Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

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neuester Beitrag:  17.11.17 17:30
eröffnet am: 26.07.13 11:40 von: Scansoft Anzahl Beiträge: 19328
neuester Beitrag: 17.11.17 17:30 von: Cosha Leser gesamt: 2810237
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26.07.13 11:40 #1 Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.
Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.
a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.  
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Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof

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19302 Postings ausgeblendet.
10.11.17 13:21 #19304 Netfox
Nein. Aber es gibt eine börsennotierte Firma die Produkte herstellt, bei deren ausreichendem Genuss, du das Gefühl bekommst, immer genug Kryptonit bei dir zu haben:

Berentzen. :-)

 

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10.11.17 13:56 #19305 @AngelaF.
bei zu viel Genuss dieses ganz edlen Getränkes in Kombination mit einer Zigarette meint man, vom Planeten Krypton zu kommen! Ist das die Währung von dort?  

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10.11.17 13:57 #19306 jetzt wird mir einiges klarer...
 

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10.11.17 18:32 #19307 Der Chef sucht Verstärkung
10.11.17 22:02 #19308 Denk mal das Plus
heute ist darauf zurückzuführen, dass Hypoport jetzt endlich als Blockchain- Bitcoin- Kryptobummens Wert wahrgenommen wird, oder?  
11.11.17 15:03 #19309 Deutsche Bank könnte 2018 noch
interessant werden für Hypoport.

Aus dem Handelsblatt

"Der Vorstandschef der Deutschen Bank hat angedeutet, dass das Institut weitere Stellen abbauen könnte. John Cryan strebt Aussagen in einem Interview zufolge eine höhere Effizienz der Bankprozesse durch den vermehrten Einsatz von Technologie an."

Das Thema ist in den Banken, immern noch erst am kommen...
 

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12.11.17 09:14 #19310 Meine Sicht der Dinge - 31
Von Jägern und Sammlern. Und von Fallenstellern

Heute ein paar Worte die einen etwas anderen Blick auf die Menschen werfen die sich Aktien kaufen. Dieser Blick zeigt auf dass sich zwar die Umwelt stark verändert hat, im Laufe der vielen Jahre die vergangen sind, seit die letzten Mammuts erlegt und zerlegt wurden – der Mensch aber, zumindest in seinem Inneren, gleich geblieben ist.

Bei den Aktionären gibt es im Grunde zwei Gruppierungen. Diejenigen die als (Rendite-)Jäger an der Börse zugange sind. Und die anderen. Die sich dem Sammeln zugewendet haben.

Die Handlungsweise des Jägers ist zu Beginn, das Spähen nach der Beute. Sobald er der Beute ansichtig wird, wendet er seine ganze Konzentration darauf. Was sonst um ihn herum geschieht, nimmt er nur am Rande wahr. Der Jäger muss schnell sein. Denn die Beute ist es auch. Wenn der Jäger zu lange braucht um zuzuschlagen, rennt sie ihm davon. Ein Hot Stock ist kein Kaltblut. Überlegt der Aktionär zu lange, rennt der Kurs in Regionen, die es ihm unmöglich machen, noch zuschlagen zu können.

Manchmal läuft alles gegen den Jäger. Er schlägt zu, um kurz darauf feststellen zu müssen, dass auch die Beute zugeschlagen hat. So fest dass der Jäger dadurch sein Leben verliert. Sozusagen „Totalverlust“. Die Neue Markt Klitschen lassen grüßen.  ;-)


Die Sammler unter den Aktionären haben eine andere Art und Weise die Beute anzugehen. Sehen sie Dinge die sie gebrauchen können, so haben sie keine große Eile. Denn die Dinge stehen an ihrem Platz. Der Sammler braucht keine Angst zu haben dass die Dinge davonrennen. Er kann beim Zugehen auf die Beute, weiterhin seine Konzentration auf die Dinge um ihn herum richten. Und Dinge einsammeln, die er auf dem Weg zur Beute sieht, und gebrauchen kann. Er kann offen bleiben. Er kann es lassen, sein Heil in einer einzigen Sache finden zu wollen. Die Beute des Sammlers ist „breit gestreut“.

Die erfolgreichsten unter den Sammlern, sind die Sammler die sich bewusst darüber sind, dass ein Sammler neben dem Sammeln von Beute, gleichzeitig noch andere Dinge sammeln kann. Dinge, die für das Auge unsichtbar sind. Wenn der Sammler auch für diese Dinge offen ist, wird er sein Sammeln stetig verbessern können. Er wird in der Lage sein, manche Dinge stehen lassen zu können, die nur scheinbar eine gute Beute darstellen, aber anders sind als mit dem ersten Blick gesehen.

