Global- Markets- Newsletter !

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07.11.06 17:44 #1 Global- Markets- Newsletter !

 7. Jahrgang - Ausgabe #314 (07.11.2006) - DEUTSCHE BIBLIOTHEK ISSN 1863-0677    


1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem die Wall Street in der Vorwoche etwas pausierte und wohl die zahlreichen Konjunkturdaten sowie die heutigen US-Kongresswahlen für etwas Zurückhaltung sorgten, preschten die amerikanischen Aktienmärkte am Montag deutlich vor. Der Dow Jones konnte wieder über der Marke von 12.000 Punkten schließen. Außerdem beendete der Leitindex seine sechstägige Verlustserie. Was aber löste die gute Stimmung zum Wochenauftakt aus?

"Merger Monday"

Zum einen beflügelten zahlreiche Übernahmen und Zukäufe, und der Montag machte seinem Namen als "Merger Monday" alle Ehre. Beispielsweise will Abbott Laboratories den Wettbewerbern Kos Pharmaceuticals für 3,7 Mrd. US-Dollar schlucken. Außerdem wurde die Aktie von Four Seasons Hotel beflügelt, nachdem ein Kaufangebot von 3,7 Mrd. US-Dollar von Investoren, darunter der saudische Prinz Alwaleed Bin Talal und Microsoft-Gründer Bill Gates, eingegangen war.

Arbeitsmarktbericht wirkt nach

Zum anderen dürfte am Montag der Arbeitsmarktbericht vom Freitag für positive Impulse gesorgt haben. Zwar lag der Anstieg der neu geschaffenen Stellen im Oktober nur bei 92.000 und damit unter den Prognosen von mehr als 120.000, die Werte für August und September wurden jedoch kräftig nach oben revidiert. Auch die Entwicklung der Arbeitslosenquote überraschte positiv. Sie sank von 4,6% auf 4,4% und damit auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Der Markt interpretierte die Daten als Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt in den USA trotz der deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums weiterhin relativ robust zeigt.

Weniger Konjunktursorgen

Die jüngst etwas stärkeren Konjunktursorgen haben sich damit etwas gemindert. Vorerst jedenfalls. Es sieht somit nach der erhofften "weichen Landung" der größten Volkswirtschaft der Welt aus. Schließlich ist ein starker Arbeitsmarkt gut für den privaten Konsum, die wichtigste Stütze der US-Wirtschaft. Zwar dürfte damit auch die Hoffnung auf schon bald sinkende Leitzinsen etwas gesunken sein, dies schien am Montag jedoch keine Rolle zu spielen.

Moskow beflügelt

Stattdessen beflügelten die Aussagen von Michael H. Moskow, seines Zeichens Präsident der regionalen Notenbank von Chicago. Er glaubt, dass die Wirtschaft nach der Schwäche im dritten Quartal schon bald wieder anspringt. Im nächsten Jahr könne das BIP im Durchschnitt um bis zu 3% zulegen, erläuterte er weiter. Die Investoren nahmen dies wohlwollend zur Kenntnis. Zwar betonte Moskow auch, dass derzeit die Risiken eher bei der Inflation, denn bei der Konjunktur zu suchen seien, dies trübte die positive Stimmung aber keineswegs. Außerdem ist seine Meinung zur Teuerung bekannt, und er wiederholt lediglich frühere Aussagen.

Positives Konjunkturbild

Nun darf man gespannt sein, wie lange die positive Stimmung anhält. Außerdem könnte der Optimismus, den der Notenbanker versprüht, mit den heute anstehenden Wahlen zusammenhängen. Im Kampf um die Mehrheit im US-Kongress liefern sich Demokraten und Republikaner ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da ist jedes Mittel recht, um Wählerstimmen zu gewinnen. Ob nun die Äußerungen Moskows tatsächlich einen taktischen Hintergrund hatten, ist zwar nicht sicher, einen Tag vor der Wahl ein so positives Bild zur Konjunktur zu zeichnen, ist aber wohl mehr als ein Zufall. Moskow diente in der Regierung von George W. Bush, und seine Aussagen stützen die aktuelle Regierung. Ob dies ausreicht, die Mehrheit im Kongress zu behalten, bleibt jedoch abzuwarten.

