Gilead Sciences mit starken Zahlen ! WKN : 885823

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neuester Beitrag:  24.05.20 18:18
eröffnet am: 22.07.09 11:02 von: vin4vin Anzahl Beiträge: 2591
neuester Beitrag: 24.05.20 18:18 von: HFreezer Leser gesamt: 662406
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22.07.09 11:02 #1 Gilead Sciences mit starken Zahlen ! WKN : 885.
http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...en_id_201__dId_10670389_.htm

885823
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Nichts ist spannender als Wirtschaft !

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2565 Postings ausgeblendet.
22.05.20 19:30 #2567 Ich lese alles
& schon immer, bevor ich investiere. So auch Deine Links HFreezer. Danke für`s Einstellen zum Thema.
Auszüge:
" Early data suggests that some patients may benefit from only 5 days of treatment."

"Remdesivir was originally investigated as a treatment for Ebola virus, but has potential to treat a variety of RNA viruses. Its activity against the coronavirus (CoV) family of viruses, such as SARS-CoV and MERS-CoV, was described in 2017, and it is also being investigated as a potential treatment for SARS-CoV-2 infections."

(Kaum )  "Contraindications :
Remdesivir is contraindicated in patients with known hypersensitivity to any ingredient of remdesivir."

und :

" Beximco to sell remdesivir at $71 a vial for private clinics "

Zu Beximco hier ein Link, der von kolo Abgaben spricht, aber NUR FÜR staatliche Einrichtungen...:

https://www.londonstockexchange.com/exchange/news/...XP/14548273.html

"Beximco Pharma is donating remdesivir (Bemsivir) to the Bangladesh Government for supply only to Government hospitals free of charge. Remdesivir (Bemsivir) will not be available through retail pharmacies, in compliance with the directives from the DGDA."

 
22.05.20 19:40 #2568 news und mgl. vk zahlen filgotinib
https://www.expresspharma.in/latest-updates/...e-colitis-study-goals/

"Filgotinib 200 mg met the main goals in the study, inducing clinical remission at week 10 and maintaining clinical remission at week 58 in a significantly higher proportion of patients compared with placebo, the companies said.

However, the positive data potentially drives filgotinib consensus sales to more than $3 billion globally, from over $2 billion, because the drug could also be approved for UC...."  
22.05.20 22:37 #2569 bye bye sanofi sandoz aristo und bayer z.T.
was Chloroquin angeht. Das bedeutet : Remdesivir bleibt derzeit der einzige Schadensbegrenzer.

https://www.n-tv.de/wissen/...mehr-als-sie-hilft-article21798321.html

Aber Trump & Bolsonaro in Brasilien setzen weiter darauf. Was für ein Irrsinn, vermutet man nach dem o.a. Artikel der Schweizer Forscher, ..........bzw. dieser bestätigt den derzeitigen Wissensstand.
 
23.05.20 05:58 #2572 04:08 Remdesivir hilft vielen Covid-19-Patient.
+++ 04:08 Remdesivir hilft vielen Covid-19-Patienten +++
Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead schlägt bei vielen Covid-19-Patienten offenbar an. Eine Studie belege, dass die Genesungszeit im Vergleich zu Plazebo-Patienten um vier Tage oder 31 Prozent sinke, wie das National Institutes of Health (NIH) am Freitag in Washington mitteilte. Auch sei die Todesrate etwas geringer. Eine endgültige Auswertung der Studie läge allerdings noch nicht vor. "Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Covid-19-Fälle zu identifizieren und mit der antiviralen Behandlung zu beginnen, bevor die Lungenerkrankung so weit fortschreitet, dass eine künstliche Beatmung erforderlich wird", schrieben die NIH-Forscher. Sie halten insbesondere eine Kombination von Remdesivir mit anderen Behandlungen für erfolgversprechend.

https://www.n-tv.de/panorama/...et-Insolvenz-an--article21626512.html  
23.05.20 06:03 #2573 The New England Journal of Medicine
23.05.20 06:11 #2574 ..

Die Sterblichkeit nach 14 Tagen: 7,1% in der Remdesivir-Grupppe und 11,9% in der Placebo-Gruppe

——-

Womöglich wird die Kombinationstherapie mit einem Medikament, das die virusinduzierten Gewebeschädigungen der Lunge vermindert, dann den Durchbruch bringen

https://nachrichten.idw-online.de/2020/05/22/...-die-lunge-schaedigt/  
23.05.20 07:05 #2575 ..

