Hot trades Session

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neuester Beitrag:  17.11.19 13:40
eröffnet am: 03.10.19 17:57 von: IQ 177 Anzahl Beiträge: 205
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16.11.19 09:22 #201 Bongiorno am Wochenende..
Was für eine Woche. Jede Menge Volatilität, Traderherz was willst Du mehr.

Anbei eine persönliche Auswahl aus dem Wirtschaftskalender für die kommende Woche.
Näheres unter https://de.investing.com/economic-calendar/

Bei Interesse werden Charts für DAX, DJ, N100, Gold und Öl hier gepostet. Ansonsten ein schönes WE!

Dienstag, 19. November 2019
     14:30§  USD Baugenehmigungen (Okt)

Mittwoch, 20. November 2019
     02:30§  CNY Zinsentscheidung der PBoC
     16:30§  USD Rohöllagerbestände
     20:00§  USD FOMC Sitzungsprotokoll  

Donnerstag, 21. November 2019
     13:30§  EUR EZB Sitzungsprotokoll  
     14:30§  USD Erstanträge Arbeitslosenhilfe
     14:30§  USD Philly Fed Herstellungsindex (Nov)
     16:00§  USD Verkäufe bestehender Häuser (Monat) (Okt) -
                    §
Freitag, 22. November 2019
     01:30§  JPY Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe (Nov)  
     08:00§  EUR Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland (Quartal) (Q3)
     09:30§  EUR Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe Deutschland
     09:30§  EUR EZB-Präsidentin Lagarde spricht  
     10:00§  EUR Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe (Nov)  
     15:45§  USD Einkaufsmanagerindex (EMI) Gesamtindex (Nov)  
     16:00§  USD Uni-Michigan: Verbrauchervertrauen (Nov)
     16:00§  USD Uni-Michigan: Inflationserwartungen (Nov)
     19:00§  USD Baker Hughes: Gesamtzahl der aktiven Bohrlöcher  

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16.11.19 13:23 #202 Vergangene Woche..
16.11.19 20:22 #203 Aus meiner Sicht zu den Themen, die
in den Foren viele heimsucht. Ich nenne sie mal zusammenfassend

"Die Ängste in Deutschland oder warum es im Land rumort":

1. Wachsende Schere zwischen Reich und Arm. Betrifft die untere Mittelschicht. Man könnte es auch anders ausdrücken, die finanzielle Schere zwischen Aktien/Immo-Besitzer und Nicht-Besitzer nimmt zu. Aus Sicht der Nicht-Besitzer stehen alle etablierten Parteien der Mitte im Verdacht, diesen Umstand zu fördern. Auch wir, für die Gesellschaft nichtsnutzige Trader, sind Profiteure oder Opfer dieser deregulierten Finanzbranche.

2. Angst vor der Weltwirtschaftskrise und dem finalen Finanzcrash. Betrifft die obere Mittelschicht. Übertriebene Verschuldung und das Geldpressen der Notenbanken führen aus ihrer Sicht letztlich zu Blasen im Aktien-, Anleihen- und Immobilienmarkt, die irgendwann, möglicherweise in näherer Zukunft, platzen könnten. Damit verbunden ist die Angst vor massivem Vermögensverlust, Inflation der Grundnahrungsmittel, Unruhen in der Bevölkerung, Radikalisierung, Krieg.

3. Angst der Menschen, dass an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen vorbei regiert wird.
Dass es heute möglich ist, dass mittellose Menschen, z.T. ohne jegliche Bildung (nicht im schlimmsten Fall), ohne Pass einfach so die Grenze passieren dürfen, ins Land kommen und quasi direkt sozialhilfeberechtigt sind, entzieht sich irgendeiner Logik. Dies versteht eigentlich fast keiner im Land und betrifft alle Schichten.

Ist Donald Trump die Lösung? Wohl kaum. Er steht für steigende Aktienkurse, steigende Schere zwischen Reich und Arm,  steigende Verschuldung, steigende Geldmenge durch Niedrigzins und QE und einem steigenden Grad der Blendung der Menschen. Mit flotten Sprüchen werden viele geblendet, aber in Wahrheit unterstützt der nur die Wohlhabenden. Wenn alle Länder dieser Welt sich so egoistisch verhalten wie DT, dann ist Stress vorprogrammiert.

Wir leben nun einmal in einer Zeit, wo China und bald auch die BRICS-Staaten die USA in punkto Wirtschaft und Reichtum überholt. Wir haben es lange geahnt und nicht bemerkt, aber jetzt ist es fast amtlich und kann wahrscheinlich nicht mehr umgekehrt werden. Diese Tatsache ist wie mit dem Alter. Wir merken es lange nicht, dass wir älter bzw. "alt" werden, aber eines Tages stellen wir plötzlich beim Blick in den Spiegel fest, dass wir es sind. So ähnlich ist das wohl mit dem Wachwechsel, der jetzt klar wird. Schaut Euch mal in Paris, St. Petersburg, Venedig, etc. an, wer die Kohle reinbringt, dann wisst ihr, wer wirtschaftlich das Sagen hat..  

