IPO Delivery Hero AG

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eröffnet am: 20.06.17 10:29 von: biergott Anzahl Beiträge: 270
neuester Beitrag: 14.11.18 01:15 von: Stratego09 Leser gesamt: 61252
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20.06.17 10:29 #1 IPO Delivery Hero AG
Die größte Beteiligung von Rocket Internet geht an die Börse. Die Börsenbewertung übertrifft an der oberen Range des Bookbildung mit rund 4,4 Mrd. deutlich die bisherigen Erwartungen von 3-3,5 Mrd. Euro. Und der vorbörsliche Start sieht sehr gut aus: Zeichnung zwischen 22-25,50 Euro, über Tradegate aktuell 27,40 Euro. Das lässt auf einen erfolgreichen Börsengang mit nem schönen Zeichnungsgewinn hoffen. Und macht die bei Rocket verbleibenden Aktien noch attraktiver.  
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244 Postings ausgeblendet.
26.07.18 20:20 #246 Goldman hebt Ziel für Delivery Hero auf 55 E.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Delivery Hero vor den am 2. August erwarteten Zahlen von 45 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das über dem Sektordurchschnitt liegende Wachstum bei den Bestellungen dürfte sich fortgesetzt haben, schrieb Analyst Rob Joyce in einer am Donnerstag vorliegenden Studie zu europäischen Essenslieferanten. Der heftigste Gegenwind im abgelaufenen Quartal dürfte auf Wechselkursveränderungen zurückgehen. Sein Kursziel habe er vor allem angehoben, da er den Bewertungszeitraum weiter in die Zukunft verschoben habe./ck/zb Datum der Analyse: 26.07.2018 Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

AFA0091 2018-07-26/13:18  
30.07.18 18:00 #247 Absturz
Wieso gehts auf einmal steil bergab... hab ich was verpasst?  
30.07.18 21:53 #248 ? Absturz ?
Die Aktie steht höher als vor 10 Tagen - das ist doch kein Absturz.
Viele Techwerte korrigieren gerade - DH hat sich gut gehalten. Die jetztige Korrektur ist gesund und tut gut.
Erst mit Zahlen am 02.08. kann es wieder zur Gegenbewegung kommen.  

Angehängte Grafik:
dh_10_tage_vergleich.jpg (verkleinert auf 91%) vergrößern
dh_10_tage_vergleich.jpg
02.08.18 08:02 #249 Zahlen sind da
Umsatz gut , aber die machen nur Umsatz habe ich das Gefühl .  Operative Gewinnschwelle in Q4 und auch in 2019 noicht erreichbar und EBITDA MARGE  - 15% .  
Aktie fast auf ALL  TIME HIGH . Das riecht nach Gewinnmitnahmen glaube ich.  

Bewertung:

02.08.18 08:07 #250 die wollten
doch schon in Q4 2018 schwarze Zahlen schreiben . Alles gestrichen  und das größte: Sogar für 2019 nur Verluste  . Ein Witz . Marktkapitalisierung  über 9 Mrd. EUro .  
Manche Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen  

Bewertung:

02.08.18 15:27 #251 Re
Auch diese Korrektur erschreckt mich nicht wirklich.
DH hat gute Zahlen geliefert. Umsatzsteigerung für mich beachtlich. Daß Gewinnmitnahmen bei den kurz gelesenen Nachrichten erfolgen...normal und sogar gut.
Ich persönlich bleibe mit dem schon erähnten Kaufkurs von 27 Euro onboard.
Vorneweg ich bin wie schon gesagt kein Börsenprofi. Und ich kann mit meinen 100 Stück schon garnicht einen Kurs beeinflussen. Und das ist das schöne an dieser Aktie.Man kann diskutieren und keiner hier kann den Kurs beeinflussen.
Mein Posting hier ist rein von Instinkt geleitet.
Meine Meinung ist: DH hat starken Umsatzplus gemeldet aber gleichzeitig betont dass die Gewinnschwelle durch Neuinvestitionen nicht wie geplant erreicht wird. Dadurch verkaufen Leute,die zu Einstiegspreisen um 40 Euro gekauft haben.
Das bietet aber Investoren eine neue Einstiegschance.
Ich persönlich halte es für sehr vernünftig bei diesem Umsatzzuwachs weiter zu investieren und den Gewinn hinten anzustellen.
Vielleicht entsteht hier etwas Großes.
Wenn nicht...Pech gehabt:-)  
21.08.18 08:04 #252 Delivery Hero, Just Eat u. Takeaway - im Ve.
Guter Artikel im Handelsblatt  
21.08.18 08:07 #253 Delivery Hero, Just Eat u. Takeaway - im Ve.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/...gleich/22931634.html

Delivery Hero, Just Eat u. Takeaway - im Vergleich

Delivery Hero, Just Eat und Takeaway.com gehen unterschiedlich hohe Risiken ein, um ihre Marktmacht zu stärken. So schätzen Analysten das Kurspotenzial der Aktien ein.

