IPO Delivery Hero AG

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eröffnet am: 20.06.17 10:29 von: biergott Anzahl Beiträge: 183
neuester Beitrag: 12.10.17 16:16 von: Chaecka Leser gesamt: 17907
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20.06.17 10:29 #1 IPO Delivery Hero AG
Die größte Beteiligung von Rocket Internet geht an die Börse. Die Börsenbewertung übertrifft an der oberen Range des Bookbildung mit rund 4,4 Mrd. deutlich die bisherigen Erwartungen von 3-3,5 Mrd. Euro. Und der vorbörsliche Start sieht sehr gut aus: Zeichnung zwischen 22-25,50 Euro, über Tradegate aktuell 27,40 Euro. Das lässt auf einen erfolgreichen Börsengang mit nem schönen Zeichnungsgewinn hoffen. Und macht die bei Rocket verbleibenden Aktien noch attraktiver.  
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157 Postings ausgeblendet.
25.09.17 23:16 #159 Irgendwie
widersprichst du dir innerhalb von zwei/drei Postings. Ich glaube mittlerweile eher, dass du Wörter verwendest ohne Ihre Bedeutung zu kennen. Unter meinem Post findest du die Definition einer "Metropolregion". Alleine diese Definition unterstreicht meine Argumentation und entkräftet deine völlig. Oder meinst du wirklich eine Kurierfahrt findet zwischen Potsdam und Berlin-Mitte statt? Weil beides gehört zu ein und derselben "Metropolregion" in Deutschland. Wie auch immer, darum geht es nicht.

Du verwechselst wohl Deliveroo mit Lieferheld. Deliveroo ist der Vermittler von Kurierfahrer und Lieferheld eine Vermittlungsplattform für Bestellungen von Kunden an Restaurants. Die durchschnittliche Provision liegt bei 12% und eine Grundgebühr von 20€ pro Monat (Stand 2015).

Du solltest dich echt mal mehr mit dem Geschäftsmodell auseinandersetzen bevor du ernsthaft hier dein Geld verschleuderst. Naja jedem das seine.

Um ehrlich zu sein, fehlen mir manchmal die bilanzpolitischen Kenntnisse um Zahlen interpretieren zu können aber mit dem Geschäftsmodell sollte sich jeder auseinandersetzen können...

 

Angehängte Grafik:
metropolregionen.jpg (verkleinert auf 76%) vergrößern
metropolregionen.jpg
26.09.17 07:34 #160 Zahlen
Delivery Hero erzielt Umsatzwachstum von 66% im ersten Halbjahr 2017 (News mit Zusatzmaterial)
DGAP-News: Delivery Hero AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis

26.09.2017 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.




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Berlin, 26. September 2017 - Die Delivery Hero Gruppe ("Delivery Hero"), der weltweit führende Online Marktplatz für Essensbestellungen und -Lieferungen, gab heute ein starkes Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2017 bekannt. Die Gesamterlöse stiegen auf EUR 246,5 Mio. (H1 2016: EUR 148,9 Mio.), was auf like-for-like Basis einer Zuwachsrate von 66% entspricht, während die Bestellungen auf like-for-like Basis um 47% zulegten. Gleichzeitig verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge deutlich auf -18% (like-for-like H1 2016: -47%).


Niklas Östberg, CEO von Delivery Hero, sagte:

"Es war ein fantastisches erstes Halbjahr 2017. Wir haben in erheblichem Umfang in unseren Service investiert und großartige Ergebnisse daraus generiert. Gleichzeitig haben wir eine gute Balance bewahrt zwischen kräftigem Wachstum und einer weiteren Annäherung Richtung Profitabilität. Wir setzen dabei weiter auf zwei bewährte Pfeiler: Einerseits den weiteren Ausbau unserer globalen Führungsposition, und andererseits den Fokus auf die kontinuierliche Verbesserung von Service und Bestellerlebnis."