Wahltag

Heute ist es nun soweit: Die Investoren dürften gespannt auf die Wahlen schauen. Eine Schlappe der Republikaner könnte dabei tendenziell eher negativ für den Aktienmarkt sein. Denn dies würde bedeuten, dass weitere nötige Reformen nur schwer umzusetzen sind, wenn die amtierende Regierung Bush keine Mehrheit im Kongress hinter sich hat. Politische Börsen haben aber bekanntlich kurze Beine. Die Investoren könnten daher anschließend schnell wieder zum Tagesgeschäft übergehen, wenn es einen klaren Sieger gibt. Sollte hingegen die Auszählung länger dauern als erwartet, könnte die Unsicherheit über den Wahlausgang die Wall Street belasten. Im Terminkalender dieser Woche stehen die Verbraucherkredite für September, die Im- und Exportpreise Oktober, das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan Oktober, die Handelsbilanz sowie einige Bilanzen, darunter Cisco Systems, AIG und Walt Disney.

Herzlichst,
Ihre Aktienservice.de-Redaktion



2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index  07.11.06  % Vorwoche  52weekHigh  % 52week  
DJ IND  12105,55  +0,21%  12167,02  +16,65%  
S&P 500  1379,78  +0,13%  1389,45  +15,31%  
NASDAQ  2365,95  -0,03%  2379,29  +12,16%  
NIKKEI 225  16393,41  -0,04%  17563,37  +24,86%  
DAX  6333,96  +1,04%  6349,27  +27,83%  
TecDAX  695,06  +0,54%  769,41  +20,76%  
EUROSTOXX 50  4055,95  +1,28%  4063,41  +22,14%  

Stand: Dienstag, 11:00 Uhr





3. Caterpillar - Ausverkauf nutzen?

Nachdem das Papier des amerikanischen Baumaschinenherstellers Caterpillar vom bisherigen Allzeithoch im Mai bei mehr als 82 US-Dollar deutlich korrigierte, könnten sich nun spekulative Käufe anbieten. Möglicherweise findet die Aktie im Bereich von 60 US-Dollar einen Boden. Außerdem gibt es die Aktie derzeit zum Schnäppchenpreis!

Allerdings ist ein derartiges Investment nicht ohne Risiken und daher eher gewagt. Das Sentiment bei der weltweiten Nummer eins im Bereich Bagger, Lastwagen und anderen großen Geräten für Bau, Bergbau, Transport, Land- und Holzwirtschaft ist angeschlagen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Caterpillar profitierte in den vergangenen Jahren von einer starken Weltkonjunktur, dem Bau-Boom in Asien, einem starken Immobilienmarkt in den USA sowie der wachsenden Nachfrage nach Rohstoffen. Deutlich zu erkennen bei den Ergebnissen - und das Unternehmen glänzte mit starken Ergebnissen und hohen Wachstumsraten! Von 2002 bis 2005 kletterten die Umsätze von rund 20 auf 36,3 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig schnellte der Profit von 0,8 auf 2,9 Mrd. US-Dollar.

Umfeld verschlechtert

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich jedoch verschlechtert. Die Zeichen dafür, dass sich die US-Wirtschaft verlangsamt, sind nicht zu übersehen. Gleiches gilt für den amerikanischen Immobilienmarkt. Daneben gehen die Experten auch von einer Verlangsamung der Weltkonjunktur und damit auch temporären Rückgängen bei der Rohstoffnachfrage aus. Alles Gründe, die Analysten und Investoren etwas vorsichtiger agieren lassen. Hinzu kamen jüngst eine wenig überzeugende Bilanz fürs dritte Quartal sowie gesenkte Prognosen. Die Investoren zeigten sich verschreckt.