NEJM:


Kurzfassung

Hintergrund

Obwohl mehrere Therapeutika für die Behandlung der Coronavirus-Krankheit 2019 (Covid-19) evaluiert wurden, hat sich bisher keines davon als wirksam erwiesen.

Methoden

Wir führten eine doppelblinde, randomisierte, plazebokontrollierte Studie mit intravenösem Remedesivir bei Erwachsenen durch, die mit Covid-19 hospitalisiert waren und bei denen eine Beteiligung der unteren Atemwege nachgewiesen werden konnte. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip entweder mit Remedesivir (200 mg Beladungsdosis am ersten Tag, gefolgt von 100 mg täglich über bis zu 9 zusätzliche Tage) oder Plazebo über bis zu 10 Tage behandelt. Das primäre Ergebnis war die Zeit bis zur Genesung, die entweder durch die Entlassung aus dem Krankenhaus oder durch einen Krankenhausaufenthalt nur zum Zweck der Infektionskontrolle definiert wurde.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 1063 Patienten einer Randomisierung unterzogen. Das Gremium zur Daten- und Sicherheitsüberwachung empfahl eine frühzeitige Entblindung der Ergebnisse auf der Grundlage der Ergebnisse einer Analyse, die eine verkürzte Zeit bis zur Genesung in der Remedesivir-Gruppe zeigte. Vorläufige Ergebnisse aus den 1059 Patienten (538 Remmdesivir- und 521 Placebo-Patienten), für die nach der Randomisierung Daten verfügbar waren, deuteten darauf hin, dass diejenigen, die Remmdesivir erhielten, eine mediane Genesungszeit von 11 Tagen (95% Konfidenzintervall [KI], 9 bis 12) hatten, im Vergleich zu 15 Tagen (95% KI, 13 bis 19) bei den Patienten, die Placebo erhielten (Verhältnis der Genesungsrate, 1,32; 95% KI, 1,12 bis 1,55; P<0,001). Die Kaplan-Meier-Schätzungen der Mortalität nach 14 Tagen betrugen 7,1% mit Remedesivir und 11,9% mit Placebo (Hazard-Ratio für den Tod, 0,70; 95% KI, 0,47 bis 1,04). Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei 114 der 541 Patienten in der Remedesivir-Gruppe, die einer Randomisierung unterzogen wurden (21,1%), und bei 141 der 522 Patienten in der Placebo-Gruppe, die einer Randomisierung unterzogen wurden (27,0%), gemeldet.

Schlussfolgerungen

Remdesivir war dem Placebo überlegen, da es die Zeit bis zur Genesung bei Erwachsenen verkürzte, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden und Anzeichen einer Infektion der unteren Atemwege aufwiesen. (Finanziert vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases und anderen; ACCT-1 ClinicalTrials.gov Nummer, NCT04280705. öffnet in neuer Registerkarte).


 
23.05.20 11:39 #2576 ..

Eine Studie belege, dass die Genesungszeit im Vergleich zu Plazebo-Patienten um vier Tage oder 31 Prozent sinke, wie das National Institutes of Health (NIH) am Freitag in Washington mitteilte. Auch sei die Todesrate etwas geringer. Eine endgültige Auswertung der Studie läge allerdings noch nicht vor.

"Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Covid-19-Fälle zu identifizieren und mit der antiviralen Behandlung zu beginnen, bevor die Lungenerkrankung so weit fortschreitet, dass eine künstliche Beatmung erforderlich wird", schrieben die NIH-Forscher. Sie halten insbesondere eine Kombination von Remdesivir mit anderen Behandlungen für erfolgversprechend.



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rechtzeitiger Therapiebeginn und Kombinationstherapie!!

die Sterblichkeit an COVID-19 ist nicht so sehr durch das Virus an sich bedingt, sondern durch die histopathologischen Veränderungen im Lungenparenchym, die durch den Virusinfekt induziert werden. Diese führen zwangsläufig zur Erschwerung des Gasaustausches und zu Beatmungsproblemen und somit zur hohen Sterblichkeit bei fortgeschrittener Covid-19-Lungenentzündung

Die "Entzündungsreaktion" in der Lunge ist das eigentliche prognosebestimmende Problem
 
