Geld macht doch glücklich

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neuester Beitrag:  23.02.17 14:00
eröffnet am: 28.07.06 23:12 von: Nassie Anzahl Beiträge: 18
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28.07.06 23:12 #1 Geld macht doch glücklich
Glücklicher Westen
Wohlstand, Bildung, Gesundheit: Eine britische Studie ermittelt, daß Zufriedenheit doch auch eine Frage des Geldes ist.
London - 33 000 Euro zahlen ihre Eltern im Jahr für den Besuch der Elite-Schule - dafür sollen es die Schüler jetzt aber auch wissen: Wie wird man glücklich? Anthony Seldon, Direktor des renommierten Wellington-Colleges bei London, läßt seine Zöglinge vom kommenden Jahr an in "Well Being" - im Glücklichsein - unterrichten. Schließlich, so Seldon, müßten die Mädchen und Jungen aus guter Familie lernen, "daß Gesellschaften mit wachsendem Reichtum nicht unbedingt glücklicher werden".

Der britische Forscher Adrian White kann Seldons Behauptung nicht so ohne weiteres bestätigen. White, Sozialpsychologe an der Universität in Leicester, hat eine "Weltkarte des Glücks" gezeichnet. Um herauszubekommen, wo die glücklichsten Menschen der Welt leben, hat er mehr als 100 internationale Studien, unter anderem vom UN-Kinderhilfswerk, dem US-Geheimdienst CIA und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), ausgewertet. Zudem verwendete er für seine "Weltkarte des Glücks" Umfragen, in denen weltweit mehr als 80 000 Menschen auf Fragen nach Glück und Zufriedenheit Auskunft gaben.

Als Glücksfaktoren definierte White neben Gesundheit, Wohlstand, Bildung und Nationalgefühl die Schönheit der Landschaft. Schließlich stellte er fest, daß die glücklichsten Menschen dort leben, wo es ihnen auch materiell gutgeht. "Diese Studie macht Schluß mit der Idee, der Kapitalismus stürze die Menschen ins Unglück", sagt White. "Wenn die Leute gefragt werden, ob sie glücklich sind mit ihrem Leben, dann bejahen das am ehesten die Menschen in Ländern mit einem guten Gesundheitssystem, einem höheren Pro-Kopf-Einkommen und mit Zugang zu Bildung." Bei der Einschätzung der eigenen Zufriedenheit, so White, würde die Gesundheit zwar eine größere Rolle spielen als Wohlstand oder Bildung. Die drei Faktoren hingen aber sehr eng voneinander ab. In Ländern mit guter Gesundheitsversorgung, hohen Wachstumsraten und gutem Zugang zum Bildungssystem seien die Leute glücklicher als anderswo. Am glücklichsten aber seien die Dänen. Ihnen folgen die Schweizer und Österreicher, Island, die Bahamas, Finnland und Schweden sowie Bhutan, Brunei und Kanada. Die USA landen dagegen nur auf Platz 23, Deutschland gar auf Platz 35 - womit die Bundesbürger glücklicher dran sind als Briten (41), Franzosen (62). Die unglücklichsten Menschen machte White im Kongo und in Burundi aus.

Die britische New Economics Foundation (NEF) hatte erst vor wenige Wochen eine Glücksstudie veröffentlicht, wonach die Bewohner der Länder der G 8 zu den traurigsten Zeitgenossen zählen.

Als glücklichste Menschen machte die Studie die Bewohner der Südsee-Insel Vanuatu aus. Geld spielt hier keine große Rolle.

Doch auch der Züricher Ökonom und Glücksforscher Bruno Frey behauptet, daß der Zusammenhang "arm, aber glücklich" nicht aufgeht. Er glaubt, daß das Wohlbefinden von einem gewissen Lebensstandard abhänge. Immer mehr Geld mache aber auch nicht immer glücklicher. Wichtig sei vielmehr, wie selbstbestimmt ein Leben geführt werden kann. Das wiederum ist immer auch eine Frage des Geldes. Bleibt abzuwarten, was die Schüler des Wellington College lernen. Am Geld fehlt es jedenfalls nicht.