Glanzlose Zahlen

So kletterte der Überschuss von Juli bis September zwar von 667 auf 769 Mio. US-Dollar, und das Ergebnis je Aktie (EPS) erhöhte sich von 0,94 auf 1,14 US-Dollar, die durchschnittliche Prognose des Marktes von 1,35 US-Dollar wurde aber deutlich verfehlt. Beim Umsatz legte das Unternehmen um 17% auf 10,52 Mrd. US-Dollar zu. Hier lag man etwas über den Erwartungen. Dies reichte aber nicht, um über die verfehlten Prognosen und die gesenkten Ziele hinwegzutrösten.

Ziele heruntergeschraubt

Für das laufende Geschäftsjahr 2006 rechnet die Gesellschaft nun mit einem Ergebnis je Aktie (EPS) zwischen 5,05 und 5,30 US-Dollar. Bislang hatte sie 5,25 bis 5,50 US-Dollar in Aussicht gestellt. Der Konzern verwies neben dem verschlechterten Umfeld auf einen negativen Sondereffekt aus einer rechtlichen Einigung sowie höhere Kosten. Und auch der Blick auf 2007 war eher zurückhaltend. Hier waren es vor allem die Aussichten zur US-Wirtschaft und der sich setzende Immobilienmarkt, die den Vorstand etwas vorsichtiger werden ließen. Er peilt für 2007 daher ein vergleichsweise geringes Umsatzplus von 0% bis zu 5% und ein Gewinnwachstum von 0% bis zu 10% an.

Nur temporäre Delle!

Die Verlangsamung der Ergebniszuwächse dürfte jedoch nur temporärer Natur sein, hieß es. Auf einer Präsentation vor Investoren erläuterte der Vorstand jüngst, dass das Geschäft von Caterpillar immer mal wieder von Phasen geprägt sei, in denen die Steigerungsraten nicht so hoch ausfallen. Er verwies auf die Jahre 1995 und 1996, die schwach waren, dann aber von Jahren besonders starken Wachstums gefolgt wurden. Und der Konzern geht auch bei der aktuellen Schwäche davon aus, dass sie nur kurz andauert und der steilere Aufwärtstrend anschließend wieder aufgenommen wird.

Andere Bereiche gleichen aus

Allerdings wiederholte die Gesellschaft ihre negative Einschätzung für den amerikanischen Häusermarkt. Sie geht davon aus, dass es hier zu einem Einbruch von mehr als 30% kommen könnte. Dies dürfte die Nachfrage nach Baumaschinen deutlich sinken lassen, betonte Firmenlenker Jim Owens. Gleichzeitig verwies er jedoch auch auf die steigende Nachfrage nach Bergbaumaschinen, Geräten für die Öl- und Gasindustrie sowie die allgemein steigende Nachfrage außerhalb des Heimatmarktes. Dies werde die Schwäche Nordamerikas ausgleichen, hieß es.

Langfristig optimistisch

Entsprechend zuversichtlich ist man auch für die kommenden Jahre, wie der nun veröffentlichte langfristige Ausblick beweist. Der Vorstand ist überzeugt, seinen profitablen Kurs fortzusetzen. Im kommenden Jahr peilt man bei einem Umsatz zwischen 41 und 43 Mrd. US-Dollar ein EPS zwischen 5,18 bis 5,70 US-Dollar an. Ab 2008 wird bis 2010 ein jährliches Plus von 15% bis 20% angestrebt. Gleichzeitig soll der Umsatz bei mehr als 50 Mrd. US-Dollar liegen. Um die Ziele zu erreichen, setzt der Konzern auf neue Produkte und Technologien, einen noch besseren Service sowie Kostensenkungen. Denkbar seien im kommenden Jahr Stellenstreichungen und die zeitweise Schließung von Fabriken, hieß es.

Hält die Unterstützung?