Die Ankündigung traf die Anleger Anfang des Monats unvorbereitet: Zu den Halbjahreszahlen nahm der Chef des Essenslieferkonzerns Delivery Hero, Niklas Östberg, kurzerhand das vor einem Jahr zum Börsengang gegebene Versprechen zurück, 2019 operativ (Ebitda) profitabel zu arbeiten. Stattdessen werde Delivery Hero zusätzlich investieren, hieß es nun. Ein neues Datum für das Ziel, profitabel zu werden, nannte Östberg nicht. Seitdem bröckelt der Aktienkurs, der noch kurz vorher einen Höchststand erreicht hatte.

Im Vergleich mit den börsennotierten Konkurrenten im jungen Markt der Online-Lieferdienste, Just Eat aus London und Takeaway.com aus Amsterdam, sind die Berliner am weitesten von der Gewinnschwelle entfernt. Just Eat ist bereits profitabel, die Niederländer trennt nicht viel vom Gewinn. Dafür wachsen die Berliner am stärksten. Das tröstet die Analysten über die angekündigten Verluste hinweg - allerdings unterschiedlich stark. Alle verbindet die Hoffnung, dass die Branche ihre besten Zeiten noch vor sich hat.

Die Dienste haben ihren Ursprung als Plattform, auf der bestehende Essenslieferdienste wie Pizzataxis ihren Service im Internet anbieten können. Seit einiger Zeit beschäftigen sie zudem eigene Lieferanten, meist auf dem Fahrrad. Das Geschäft wächst, indem so potenziell jedes Restaurant ausliefern kann. Die Lieferdienste bekommen dafür eine Gebühr.

Der Markt ist heiß umkämpft, weil die Marktführerschaft gute Renditen verspricht, Zweit- oder Drittplatzierte aber mit hohen Kosten rechnen müssen. Für Anleger ist das Rennen also eine recht riskante Wette mit hohem Gewinnpotenzial.

Überrascht waren alle Analysten, die Delivery Hero beobachten, von den angekündigten Mehrinvestitionen von 80 Millionen Euro im laufenden und 160 Millionen Euro im kommenden Jahr - zumal Chef Östberg das Geld nicht etwa in Zukäufe steckt, sondern mehr oder weniger ins laufende Geschäft. So will er in Schwellenländern die Liefergebühren senken oder gleich ganz abschaffen. Zudem stellt er mehr Geld fürs Marketing bereit - vor allem in Deutschland.

Eine Abwehrmaßnahme: Der niederländische Konkurrent Takeaway.com gibt 2018 geschätzte 80 Millionen Euro für Werbung für seine deutsche Marke Lieferando aus, Delivery Hero aber vor der Anpassung nur 50 Millionen. Zugleich verlässt Delivery Hero sogar mehrere Länder, kann also eigentlich seine Ausgaben gezielter einsetzen.

Lohnen ...  
21.08.18 08:08 #254 Delivery Hero, Just Eat u. Takeaway - Handel.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/...gleich/22931634.html

Delivery Hero, Just Eat und Takeaway.com gehen unterschiedlich hohe Risiken ein, um ihre Marktmacht zu stärken. So schätzen Analysten das Kurspotenzial der Aktien ein.

Die Ankündigung traf die Anleger Anfang des Monats unvorbereitet: Zu den Halbjahreszahlen nahm der Chef des Essenslieferkonzerns Delivery Hero, Niklas Östberg, kurzerhand das vor einem Jahr zum Börsengang gegebene Versprechen zurück, 2019 operativ (Ebitda) profitabel zu arbeiten. Stattdessen werde Delivery Hero zusätzlich investieren, hieß es nun. Ein neues Datum für das Ziel, profitabel zu werden, nannte Östberg nicht. Seitdem bröckelt der Aktienkurs, der noch kurz vorher einen Höchststand erreicht hatte.