23.05.20 11:55 #2577 Der NEJM Artikel ist schon interessant
obwohl einige Daten und Infos bereits bekannt waren und auch schon hier im Forum standen .
Einige Punkte die mir auffielen :
- 1063 Patienten und Randomization der Gruppen (Rem vs. Plazebo) - hört sich gut an, recht viele Teilnehmer und ein aussagekräftiges Studiendesign (übrigens war auch Deutschland mit 3 teilnehmenden Krankenhäusern beteiligt an der Studie)
-  "early unblinding" (also frühe Aufdeckung) der Resultate wurde von der Studienkommission empfohlen das bedeutet für mich das sie recht angetan waren von den Ergebnissen
-  "mean age"  von  59 Jahren und nur ca. 20 % keine Vorerkrankungen wie Diabetis usw. , das bedeutet das man die Studie nicht an ganz jungen top-gesunden "Hüpfern" durchgeführt hat sondern durchaus an Leute die etwas älter waren und auch Komplikationen mitbrachten, spricht also für Rem wenn ein gutes Ergebnis erreicht wurde; außerdem hatten 89% eine schwere Covid Erkrankung bei der Aufnahme in der Studie
- schwere Nebenwirkungen bei Rem 21,1% und in der Plazebo Gruppe 27,0% (!)  das ist schon bemerkenswert das die Plazebo-Leute mehr (!) Nebenwirkungen zeigten als die mit Rem
- Auch wichtig das Appendix der Studie mit noch mehr Details (siehe dort Seite 27)
https://www.nejm.org/doi/suppl/10.1056/.../nejmoa2007764_appendix.pdf

Beim Baseline score (Bewertung der Schwere der Erkrankung bei Beginn der Behandlung)  von
6 - 7   (high-flow Sauerstoff oder mechanische Beatmung) :  hat Rem nix groß gebracht
5     :   2% Tote  vs.  12 % Tote
4    (keine Sauerstoffgabe)  :   1,7 %    vs.  2 % Tote     (aber mehr "Entlassene" aus KH)

Was sagt uns das jetzt ?   Wenn man sozusagen "Covid-Halbtote" (score 6 +7)  mit einem Antiviral wie Rem behandelt, dann wird man nicht mehr viel erreichen da die Leute ja schon schwere Entzündungen im Körper haben und/oder  die Immunreaktionen verrückt spielen  .  Hier kann man aber in Zukunft mit Kombitherapien ansetzen, wo Rem eine Unterstützung gibt zusätzlich zu Meds die die Entzündungen und Immunreaktionen behandeln.
Und bei Leuten mit Score 4 (das sind die die ohnehin keinen schweren Verlauf haben) erreicht man halt  das die Leute etwas schneller auf die Beine kommen, die %-Zahl der schnell Entlassenen aus dem KH ist dann höher .
ABER : bei Baseline 5 (also keine von selber heilenden, und auch keine "Halbtoten" ) - da  spielt Rem seine Stärken voll aus und senkt den %-Satz der Toten von 12 auf 2 % , ich finde das ist ein Super-Ergebnis.
Was man jetzt medizinisch rausfinden müsste : warum kommen einige Leute in Gruppe 6+7 ?
Liegt es an zu später Einlieferung ins KH ?   Dem könnte man ja abhelfen und Rem könnte dann wieder seine Stärken ausspielen.
Liegt es an zu hoher initialer viraler Load die sie abbekommen haben ?  Dem kann man auch abhelfen indem man Masken trägt in "gefährlichen" Situationen.
Also insgesamt noch einiges zu erforschen (z.B. Kombitherapien für schwere Fälle).  

Bewertung:
2

23.05.20 13:01 #2578 Gutes Ergebnis
Leider kommen jetzt wahrscheinlich wieder Skeptiker, die meinen, dass eine Senkung von 11,9% auf 7,1% jetzt nicht so dolle ist, denn das sind ja nur 4,8%. Das sind dann meistens Journalisten, die Prozentpunkte nicht von Prozent unterscheiden können. Ins Verhältnis zu den 11,9% bedeutet das eine Reduktion von 40% querbeet über alle Fälle.

Und wie gdchs vorher gesagt hat, bei den mittelschweren Fällen (5) ist die Reduktion von 12% auf 2% eine Reduktion von 83% immens. 2% Sterblichkeit bei den mittelschweren Fällen entsprechen ja der Sterblichkeit bei den leichten Fällen (Placebo).