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17.11.19 09:35 #204 Ausblick aus kommende Woche..
Die kommende Woche wird sehr interessant werden.. :-))
Das Chart-Setup und die Erwartungen für die kommende Woche stehen jetzt.
Bei bekundetem Interesse können diese hier gepostet werden.. :-))  

Bewertung:

17.11.19 13:40 #205 Kommt der Crash?
Ebenfalls ein Thema, das viele in den Foren umtreibt. Die meisten Menschen fürchten ihn, einige sehnen (???) sich ihn offenbar herbei. Jedenfalls scheint die Angst in der Bevölkerung vor einem Crash mit nachfolgender Wirtschaftskrise zuzunehmen. Zuletzt erschien eine Umfrage unter "reichen" Anlegern, die mehrheitlich mit einem Crash bis 2020 rechnen.

https://www.godmode-trader.de/artikel/...-auf-aktiencrash-vor,7888786

Die Angst vor dem Crash ist nicht neu. Überhaupt nicht neu, wenn wir uns die Meinungen von anerkannten Experten in den letzten 20 Jahren anschauen. Es wurde allerdings in der Regel kein "normaler" Crash, sondern eine schwere globale Krise angekündigt. Inzwischen haben die Crashankündigungen  Hochkonjunktur, wobei die Zahl der Crashpropheten inflationär ist. Waren es früher Koryphäen wie Roland Leuschel, der übrigens mit seinen Ankündigungen des Öfteren Recht behielt, Marc Faber oder Jim Rogers, so sind es heute Wirtschaftsprofessoren, ehemalige Börsenhändler, von der Presse hochstilisierte "Star"-Ökonomen, Youtuber usw. Die meisten der Crashpropheten, von denen einige lebende Legenden waren, sind inzwischen aus der Mainstreampresse verschwunden und schreiben aus der Verschwörungstheorieschmuddelecke.

Gab es Crashs in den letzten 20-30 Jahren? Was sagt die Vergangenheit?
2007 Finanzkrise
2001 9/11 Börsencrash
2000 Platzen der Dotcom-Blase
1997 Crash der asiatischen Tigerbörsen nach Nachricht über Liquiditätsengpässe in diesen Staaten
1987 Schwarzer Montag, Wall Street fällt um über 20 Prozent
1990er bis 2000er sog. Salami Crash über Monate bis Jahre in Japan, über -40 % in ersten 9 Monaten, in der Spitze bis -82 % !!!

Heißt, der Crash als Teil der Börsenwelt ist "normal". Heißt, kommt schon mal vor, wenn auch sehr selten. Heißt, der nächste Crash steht auch uns irgendwann bevor. Gründe gäbe es sicher genug.

Die Frage ist also nicht, ob der Crash kommt. Der wird kommen. Die Frage ist, wann der Crash kommt. Die Frage ist, ob aus dem nächsten Crash eine globale Wirtschaftskrise wird, die wohl v.a. die Staaten mit hoher Verschuldung und/oder Industriestaaten mit hoher Export- und Importquote treffen würde.

Aus meiner Sicht wird ein Crash bzw. eine globale Krise in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren noch nicht erwartet, da auch die Zentralbanken "gelernt" haben, Missstände in der Finanz- und Bankenwelt durch frühzeitige Liquiditätszufuhr zu "beheben". Wer hätte vor 20 Jahren in Europa oder Amerika gedacht, dass die Zinsen jemals auf 0 gehen würden. Wer hätte gedacht, dass es eines Tages negative Zinsen geben würde? Wer hätte gedacht, dass die Zentralbanken in großem Stil Staatsanleihen und Schrottanleihen (=QE) kaufen würde? Was ist noch im Köcher? Aufkauf von Aktien durch Zentralbanken? Helikoptergeld?

Wie lange geht diese "Strategie" der Bereitstellung von Liquidität gut? Aus meiner Sicht, so lange wie keine Inflation auftritt. Wenn es zu einer Inflation kommen sollte, wäre diese Strategie nicht mehr aufrecht zu erhalten und der Geldhahn müsste zwangsläufig abgedreht werden. Dann würde die Wirtschaft der massiv verschuldeten und strukturschwachen Länder einknicken, z.B. könnte es für Europa den wirtschaftlichen Niedergang der Südländer in Europa und damit das Aus für den Euro in der heutigen Form bedeuten. Dies hätte sicher aus starke neg. Folgen für das Vermögen aller Menschen der Euro-Zone.  Gold und Bitcoin würden dann "to da moon" gehen.

Gibt es in der EU eine Alternative zum jetzigen Geldmarktkurs? Großbritannien macht den Brexit, und wäre aus der Gemeinschaftshaftung raus, falls es zum Szenario der Euro-Krise kommt. Ein Brexit ist im Vergleich zu einem Fexit oder Dexit auch viel einfacher durchführbar, einmal durch die periphere geographische Lage Grossbritanniens in Europa, dann da es den Euro nicht als  Währung eingesetzt hat. Gleiches würde somit für die "Geberstaaten" Schweden und Dänemark gelten. Für uns in Deutschland sehe ich aber schwarz, dass ein Dexit durchführbar wäre. Ein Dexit wäre unvorstellbar teuer für uns und käme einer Enteignung, allein durch die Währungsumstellung, gleich. Hinzu käme, dass die dt. Exportwirtschaft durch die Wiedereinführung einer (sehr starken) Deutschen Mark größte Wettbewerbsprobleme bekommen würde, in einer Zeit, wo China bereits am Elektroauto der Zukunft und am 6G-Netz baut, wo die Amerikaner der Platzhirsch der westliche Internetwelt sind, wo die deutschen Banken (in Nähe ihrer Alltime-lows, was immer das über ihre Finanzkraft aussagt) ohne die Geldspritzen der EZB möglicherweise nicht überleben könnten, wo wir uns als Land mitten in Euroraum nicht ohne Stress und Opposition einfach so von den anderen abkoppeln können, usw. usw.

Was wird sich durch DT oder AFD verbessern? Genau, nichts. Amen.

Was sollten wir also tun? Meine Überlegungen vielleicht an einem anderen Tag. Jetzt Mittagessen. Mahlzeit.  

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