Denn der zweite Blick, der dem Sammler nur möglich ist, wenn er in der Vergangenheit neben der Beute auch noch die anderen Dinge gesammelt hat, wird ihm zeigen dass es besser ist, manche Beute stehen zu lassen. Den zweiten Blick wirft er auf die Beute, ohne zu sie sehen im eigentlichen Sinn. Er schaut sie mit den anderen Dingen an – mit seinen Erfahrungen.

Ein Sammler der bereit ist seine Fehler die er macht – nämlich ab und an Dinge einzusammeln die er lieber hätte stehen lassen sollen – sich selbst einzugestehen, kann neben der Beute auch Erfahrungen sammeln. Und sich mit diesen Erfahrungen der gehaltvollen Beute zuwenden.


Eigentlich wäre nun dieser Beitrag zu Ende, aber beim Schreiben der Worte die diesen Beitrag „aus-machen“ sollten, sind Gedanken gekommen und haben sich breit gemacht. Gedanken hinsichtlich des Eingangsposting dieses Threads.

Sie haben aufgezeigt dass es neben den Jägern und Sammlern, noch andere Menschen/Aktionäre gibt. Ihre Zahl ist so überschaubar, dass man es lassen kann von einer Gruppierung zu sprechen.

Es sind die Fallensteller.

Die Fallensteller stellen eine Mischung aus Jäger und Sammler dar. Mit dem was sie tun, sammeln und! jagen sie. Erst sammeln sie die Dinge die es braucht um eine Falle zu bauen. Und in dem Moment in dem die Beute in die Falle-, und zugrunde geht, wird der Fallensteller zum erfolgreichen Jäger.

Die Vorgehensweise des Fallenstellers unterscheidet sich von den Vorgehensweisen der Jäger und Sammler dahingehend, dass die Jäger und Sammler ihre Beute sehen, und sich auf die Beute zu bewegen. Der Fallensteller sieht andere Dinge. Er sieht die Beute auf seine Falle zugehen. Er sieht weit voraus. Er ist seiner Zeit voraus. Er sieht die Dinge eintreten, obwohl sie noch sehr weit weg sind. Er ist gelassen, und lässt seine Beute auf sich zukommen ohne dass er der Beute ansichtig ist.

Das besondere an den Fallenstellern ist, dass sie in der Regel sehr viel Erfahrung haben. Und sehr viel Geduld. Oft dauert es (Threaderöffnungsposting 07/13 – Ansetzen des Hypoportkurses zum Steilflug 03/15) sehr lange bis sich der Erfolg einstellt. Aber das tangiert den Fallensteller wenig, denn er hat die beiden Dinge die ihm die Sicherheit geben, richtig zu liegen. Erfahrung und Geduld. Beides Dinge, die einem Aktionär – wenn er mit ihnen an der Börse zugange ist – die Dinge geben, die er braucht um dass machen zu können, was auch das Ziel der Jäger und Sammler ist – Fette Beute

Wünsche allen einen schönen Sonntag, mit fetter Beute auf dem Mittagstisch  

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12.11.17 09:31 #19311 Letzten Sonntag
bestand der Meine Sicht der Dinge Beitrag aus einem offenen Brief an Herrn Müller, Generalsekretär der DESWOS. Es war ein Antwortschreiben auf ein Dankschreiben von Herrn Müller, das ich als Dankschreiben an alle Spenderinnen und Spender ansehe.

Frau Meinicke von DESWOS war so freundlich, und hat den Brief von Herrn Müller nun online gestellt und mir den Link gesendet, somit nun jeder der den unten stehenden Link anklickt, den Brief von Herrn Müller einsehen kann. (Meinen Namen hat Frau Meinicke auf meinen Wunsch hin gekürzt)

Zu den im Brief erwähnten 20.869 Euro sind noch 500 Euro dazugekommen, die erst nach Ende der matching-Aktion dem DESWOS-Konto gutgeschrieben wurden. Zusätzlich noch die matching-Summe von 10.000 Euro.

http://www.deswos.de/downloads/sonstiges/..._ariva_24.10.2017_web.pdf
 

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12.11.17 12:09 #19312 Eins noch
Herr Müller schreibt in dem Brief von "Befeuerung des Threads".

Dazu noch ein paar Worte von mir:

Gut nachvollziehbar, dass meine Worte hinsichtlich der Spendenaktion, auf manche Menschen die sie lesen, wie eine "Befeuerung" wirken mag.

Es ist anders.

Ich betreibe keine Befeuerung. Bin ja kein Brandstifter.  ;-)

Ich schreibe einfach nur meine Sicht der Dinge.

