh tolerieren".

https://www.youtube.com/watch?v=DwjDRUjgUhA  
26.04.18 15:14 #81930 Ich hätte die Reihe auch "dumm wie Brot"
nennen können. Aber dann hätten sich vermutlich einige der Mitposter hier angesprochen und beleidigt gefühlt.

Gemeint wäre aber nur der BangBangBumm, das zur Klarstellung.  
26.04.18 16:23 #81931 Reihe: Mach deine soziale Ader zum Beruf
und hoffe, dass der Rechtsruck endet. Sonst kann man damit nur noch Taxifahrer oder Kellner werden.
FH Dortmund bietet neuen Studiengang Flüchtlingshilfe an - SPIEGEL ONLINE
Die FH Dortmund bietet den Studiengang Flüchtlingshilfe an. Viele Studierende sind selbst zugewandert - und möchten anderen beim Start in ein neues Leben helfen.
 
26.04.18 19:46 #81932 der politische Prozess zur Ablösung Assads
"...Die großen Geldgeber für die Waffen, für Gerät, für Uniformen, für den Sold und den Unterhalt der Milizen waren die Golfstaaten Saudi-Arabien, zu Anfangs auch Kuweit, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und schließlich die USA. Die Türkei half ebenfalls mit bei den Umstürzlern, mit offenen Grenzen für den Nachschub und das Bereitstellen von vielerlei Unterstützung für die Opposition, wovon auch der IS profitierte.Damit waren die Unterstützer maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass aus einem politischen Funken für eine Oppositionsbewegung sich ein Pulverfass mit sehr vielen Zündschnüren entwickelte und politische Forderungen nach einer demokratischen Reform verblassten, weil den Muslimbrüdern, also dem islamistischen Widerstand, und den Salafisten und Dschihadisten geholfen wurde, die die besser organisierten Netzwerke und die erfahreneren Kämpfer hatten.
Dass sich dies so entwickelte, muss Absicht gewesen sein..."
https://www.heise.de/tp/features/...-al-Assads-4036336.html?seite=all

ein interessanter Artikel, der Fragen aufwirft, nicht nur wie es nun weitergehen soll, wenn für die g
rosse Friedens-Konferenz, die Macron bebabsichtigt, alle Betroffenen ausser Assad eingeladen werden sollen und Maas offenbar erst mit 1 Milliarde helfen will, wenn Assad nicht mehr ist. Das kann ja nicht gut gehen
Maas entpuppt sich immer mehr als eigenmächtig und wenig diplomatisch
 
26.04.18 19:48 #81933 Bedingungsloses Grundeinkommen
oder ist es nicht besser gesunden Erwachsenen bis zu einem bestimmten Alter, z.B. 55, Hartz4 ganz zu streichen? Sollte das Arbeitslosengeld am Start nicht praktisch den alten Nettolohn erreichen, dann aber Monat um Monat sinken (z.B. in einer Zeit von 3 Jahren) bis auf Null? Darf die Gesellschaft nicht erwarten, dass sich gesunde Erwachsene um Arbeit bemühen? Sollte auch rechtlich möglich sein, da es schon heute möglich ist Hartz4 mittels Sanktionen bis auf Null zusammen zu streichen. Schmarotzen ist kein Menschenrecht! Sollte nicht nur für Einheimische gelten.  
Finnland zahlt bald kein bedingungsloses Grundeinkommen - Wirtschaft - Süddeutsche.de
560 Euro vom Staat - ohne Gegenleistung: Das Experiment war die Hoffnung der Anhänger einer revolutionären Sozialpolitik. Nun lässt die finnische Regierung die Finanzierung auslaufen.
 
26.04.18 20:01 #81934 Harte Worte aus der SPD zur Maas Russla.