Nun stellt sich die Frage, ob die Investoren die Zuversicht des Vorstands teilen oder ob die erwartete Schwäche, insbesondere im kommenden Jahr, für weiteren Druck auf den Aktienkurs sorgt. Außer Frage scheint indes zu stehen, dass die langfristigen Aussichten für Caterpillar bestens sind. Grundlage ist die einzigartige Marktposition und eine breite Produktpalette. Entsprechend können niedrigere Kurse zum Aufbau langfristiger Positionen genutzt werden. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass es mit dem Aktienkurs weiter abwärts geht. Daher sollte man sich an die Charttechnik halten. Das Papier ist im Bereich einer potenziell guten Unterstützung angekommen: 58 bis 60 US-Dollar. Hier besteht nun die Chance auf eine Stabilisierung und eine anschließende Gegenbewegung, was dann für eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends sorgen könnte. Allerdings sind auch weitere Abgaben nicht auszuschließen, sodass eine Absicherung mittels Stop-Loss unabdingbar ist. Beispielsweise im Bereich von 55,60 US-Dollar.

Derivate-Trading

Investoren, die sich der Risiken bewusst sind, können versuchen, mögliche Kurssteigerungen mit Derivaten zu hebeln. Auf den Basiswert Caterpillar gibt es auch einige Hebelzertifikate. Interessant ist zum Beispiel der MINI-FUTURE LONG von Goldman Sachs (WKN: GS2MGT). Ausgestattet mit einer theoretisch unbegrenzten Laufzeit weist er derzeit einen Hebel von mehr als sechs auf. Die Knockoutschwelle von zurzeit 54,30 Euro ist momentan mehr als 9% vom aktuellen Aktienkurs entfernt.

Anleger sollten sich generell über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewusst sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Sie sollten verstehen, dass der Handel mit Derivaten unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher ist als der physische Aktienhandel und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen dient. Auf Grund der Hebelwirkung ist im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

Kennzahlen: : Caterpillar  
 WKN:  850598  
ISIN:  US1491231015  
Markt:  NYSE  
Kurs: 07.11.06  59,85 USD  
52-Wochen-Hoch:  82,03 USD  
52-Wochen-Tief:  49,75 USD  
Empfohlener Stop-Loss:  55,60 USD  
Unser Anlageurteil:  "spekulativer Kauf"  



4. BOMBARDIER - neues Werk in Indien?

Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier (WKN: 866671) spricht mit der indischen Regierung über die Beteiligung an einem neuen Werk. Presseberichten zufolge könnte das Unternehmen gemeinsam mit der staatlichen Bahn ein Werk für Frachtlokomotiven errichten. Das Volumen des Gemeinschaftsunternehmens wurde auf 100 Mrd. indische Rupien (rund 1,7 Mrd. Euro) beziffert. Bombardier bestätigte die Gespräche über das Werk, wollte aber keine weiteren Details nennen. Den Spekulationen zufolge sollen in dem Werk Lokomotiven hergestellt werden, um die Nachfrage im Osten und Westen des Landes zu befriedigen. Gemäß Branchenexperten braucht Indien zur besseren Erschließung dieser Gebiete mit Frachtzügen in der ersten Phase 500 bis 600 Triebwagen.



5. RYANAIR - höhere Prognose nach Gewinnsprung

Der irische Billigflieger Ryanair (WKN: 907191) hat nach einem Gewinnsprung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2006/07 (bis Ende März) seine Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Zwar ist der Vorstand vorsichtig, unter anderem wegen steigender Ölpreise, dennoch erwartet er nun einen Anstieg des Nettogewinns um 16% auf 350 Mio. Euro. Bislang war der Konzern von 335 Mio. Euro ausgegangen. Außerdem dürften die Durchschnittserlöse pro Passagier, die so genannten Yields, im laufenden dritten Quartal im Gegensatz zum bislang vorhergesagten Rückgang von 5% nun um 2% bis 3% steigen. Im vierten Quartal erwartet die Fluggesellschaft indes weiterhin einen leichten Rückgang, allerdings geringer als die bisher prognostizierten 5%. In der ersten Jahreshälfte bis Ende September erzielte Ryanair einen Rekordgewinn von 329 Mio. Euro, was einem Plus von 39% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz kletterte um 33% auf 1,26 Mrd. Euro. Zum einen profitierte das Unternehmen von gestiegenen Passagierzahlen (+23%) sowie höheren Yields (+9%). Bei Vorlage der Bilanz kündigte der Konzern seinen Aktionären außerdem einen Aktiensplit an. Sie sollen darüber auf der außerordentlichen Hauptversammlung abstimmen, die im Dezember zum Thema Übernahme von Aer Lingus anberaumt ist. Ryanair hat ein Übernahmeangebot für den Wettbewerber von rund 1,5 Mrd. Euro abgegeben. Dieser wehrt sich allerdings gegen die Offerte.