AFP/dpa/clb
 
28.07.06 23:22 #2 sehr gut, besonders der letzte Absatz:

"Doch auch der Züricher Ökonom und Glücksforscher Bruno Frey behauptet, daß der Zusammenhang "arm, aber glücklich" nicht aufgeht. Er glaubt, daß das Wohlbefinden von einem gewissen Lebensstandard abhänge. Immer mehr Geld mache aber auch nicht immer glücklicher. Wichtig sei vielmehr, wie selbstbestimmt ein Leben geführt werden kann. Das wiederum ist immer auch eine Frage des Geldes. Bleibt abzuwarten, was die Schüler des Wellington College lernen. Am Geld fehlt es jedenfalls nicht."

das wirft ein ganz neues Licht auf die deutschen Arbeitslosen. Demnach ist
keiner gerne arbeitslos, weil eben der mit dem finanziellen Einbruch der
soziale Abstieg einhergeht und, das Umfeld zusehends Distanz nimmt. Daran
lässt sich erkennen, wie verfahren die Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist.
 
28.07.06 23:24 #3 Also lässt es sich demnach

auch keiner gerne in der sozialen "Hängematte" freiwillig gutgehen...  
28.07.06 23:43 #4 die "schmarotzerdebatte" ist von jenen biederen
und asozialen geistern gelenkt, die selber auf höchstem niveau alles fressen was in ihre nähe kommt aber gleichzeitig mit ihrem feigen, dumpfen geist die oberfläche der massenmedien besetzen.

da es ja gesellschaftstauglich ist, nach oben zu kriechen und nach unten zu treten ist es kein wunder wenn diese massenausgrenzung namens hartzIV anerkannt wird.
ich warte auf jenen zeitpunkt wo wieder sterne auf jacken zu heften sind, natürlich zeitgemäss als unsichtbare, eingenähte chips.

warum? ja nur zur kontrolle, um missbrauch zu verhindern.  
28.07.06 23:48 #5 @tomatensaft
sehr treffend zusammengefasst. Kann dir leider keinen Grünen geben, würde es aber tun.  
29.07.06 00:00 #6 So ist das dann - wenn man sich auf die Schult.
haut. Gröhl.  
29.07.06 00:09 #7 ja karlchen, du als aufgeklärter schulterklopfer
kennst das wohl besser, nicht wahr?  
29.07.06 00:19 #8 @Karlchen xxx
in der DDR war halt alles besser, gelle?! Bau am Besten eine hohe Mauer und verkrieche dich dahinter!  
29.07.06 00:20 #9 karlchen ich habe mich vertan, entschuldige.
bei durchsicht vieler deiner postings bin ich zur einsicht gelangt, schenkelklopfer wäre treffender.  
29.07.06 13:16 #10 Fest steht nach dieser Studie
in einem warmen Nest, kann man am besten glücklich sein. Ist aber auch nicht wirklich überraschend.  
01.06.09 14:33 #11 Es geht nichts über Geld
SPIEGEL ONLINE
 
01. Juni 2009, 08:16 UhrGLÜCKSFAKTOR GELD
Kapitales Rauschmittel
Von Mathias Schreiber

Geld allein macht nicht glücklich, es sollten zusätzlich auch Aktien, Gold und Grundstücke sein - sagte schon der legendäre US-Komiker Danny Kaye. Eine neue Studie gibt ihm recht: Finanzieller Zugewinn lässt keinen kalt, egal wie viel er schon hat.

Die Frage zu beantworten, was das Glück eigentlich sei, ist nicht zuletzt darum so schwierig, weil dabei nach etwas halbwegs Objektivem in einem extrem subjektiven Gefühlsbiotop gesucht wird; weil zumal das Urteil über ein geglücktes Leben erst von dessen Ende her, und definitiv auch nur von einem Standpunkt außerhalb dieses Lebens, gefällt werden kann; andererseits komplett in die Zuständigkeit der Innerlichkeit jenes Einzelnen gehört, um den es geht. Eine eigentlich unmögliche Urteilssituation.

Schon die alten Griechen, so zum Beispiel Aristoteles, wussten: Das einzelne Leben kann im Rückblick nicht als gelungen erscheinen, wenn sein Ende die Angehörigen und Freunde ins Unglück gestoßen hat. Etwa durch hinterlassene Schulden oder schmutzige Geheimnisse, die erst durch den Tod offenbar geworden sind. So gilt auch eine Königsherrschaft als nicht geglückt, wenn die Politik, die der Monarch bis dahin verfolgt hat, das Land nach seinem Tod in die Katastrophe führte.

Die Antwort auf die Frage nach dem wahren Glück fällt vor allem deshalb schwer, weil es so einfach zu sein scheint, sie zu geben. Die meisten glauben an den sprichwörtlichen Satz: Geld macht nicht glücklich. Der Physiker Albert Einstein sagt: "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt." Das stimmt. So mancher Geldsack ist innerlich hohl und unerfüllt, Geld sichert zwar die materielle Existenz und macht unter Umständen zufrieden, kann aber zu der Frage nach dem Sinn dieser zufriedenen Existenz wenig beitragen. Andererseits kann Geld durchaus glücklich machen, auch wenn man nicht so weit gehen muss wie der US-Komiker Danny Kaye, der meinte: "Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu."