" Heiko Maas war auf Dienstreise zum Treffen der Außenminister führender westlicher Industriestaaten (G 7) im kanadischen Toronto, als wichtige Parteifreunde in Deutschland mit seiner neuen, härteren Russlandpolitik ins Gericht gingen. Der Chefdiplomat setzte im Verhältnis zu Moskau zu wenig auf Dialog und verurteile Russland zu scharf, kritisierten mehrere Mitglieder des SPD-Präsidiums, wie die "Welt" zuerst berichtete. Schon in der Bundestagsfraktion hatte sich der Minister zuvor gegen Kritik wehren müssen. Mehrere Abgeordnete verurteilten seine Rechtfertigung der alliierten Luftangriffe auf Syrien als Reaktion auf den jüngsten Giftgaseinsatz. Da Maas am Sonnabend im Präsidium fehlte, einigte sich das Gremium, die Russlandpolitik mit ihm im Parteivorstand zu bereden.Offener Streit lässt sich so aber nicht mehr verhindern. Denn immer mehr SPD-Politiker melden sich zu Wort..."

https://www.tagesspiegel.de/politik/...politik-von-maas/21204834.html
 
26.04.18 20:11 #81935 Willst du eins auf die Fresse? ÖPNV in Be.
" Freitag, 23.3.18, zwischen 19 Uhr und 19.30 Uhr steige ich am Bahnhof Gesundbrunnen von der S-Bahn in die U 8 um. Auf dem Bahnsteig in Richtung Wittenau „begrüßt“ mich eine Gruppe arabisch sprechender Jugendlicher, die laut „feiernd“ in einer großen Wolke Haschisch rauchend sitzen. Die Musik schallt über den ganzen Bahnhof. Die meisten Wartenden wenden sich ab und halten Abstand, weil sie sich belästigt fühlen. Auf zwei anderen Bänken sitzen Trinker, laut mit den Flaschen klappernd und rauchend. Kronkorken und brennende Kippen fliegen auf die Gleise...."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/...ns-auf-die-fresse/21134118.html

Erlebnisse einer Berlinerin, die an Bedeutung gewinnen,nachdem Bürgermeister Müller öffentlich geäussert hat: Bürger, die in der von ihm und seiner Partei regierten Hauptstadt Angst hätten, sollten sich halt ein Taxi nehmen. Darauf  gab es nicht nur in Sozialen Netzwerken Kritik, sondern auch aus den anderen Parteien.
https://www.heise.de/tp/features/...ahles-erneut-Gabriel-4033513.html  
26.04.18 21:54 #81936 ÖPNV in Berlin
Die Berliner scheinen mit den Zuständen zufrieden zu sein.

Sonst hätten sie ja anders gewählt.

Jeder bekommt die Regierung und somit die Zustände auf den Bahnhöfen, die er verdient.  
26.04.18 23:46 #81937 #933 Naja Malko,
die Auswertung dieses Experiments, die gerade stattfindet und dessen Ergebnisse nicht vor 2019 erwartet werden, steht nun ja noch aus. Dass es unbedingt negativ ausfällt ist dabei noch keinesfalls klar, ebensowenig wie im übigen auch die Gründe warum es nun früher beendet wurde, als ursprünglich angedacht. Auch da kämen m.E. durchaus verschiedene Überlegungen in Betracht.

Des Weiteren bestehen über die Konzeption und die voraussichtlichen Schwierigkeiten sowie allerdings auch seine Vorzüge m.E. in weiten Teilen erhebliche Missverständnisse.

Ob die Hartz4 Empfänger damit am Ende unbedingt mehr erhielten, als dies unter Berücksichtigung aller bisher bestehen Transferzahlungen heute der Fall ist, ist übrigens durchaus fraglich und auch keineswegs automatisch der Fall. Die eigentlichen Vorzüge eines solchen Umbaus unseres Sozialstaats lägen, von der reinen Höhe der vereinbarten Bezüge mal völlig abgesehen, m.E. dann auch ganz woanders.

So gibt es dann auch einige gute Gründe, weshalb das BGE heute auch keineswegs überwiegend von linken Rändern diskutert wird, sondern auch zunehmend von CEOs, liberalen Wirtschaftsprofessoren und sogar auf dem letzten Wirschaftsforum in Davos ein Riesenthema gewesen ist.

Manches mag da antiituitiv sein, auch hier lohnt es sich m.E. allerdings, sich nicht damit zu begnügen, den ersten Reflexen nachzugeben, sondern sich ruhig mal näher mit den ganzen Details zu beschäftigen. Ich bin übrigens keineswegs in allen Punkten ganz und gar davon überzeugt, aber zumindest aufgeschlossen und entdecke dann auch an der ganzen Konzeption Seiten, die ich durchaus reizvoll finde.

