Ich habe es satt

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neuester Beitrag:  17.12.04 17:48
eröffnet am: 27.09.04 14:33 von: calexa Anzahl Beiträge: 35
neuester Beitrag: 17.12.04 17:48 von: Parocorp Leser gesamt: 5126
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27.09.04 14:33 #1 Ich habe es satt
Ein Wirtschaftsaufschwung entsteht mit aufkeimendem Optimismus. Es ist die wichtigste Aufgabe der Politik den Keim der Hoffnung regelmäßig zu gießen. Das gilt für Deutschland noch viel mehr als in anderen Ländern, da hier der Kern für die Konjunktur-Tristesse ganz offensichtlich in der Binnenkonjunktur verwurzelt ist. Darum kann ich es mir heute nicht verkneifen zu einer politischen Betrachtung überzuschwenken.

Das größte Problem in Deutschland ist die Opposition; im wesentlichen bestehend aus CDU und FDP. Wenn eine Angela Merkel nach der großen Sommerpause im Bundestag ihre Eröffnungsrede hält, dann wird jedem objektiven Beobachter sofort die schreckliche Situation bewusst, in der sich Deutschland befindet. Da steht eine Person am Rednerpult des Bundestages, die das Jammergehabe der Deutschen und den Kreislauf des Pessimismus perfekt verkörpert. Die einzigen Bilder, die Frau Merkel in die Öffentlichkeit transportiert, bestehen aus einem ständigen Jammern und Meckern am Kurs der Regierung.

Wer Kanzler werden will, muss sich über eigene Inhalte definieren. Wer an die Macht will, muss eine klare Positionen beziehen und diese zum Mittelpunkt öffentlicher Diskussion machen. Frau Merkel mag gewisse Talente haben. Sie ist jedoch die Antikanzlerin in Person. Das einzige was mir von ihr regelmäßig in Erinnerung bleibt, ist, dass sie alles was von Schröder kommt grundsätzlich schlecht findet. Wenn man sich negativ über andere definiert, kann man keine Wahl gewinnen. Das musste schon Stoiber bei der letzten Bundestageswahl am eigenen Leib erfahren.

Ich als Wähler - und ich glaube hier spreche ich für eine Vielzahl von Menschen - habe es satt Spielball machtpolitischer Parteienscheidungen zu sein. Ich möchte mich bei der nächsten Wahl für Personen entscheiden können, die ein klares Konzept - unabhängig von aktuellen Meinungsumfragen - vertreten und verteidigen. Die Schuld am Aufstreben der rechtsgerichteten Parteien schiebe ich deshalb mitunter der Opposition in die Schuhe. Eine Opposition, die diesen Namen verdient, existiert in Deuschland derzeit de facto nicht! Wenn das Volk keine Alternativen hat, dann entsteht auch kein Glaube an eine bessere Zukunft, so entsteht keine Hoffnung, kein Optimismus und letztendlich auch kein Konjunkturaufschwung.
Quelle: www.tradecenter.de

So long,
Calexa
www.investorweb.de  
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27.09.04 16:18 #11 man kann mehrmals antreten und
trotzdem gewinnen. edmund ist der einzig richtige nachfolger für schröder. wir wollen doch kontinuität üben.

 
27.09.04 16:19 #12 Jammern und Meckern am Kurs der Regierung

das ist aber auch alles, was von Frau M. kommt. Unter Opposition verstehe ich auch nicht "das habt ihr toll gemacht"; aber "heul hier", "heul da" ist destruktiv (zumindest nicht konstruktiv). Und damit zeigt die M. doch, dass sie selber auch keinen Plan hat, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
Die Opposition muss doch auch Perspektiven aufzeigen. Und statt dessen zanken die sich wie ein Kindergarten.

So long (oder doch besser short?)

Kalli   ... Du blöde Kiste, ich mach Dich platt, ich stell Dich ab! Aaaaaagghhh ...