Finanzielle Entwicklung des Konzerns:

- Starker Anstieg des Umsatzes im ersten Halbjahr 2017 um 66% auf 246,5 Mio. EUR (like-for-like Halbjahr 2016: 148,9 Mio. EUR)

- Wachstum in allen Regionen mit Umsatzzuwächsen in Europa um 36%, im Mittleren Osten und Nordafrika (MENA) um 86%, in Asien um 91% und in Amerika um 117% (jeweils auf like-for-like Basis)

- EBITDA-Marge auf -18% verbessert (von -47% H1 2016, like-for-like)


Operative Highlights:

- Bestellungen steigen auf 131,8 Mio. in H1 2017 (H1 2016:89,4 Mio.), ein Anstieg von 47% auf like-for-like Basis

- Brutto-Warenvolumen (GMV) steigt um 51% auf like-for-like Basis. Delivery Hero verarbeitet Bestellungen mit einem GMV von insgesamt 1.752 Mio. EUR (H1 2016: 1.164 Mio. EUR)

- Verbesserte Kundenerfahrung durch erfolgreiches Roll-out des eigenen Lieferdienstes in MENA und Amerika (Q2 und Q3 2017)

- Einführung einer Cross-Listing-Strategie für Restaurants mit gehobenem Anspruch

- Erfolgreicher Start einer strategischen Partnerschaft mit AmRest, dem größten börsennotierten Restaurantbetreiber Mitteleuropas

- Übernahme von Carriage, einem schnell wachsenden Plattform für Essensbestellungen mit Sitz in Kuwait und operativer Tätigkeit in den Ländern der Golfregion¹

- Übernahme der restlichen Anteile an Foodfly, einem koreanischen Marktplatz für Essenslieferungen mit eigenem Lieferservice

- Im Anschluss an die Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses hat Delivery Hero eine Vereinbarung geschlossen um Appetito24 zu übernehmen, um so den führenden Marktplatz für Essensbestellungen in Panama zu schaffen

¹Ein indirektes Investment über Rechtseinheiten im GCC-Raum


Ausblick

- Delivery Hero erwartet für das Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse zwischen EUR 530 und 540 Mio.

- Delivery Hero erwartet für 2017 eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen -15% und -17%.

- Delivery Hero bleibt bei dem Ziel 2018 auf Konzernebene ein ausgeglichenes bereinigtes EBITDA (break-even) zu erreichen, und 2019 ein positives bereinigtes EBITDA zu erzielen.


Halbjahresbericht des Konzerns

Eine Übersicht der wichtigsten Leistungsindikatoren finden Sie im dieser Mitteilung beigefügten PDF-Dokument (Download-Link weiter unten).

Der vollständige Halbjahresbericht 2017 von Delivery Hero ist auf der Investor Relations-Website abrufbar: https://ir.deliveryhero.com/websites/delivery/...nancial-reports.html





Über Delivery Hero
Delivery Hero ist der weltweit führende Online-Marktplatz für Essensbestellung und -lieferung mit führenden Marktpositionen in Bezug auf Anzahl der Restaurants, aktiver Nutzer und Bestellungen in mehr Ländern als irgendeiner seiner Konkurrenten. Delivery Hero bietet seine Dienste über Online- und mobile Plattformen in mehr als 40 Ländern in Europa, dem Nahen Osten & Nordafrika (MENA), Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region an. Delivery Hero betreibt zudem seinen eigenen Logistikdienst, hauptsächlich in mehr als 60 dichtbesiedelten Stadtgebieten weltweit. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter sowie mehrere tausend angestellte Fahrer. Weitere Informationen unter www.deliveryhero.com.
WKN: A2E4K4; ISIN: DE000A2E4K43.



Medienanfragen
Bodo v. Braunmühl,
Head of Corporate Communications,
bodo.braunmuehl@deliveryhero.com



 
26.09.17 07:39 #161 Krasses Wachstum
Marge richtig schön verbessert. Nächstes Jahr Break Even läuft. Mal sehen wie es vom Markt aufgenommen wird.  
26.09.17 08:01 #162 Sieht ja richtig gut aus
Sowas muss doch mal gut vom Markt aufgenommen werden  
26.09.17 08:08 #163 Der Kurs ist seit ipo
Ja gut gestiegen. daher schwer einzuschätzen, was hier fair ist. Über ipo preis aufjedenfall. Ne Jd.com  wächst etwas weniger und schreibt auch dauernd Verluste wegen Investitionen und steigt...  
26.09.17 09:02 #164 Umsatzwachstum eher etwas unter meinen
Erwartungen, aber bei der Profitabilität kommt man offenbar schneller voran als ich dachte. Ich denke das Ziel 2018 den break even auf Jahresbasis zu erreichen, ist realistisch. 2019 sollte man dann über 1 Mrd € Umsatz bei deutlich positivem Ebitda machen.
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the harder we fight the higher the wall
26.09.17 09:17 #165 @Katjucha
Sehe ich genauso.
Hatte mit gut 250 Millionen Umsatz gerechnet aber auch mit noch -2x% EBITDA Marge.