Und stelle sie im Hypoportthread ein. Biete sie an. Lege sie dar.

Der (von vielen für unmöglich gehaltene) Erfolg der Spendenaktion erklärt sich für mich dadurch, dass diese Sicht, eine Sicht ist die den Lesern - nachdem sie einen Blick auf meine Sicht geworfen haben - eine ähnliche Sicht der Dinge gibt.

Auch gut möglich, dass sie schon vorher diese Sicht in sich getragen haben.

Diese Sicht ist es, die dazu führt, die Dinge zu tun die getan worden sind, und noch getan werden können.

Es kann nur vorwärts gehen.  :-)


 

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13.11.17 16:55 #19313 Löschung

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13.11.17 17:44 #19314 Sippenhaft mit dem DAX?
Wo seht Ihr denn aktuell die Unterstützungszone, falls es mit dem Dax noch eine Etage tiefer geht?
Aus eigener Kraft drehen wird wohl aktuell eher schwer, so wie das aussieht, oder?
 
13.11.17 18:44 #19315 Unterstützung
hatte in 19205 ja schon auf einen Doppelboden bei 120 gesetzt. Hat sich bis jetzt aber noch nicht  ausgebildet - ich rechne aber diese Woche damit.  

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13.11.17 18:47 #19316 Löschung

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14.11.17 14:35 #19317 Löschung

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14.11.17 15:29 #19318 Löschung

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15.11.17 14:10 #19319 'Defense Manual'

aus der heutigen FAZ:

Angriffsziel: Kurssturz

Verteidigung gegen aktivistische Aktionäre

In den letzten Jahren hat das Phänomen des „Shareholder Activism“ in Deutschland stark zugenommen. Es bezeichnet die aktive Einflussnahme von Aktionären auf börsennotierte Unternehmen. Während sich die Methoden dieser Aktivisten deutlich unterscheiden, eint sie die Zielsetzung, den Börsenkurs und damit den Wert ihrer Beteiligung zu steigern. In jüngster Zeit ist auch der umgekehrte Fall zu beobachten: Investoren setzen auf einen fallenden Börsenkurs („Short Seller“) und bringen den Kurs anschließend mit – falschen oder richtigen – Behauptungen zum Absturz („Short Attack“).

Zuletzt ist Thyssen-Krupp zum Ziel eines solchen Angriffs geworden. Zwar ist dieser glimpflich verlaufen, zeigt aber, dass selbst Dax-Konzerne nicht vor derartigen Attacken sicher sind. Zuvor waren bereits Wirecard, Ströer und die Beteiligungsgesellschaft Aurelius angegriffen worden. Dies führte zu Kursverlusten von bis zu 40 Prozent.

Hohe Kursschwankungen an den Börsen begünstigen die Short Attacks. Nervöse Anleger sind nämlich eher und zu niedrigeren Kursen bereit, bei schlechten Nachrichten ihre Aktien zu verkaufen. Auch der elektronische Handel erleichtert den Short Sellern das Geschäft. So kann die Nutzung von Algorithmen das Tempo und Ausmaß von Kursausschlägen erheblich verschärfen. Die Zahl der Angriffe dürfte künftig weiter zunehmen. Die amerikanischen Aufsichtsbehörden gehen inzwischen entschlossen gegen aggressive Short Seller vor, so dass diese sich neue Spielfelder, zum Beispiel in Europa, suchen.


Um potentielle Opfer zu identifizieren, wenden Short Seller eine Reihe typischer Kriterien an: Beispielsweise eignet sich ein Unternehmen umso mehr als Ziel, je komplexer oder schwieriger sein Geschäftsmodell ist. Ebenso können verschachtelte und weit verzweigte Unternehmensstrukturen eine Angriffsfläche bilden. Ein weiteres typisches Kriterium sind Defizite in den CorporateGovernance-Strukturen. Fehlen beispielsweise unabhängige Mitglieder beziehungsweise Finanz- oder Sektorexpertise im Aufsichtsrat? Gibt es enge operative oder finanzielle Verflechtungen mit Großaktionären? Ist die Compliance-Organisation angemessen? Wichtig ist auch die Analyse des Aktienkurses. Je steiler dieser gestiegen ist, je mehr Aktionäre also zu deutlich niedrigeren Kursen eingestiegen sind, desto eher eignet sich ein Unternehmen als Angriffsziel. Aufgrund der erzielten Kursgewinne sind die Aktionäre schneller bereit, ihre Aktien wieder zu verkaufen.