 
27.09.04 16:24 #13 pläne haben nur planwirtschaftler.
gott sei dank hat frau merkel keinen plan ...  
27.09.04 16:45 #14 Merkel/Stoiber
Das sehe ich nicht so. Nur mit Edmund Stoiber hat die CDU/CSU  gute Aussichten, die Wahl zu gewinnen. Mit der Merkel hätte ich da so meine gewissen Zweifel.
Vergleicht mal die SPD-regierten Bundesländer etwa mit Bayern. Vielleicht geht euch dann ein Licht auf. Ich bin kein Bayer, beobachte aber mit Interesse das Nord-Süd-Gefälle.  
27.09.04 18:05 #15 CDU/CSU/FDP sind
nicht das Optimale.
Aber überall wo Rot-Grün an der Macht ist,
läuft es noch mieser als unter Schwarz-Gelb.
Warum?
Gerd und Josef haben 6 Jahre überwiegend Schrott geliefert.
Dieser Regierungsschrott ist Ursache dafür,
- dass die Unternehmer keine Lust mehr haben,
- dass die Arbeitnehmer mehr dem Angstsparen fröhnen
- und weniger konsumieren.
Es kann es auch unter einer Merkel nur besser werden.
Ein Aufatmen wird nach einem Regierungswechsel durch das
Land gehen.
calexa verwechselt nur Ursache und Wirkung,
aber Juristen sind ja omnipotent. ;-)

Ciao
Bernd Mi


 
27.09.04 18:17 #16 Deutschland braucht Visionäre, deshalb
Gerhard, bleibe mein Kanzler für die nächsten 20 Jahre.  
27.09.04 18:23 #17 Gerd und Visionen
Den unteren Einkommensschichten mit Hilfe von
sog. "Reformen" das Nettoeinkommen kürzen und

den internationalen Konzernen (Körperschaftssteuerreform)
viel zusätzlich geben,
den Grenzsteuersatz für die Reichen und Wohlhabenden
senken (ESt-Reform),
auf dass das gemeine Volk mehr konsumieren kann.

Visionen!!!  
27.09.04 18:28 #18 BeMi - wenn du 16 jahre lang...
...oder anders: du machst einfach Schulden - nehmen wir an fürs Hausbauen. Nehmen wir auch mal an, du bist ein Durschittsverdiener - somit schätze ich mal (an) - du müsstest die Schulden ca. 25 Jahre lang abbezahlen...wenn nicht länger, ne?

Jetzt stellst du dir vor: deine "CDU/CSU/FDP" hat 16 JAHRE LANG Schulden gemacht...alles klar?

copi  
27.09.04 18:32 #19 Außerdem haben
die Schwarz-Gelben deutlich gemacht, dass bei dennen viel schlimmere Einschnitte
vollgezogen wären. Vor den Reformen der Schwarzen - sollten sie doch gewählt werden - habe ich schon jetzt Angst.

copi  
27.09.04 18:37 #20 @calexa
zu einem Absatz in deinem oberen Text,ich zitiere..

Das größte Problem in Deutschland ist die Opposition; im wesentlichen bestehend aus CDU und FDP. Wenn eine Angela Merkel nach der großen Sommerpause im Bundestag ihre Eröffnungsrede hält, dann wird jedem objektiven Beobachter sofort die schreckliche Situation bewusst, in der sich Deutschland befindet. Da steht eine Person am Rednerpult des Bundestages, die das Jammergehabe der Deutschen und den Kreislauf des Pessimismus perfekt verkörpert. Die einzigen Bilder, die Frau Merkel in die Öffentlichkeit transportiert, bestehen aus einem ständigen Jammern und Meckern am Kurs der Regierung.

Dazu muß ich noch etwas hinzufügen.
Die Reformen ,die von der SPD gemacht wurden ,werden andere (CDU )in den nächsten Jahren von profitieren,Sie werden sich brüsten damit.Das sind genau diese Leute die nie ein konzept gehabt haben und Deutschland voll in den Ruin getrieben haben.Die SPD hat den harten aber für mich den gerechten und fairen weg eingeschlagen ,wo die CDU ab 2006 die Früchten von tragen wird.
Schade.  
27.09.04 18:43 #21 @coppara
ich sehe Du bist hier einer von wenigen die es erkannt haben.
Wenn die Schwarzen dran sind geht es dem kleinen Mann noch dreckiger den je.Die führen die Amerikanischen verhältnisse ein.
 
27.09.04 18:44 #22 coppara
1.) Es ist nicht meine CDU/CSU/FDP.
Als Wechselwähler habe ich schon alles - ausser
Rechts- und Linksextremisten - gewählt.

2.) Aus einem bestimmten Grund kann ich mich noch sehr
gut erinnern, aus welchem Anlass und mit welcher
Diskussion die Schulden der deutschen Einheit gemacht wurden:
Alle Parteien haben dem damals in Bundesstag und -rat zuge-
stimmt.