Ich finde die Entwicklung echt gut. Ein Kompromiss aus Wachstum und schneller Profitabilität.

Gehe von Umsätzen zwischen 540-560 Millionen für dieses Jahr aus und 2019 könnte dann tatsächlich die 1 Milliarde schon geknackt werden inkl. nachhaltiger Profitabilität.
 
27.09.17 10:31 #166 Analyse 1. HJ 2017
Alle folgende Daten wurden dem Halbjahresbericht H1 2017 entnommen:

DH wird nach der Kennzahl eines angepassten EBITDAs gesteuert.
Dies kann DH natürlich auch halten wie es will und dafür gibt es auch keine Vorschriften, denn bei dieser Kennzahl handelt es sich lediglich um eine interne Steuerungsgrösse. Die Relevanz solcher Kennzahlen nach aussen darf aber in Zweifel gestellt werden.
Zu Zeiten des neuen Marktes gab es auch „Ergebniskennzahlen“, die sich immer weiter vom tatsächlichen Unternehmensergebnis abkoppelten. Eine der Kreationen war EBIDTAM, wo auch noch Marketingaufwand herausgerechnet wurde, damit das Ergebnis nicht ganz so unfreundlich aussah.

Das von DH in den entsprechenden Veranstaltungen präsentierte Ergebnis betrug für das erste Halbjahr 2017 mithin -45,3 Mio. Geht ja eigentlich, so denkt man…

Ich habe mir deshalb einmal die Mühe gemacht, etwas tiefer in den Halbjahresabschluss einzusteigen:

1. Ergebnis:
Die Umsätze betrugen 253,2 Mio. nach 130 Mio. im Vorjahreszeitraum, was einer Steigerung von 95% entspricht.
Operativ werden -134,5 Mio. ausgewiesen (nach -90, 6) und nach Zinsen, Steuern und Währungseffekten ein „total comprehensive loss“ von 265 Mio. (!)
Das bedeutet, dass der Verlust im ersten Halbjahr 2017 höher war als der Umsatz.

2. Cash Flow:
Die Cash Flow-Betrachtung ist deswegen wichtig, weil man daran sehen kann, wie viel Geld tatsächlich gewonnen oder verloren wurde. Und Cash ist „unbestechlich“.
Operativ wurden 79 Mio. „verbrannt“
Durch Investitionen (im Wesentlichen Zukäufe von Unternehmen) flossen weitere 89,2 Mio. ab
Über den Börsengang und Darlehen inklusive Tilgungen flossen in Summe 248,2 Mio. zu
Insgesamt stehen am Ende des Halbjahres 80 Mio. mehr an Cash zur Verfügung. Damit beläuft sich der gesamte Cashbestand auf 305,2 Mio.

Welche Schlüsse darf man also jetzt aus den Zahlen ziehen?

- DH macht mehr Verlust als Umsatz
- DH verbrennt (sofern die Investitionen keine Cash-Rückflüsse erzeugen) pro Halbjahr Cash in der Grössenordnung von 170 Mio. Geht das in dem Tempo weiter, ist in spätestens zwei Jahren eine Kapitalerhöhung fällig.

Delivery Hero: Strong Sell!
 