Die Verteidigung gegen Short Attacks beruht auf zwei Säulen. Der Prävention von Angriffen dienen vor allem die sorgfältige Analyse und Beseitigung möglicher Angriffspunkte. Kursbewegungen müssen laufend beobachtet werden. Auch eine intensive und transparente Kommunikation mit Aktionären, Investoren und Öffentlichkeit ist angezeigt.

Ist ein Angriff bereits erfolgt, ist eine schnelle Reaktion wichtig. Zu diesem Zweck halten viele Unternehmen einen Leitfaden („Defense Manual“) bereit, der die Schritte und Gegenmaßnahmen nach einer Attacke beschreibt. Wird die Verteidigungsstrategie erst entwickelt, nachdem der Angriff erfolgt ist, kommt die Abwehr zu spät. So ein Leitfaden legt beispielsweise dar, welche Gremien, Abteilungen und Berater zu benachrichtigen sind und aus welchen Personen sich das Team zusammensetzt, das die Verteidigung organisiert. Er enthält etwa Formulierungsvorschläge für verschiedene Kommunikationsformen sowie Listen der „Opinion Former“ (zum Beispiel Wirtschaftspublikationen und Analysten), die zwecks Verbreitung der eigenen Botschaft zu kontaktieren sind. Auch der rechtliche Rahmen wird beschrieben.

Angesichts der Zunahme von Short Attacks sollten sich Vorstände und Aufsichtsräte mit den Risiken für ihr Unternehmen und möglichen Gegenmaßnahmen auseinandersetzen.

Typischerweise richten diejenigen Angriffe den größten Schaden an, die ein unvorbereitetes Unternehmen treffen – umgekehrt lassen sich die negativen Folgen durch eine gute Vorbereitung erheblich begrenzen.

 
15.11.17 15:18 #19320 Sieht nach Schlechtwetter aus.
Noch hält sich Hyp Klasse...aber der DAX gefällt mir gar nicht. Wenn jetzt noch der DOW den Rückwärtsgang einlegt und die Bigplayer Kasse machen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bekommen....dann wird es noch mal ungemütlich. Gut für die, die dann noch mal nachlegen können. Good Luck an Alle hier!  
16.11.17 10:54 #19321 hahaha , irre...
Staramba legt einen Blockchain coin auf und boom durch die Decke.

Bin mal gespannt wann es bei uns wieder etwas voran geht.
bzw positive Impulse zu sehen sind.  
16.11.17 11:54 #19322 Ja nach einer
Verschnaufspause geht es hier auch langsam los................  

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16.11.17 13:57 #19323 Bei 'Interactive Brokers'
war der Handel gerade für kurze Zeit ausgesetzt.
Frage: Gleiches auf anderen Plattformen ?  
16.11.17 14:01 #19324 Schließt man heute die Shortpositionen?
Die Marktkorrektur, könnte sich als kurzen Rücksetzer entpuppen und in die Jahresendrally  übergehen.

Womit Hypoport auch ein Wörtchen mitreden dürfte. Als einer der Topgewinner 2017, dürfte man vom Windowdressing profitieren und an den Perspektiven hat sich nix geändert, könnte im Gegenteil jetzt nach den Koalitionsverhandlungen noch zusätzlichen Schub kriegen. Wenngleich, Q4 noch darunter leiden könnte.

Natürlich keine schöne Aussichten, wenn man Shorts hat..  
16.11.17 14:11 #19325 Echt? War noch jemand bei Hypo
short? Hatte ich seit Black Rock im letzten Jahr gar nicht mehr verfolgt!  

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16.11.17 14:22 #19326 Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvert.
Heute wird kräftig nachgelelgt die 131,00€ sind wir drüber kommt jetzt der Jahresendrally?......  
17.11.17 17:08 #19327 Jahresenrallye bei Hypoport?
Hätte ich nichts dagegen, wirklich nicht. Heute sieht es schön grün aus, der Rücksetzer der letzten Wochen hat dem Papier gut getan finde ich. Jetzt ist ein Stück weit die überzogene Euphorie raus, die Überhitzung Geschichte, die Kennzahlen etwas mehr geerdet, kurzum es kann nun wieder schön steigen. Ab einem Kurs von 161,4206 ist der Unternehmenswert jenseits der Marke von 1 Mrd. Ich finde, dass das ein schönes und auch realistisches Ziel ist bis zum Jahreswechsel.;)  
17.11.17 17:30 #19328 Qualität wird sich immer durchsetzen
Hypoport glänzt durch ein Zukunftsträchtiges Geschäftsmodell, gute Geschäftszahlen, kluge Investitionen, ein starkes innovatives Team und eine klasse Geschäftsleitung die ihr Können in den letzten Jahren unter Beweis gestellt hat.  

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