Mit ist klar, dass die geforderte Signifikanz (0,05) bei der Studie bezüglich der Reduktion der Totenzahlen nicht erreicht wurde. Aber es wurde entschieden, dass die Ergebnisse ausreichen und man der Placebogruppe die Behandlung mit Remdesivir nicht verweigern konnte.

Jeder kann sich auch anschauen, wie sie die Totenzahlen in den USA in den vergangenen 2 Wochen im Verhältnis zu den Neuinfektionen entwickelt haben. Da geht es rapide mit en Todeszahlen runter und es sollte mich nicht wundern, wenn es da eine Korrelation zwischen der Remdesivir-Spende von Gilead und dieser Entwicklung gibt.

Die Amerikaner haben mit ihrem Gesundheitssystem sogar ein größeres Problem als die Europäer. Viele arbeiten bis es gar nicht mehr geht und gehen dann zum Arzt. Da kann es dann für Remdesivir-Infusionen zu spät sein.  
23.05.20 16:46 #2579 #gdchs
- schwere Nebenwirkungen bei Rem 21,1% und in der Plazebo Gruppe 27,0% (!)  das ist schon bemerkenswert das die Plazebo-Leute mehr (!) Nebenwirkungen zeigten als die mit Rem

Allerdings. Das heißt doch nichts anderes als praktisch k e i n e Nebenwirkungen durch Rem,
sondern Nebenwirkungen wegen dem komplexen covid-19 Biest... ?

Aus meinem post:
"(Kaum )  Contraindications :
Remdesivir is contraindicated in patients with known hypersensitivity to any ingredient of remdesivir."
 
23.05.20 17:14 #2580 signifikanter Unterschied zu dem

Was exakt vor 4 Wochen rausgehauen wurde:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/...r-in-studie/25768988.html

————

WHO, Financial Times und diese sehr gewöhnungsbedürftige chinesische Mentalität: Trio infernale......alle in einen Sack und...ZACK!!!  
23.05.20 18:27 #2581 Medi billig halten?
Moin, bin ein stiller Leser und erfreue mich immer der Neuigkeiten hier. Meine Frage, habt ihr nicht auch den Verdacht, dass das Medikament billig gehalten werden soll? Ich meine, erst kommen die Chinesen aus ihren Löchern und erzählen der Welt, dass das Müll ist. Ok, bei den Chinesen ist das normal, die wollen wieder mal nichts für die Lizenz hinlegen. Dann heißt es, es ist wirksam, aber nur bei Schwerkranken. Wir alle wissen, dass das Schwachsinn ist. Dann kommen sie mit den Nebenwirkungen. Jetzt stellt sich heraus, dass die Nebenwirkungen größer bei der Placebo Gruppe waren. Also auch Schwachsinn. Und jetzt kommt ja eigentlich der größte Unfug, die um 40% gesenkte Todesrate bei über 1000 Behandelten im fortgeschrittenen Stadien ist nicht signifikant? 32 statt 54 Toten ist nicht signifikant? Kein Wunder, dass sich die amerikanischen Krankenhäuser um das Zeug reißen. Das Uniklinikum Dresden alleine hat 30 Patienten in Reha nach der intensivmedizinischen Betreuung, die über mehrere Wochen ging. Sehr merkwürdig das Ganze.  
23.05.20 20:01 #2582 Mic

Schwer zu sagen. Mich persönlich interessiert eher der medizinisch-pathophysiologische Aspekt der COVID-19-„Pneumonitis“

Bezgl der Preisgestaltung bin ich allenfalls in der 3. Reihe

GILEAD steht sicherlich im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit

Von daher kann sich GILEAD, was die Preisgestaltung anbelangt, sicherlich nicht benehmen wie ne offene Hose

Sie werden wahrscheinlich zurückhaltend sein, was ohnehin klamme Staaten anbelangt

Sollte andererseits zeitnah in der EU eine Zulassung erfolgen..........?

US-amerikanische Unternehmen sind nicht unbedingt dafür bekannt, global - insbesondere was solvente Staaten anbelangt- ausnahmslos karitativ unterwegs zu sein..........  
23.05.20 21:57 #2583 Die Schätzungen
vom ICER reichen ja von 10 bis 4500 Dollar. Sie machen das abhängig davon, wie wertvoll das Medikament ist. So wie es jetzt aussieht, sparen die Kassen, Krankenhäuser und Staaten enormes Geld und mit dem diesem Wissen ist es nicht sehr sinnvoll das Medikament zu sehr zu lobhuddeln. Gileads weiß genau was sie da in der Hand haben. Als Trump mit den Pharmakonzernen zusammen saß und fragte, wie lange es dauert, bis wir was dagegen haben, meldete sich Daniel O Day und sagte : Mr. President, wir haben schon ein Gegenmittel.