Erst kürzlich haben zwei angesehene Wirtschaftswissenschaftler von der US-Universität in Pennsylvania, Betsey Stevenson und Justin Wolfers, eine Studie abgeschlossen, in der sie über einen längeren Zeitraum hinweg die Aussagen armer und reicher Menschen verschiedener Länder gesammelt und ausgewertet haben. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass trotz kulturbedingt unterschiedlicher Einschätzungen des Glücks die Leute fast überall auf der Welt glauben, sie würden glücklicher, wenn das durchschnittliche Einkommen um drei Prozent steige, egal wie arm oder reich das jeweilige Land absolut gesehen sei; und sie behaupten, mehr Geld mache selbst den zufriedener, der schon genug davon habe.

Lange Zeit galt das Gegenteil: US-Forscher hielten über Jahre hinweg an der Meinung fest, Glück hänge zwar vor allem vom wirtschaftlichen Erfolg des Einzelnen ab, die Untergrenze liege bei einem Jahreseinkommen von ungefähr 80.000 Dollar - wer weniger verdiene, sei eher unzufrieden, wer hingegen mehr verdiene, nicht deutlich glücklicher. Sei jedoch erst einmal eine gewisse Schwelle des Wohlstands überschritten, so glaubte man nicht zuletzt infolge einer Analyse des japanischen Wirtschaftswunders, verfliege jene Glück bringende Wirkung des Geldes, die in ärmeren Nationen eindeutig zu beobachten ist.

Die neue, 2008 bekanntgewordene Studie aus Pennsylvania besagt nun: Geld ist zwar nicht alles, aber genauso wenig gibt es einen Sättigungspunkt, von dem an finanzieller Zugewinn den Profiteur kalt lässt.

Die grenzenlose Gier mancher Top-Manager, die im Winter 2008 /2009 als eine der Ursachen für eine der größten Finanzkrisen der Geldgeschichte - ein weltweites Massenunglück benannt und beklagt wurde: Hier wird sie als zweckfreier Lustgewinn wissenschaftlich aktenkundig. Gerade dieser Lustgewinn kann auch den einzelnen Menschen ins Unglück stürzen.

Im Januar 2009 warf sich einer der Großindustriellen Deutschlands vor einen Zug: Adolf Merckle, der 74 Jahre alte schwäbische Chef von Firmen wie Ratiopharm, Kässbohrer und HeidelbergCement. Der Herr von rund 120 Unternehmen, der mit einem Vermögen von zehn Milliarden Dollar im Jahr 2008 Platz 94 der reichsten Menschen der Welt einnahm (laut US-Magazin "Forbes"), hatte sich katastrophal an der Börse verspekuliert: Um die hohen Schulden, die er zu und nach der Übernahme von HeidelbergCement angehäuft hatte, ohne zusätzliche Kredite bedienen zu können, hatte er zu viel Geld auf fallende VW-Aktienkurse gesetzt, die dann aber permanent stiegen. Merckle hätte auch ohne den Zukauf jener Baustofffirma ausgesorgt gehabt: Waldbesitz, das Schloss Hohen Luckow, ein eigener Skilift im Kleinwalsertal und vieles andere bezeugen satten Wohlstand, den ein wenig zu reduzieren gewiss möglich gewesen wäre, ohne den Status des erfolgreichen Unternehmers einzubüßen. Aber das Glück, um das es in diesem Fall geht, spielt in einer anderen Liga.

Der Journalist Rainer Hank schrieb - im Wirtschaftsteil der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 11. Januar 2009 - zur spektakulären Selbsttötung des Blaubeurer Milliardärs: Merckle sei "ein Abenteurer" gewesen, vergleichbar den "großen amerikanischen Unternehmern der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts". Zudem "ein Spieler, einer, der als Unternehmer, Spekulant und Schuldner immer voll auf das Risiko setzte … 'Thrill' nennt der Soziologe Urs Stäheli das den Spekulanten begleitende Glücksgefühl, ein schwer übersetzbares Wort, welches eine Art Nervenkitzel, einen Kick meint, der die Emotionen hochfährt und das Gemüt in Spannung und Wallung versetzt. Es geht nicht nur um die Vorwegnahme des großen finanziellen Glücks, das man zu erlangen hofft: Es geht viel mehr um den Genuss jenes magischen Moments, in dem man nicht weiß, was die Zukunft bringen wird. Der Reiz des Risikos treibt uns in eine ambivalente Situation, einen außergewöhnlichen Zustand der Angstlust. Der Thrill des Spekulanten kommt einer Art Rauschzustand gleich; kein Wunder, dass Glücksspiele süchtig machen können."