Im Vergleich mit den börsennotierten Konkurrenten im jungen Markt der Online-Lieferdienste, Just Eat aus London und Takeaway.com aus Amsterdam, sind die Berliner am weitesten von der Gewinnschwelle entfernt. Just Eat ist bereits profitabel, die Niederländer trennt nicht viel vom Gewinn. Dafür wachsen die Berliner am stärksten. Das tröstet die Analysten über die angekündigten Verluste hinweg - allerdings unterschiedlich stark. Alle verbindet die Hoffnung, dass die Branche ihre besten Zeiten noch vor sich hat.

Die Dienste haben ihren Ursprung als Plattform, auf der bestehende Essenslieferdienste wie Pizzataxis ihren Service im Internet anbieten können. Seit einiger Zeit beschäftigen sie zudem eigene Lieferanten, meist auf dem Fahrrad. Das Geschäft wächst, indem so potenziell jedes Restaurant ausliefern kann. Die Lieferdienste bekommen dafür eine Gebühr.

Der Markt ist heiß umkämpft, weil die Marktführerschaft gute Renditen verspricht, Zweit- oder Drittplatzierte aber mit hohen Kosten rechnen müssen. Für Anleger ist das Rennen also eine recht riskante Wette mit hohem Gewinnpotenzial.

Überrascht waren alle Analysten, die Delivery Hero beobachten, von den angekündigten Mehrinvestitionen von 80 Millionen Euro im laufenden und 160 Millionen Euro im kommenden Jahr - zumal Chef Östberg das Geld nicht etwa in Zukäufe steckt, sondern mehr oder weniger ins laufende Geschäft. So will er in Schwellenländern die Liefergebühren senken oder gleich ganz abschaffen. Zudem stellt er mehr Geld fürs Marketing bereit - vor allem in Deutschland.

Eine Abwehrmaßnahme: Der niederländische Konkurrent Takeaway.com gibt 2018 geschätzte 80 Millionen Euro für Werbung für seine deutsche Marke Lieferando aus, Delivery Hero aber vor der Anpassung nur 50 Millionen. Zugleich verlässt Delivery Hero sogar mehrere Länder, kann also eigentlich seine Ausgaben gezielter einsetzen.  
28.08.18 14:16 #255 FOODARA mit siginfikanten Probelmen in Aus.
Aktie von DH heute ggf. auch im Minus wegen Berichten aus Australien:

Der Rückzug von DH aus Australien mit der Marke FOODORA erfolgt wohl nicht ganz freiwillig:

- Fahrer werden dort als scheinselbständig eingesuft - dadurch ist es zu hohen Steuerforderungen gekommen
- die Gewerkschaften spielen eine große Rolle

FOODARA wird dort das Geschäft abwickeln - und die Forderunden nicht bedienen.
Wollen wir hoffen, dass das nicht auf anderen Länder überschwappt.

https://www.smh.com.au/business/workplace/...&utm_source=rss_feed

http://www.abc.net.au/news/2018-08-28/...livery-food-company/10172650
 
13.09.18 12:52 #256 Neue Kursziele
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Delivery Hero nach endgültigen Geschäftszahlen von 61 auf 56 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Analyst Marcus Diebel ist in einer am Donnerstag vorliegenden Studie fest davon überzeugt, dass der Kursrückschlag in Reaktion auf den Zwischenbericht eine gute Kaufchance bietet. Die schwächere Marge und Währungsbelastungen hält er für weniger relevant, solange das Umsatzwachstum des Essenslieferanten stark bleibe./ag/bek

Datum der Analyse: 13.09.2018

Goldman Sachs liegt bei 55 €:

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Delivery Hero nach endgültigen Zahlen zum ersten Halbjahr auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Der Essenslieferant habe die bereits veröffentlichten Eckdaten und seinen Ausblick bestätigt, schrieb Analyst Rob Joyce in einer ersten Reaktion am Donnerstag./ag/zb  
01.10.18 11:46 #258 na ja, die Analyse von lynx ist halt sehr, seh.
oberflächlich, da er die regionalen Unterschiede nicht betrachtet. DH ist weit breiter (aber in den einzelnen Märkten) kleiner aufgestellt als die Peer. In einzelnen Regionen ist auch DH bereits profitabel, aber die großen 3-4 Unternehmen der Branche teilen sich das weltweit ganz gut auf, was aber eben auch bedeutet, dass einzelne Unternehmen mit Fokus auf 1-2 Ländern schon profitabel sein können, während DH hier eine breitere Strategie fährt. In dem Zusammenhang ist der Fokus auf die aktuelle Konzernmarge schlichtweg unsinnig.  
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the harder we fight the higher the wall
12.10.18 09:46 #259 Lynx-Analyse vom 14.09.2018
Nach meinem Desaster mit dem Put, der mir in 06/18 einen Totalverlust bescherte, verlor ich eine Weile die Lust diesen Titekl zu verfolgen. Umso erstaunter bin ich, dass die Analyse von Lynx sehr genau meiner Analyse entspricht, die ich zum Abschluss ein Jahr zuvor am 27.09. hier in diesem Forum veröffentlichte.