Bin gespannt, wie es weiter geht. Die moderaten Fälle sind fast fertig. Ende Mai liegt das Ergebnis auf dem Tisch. Gilead bereitet sich aber jetzt schon auf eine lange Produktion vor.  
24.05.20 12:25 #2584 bei aller Euphorie
ich erstehe den Kursverlauf nicht. Der Kurs ignoriert die guten Nachrichten. Warum?

 
24.05.20 12:38 #2585 Es wurden ja lediglich
die Ergebnisse veröffentlicht, die Ende April dazu geführt haben, dass das Medikament eine Notfallzulassung in den USA bekommen hat. Ende der kommenden Woche kommen zwei weitere Studien zum Abschluss, aus denen sich neuere Zahlen ergeben werden - und die (Notfall-?)Genehmigung durch die EMA zur Folge haben könnten. Offizielle Aussagen zu Preisen werden dann spätestens mit der Genehmigung durch die FDA kommen.  
24.05.20 13:39 #2586 Der Kursverlauf
zur jetzigen Meldung kann erst am Montag anschlagen, wenn ich mich nicht irre. US Nachbörse kam die Meldung. Und nein, es sind am Freitag Erfahrungen aus den kommenden Studien veröffentlicht worden, in dem Patienten ohne Beatmungsgerät, nur mit Sauerstoffzugabe, mit Remdesivir behandelt wurden. Der erste Hinweis und die Empfehlung von den Forschern das Medikament früher einzusetzen. Irre ich mich da, Freezer? Sagen ja übrigens auch alle deutsche Chefärzte. Aber das alles nützt nichts wenn Gilead keinen Preis nennt.  
24.05.20 13:50 #2587 @Mic74:
Montag ist die Börse in den USA geschlossen.  
24.05.20 13:59 #2588 Gehandelt
wird die trotzdem  
24.05.20 14:58 #2589 Gilead
Die Forscher definieren genau, was sie in der ersten positiven Remedesivir-Studie für Covid-19 gesehen haben. Aber was ist das für Gilead wert?

https://endpts.com/...dy-for-covid-19-but-whats-that-worth-to-gilead/

Remdesivir kann bei der Bekämpfung von Covid-19 wirken, insbesondere bei Patienten mit weniger schweren Fällen, aber dies ist nur ein erster Schritt auf dem Weg zu Kombos, die diese Aufgabe viel besser erfüllen können,

Das ist das Fazit von Gileads randomisierter Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Analysten zogen schnell Schlüsse, wie die große Biotechnologie dies in einen gewinnbringenden Vorteil umwandeln könnte - mit der weit verbreiteten Erwartung einer erheblichen Preiszurückhaltung seitens Gilead. Wer auf der Suche nach einem neuen Berg von Geld ist, den die Welt mit der Pandemie in den Griff bekommt, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.

Wir kennen bereits die wichtigsten Schlussfolgerungen aus den Nachrichten von Ende April. Das Endergebnis zur Sterblichkeit von Krankenhauspatienten lag bei 7,1% im Arzneimittelbereich im Vergleich zu 11,9% beim Placebo, eine leichte Verbesserung gegenüber den ersten Zahlen und ein klarer Vorteil, der es nicht ganz über die Hürde schaffte, die erforderlich ist, um als statistisch signifikant zu gelten.

Dieser Mangel an Daten mag bei allem außerhalb von Covid-19 einen Daumen nach unten verdienen, aber für eine Pandemie, bei der bisher nur Medikamente mit Notfallgenehmigung zur Verfügung stehen, zählt die Nähe. Angesichts von Remedesivir im Vergleich zu nichts oder der zunehmend riskant aussehenden Kombination von Hydroxychlorchin/Chloroquin werden die Ärzte es mit Sicherheit so lange anwenden, bis sich etwas Besseres ergibt.