27.09.17 11:00 #167 Kleine Korrektur
Die 170 Mio. Euro, die verloren gingen, beziehen sich ja nur auf ein Halbjahr. Bei diesem Tempo der Geldvernichtung muss also in EINEM Jahr eine Kapitalerhöhung her.  
27.09.17 11:36 #168 erzählst du aber absichtlich nur die halbeWahrh.
insbesondere hinsichtlich deiner Aussage, man würde in einem Jahr eine Kapitalerhöhung benötigen, denn es gibt mehrere Punkte, die du nicht bedenkst oder absichtlich weglässt.

a) Umsatzwachstum
b) Zukäufe
c) Kreditfähigkeit
d) Zinsergebnis


Erstens wird DH nicht jedes halbe Jahr Zukäufe im Bereich 82 Mio € vollziehen. Zweitens gehst du bei der Kostenstruktur von unverändertem Umsatz aus. Da DH nächstes Jahr beim Ebitda den BreaEven erreichen will, kannst du davon ausgehen, dass sich dementsprechend auch der operative Cashflow der Nullinie annähert. Denn dafür ist eben das Ebitda recht praktisch. Es sagt eher etwas über den CF aus als der Überschuss. Drittens dürfte DH kreditfähig sein und daher eine Kapitalerhöhung in den nächsten 12-18 Monaten nicht nötig sein.
Allerdings komm ich dir für den Fall entgegen, dass DH nicht Ende 2018 die Gewinnzone beim Ebitda erreicht. Für den Fall wird es nicht so einfach Fremdkapital zu erhalten. Letztlich ist alles ein Frage des Wachstums. Wenn DH in 2018 einen Umsatz im Bereich 750-780 Mio € und in 2019 die 1 Mrd € knackt, wird man 2019 einen positiven OCF ausweisen können und beim FCF auch in der Nähe des Breaeven sein, es sei denn man wächst weiter durch Übernahmen. ...
Viertens dürfte sich das Zinsergebnis deutlich verbessern, nachdem die Darlehen zurückgeführt werden konnten. Wobei ich das nicht überbewerte, da man ja wie angesprochen neue Kredite aufnehmen könnte, um das Wachstum weiter zu forcieren.

ps: was du übrigens auch nicht bedenkst, ist die breite Aufstellung des Unternehmens. DH könnte irgendwann entscheiden, profitable Töchter, die es jetzt schon gibt, weiter zu stärken und unprofitable Töchter zu verkaufen.
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the harder we fight the higher the wall
27.09.17 11:41 #169 Alternative Fakten
Was ich aufgeschrieben habe ist der IST-Stand.
Wenn sich alles bessert, dann verbessert sich selbstverständlich auch die Ertragslage des Unternehmens und vielleicht ist dann der Verlust irgendwann sogar geringer als der Umsatz...

Interessant in dem Zusammenhang: Das Top-Management hat für sich ein Aktienprogramm in Höhe von 96 Mio. Euro rückstellen lassen.  
27.09.17 12:47 #170 sag ich ja
Da sind wir uns ja einig, dass du vom IST-Stand redest. Genau das war der Kern meiner Aussage.

Eine "Aktienprogramm" wie du es bezeichnest, gibt es bei fast jedem börsennotierten Unternehmen. Das nennt man Vorratsbeschluss. Ich habe eine KE auch nicht ausgeschlossen, halte es aber auf Basis deiner Aussagen nicht für zwingend.

Was sagst du denn konkret zu meinen vier genannten Punkten? Erwartest du kein Umsatzwachstum, keine Zinseinsparungen? Hälst du die Kreditfähigkeit für nicht gegeben? Und glaubst du wieder an Zukäufe von 82 Mio pro Halbjahr?
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27.09.17 13:52 #171 Löschung

Moderation
Moderator: ncl
Zeitpunkt: 28.09.17 13:55
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Spam

 

 
28.09.17 13:01 #172 Was ich nicht verstehen werde...
...warum Analysten ein Kursziel unterhalb des aktuellen Tagekurses ansetzen und die Aktie trotzdem mit "BUY" ausrufen.
(zuletzt Goldman und Kepler)

Was soll das?  
28.09.17 15:38 #173 Weiss das jemand?
Auf Seite drei des Finanzberichts (den offenbar auch Biergott studiert hatte), ist von Group revenues von 246,5 Mio. die Rede.

Ansonsten (z.B. auf den Seiten 11+13 des Berichts) werden 253,2 Mio. als Group revenues genannt.