3.) Das mit der Härte der Kürzungen wird sich noch zeigen.
Ich persönlich habe da meine Zweifel.
Das mit der Praxisgebühr war ein sinnvolles Steuerungs-
instrument. Millionen von sozial Schwachen sind
inzwischen davon befreit.

Ciao
Bernd Mi

     
 
27.09.04 18:54 #23 Stoiber hat recht
die Ost-Protestantin und der "Single" Westerwelle sind kein Ersatz für Schröder/Fischer, da fehlt einfach das Format!

im Übrigen haben zwar auch die Sozis die Regierung Kohl/Genscher blockiert, aber das nur die letzen Jahr - sonst hätten wir Kohl immer noch - und damit immer noch keinerlei Reformen ganz nach dem Motto "Die Hunde bellen aber die Karawane zieht weiter"! Hätte Kohl in 16 Jahren mehr Mut zu Reformen gehabt und die Wiedervereinigung nicht handwerklich versaubeutelt (damals übrigens mit dem jetzigen Bundespräsident Köhler als Finanzberater), dann müßten wir diese jetzt nicht mit der Brechstange durchführen!  
27.09.04 18:59 #24 Zu Posting Nr.:18...
...wie konnte ich VOLLTROTTEL es
auch vergessen ?????

KLAR !!!! Die CDU!!!!
Logisch !!!!BIRNE!!!!

Ach Waldy....du bist und bleibst gegenüber
den Argumenten eines Aufrichtigen Sozis Chancenlos!

Klar...Gerd & Jürgen sind ja erst seit ein Paar..äh..paar
Tagen im Amt!!!!!


BÖSE BÖSE CDU/CSU.....








Ich freue Mich schon wenn es Hartzer und Manna regnen wird!

Ehrlich!!!!!

Und jetzt alle: Go Gerd Go


(wenn ich das schreibe...... ist das wenigstens schön zweideutig)  
27.09.04 19:00 #25 Einige leiden
hier u.U. an Amnesie oder basteln sich ihre
eigene Wahrheit:
Seit 1949 hat jede Opposition - soweit es die
Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat zuliessen -
versucht, die BuRegierung zu blockieren.
Allerdings wurde das meistens im Vermittlungsausschuss
entschärft.
Aber wer blockiert in den letzten Jahren eigentlich
wen?
Nehmen wir einmal die Gesundheitsreform und die
Hartz-Gesetze.
Wer hat da eigentlich blockiert?

Ciao
Bernd Mi
 
27.09.04 19:19 #26 Anmerkung zu #15, BeMi
1. Joschka würde ich mal aussen vor lassen. der ist nicht für die Innenpolitik verantwortlich und ist meiner Ansicht einer der besten Aussenminister, den wir je hatten

2. Ob die Unternehmer keine Lust mehr haben, weiss ich nicht. Vielleicht wegen dem Bürokratismus, aber den gabs schon immer. Das Abwandern in Ausland ist im übrigen eine Folgeerscheinung der Globalisierung.

3. wenn die Arbeitnehmer mehr "angstsparen", dann müssten wir ja jetzt alle dicke was auf der hohen Kante haben. hmm..

4. ..weniger konsumieren. Ja, ist wohl so. Die Realeinkommen sind eher gesunken. Hat u.A. was zu tun mit dem Erkennen der tatsache, daß wir seit min. 30 Jahren über unsere Verhältnisse gelebt haben,  mit den Folgekosten der Widervereinigung, mit den maroden Sozialsystemen (versucht man gerade, in den griff zu kriegen). Es gibt 1000 Gründe, sicher auch einige, die aufs Konto der jetzigen Regierung gehen..

"Ein Aufatmen wird nach einem Regierungswechsel durch das
Land gehen."   Wage ich stark anzuzweifeln..

RD
 
27.09.04 19:55 #27 FFM1 TheCrow

2. Ob die Unternehmer keine Lust mehr haben, weiss ich nicht. Vielleicht wegen dem Bürokratismus, aber den gabs schon immer.

 

FFM1_TheCrow,

wie wär es denn z.B. mit einer "Reform der Bürokratie"?

6 Jahre hatten ja Gerd und Josef dazu Zeit.

Die Grünen sind doch auch in der Regierung oder

etwa nicht mehr?