Der solide Vorteil, der in der Studie aufgezeigt wurde, liegt in der Genesung - durchschnittlich 11 Tage in der Medikamentengruppe im Vergleich zu 15 Tagen für Placebo. Und Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff benötigten, schnitten besser ab. Hier ist die Schlussfolgerung der Forscher:

   Diese vorläufigen Ergebnisse unterstützen den Einsatz von Remedesivir bei Patienten, die mit Covid-19 hospitalisiert sind und eine zusätzliche Sauerstofftherapie benötigen. Angesichts der hohen Mortalität trotz des Einsatzes von Remmdesivir ist es jedoch klar, dass eine Behandlung mit einem antiviralen Medikament allein wahrscheinlich nicht ausreichen wird. Zukünftige Strategien sollten antivirale Wirkstoffe in Kombination mit anderen therapeutischen Ansätzen oder Kombinationen von antiviralen Wirkstoffen evaluieren, um die Patientenresultate bei Covid-19 weiter zu verbessern.

Das wiederum wird die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Suche nach neuen Medikamenten, die auf das neue Virus abzielen, weiter anspornen.

Michael Yee von Jefferies nahm die verfügbare Untergruppenanalyse genau unter die Lupe und kam zu dem Schluss, dass weniger schwere Patienten besser abschneiden, so dass die Tür für die Behandlung moderaterer Patienten offen bleibt, was zu einer breiteren Anwendung führen würde, nachdem sich weitere Phase-III-Daten abzeichnen.

Wie sieht es nun mit dem Geld aus?

Dan O'Day, der CEO von Gilead, hat sich in dieser Frage vorsichtig auf Zehenspitzen bewegt, in dem sicheren Wissen, dass jeder Schritt, im Falle einer Pandemie schnell Milliarden für ein Medikament zu verdienen, als Profitmacherei verurteilt würde.
Das Unternehmen stellt die erste große Charge des Medikaments kostenlos zur Verfügung.
Danach führte Yee einige schnelle Hochrechnungen durch und kam zu dem Schluss, dass selbst am unteren Ende eines von der ICER vorgeschlagenen Preises von 3.000 bis 4.000 Dollar - und einer Vorabinvestition von einer Milliarde Dollar - Gewinn zu erzielen sei.

Daher sind sogar 500k pts x $3k = $1,5B möglich.... Tatsächlich ging es aus Investorensicht bisher vor allem darum, ob und in welchem Umfang GILD den Vermögenswert monetarisieren kann, und dann tatsächlich, ob der Markt aufgrund der Wahrnehmung einmaliger, nicht wiederkehrender Einnahmequellen, geringer Rentabilität und/oder ob Impfstoffe Behandlungen weniger relevant machen werden.

( Anmerkung : Gilead hat auch die Verpflichtungen und Erwartungen seiner Shareholder dieser Tage betont und eine andere CEO sagte sinnbildlich, die Kosten sollen sich -immer-in einen Profit wandeln.)

Gileads Stock ist in den letzten drei Monaten aufgrund einiger wild spekulativer Berichte zu- und abgestiegen, wobei Daten aus Studien, die verworfen werden mussten (nutzlos), sowie anekdotische Berichte über erstaunliche Erfolge sprunghaft angestiegen oder gefallen sind.
Remdesivir ist weder ein Wunder noch ein Blindgänger.
Es kann funktionieren, und es wird dringend gebraucht.
Es liegt noch viel mehr vor der Definition der richtigen Bevölkerung.
Und wir werden sehen, wie es mit der Preisgestaltung weitergeht.

Unterdessen gibt es noch ein anderes Virus, das nicht dasjenige ist, das COVID-19 verursacht und das Gileads Hauptschwerpunkt ist - HIV.
Die HIV-Franchise des Biotech-Unternehmens erzielt weiterhin jedes Quartal Umsätze in Milliardenhöhe, und Gilead hat ein potenziell spielveränderndes, lang wirksames HIV-Medikament in Phase 2 im Test.

Die FDA-Zulassung könnte auch für Filgotinib zur Behandlung von rheumatoider Arthritis auf dem Weg sein, was Gilead in den lukrativen Bereich der Immunologie katapultieren würde.

Die meisten Biotech-Aktien zahlen keine Dividenden, aber Gilead ist eine Ausnahme.
Und seine Dividende ist mit einer aktuellen Rendite von fast 3,7% recht attraktiv.
Gilead hat seine Dividendenausschüttung seit Beginn seines Dividendenprogramms
im Jahr 2015 um 58% gesteigert.
 
24.05.20 15:09 #2590 Ende des Monats Phase-3 Ergebnisse
(Anm:: Derzeit noch eine) Studie zeigt, dass Gileads Remdesivir bei Covid-19-Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen, am "nützlichsten" ist
Das Remedesivir von Gilead Sciences Inc. (GILD), sein Coronavirus-Medikamentenkandidat, ist laut einer Studie des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) am "vorteilhaftesten" für Covid-19-Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen, aber nicht mechanisch beatmet werden müssen.