6. ARCELOR MITTAL - Gewinnsprung im dritten
   Quartal

Der frisch fusionierte und weltweit größte Stahlkonzern Arcelor Mittal (WKN: 529385; A0F41U) hat im dritten Quartal 2006 mehr verdient als im zweiten Jahresviertel. Pro forma kletterte der Überschuss dank steigender Stahlpreise von 1,8 auf 2,1 Mrd. US-Dollar. Beim operativen Gewinn auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte Gesellschaft von 3,5 auf 4,35 Mrd. US-Dollar zu. Der Umsatz des Stahlkochers ging allerdings überraschend zurück. Er veränderte sich im Vergleich zum Vorquartal von 22,4 auf 22,05 Mrd. US-Dollar. Der Markt hatte mit Erlösen zwischen 22,9 und 24,2 Mrd. US-Dollar gerechnet. Arcelor Mittal zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Das angekündigte saisonal bedingt niedrige Produktionsvolumen wurde durch einen starken Anstieg der Stahlpreise ausgeglichen, hieß es. Außerdem läuft die Integration der beiden Konzerne sehr gut. Neben den Ergebnissen teilte der Konzern mit, dass der frühere Mittal-Chef Lakshmi Mittal mit sofortiger Wirkung neuer Firmenlenker des Stahlkonzerns Arcelor Mittal werde. Damit löst er den erst im August ernannten Roland Junck ab, der von seinem Posten zurücktritt.



7. TNT - startet Aktienrückkauf

Der niederländische Postdienstleister TNT (WKN: A0EQU5) will nach dem Verkauf seiner Logistiksparte nun mit seinem angekündigten Aktienrückkaufprogramm beginnen. Geplant ist, eigene Anteilsscheine im Wert von bis zu 1 Mrd. Euro zu erwerben. Anschließend sollen die Papiere dann eingezogen und das Grundkapital entsprechend reduziert werden.



8. CONSTANTIA PACKAGING - optimistisch fürs
   Gesamtjahr

Der österreichische Hersteller von Verpackungsmaterialien Constantia Packaging (WKN: 895703) zeigte sich bei Vorlage der Neunmonatsbilanz optimistisch für das Gesamtjahr 2006. Das Unternehmen erwartet demnach einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig dürfte sich auch das operative Ergebnis trotz steigender Rohstoffpreise und anhaltend hoher Energiekosten verbessern. Die Prognosen für die weitere konjunkturelle Entwicklung seien im Herbst 2006 erneut positiv ausgefallen, hieß es. Im Vorjahr hatte der Konzern bei einem Umsatz von 991,6 Mio. Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 83 Mio. Euro erzielt. Der Überschuss lag bei 45,8 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2006 verbesserte sich der Umsatz von 747,1 auf 790,7 Mio. Euro. Das EBIT kletterte von 61,1 auf 69,8 Mio. Euro. Nach Steuern verdiente die Gesellschaft 38,1 Mio. Euro, ein Plus von 7,9%.