Neue Unternehmen dürfen am Anfang natürlich unprofitabel sein. Aber es braucht eine Perspektive. Und zumindest im operativen Bereich muss es geschafft werden, innerhalb einer Anlaufzeit in den positiven Bereich zu kommen.

All das schafft DH nicht. Weder operativ profitabel, noch eine Perspektive. Umsatz ohne Ende, aber jeder zusätzliche Umsatz führt zu zusätzlichem Verlust. Das bedeutet, dass nicht einmal positive Deckungsbeiträge erzielt werden können. Mit anderen Worten: Die variablen Kosten sind höher als die Erlöse.
Das ist verheerend und führt andere Unternehmen in die Pleite (die Unternehmen, die ohne Perspektive ständig Aktienkapital einsammeln können).

Aus fundamentaler Sicht bleibt die Aktie damit absurd überbewertet. Ich teile voll die Meinung von Lynx. Von Charttechnik halte ich nichts, weil damit immer nur die Vergangenheit erklärt wird.

Mein Kursziel bleibt bei 24 Euro. Puts kaufe ich trotzdem nicht mehr, weil ich zwar häufig richtig liege, aber nicht immer zum gewünschten Zeitpunkt.

Merke: Die Börse kann länger irrational sein als du liquide.  
12.10.18 10:21 #260 Chaeka, wie lang muss die "Anlaufzeit" denn s.
Fakt ist doch, DH ist in einzelnen Ländern bereits hochprofitabel. In anderen Ländern versucht man die Markstellung durch hohe Investitionen auszubauen, um dort dann ebenfalls hochprofitabel zu werden, sobald man Marktführerschaft erreicht hat oder zumindest einer friedlichen Koexistenz zu einem anderen Anbieter auskommt. Klappt es nicht, verkauft man in einzelnen Ländern das Geschäft bzw. schließt es.
Jedenfalls ist es so generell schlichtweg nicht wahr, dass DH nicht in den psoitiven Bereich kommt bzw. gekommen ist. Das ist auf Konzernebene sicherlich noch so, aber wer bestimmt denn, wie lange diese Anlauffzeit sein muss? Für so ein Unternehmen geht es nach wie vor darum Marktanteile zu gewinnen. Das ist die oberste Priorität.

Nicht desto trotz empfand ich DH oberhalb 40 € auch immer als überbewertet. Ich geh davon aus, dass RocketInternet auf 5,1% abgebaut hat. Sie hatten ja schon mitgeteilt, dass sie in den letzten Monaten über die Börse von über 8% auf knapp 6% abbauten. Die restlichen 5% könnte man wiedr als Paket an Naspers etc. verkaufen. Vielleicht gibt's ja auch die Komplettübernahme durch Naspers. Würde mich nicht wundern. Kurs bei 35 € über einige Monate halten und dann 42-45 € bieten. Sollte erfolgreich sein.
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the harder we fight the higher the wall
12.10.18 10:53 #261 Einen Schritt zurück
Du hast mir doch damals erklärt, dass es im Grunde zwei Geschäftsfelder gibt:

1. Eine Computerplattform (App), die ja fertig entwickelt ist, kaum Kosten hat und Grenzkosten von Null. Dieser Plattform schliessen sich Restaurants an und verkaufen darüber ihr Essen.
Das halte ich auch für profitabel und grundsätzlich für eine gute Idee, an der es nichts auszusetzen gibt.

2. Lieferdienste
ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man mit Lieferdiensten nur wenig oder kein Geld verdienen kann. Dafür ist man auf zu wenige innerstädtische Gebiete festgelegt und die Personal- und die Sachkosten sind zu hoch. Vom Wettbewerb, der auf die Margen drückt,  ganz zu schweigen.


Wenn es stimmt, dass, wie du sagst, DH in eineigen Ländern "hochprofitabel" ist, dann kann das doch nur über die o.g. Plattform funktionieren, oder?
Dann muss aber auch ein operativer Gewinn her. Und die unattraktiven Lieferdienste abgeschafft.