Es geht ja darum, wirklich alle bisherigen Transferzahlungen die getätigt werden, von Hartz4, Wohngeld, Krankenkassenzahlungen, Renten, etc. etc. in der Leistung dieses Grundeinkommens aufzulösen, das des Weiteren als eine Art negative Einkommenssteuer konzipert wird.  Dass sich die Aufnahme einer Arbeit immer noch lohnt hängt dabei nicht nur von der Höhe des BGE selber ab (wer möchte schon ernsthaft von 1000 Euro im Monat leben, wenn er auch durchaus andere Perspektiven hat) sondern natürlich auch davon, was ihm dann hinsichtlich seines Gesamteinkommens dann nach der Steuer verbliebe.

Ich denke dabei, dass es durchaus möglich sein könnte, die Sache so zu gestalten, dass sich sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Hartz4empfänger, am Ende hinssichtlich ihres Gesamteinkommens(!) im Vergeich dann netto gar nicht so viel ändert.
Die Entlastung der Verwaltung sowie auch ingesamt die Entbürokratisierung wäre allerdings gewaltig. Des Weiteren würde die Rentenproblematik damit gewissermaßen systemisch gelöst bzw. wohl zumindest entschärft werden können. Hinzu käme die damit verbundene Abschaffung der Lohnnebenkosten und der daraus resultierenden verbesserten Wettbewerbsfähigkeit, dem Potenzial zu Lohnerhöhungen etc.

Ähnlich wie bei der Idee einer Flat-Tax hätte man sozusagen ein einfaches Flat-Sozialsystem, das in seiner Konzeption auf einen Bierdeckel passt. XD
Wenn das kein an sich reizvolles Konzept ist.... vielleicht könnte man ja sogar beides gewissermaßen verbinden ;-)

Die Frage nach der Finanzierbarkeit stellt sich natürlich. Wobei hier von Ökonomen wie Prof. Straubhaar immerhin plausibel vorgerrechnet werden kann, dass sich im Hinblick auf die Kosten des bestehenden Sozialstaats, in seiner Gesamtheit, gar nicht sowiel ändern würde.
Eine gewisse Skepsis erscheint hier zwar angebracht, sicher auch an anderen Stellen, wie auch immer man dazu stehen mag, verpassen sollte man die Debatte darüber jedoch nicht. So unsinnig ist sie nämlich m.E. keineswegs.





 
26.04.18 23:57 #81938 Gibt es aktuell noch am Kiosk:
edition brand eins: Grundeinkommen/Was würdest Du arbeiten, wenn Du nicht musst?

"Die britische Politikerin Juliet Rhys-Williams entwickelte 1942 das Modell der negativen Einkommensteuer, das der US-Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman 1962 weiter ausarbeitete – beide wollten damit jedem erwachsenen Menschen ein garantiertes monatliches Einkommen sichern. Doch in Fahrt kam die Diskussion erst zur Jahrtausendwende. Wie kam es dazu? Und wie ging es weiter? brand eins war von Anfang an dabei."

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-edition/grundeinkommen

 
27.04.18 00:06 #81939 btw. eine Diskussion, die...
wenn auch nicht allzu viele hier ein großes Interesse daran zu haben scheinen,
tatsächlich außnahmsweise einmal einen Bezug zum damals eingangs gewählten Threadtitel aufweisen kann.  XD
 
27.04.18 00:17 #81940 Was würdest Du arbeiten, wenn Du nicht m.
Ich würde dann viel mehr Zeit haben, euch zu hasstrollen.

Also her mit dem BGE...  
27.04.18 07:39 #81941 Wenn selbst ein CEO
Diese Menschen denken immer im Sinne der Wirtschaft und machen sich zurecht Sorgen über die Entwicklung einer Gesellschaft in der durch die technologische Entwicklung immer mehr Menschen aus dem Erwerbsprozess herausfallen.

Sollte diese Entwicklung in der Tat so eintreffen, wären die gesellschaftlichen Kosten vielleicht sogar höher, wenn man beim bestehenden System bleibt. Zu diesen Kosten muss man auch Instabilitäten rechnen, mit denen man durchaus zu rechnen hat.