9. STATOIL - kauft Anteile an Ölfeldern

Der norwegische Ölkonzern Statoil (WKN: 675213) kauft von Anadarko Petroleum (WKN: 871766) Anteile an zwei Fundstellen und einem Erkundungsgebiet im Golf von Mexiko. Zur Transaktion gehören unter anderem das von Nexen (WKN: 853843) betriebene Feld Knotty Head. Hier wird Statoil einen Working Interest von 25% übernehmen. Zudem erwirbt das Unternehmen einen Working Interest von 27,5% an dem von Chevron (WKN: 852552) betriebenen Feld Big Food. Insgesamt zahlen die Norweger 901 Mio. US-Dollar für die Anteile.



10. BERKSHIRE HATHAWAY - deutlicher
     Gewinnanstieg

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: 854075) hat im dritten Quartal 2006 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen von Milliardär Warren Buffet steigerte im Zeitraum Juli bis September seinen Überschuss von 0,59 auf 2,77 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie (Class-A) verbesserte sich von 381 auf 1.797 US-Dollar. Buffet erklärte bei Vorlage der Zahlen, dass seine Gesellschaft vor allem von ihren Investments im Rückversicherungsgeschäft profitiert habe, wo sich die glimpflich verlaufene Hurrikansaison positiv bemerkbar machte. Das sei eher Glück als Können gewesen, sagte er. In den ersten neun Monaten erreichte der Nachsteuergewinn 7,43 Mrd. US-Dollar, nach 3,40 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 2.207 auf 4.821 US-Dollar.



11. RATINGS / Internationale Aktien

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITEL  RATING  INSTITUT  DATUM  
ABN AMRO  halten  Landesbank Berlin  03.11.06  
Ahold  hold  Société Générale  03.11.06  
Ahold  neutral  J.P. Morgan Sec.  03.11.06  
AstraZeneca  equal-weight  Morgan Stanley  01.11.06  
BBVA  halten  Hamburger Spark.  01.11.06  
British Airways  hold  Société Générale  03.11.06  
BSkyB  halten  Helaba Trust  03.11.06  
Burger King  Kaufen  BÖRSE am Sonntag  06.11.06  
CIGNA  overweight  Prudential Financ  02.11.06  
Cognizant Technol  overweight  Prudential Financ  02.11.06  
Continental Airl.  overweight  Prudential Financ.  03.11.06  
Credit Suisse Grp  overweight  J.P. Morgan Secur.  03.11.06  
Credit Suisse  halten  Helaba Trust  02.11.06  
Diageo  equal-weight  Morgan Stanley  01.11.06  
Electronic Arts  neutral-weight  Prudential Financ  03.11.06  
Enel  overweight  J.P. Morgan Secur.  03.11.06  
Erste Bank  buy  Merrill Lynch  06.11.06  
France Télécom  halten  Hamburger Spark.  02.11.06  
GlaxoSmithKline  equal-weight  Morgan Stanley  01.11.06  
GlaxoSmithKline  kaufen  Hamburger Spark.  03.11.06  
GlaxoSmithKline  neutral  J.P. Morgan Secur.  02.11.06  
International Pap  neutral-weight  Prudential Financ.  03.11.06  
Invensys  underweight  J.P. Morgan Secur.  02.11.06  
Nokia  buy  SEB  06.11.06  
QUALCOMM  overweight  Prudential Financ.  03.11.06  
Rolls-Royce  underweight  J.P. Morgan Secur.  02.11.06  
Sanofi-Aventis  buy  Société Générale  02.11.06  
Sanofi-Aventis  buy  Société Générale  02.11.06  
Sanofi-Aventis  hold  ING  01.11.06  
Sanofi-Aventis  overweight  Morgan Stanley  06.11.06  
Time Warner  buy  Citigroup  02.11.06  
Tom Tom  buy  Société Générale  01.11.06  
UBS  buy  Société Générale  01.11.06  
UBS  halten  National-Bank AG  02.11.06  
Unilever  equal-weight  Morgan Stanley  03.11.06  
Unilever  overweight  Prudential Financ.  02.11.06  
Unilever  neutral  J.P. Morgan Secur.  03.11.06  
Ypsomed  reduce  Bank Sarasin & Cie  06.11.06  


 
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