Ein Spiel - die Bankwette auf fallende VW-Aktienkurse - war es schließlich, das den Zocker Merckle erst faszinierte, dann aber zu Fall brachte. Der Glücksfaktor Geld ist also keine nüchterne Summe aus Aufwand und Rendite, sondern letztlich so irrational wie die Sentimentalität eines Liebespaars bei Vollmond.

Im angelsächsischen Raum gehört das Nachdenken über den Zusammenhang von Geld, Wohlstand und Glück zum Alltagsgeschäft, hängt doch nicht zuletzt davon die Akzeptanz der Marktwirtschaft ab. Der englische Philosoph John Locke konstatierte schon 1689, also 87 Jahre vor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung - die das "Streben nach Glück" (The Pursuit of Happiness) ausdrücklich als humanes Grundrecht fixiert: "Die höchste Vollkommenheit einer vernunftbegabten Natur besteht in dem unermüdlichen Streben nach wahrem und dauerndem Glück." Materieller Erfolg bedeutete gewiss auch für Locke eine Menge Glück. Leider ist es nie von Dauer.

Was meint also "wahr" und "dauernd" in Bezug auf Glück? Zunächst einmal ist klar: Glück, egal welches, will andauern. Auch weil ein Glücklicher, der jeden Augenblick das jähe Ende dieses angenehmen Zustands vergegenwärtigen muss, sein Glück gar nicht recht genießen kann - aus Sorge um den Zeitpunkt dieses Endes. "Wahres", weil "dauerndes" Glück - worin besteht es?



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01.06.09 14:38 #12 ...fragt mal magna,
die können sicherlich eine Antwort geben
Gruß Post  
20.09.11 12:26 #13 Neue Erkenntnisse
Dienstag 20. 09. 2011, 12:09 Uhr


Gesellschaft
Studie: Deutsche so glücklich wie lange nicht mehr
Berlin (dpa)- Die Deutschen sind nach einer Studie mit ihrer Lebenssituation so glücklich wie lange nicht mehr. Experten haben die Untersuchung in Berlin vorgestellt. Die glücklichsten Deutschen leben demnach in Hamburg - am wenigsten zufrieden sind die Menschen in Thüringen. Insgesamt hole der Osten aber in Sachen Glücksgefühl immer weiter auf, hieß es. Der Abstand zu Westdeutschland betrage derzeit nur noch 0,3 Punkte - nach der Wende waren es noch 1,3.

Quelle: n-tv.de / dpa

Aber über Geld steht nichts drin in der Meldung.  
20.09.11 14:11 #14 Ein direkter Zusammenhang zwischen Glück und.
erschließt sich mir auch nicht, da können die Jungs noch 1000 Studien anfertigen.

Es liegt mMn. vermutlich einfach nur daran, wie man selbst Glück definiert! Ich habe "dumme" arme Menschen getroffen, die waren deutlich glücklicher als ich und wirklich wohlhabende Zeitgenossen die ordentlich was in der Birne hatten, aber wenn man den Finger in die Wunde legte, merkte man ohne Psychologiestudium sehr schnell, wie unglücklich sie waren... obwohl mind. 90% sagen würden, was will der denn, der hat doch nun wirklich alles!

So what, ich freue mich auf ein Wiedersehen beim Weihnachtsessen (hoffentlich klappt es)... so etwas ist für mich Glück!

Gruß
utscheck  
20.09.11 14:18 #15 hmmm ...
... ich glauge das liegt daran, dass gerade an den grossen scheinen immer etwas restkoks haftet und uns über die berührung in die adern wandert. keine populäre analyse, sicher ... aber wer braucht schon populäre analysen??  
20.09.11 14:57 #16 Das sind die Ergebnisse der Studie
Die Deutschen sind so zufrieden wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr - das ist das Ergebnis einer Studie, die Experten in Berlin vorstellten. Ganz vorne dabei sind die Hamburger.
Auf einer Skala von 0 bis 10 lag die Lebenszufriedenheit der Hamburger bei 7,38 Punkten. Am wenigsten zufrieden sind die Menschen in Thüringen (6,45 Punkte). Insgesamt hole der Osten aber in Sachen Glücksgefühl immer weiter auf, hieß es. Der Abstand zu Westdeutschland betrage derzeit nur noch 0,3 Punkte - nach der Wende waren es noch 1,3. "Die Deutschen sind heute so zufrieden wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr", sagte Studienleiter Prof. Bernd Raffelhüschen.