Im Übrigen haben die meisten von euch in diesem Thread vor einem Jahr damit gerechnet, dass in 2018 der break-even erreicht wird. Und davon ist man ja wohl meilenweit entfernt.

Was also ist mein Denkfehler?  
14.10.18 23:18 #262 Dein Denkfehler scheint mir das Kursziel von 2.
zu sein. Wieso so hoch?  
15.10.18 13:42 #263 Chaecka
Ich hab es dir ähnlich erklärt. Ja, die beiden Geschäftsmodelle stimmen so in etwa, wobei Grenzkosten von Null wohl bei jedem Geschäftsmodell Utopie sind. Aber in etwa stimmt das schon.
Die Lieferdienste kannst du ja beurteilen wie du willst, aber man kann sie schlecht einfach abschaffen. Was willst du mit einer Plattform, die Essenlieferungen vermittelt, wenn das Essen niemand ausliefert?

Wieso es in einigen Ländern insgesamt profitabel ist, also logischerweise inklusive Lieferdiensten, dürfte meines Erachtens an höheren Umsätzen und bei möglicherweise niedrigeren Personalkosten liegen. Ab einer gewissen Masse bist du dann auch bei den Lieferdiensten zumindest am break even und kannst mit der hochmargigen Plattform den Gewinn im Unternehmen gesamt erzielen. In manchen Ländern mit hohen Kosten wirst du erstmal weiter investieren müssen, um über die Masse dann den break even zu erreichen. Du siehst ja am Konzernumsatz, dass DH vergleichsweise geringe Umsätze macht. Da der Markt aber weiteres Wachstum erwartet, kann er sich halt ausrechnen, ab welchen Umsätzen der break even erreicht wird. Investoren wie Naspers sind ja nicht blöd. Die werden sich schon genau anschauen, wie die Situation in den einzelnen Ländern aussieht, und ab wann dort Gewinne gemacht werden können.

Übrigens hab ich niemals geschrieben, dass ich DH kaufen würde. Hab ich auch nie getan. Mir war die Aktie auch immer zu teuer. Ich bin RI-Aktionär und kein DH-Aktionär, da RI das Risiko für mich besser streut. Ich hab lediglich davor gewarnt, hier bei DH unterhalb 30 € damals zu shorten und das Geschäftsmodell als solches anzuzweifeln, nach dem Motto, die werden ewig nur Verluste machen und ihre hohe MarketCap nie rechtfertigen. Das kann man schlichtweg nicht wissen, wenn man keinen genauen Einblick in die Bücher, die Bruttomargen und die darauf folgende Kostenstruktur der einzelnen Regionen hat. Rein charttechnisch betrachtet gabs aber öfter zwischendurch mal Kaufsignale als alte Hochs überwunden wurden. Hätte sich insofern mit Käufen sogar gelohnt, wenn man die Gewinne dann auch mitgenommen hat. Ich war wie gesagt nie dabei. Leider!
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the harder we fight the higher the wall
15.10.18 13:50 #264 und was deine Aussage angeht, hier hätten w.
2018 mit Gewinne gerechnet, stimmt das zumindest bei mir nicht.


Im Grunde hab ich dir alles zu Geschäftsmodell und Gewinnerwartung im Posting #182 schon mal beschrieben.

Ebitda-Breakeven habe ich damals Ende 2017 im Jahr 2019 erwartet. Nettogewinn dann logischerweise erst etwas später. Halte ich auch immer noch für machbar. DH kaufen würde ich deshalb aber trotzdem nicht, da man ja schon eine gute Marge im Jahr 2021/22 einpreist. Shorten würd ich aber schon deshalb nicht, weil ich mir eine Komplettübernahme durch Naspers vorstellen kann. Von Puts würde ich sowieso abraten, da der Zeitverlust zu heftig ist. Wer im Spätsommer nen Put gekauft hat, dürfte ja selbst dann fett im Minus sein, wenn der Aktienkurs seitwärts gelaufen wäre. Und er steht immer noch deutlich höher als damals.
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the harder we fight the higher the wall
07.11.18 08:26 #265 Umsatzprognose
erhöht ; ja gut aber Umsatz sagt nicht viel aus . Gewinn muss her . Gestern hat ZAlando auch Umsatzerwartung erhöht , machen aber nur Verluste .  