Die Argumentation der Kritiker beruht vielfach darauf, dass ein bedingungsloses Einkommen nur “Faulpelze” begünstigen würde und ist deshalb auch gerne am rechten Rand zu finden. Wie wir wissen prügelt der rechte Rand ja gerne auf Minderheiten rum!

Übersehen wird dabei, dass der überwiegende Teil der Menschen eine sinnvolle Aufgabe sucht und alles andere tun würde, als auf der faulen Haut zu liegen.

Es dürfte sogar einige Menschen geben, die auf so einer Grundlage erst in die Lage versetzt werden ihre Potenziale zu entwickeln, da der Zwang jeden Job machen zu müssen entfällt und man sich die Zeit nehmen kann etwas entsprechend der eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Das gefällt natürlich nicht den Arbeitgebern, die vorwiegend stupide Jobs anbieten, oder es mitunter genießen die Machtposition des Kapitalbesitzeres inne zu habe.

Übersetzt bedeutet das: Für Arschlöcher würde es schwieriger werden!  
27.04.18 08:05 #81942 #81937: Wie du richtig erklärst
soll das bedingungslose Grundeinkommen unser heutiges Sozialsystem ersetzen. Vereinfacht bekommt jeder Bürger eine festgesetze Summe monatlich vom Staat und damit sind alle unterstützende Verpflichtungen des Staates abgegolten, alle Bedürfnisse darüber hinaus sind privat zu organisieren.

Zu Finanzierung dieses Vorhabens gibt es bis heute keine brauchbaren Konzepte. Und soweit es Aussagen gibt, haben sie durchgängig einen großen Fehler. Sie gehen davon aus, dass sich ansonsten an den wirtschaftlichen Bedingungen nichts ändern würde. Wir sind uns sicherlich einig, dass ein Großteil der Bevölkerung diese "Unterstützung" nicht bräuchte, sie aber trotzdem finanziert werden müsste, also die Kosten verglichen mit dem heutigen System stark steigen würden und damit die Abgaben für bestimmte Gruppen. Eine Umverteilung über die sich noch keiner so richtige Gedanken gemacht hat. Würde jetzt z.B. die sogenannte "arme" Krankenschwester einfacher z.B. in München eine Wohnung bekommen? Durch dieses Grundeinkommen gäbe es erstmals keine einzige Wohnung mehr aber es stünde mehr Geld für die Mieten zur Verfügung. Die Mieten würden also explodieren und die sogenannte "arme" Krankenschwester gehörte immer noch nicht zu den größeren Verdienern und würde sich genau so schwer tun. Die Inflation würde also einen großen Teil des Wertes des Grundeinkommens weg fressen. Es stünde nämlich plötzlich für bestimmte Bereiche mehr Geld zu Verfügung und würde diese Bereiche verteuern. Hierbei würde der Teil des Grundeinkommens für Personen spielen, die es eigentlich nicht bräuchten.

Wenn man unser heutiges Sozialsystem ersetzen will, muss man sich zuerst klar über die Ziele dieses Sozialsystems werden. Es soll nämlich den unverschuldet in Not geratenen Bürger auffangen und ihm eine weitere Existenz ermöglichen und ihm helfen, soweit möglich, wieder Fuß zu fassen. Es dient nicht der Selbstverwirklichung oder soll das Schmarotzertum auf Kosten der Gesellschaft fördern. Schaut man etwas genauer hin, stellt man fest, dass für vergleichbare Fälle die Kosten für die Gesellschaft stark unterschiedlich sind. So kostet z.B. der Bedürftige in der boomenden Großregion wesentlich mehr als ein ähnlicher Bedürftiger auf dem Land mit schwacher wirtschaftlicher Entwicklung. Ein Schwerbehinderter, der kaum noch etwas selbstständig machen kann kostet wesentlich mehr als ein Schwerbehinderter, der wesentliche Teile der täglichen Verrichtungen noch selber machen kann. Das alles berücksichtigt unser Sozialsystem.

Beim bedingungslosen Grundeinkommen würde der Schwerbehinderte also mies aussehen verglichen mit dem jungen gesunden Menschen der sich einen schönen Lenz macht und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Es wäre ein Sprengstoff der unsere Gesellschaft explodieren lassen würde. Deshalb kommt diese Idee auch aus Gesellschaften bei denen es ein Sozialsystem nur in Ansätzen gibt oder als Forderung von Unternehmern im Dienstleistungsbereich, welche sich die Sozialbeiträge sparen wollen, quasi eine negative Maschinensteuer.