Kann jemand sagen, wo die Differenz herkommt? (in der Spalte steht auch nicht der "like-for-like"-Hinweis, mit dem ansonsten ein Schleier über die Zahlen gelegt wird)

Wäre nett wenn uns jemand aufschlauen kann. Danke!  
08.10.17 15:02 #174 Aus Kundensicht...
...habe ich die Aktie jetzt verkauft (siehe auch mein Investor Depot hier). Am Tag der deutschen Einheit fast 2 Stunden aufs Essen gewartet weil die App nicht ging. 5 Euro Gutschein bekommen.

Die Bewertungen sind fake wer bezahlt gewinnt.

Nach den Aktien kicke ich jetzt auch noch die App.  
12.10.17 09:19 #175 Verkauf britisches Geschäft
Delivery Hero: Die Regulierungsbehörde CMA hat den Verkauf des britischen Geschäfts an Just Eat plc vorläufig genehmigt. Eine endgültige Entscheidung soll im November 2017 getroffen werden.

vor 16 Min

Just-Eat PLC8,420 €+7,85%

Delivery Hero AG35,875 €+0,36%  
12.10.17 09:54 #176 Der Tesla Effekt?
Egal, wie schlecht die Nachrichten auch sein mögen: die Aktie steigt und steigt.

Just Eat steigt aufgrund dieser Nachricht. Das kann ich insoweit verstehen, als nun ein Wettbewerber verschwindet und Just Eat weniger Preisdruck verspüren wird.
Für Delivery Hero hätte UK aber ein aussichtsreicher Zukunftsmarkt werden können, dieser wird nun aufgegeben. Die Aktie steigt trotzdem.

Betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen scheinen hier -ähnlich wie bei Tesla- bei der Bewertung der Unternehmen keine Rolle mehr zu spielen.
Hier bei einem Unternehmen, dessen Verlust zuletzt höher war als der Umsatz.

Kopfschüttel...  
12.10.17 10:35 #177 vieleicht weil UK bald evtl. nicht mehr
in Eu ist. Entwicklung des Pfundes somit risikoreicher wein ungewiser. wenn zudem der Verkaufspreis stimmt. Warum dann nicht?  
12.10.17 10:45 #178 Chaeka, ich sag es doch schon seit langem
DH wird in einigen Ländern, wo man keine Chance hatte, Marktführer zu sein und zu viele Risiken daher bestehen, sein Geschäft verkaufen. Das wird nicht auf UK beschränkt bleiben. Nur kommt bei UK das Währungsrisiko noch hinzu.

Für DH ist es daher eine gute Nachricht, sich von unprofitablen Regionen mit geringeren Erfolgschancen zu verabschieden. Wenn der Preis dann auch noch stimmt, hat DH wieder mehr Kohle, um dort weiter zu investieren, wo man das eigene Geschäft zur Martführerschaft mit sehr guten Margen ausbauen kann.

Du solltest deine Puts endlich verkaufen, bevor sie komplett bei Null stehen!
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12.10.17 10:49 #179 Tja, das könnte natürlich sein...
...allerdings wurde bei DH doch bisher jeder Eintritt in eine noch so unattraktive Region ebenfalls frenetisch bejubelt und alles am zusätzlichen Umsatz festgemacht. Mit Ertrag oder gar Gewinn hat bei DH noch nie jemand argumentiert, denn dann müsste man ohnehin sofort verkaufen.

Im Nachhinein gibt es halt immer etwas, an dem man eine Entwicklung festmachen kann, wenn man will.
Mein Lieblingsbeispiel ist Lufthansa. Als die Aktie letztes Jahr bei 9 stand, wurden Kursziele von 7 ausgerufen. Mit schlauen Begründungen. Heute steht die Aktie bei 25 und jeder hat's gewusst und hat wieder schlaue Begründungen.  
12.10.17 10:57 #180 Das ist Unsinn
DH ist bereits in einzelnen Regionen profitabel.

Und DH wird das nicht nur in Regionen sondern auch Segmenten und auf Konzernbasis relativ zügig schaffen, wenn man denn will. Du verkennst meiner Meinung nach immer noch das Geschäftsmodell. DH ist kein reiner Essenleferant wie bei der Tochter foodora, sondern man ist vor allem Dienstleister mit Lieferheld etc, die ab bestimmten Umsätzen sehr hohe Margen erzielen können.