Der erste Glücksatlas Deutschland basiert auf einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Frühjahr 2011 und auf Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) von 2009. "Die Finanzkrise von 2008/09 hat insgesamt die Lebenszufriedenheit kaum getrübt", erklärte Raffelhüschen. "Fast überall gilt außerdem: Frauen sind glücklicher als Männer", ergänzt der Ökonom. Nur in Hannover sind die Männer - aus unbekanntem Grund - zufriedener. Außerdem gilt: Die Jüngeren bis 30 und die Menschen nach der Familienphase sind glücklicher. "Dazwischen hat das Glück eine Delle", sagte Raffelhüschen.

"Geld allein macht nicht glücklich, aber es hilft dabei"

Glücksfaktor Nummer eins ist zumeist eine sehr gute Gesundheit. Aber auch Menschen, die in Partnerschaften leben, regelmäßig Freunde treffen und Sport treiben, tut dies gut. Größte Glückshemmnisse sind im Gegenzug Gesundheitsprobleme, Tod des Partners, ungewollte Arbeitslosigkeit und wenig Sozialkontakte. "Menschen, die keinen Job haben, sind sehr deutlich unglücklicher als Menschen, die gut beschäftigt sind", sagte der Politologe und Studien-Mitarbeiter Max Höfer.

"Geld allein macht nicht glücklich, aber es hilft dabei", sagte Raffelhüschen. Tatsächlich zeigt die Studie, dass ein höheres Einkommen auch eine höhere Lebenszufriedenheit mit sich bringt - allerdings nur bis zu einem gewissen Grad, dann setzt Gewöhnung ein.

Ergänzende Daten für den Glücksatlas, der im Auftrag der Deutschen Post erstellt wurde, ermittelte das Institut für Demoskopie Allensbach in einer repräsentativen Umfrage zum Stellenwert der Arbeit. Materielle Aspekte wie Einkommenshöhe oder Urlaub rangierten dabei nur im Mittelfeld. Wichtiger war vielen der Spaß an der Arbeit, die den eigenen Fähigkeiten entspricht und wertgeschätzt wird. "Die wichtigste Erkenntnis für mich war, dass es in unseren Unternehmen offenbar zu wenig Kultur der Anerkennung gibt", resümierte Allensbach-Leiterin Prof. Renate Köcher.  
22.06.14 12:33 #17 Deutsche zufrieden wie nie
Deutsche zufrieden wie nie
Rund die Hälfte der Deutschen ist mit ihrem Leben in hohem Maße zufrieden.
Das liegt an ihrer guten Gesundheit und der niedrigen Arbeitslosigkeit. Auch die
Religion beeinflusst das Wohlbefinden.
21.06.2014, von CHRISTIAN SIEDENBIEDEL


Die Lebenszufriedenheit in Deutschland ist auf einen Höchststand gestiegen – zu
den wichtigsten Gründen dafür gehört die niedrige Arbeitslosigkeit. Das geht aus
einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hervor, die der Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegt. Die Wissenschaftler Dominik Enste und Mara
Ewers haben dafür Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet, für das
seit 1984 regelmäßig rund 20 000 Menschen in Deutschland zu unterschiedlichen
Themen befragt werden. Die letzte Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.
Bei der jüngsten Befragung gab rund die
Hälfte der Deutschen an, mit ihrem Leben
„in hohem Maße zufrieden“ zu sein. Ähnlich
gut war die Stimmung in Deutschland den
Wissenschaftlern zufolge nur bei der
Wiedervereinigung und zur Zeit des Internet-Hypes um das Jahr 2000. Als wichtigste
Ursache, warum Menschen sich als zufrieden beschreiben, macht die Studie die
individuelle Gesundheit aus.
Aber auch die Religion spiele eine Rolle: Konfessionslose äußerten sich tendenziell
unzufriedener, Katholiken hingegen zufriedener als Protestanten. Die
Gesamtentwicklung der Zufriedenheit korreliere negativ mit der Arbeitslosigkeit, die
zuletzt sehr niedrig war.
Quelle: F.A.S.
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23.02.17 14:00 #18 Die 10 Faktoren um sein Glück zu finden
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