In den vergangenen Jahrhunderten hat die industrielle Revolution wesentlich zur Vernichtung von Arbeitsplätzen zuerst im Agrarsektor und dann im industriellen Bereich beigetragen. Diese Sektoren sind schon so weitgehend optimiert, dass es kaum noch zu Verlusten kommen wird, nur die Anforderungen an die Qualifikation werden weiter steigen. Parallel dazu hat sich eine riesige  ineffiziente Bürokratie entwickelt und das nicht nur im staatlichen Bereich. Die sich entwickelnde Digitalisierung bedroht jetzt primär diesen Bereich in dem sich die Angestellte selten solidarisch organisierten. Deshalb kommt die Forderung nach dem bedingungslosen Grundeinkommen stark aus diesem Bereich. Ich finde sie sollten sich z.B. zum Installateur umschulen lassen und endlich etwas sinnvolles tun. Deshalb bin ich dafür Hartz4 für gesunde arbeitsfähige Menschen zu streichen.  
27.04.18 08:16 #81943 #81941: Die überwiegende Mehrheit der
Menschen hat keinen Arbeitsplatz auf dem sie sich selbst verwirklichen kann. Die überwiegende Mehrheit der Menschen geht arbeiten weil sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen muss und will und dabei sind sehr viele nicht begeistert von der Arbeit die sie tun müssen. Und auf welche Arbeitsplätze kann die Gesellschaft insgesamt verzichten? Auf die Putzfrau, den Schichtarbeiter, ...? "Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen", meinte einst ein Bundeskanzler und er hatte recht. Man baut nicht so einfach eine Gesellschaft, welche sich über Jahrhunderte mit Versuch und Irrtum entwickelt hat, auf Basis einer Vision um.  

Es mag sein, dass der überwiegende Teil der Menschen eine sinnvolle Aufgabe sucht und alles andere tun würde, als auf der faulen Haut zu liegen. Aber müssen nur die sinnvollen Arbeiten gemacht werden? Sind die nicht sinnvollen überflüssig? Und was ist sinnvoll? Auch sogenannte Linke sollten den Inhalt ihres Kopfes nutzen, wäre absolut sinnvoll.
 
27.04.18 08:17 #81944 Wehe dem, der gegen den Strom schwimmt
Wer der Nato-Presse widerspricht, bekommt Scherereien, selbst wenn er seit Jahren Korrespondent des ZDF ist.

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https://www.nachdenkseiten.de/?p=43682#more-43682

„Uli“ Gack hat es getan. Der Leiter des ZDF-Studios in Kairo hat in einer Live-Schalte der ZDF-Nachrichten Augenzeugenberichte des vermeintlichen Giftgasangriffs auf die syrische Stadt Duma wiedergegeben, die der offiziellen Sprachregelung der Regierungen in Washington, London, Paris und Berlin widersprechen. Dieser kleine Ausflug in eine differenziertere Berichterstattung wurde sogleich von den Kollegen bei BILD und Focus mit einer kaum zu glaubenden Vehemenz attackiert. Der angesehene Journalist war plötzlich ein „Verschwörungstheoretiker“ und „Assad- und Putin-Propagandist“, der entweder „keine Ahnung hat“ oder „bewusst lügt“. Das ZDF stellte sich daraufhin nicht etwa – wie es sich eigentlich gehören sollte –vor seinen eigenen Mitarbeiter, sondern distanzierte sich ausdrücklich. Nun muss Gack offenbar Aussagen aus „nicht bundesregierungskonformen“ Quellen speziell als „potentielle Propaganda“ kennzeichnen. Für konforme Quellen gilt dies freilich nicht. Und Gack ist damit kein Einzelfall. ...
 
27.04.18 08:24 #81945 Das bedingungslose Grundeinkommen
und jeder tut nur noch das wozu er Lust hat. Eine gerechte Welt ohne Konflikte in der alle glücklich sind, quasi das Paradies auf Erden. Gab es nicht mal einen praktischen Versuch dies auf Basis der Theorien von Marx und Engels zu verwirklichen? Das Ergebnis waren Lenin und Stalin und ein System das auf voller Breite scheiterte.  
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