Bewertung:

07.11.18 16:10 #266 Habe
die Korrektur jetzt genutzt und eine 1. Posi gekauft. Habe noch was auf der 36€ und 35,5€ liegen, sollte das Gap doch noch geschlossen werden. Von den über 12% von heute morgen ist ja nicht mehr viel übrig geblieben, daher mein Kauf.  
07.11.18 16:42 #267 Robin, also Zalando wächst aber auch nicht m.
70%.

Bei DH scheinen die Regionen Europa und America das größte Problem zu sein. America wächst eher gering mit 15% und hat auf dem sehr geringen Umsatzniveau auch die schlechteste Marge. Könnte mir vorstellen, wenn man dort nicht durch Zukäufe wächst, stellt man dort das Geschäft ein. In Europa wächst man ganz ordentlich, aber die Kosten steigen (vermutlich durch Marketing) etwa gleich stark mit. Da geht es einfach um Verdrängung. Heiß umkämpftes Pflaster, aber das wird sich in 2-3 Jahren sicherlich geben, wenn jeder Konzern seine Marktstellung in den einzelnen europäischen Ländern erkämpft hat. Dann geh ich von sinkenden Aufwendungen und Gewinnen aus.

Sehr gut entwickelt sich weiter MENA mit hohem Wachstum deutlich positiven Ebitdas. Ist ja auch der größte Bereich von DH. Und auch Asien sieht gut aus. Da könnte man bei gleich bleibenden Wachstum dann 2019 die Gewinnzone erreichen.

Insgesamt wird man aber wohl erst 2020 beim Ebidtda und 2021 beim Nettoergebnis in die Gewinnzone kommen. Bei 45% bzw. 35% Wachstum in den nächsten zwei Jahren würde man 2020 auf 1,55 Mrd € Umsatz kommen. Ab dann sollte man ordentlich Geld verdienen. Interessant ist ja, dass man nur zu rund 15% der Bestellungen selbst ausliefert. Insofern müssten die Skaleneffekte eigentlich erheblich sein, ab einem gewissen Umsatzniveau.  
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the harder we fight the higher the wall
07.11.18 16:55 #268 "Totaler Schrott" die Aktie
Höchstverlustreichen Umsatz kann doch jeder machen.  Totalverlustgefahr in der nächsen Baisse, das das Produkt eigentlich fast niemand braucht und auf die Dummheit der Fahrer bzw. Gastronomen setzt.  
07.11.18 17:07 #269 wenn es niemand braucht, wieso machen es d.
sowohl die Gastronomen als auch die Endkunden?

Fakt ist, man hat etwa noch 650 Mio Cash. Das dürfte etwa bis Mitte/Ende 2021 reichen. Ab Ende 2021 muss DH also freie Cashflow einfahren oder erstmal anfangen sich zu verschulden, falls man dann ab Anfang 2022 immernoch nicht profitabel arbeitet.

Dass man höchstverlustreich arbeitet und ein Totalverlustrisiko in der nächsten Baisse hat, ist so pauschal schlicht falsch. Denn man macht im Raum MENA bereits Gewinne und könnte das auch bald in Asien erreichen (vor allem Singapur, Korea). Der Markt Amerika ist bislang zu klein und Europa sehr umkämpft. Da muss der Vorstand halt ab und zu schmerzliche Entscheidungen treffen, ob man sich lieber zurpckzieht oder doch noch Möglichkeiten sieht, das Geschäft mittelfristig profitabel zu machen.

Und was die Fahrer angeht … Ja, die müssen besser bezahlt werden, aber wie gesagt, DHs Umsätze sind ja gerade mal zu 15% von Eigenlieferungen abhängig. Das Gros sind die Provisionen für die Restaurants, die selbst ausliefern. Da geht's für DH nur darum, so viel Umsatz zu machen, dass man die Fixkosten übersteigt. An dann wird viel Cash gemacht. Deshalb ja auch das hohe KUV, das man solchen Geschäftsmodellen zugesteht. Aber Voraussetzung ist natürlich weiter starkes Wachstum.
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the harder we fight the higher the wall
14.11.18 01:15 #270 Dh sollte mit der konsolidierung
Des Marktes in Europa beginnen und als ersten Schritt die takeaway Group übernehmen. Andernfalls besteht wieder die Gefahr, dass die großen techs aus Amerika sukzessive ein Unternehmen aus Europa übernehmen und dann die anderen aus dem Markt drängen. Wenn beispielsweise eine uber oder Amazon die takeaway übernehmen sollte, dann wäre das deutschlandgeschäft von dh akut bedroht und auf jahre defizitär.  
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