Wieso erwähnst du ausgerechnet Lufthansa? Gerade diese Aktie zeigt doch, dass die Skepsis am Markt lange Zeit unbegründet war. Bei DH ist die Skepsis auch sehr hoch. Vielleicht steigt sie ja deshalb.  
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12.10.17 11:42 #181 Profitabel?
Bei der Profitabilität kommt es halt immer auf die Ebene der Gewinnermittlung an. In Beitrag 166 habe ich die letzten Zahlen ja einmal dargestellt.

Vielleicht habe ich das Geschäftsmodell ja wirklich nicht verstanden?
Was macht denn Lieferheld anderes als foodora? Ich dachte, beide Unternehmen haben Apps mit denen bei Restaurants Essen bestellt werden kann, das dann von "Kurieren" der Unternehmen zum Kunden gebracht wird. Für mich ist das tatsächlich eins. Stimmt das nicht?  
12.10.17 15:44 #182 Das wurde dir ja schon mehrfach versucht zu
erklären, unter anderem von hyxx23 vor ein paar Tagen.

Du liest halt den Finanzbericht sehr selektiv, nur nach den Dingen, die deine Meinung bestätigen. Sprich, du suchst nach den hohen Nettoverlusten und fühlst dich dann bestätigt. Du gehst aber nicht ins Detail.

Die Details sind

1. foodora vermittelt über die DH-Zentrale in Berlin Kurierfahrer und schickt diese dann auch zu den Kunden. Die Umsätze findest du im Segmentbericht unter "Lieferdienstleistungen". Lieferheld hingegen ist eine Vermittlungsplattform für die Bestellungen, für die man eine Provision erhält, so zwischen 10-15%. Diese Dienstleistungen findest du unter "Provisionen". Du wirst feststellen, dieser Bereich ist wesentlich größer als der Bereich Lieferdienstleistungen und vor allem potenziell margenstärker, gerade dann wenn die Umsätze weiter steigen. Vereinfacht gesagt, ist foodora ein Kurierdienst/Lieferservice, während Lieferheld eine Onlineplattform ist, die nur eine Vermittlungsprovision generiert.

2. Was du jedes Mal nicht zur Kenntnis nehmen willst, sind die globalen Unterschiede. Die Region Europa wächst beispielsweise im Konzern verhältnismäßig langsam, Möglicherweise hat man deshalb auch das Geschäft in Großbritanien jetzt verkauft, insbesondere wenn man dort hohe Verluste schreibt und das Währungsrisiko nicht kalkulieren kann oder will. Die Regionen MENA (90%), Amerika (über 100%) und Asien (über 200%) wachsen aber sehr stark (teilweise allerdings anorganisch), und in einigen der dortigen Länder ist man schon profitabel und Marktführer. Das bedeutet dann insgesamt auch, dass DH schon allein deshalb sein Ziel erreichen kann nächstes Jahr profitabel beim Ebitda zu sein, weil man unprofitable Segmente verkauft und durch das Wachstum in anderen Segmenten und Regionen schneller auf annehmbare Konzernmargen kommt. In der MENA Region arbeitet man jetzt bereits mit einer Ebitda-Marge von 25%. Falls GB in Europa der größte Verlustbringer war und man das Geld aus dem Verkauf für Marketing in anderen europäischen Ländern einsetzt und dort zum Marktführer wird, könnte man auch in Europa 2019 Gewinne machen.

3. DH hat eine Nettocashposition von über 200 Mio €. Das Geld dürfte bis Ende 2018 reichen. Wenn man dann 2019 ein positives Ebitda hinlegt, wird auch der Cashflow entsprechend positiv sein, so dass man keine neuerlichen liquiden Mittel mehr braucht. Und kleinere Finanzmittel könnte man dann auch immernoch über Kredite finanzieren.  
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12.10.17 16:16 #183 @Katjuscha
1. Danke, das war erhellend.
2. In der Tat ist es manchmal schwierig, den entsprechenden Horizont für die internationalen Märkte zu bekommen. Auch wenn man öfters im Ausland ist.
 
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