Das andere lass ich mal unkommentiert, bringt nichts.

Ich dachte bisher immer, wir sind hier an einem Aktien-

board, wo man Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen hat.

Ciao

Bernd Mi

 

 

 

 
27.09.04 20:11 #28 @FFM1
Wie kommst Du zu der Auffassung, Joschka Fischer wäre einer "der besten Außenminister, den wir je hatten?".

Ein Außenminister,
- dem es gar nicht schnell genug gehen kann, die Eigenständigkeit Deutschlands in einer zentralistischen EU aufgehen lassen,
- der um jeden Preis die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union auch gegen eine deutliche Mehrheit in Deutschland durchdrücken will,
- und unter dessen Ägide mehr deutsche Soldaten ins Ausland geschickt wurden als unter jeder anderen Regierung nach 1945,

der hat dieses Attribut nun wirklich nicht verdient. Daß Fischer dennoch in Meinungsumfragen so gut abschneidet, sagt vor allem etwas über die Qualität der anderen Spitzenpolitiker in Deutschland aus.

J.R.  
27.09.04 21:28 #29 Prokop, der Waldhirt, sagte:
"Jeder tut als wäre er für immer auf der Welt und jeder meint was er wohl sei und noch werden könnte. Es werden noch alle zu spinnen anfangen und meinen, sie könnten vom Gescheitsein leben und nicht von der Arbeit. Die, die arbeiten werden immer weniger und die, die von den Arbeitenden leben, werden immer mehr. Das Regieren ist eben leichter als Arbeiten."

http://www.sabon.org/prophezeiungen/index2.html#prok

Sepp Wudy ist auch nicht schlecht. Gleich darunter.
 
27.09.04 21:59 #30 Mal Klartext zu dieser Opposition
Denken wir zurück! = Kohl wurde gegangen. - Schäuble sollte ES nicht werden.
Angie war eine gute Generalsekretärin - und die anderen alle im Clinch.
Also wurde Es Angie. - ... und niemand in der CDU dachte daran, daß MAN irgendwann einen Kanzlerkandidaten braucht(?); - und, daß dieser gewöhnlich - warum auch immer dieser Schnellschuß - der Vorsitzende oder jetzt "DIE" sein muß.
Und jetzt mag keiner in der CDU SAGEN: Angie, Du bist uns lieb, Du bist so nett, aber ... Kanzler, weißt Du, Kanzler ist halt doch was anderes - und nach dem Du gerade auf der Höhe (Mauer) stehst, trete doch bitte ein bisserl zurück.
Die Frage für's Volk bleibt: Wie will dieser Haufen Feiglinge verantwortlich regieren?
Und, daß das der CSU nicht gefällt - ist wohl klar! Ich bin gespannt, wie die CSU-ler diese Angie wegbringen wollen? Dabei sind sie schon, aber das dauert halt.
Und so hat Deutschland jetzt keine wesentliche Opposition.
Und da ist dann eine schlechte Regierung, wie eben - immerhin eine. - Kritiker.  
27.09.04 22:03 #31 @Kritiker: keine Sorge:
für unangenehme Situationen hat das Establishment immer noch die Stammheim-Herrhausen-Rohwedder-Lösung in der Schublade.

Sozusagen als letzte Lösung.

Die Frage ist nur: wer sind diesmal die Attentäter?

RAF is out, es bleiben:

- Al Kaida
- Kurdische Separatisten
- Serbische Revanchisten
- Verrückte Einzeltäter (wie in Schweden)

Ich tippe auf Punkt 4.  
27.09.04 23:31 #32 @BeMi #27
klar hatten sie 6 Jahr Zeit, aber ist halt nicht so einfach  per Federstrich zu machen in Deutschen Landen. Ich denke, wir sind halt ein Volk von Bürokraten und lieben das Preußische. Merkt man schon an den alltäglichen Kleinkariertheiten.

Im Übrigen glabe ich, zumindest die Grundzusammenhänge des Wirtschaftslebens durchaus verstanden zu haben.

Gruß

RD  
27.09.04 23:35 #33 @J.R.
alle deine drei Argumente sind reine Ansichtssache. Zum Glück gibt's bei uns Meinungsvielfalt.

RD  
28.09.04 08:00 #34 @charti (#8):
Hab' nicht geschrieben, dass das meine Argumentation ist!

Gruß,
T.  
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