"Letztlich unterstützen die Ergebnisse Remedesivir als Standardtherapie für Patienten, die mit Covid-19 hospitalisiert sind und eine zusätzliche Sauerstofftherapie benötigen", so der Bericht, der vorläufige Ergebnisse aus der randomisierten, kontrollierten Studie zitiert, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

Während eines 10-tägigen Kurses erhielten die Patienten das antivirale Remedesivir intravenös und ein Placebo. Der Bericht zeigte, dass Patienten, die Remmdesivir erhielten, eine kürzere Genesungszeit hatten als Patienten, die ein Placebo erhielten. Die mediane Zeit bis zur Genesung betrug 11 Tage für Patienten, die mit Remedesivir behandelt wurden, verglichen mit 15 Tagen für Patienten, die ein Placebo erhielten.

"Diese Ergebnisse unterstützen den Einsatz von Remdesivir in dieser Population, wobei der grösste Nutzen bei Personen beobachtet wurde, die eine Sauerstoff-Supplementierung benötigten, aber nicht mechanisch beatmet wurden", sagte Merdad Parsey, Chief Medical Officer bei Gilead Sciences.

Parsey fügte hinzu, dass Gilead erwartet, dass die Ergebnisse seiner Phase-3-Studie SIMPLE-Severe, in der experimentelles Remdesivir in einer ähnlichen Population von Covid-19-Patienten untersucht wird, in "naher Zukunft" veröffentlicht werden.

Ende dieses Monats erwartet Gilead die Ergebnisse der Phase-3-Studie SIMPLE-Moderate, die Remedesivir bei hospitalisierten Patienten mit Covid-19 und Lungenbeteiligung untersucht, die keine Sauerstoff-Supplementierung benötigen.

"Über die laufenden Studien mit Remedesivir hinaus freuen wir uns auf die Einleitung von Kombinationsstudien mit Remedesivir, um zu verstehen, ob die Zugabe anderer Medikamente die Patientenresultate verbessern kann", sagte Parsey.

Die Aktien von Gilead sind in diesem Monat bisher um 13% gefallen, nachdem sie im Zeitraum Januar bis April um 29% gestiegen waren.

Nach Gesprächen mit dem Management von Gilead am 18. Mai sagte der Fünf-Sterne-Analyst Hartaj Singh von Oppenheimer, er bleibe optimistisch für die Aktie, indem er ein Kaufen-Rating mit einem Kursziel von 90 Dollar beibehalte (23% Aufwärtspotenzial auf dem aktuellen Niveau).

"Eine potenzielle inhalierte (vernebelte) Version von Remdesivir (Daten 2H20) könnte die Verfügbarkeit von Remdesivir um das 3- bis 4-fache (gegenüber dem aktuellen Niveau) erhöhen", schrieb Singh in einer Notiz an die Anleger.

Dem Analysten zufolge bereitete das Management auch einen Business Case für remdesivir vor, der die Investoren in den nächsten Wochen möglicherweise auf den neuesten Stand bringen könnte.

"Während wir glauben, dass die Gewinn- und Verlustrechnung von GILD Umsatz- und Gewinndynamik entwickelt, fällt uns die aufkeimende Pipeline-Story langsam ins Auge", schrieb Singh. "Wir glauben, dass GILD weiterhin unerschütterlich daran festhält, lebensverändernde Medikamente auf den Markt zu bringen. Mit einer Dividendenrendite von 4%, 2,5 bis 3 Milliarden US-Dollar in FCF/Quartal und einer Non-GAAP-operativen Marge von >50% sehen wir ein Unternehmen, das trotz des derzeitigen Investoren-Pessimismus für den Erfolg positioniert ist", so Singh.

https://finance.yahoo.com/news/...ost-beneficial-covid-115733828.html  
24.05.20 18:18 #2591 Wait

And see guys

Halten wir mal fest, dass es einen recht guten Artikel im „The New England Journal of Medicine“ gab

Dieses Fachblatt ist nicht vergleichbar mit der „Apothekenrundschau“

Sowas nennt man in Insiderkreisen eine recht „hochrangige Publikation“

Das ist ein kleiner „Ritterschlag“, her majesty, the Queen, would say........



 
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