Gazprom 903276

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neuester Beitrag:  20.09.19 20:13
eröffnet am: 09.12.07 12:08 von: a.z. Anzahl Beiträge: 42321
neuester Beitrag: 20.09.19 20:13 von: Pitsch Leser gesamt: 8690917
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09.12.07 12:08 #1 Gazprom 903276
hat einen Thread verdient, der nicht nur "schlachten" oder den Wert "forever" hochjubeln will.
Der Chart (hier im Jahresüberblick) erscheint mir im Moment bemerkenswert:
mit Phantasie ist eine Formation ähnlich S-K-S zu erkennen, und das Hoch vom Januar (37,- €) wurde signifikant genommen. Die Indikatoren (TrendFOLGE!) sehen natürlich gut aus. Die Bollinger sind weit offen.
Das alles zusammen sollte ein weiteres Aufwärtspotential indizieren - vielleicht nach einer kleinen Erholung auf dem derzeitigen Niveau.

Ich bin mit einem Hebelprodukt investiert und würdemich über weitere Meinungen und Fakten freuen.

Na sdrowje!
-----------
Gruss - az

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20.09.19 09:37 #42297 Ich glaube, ich liege richtig, mit meinen Ged.
für die Verhandlungen zwischen EU, Russland, Gazprom und Naftogaz.

Sieht so aus, als wenn Gazprom Gas durch die Ukraine bereit ist durch zu leiten, wenn es einen unabhängigen Versorger nach EU-Richtlinien dafür gibt und die Streitigkeiten zwischen GAZPROM und NAFTOGAZ damit komplett beendet werden, so dass NS2 komplett gebaut und in Betrieb genommen wird. Das war auch mein Gedanke.

Jetzt folgen Infos aus den Medien zum nachlesen:

Am Vortag sagte Oryol, dass Kiew die Position der Europäischen Kommission unterstützen würde: „Gazprom“ behält den Transit für einen Zeitraum von zehn Jahren mit einem durchschnittlichen jährlichen Volumen von 60 Milliarden Kubikmetern Gas. Weitere 30 Milliarden Kubikmeter pro Jahr stehen anderen Unternehmen oder kurzfristigen Verträgen von Gazprom zur Verfügung.
In Moskau wurde festgestellt, dass das Abkommen für Russland wirtschaftlich attraktiv sein sollte, und die Ukraine muss einen Plan zur Modernisierung ihres Gastransportsystems vorlegen.
Darüber hinaus besteht Russland darauf, dass Gazprom und Naftohaz Streitigkeiten in internationalen Schiedsverfahren beilegen sollten.

https://www.russland.capital/...vertrag-durch-die-ukraine-verlaengern

Entscheidende Fragen wie Liefervolumen und Preise sind aber nach Sefcovics Worten noch offen. Die Entscheidung, wie viel Gas die Ukraine künftig von Russland beziehe, beeinflusse auch Preise für die Durchleitung. Im Interesse der europäischen Verbraucher sei ein "guter Preis" und nicht zu hohe Transitgebühren, sagte der Kommissionsvize.

https://www.handelsblatt.com/dpa/...-2415481-iQ5a6gnypUzT4MehdtHd-ap1

Verhandlungen schleißt auch Nordstream 2 mit ein.  
20.09.19 09:49 #42298 burisma!
in washington kocht die alte burisma geschichte hoch, schmutzige wäsche wird hervorgekramt. das dürfte den ukrainischen gasmarkt heftig schütteln..

Der amerikanische Präsident soll dem neuen ukrainischen Präsidenten Versprechen gemacht haben, die einem mithörenden Geheimdienstler Bauchschmerzen bereiteten. Die Meldung eines Whistleblowers alarmiert Washington – doch die Administration blockiert die Information des Kongresses.
 
20.09.19 09:55 #42299 Wenn Gazprom
einen Vertrag für 60+30 Mrd und
10 Jahre unterschreiben würde, wären die Investitionen in NS2 und Turkish Stream absolute Fehlinvestitionen (ich glaube das sind um die 40 Mrd USD). Gazprom und seine westlichen Partner (darunter deutsche und österreichische Firmen) würden sehr viel Geld verlieren. Ich bin mir fast sicher, dass das nicht passieren wird.  
20.09.19 10:32 #42300 @tricky Nein, Gazprom macht das richtig
Bitte ganz lesen, es lohn sich.

Ich müsste jetzt ewig suchen, aber ich habe bei Gazprom eine Analyse in letzten Monat zum Gasmarkt gelesen. Der Verbrauch in der EU soll binnen 5 Jahren um 86% steigen. Dafür brauchen die diese großen Kapazitäten. Denn die EU wird dann alleine auf ca: 200 Mrd Qubikmeter Gas pro Jahr als Konsument von Gazprom erhalten, wird bei denen kalkuliert.

Auf der anderen Seite versucht man den Gaspreis von russischer Seite niedrig zu halten, damit nicht Investitionen in das Gasfeld vor Israel bis Ägypten getätigt werden.

Außerdem stehen die US-Gasproduzenten vor über 100 Milliarden an Refinanzierung im nächsten Jahr.
Wenn dann der Gaspreis niedrig ist, wird viel Konkurrenz vom Markt gefegt werden.

Deshalb lautet die Strategie von Gazprom:
- Niedrige Preise bei fester Abnahme auf lange Zeiträume bis zu einen gewissen Anteil der Produktion und
- ein andere Anteil wird auf dem Spotmarkt über ihre Handelsplattform direkt zu Marktpreisen verkauft.

Der Verkauf soll im Ausland nach der Strategie von Moskau - ich rede hier nicht von GAZPROM, sondern vom russischen Staat - ihre Gewinne im Ausland in Rubel behalten und erhalten in der Umkehr eine negativ Steuer von ca -3%. Das bedeutet, man will Außenhandelserlöse subventionieren, in dem man diese Gewinne aus dem Ausland nicht in das Inland transferiert, um so den Rubel zu stärken.

Der Rubel ist nach BIG-MAC-INDEX um das Dreifache unterbewertet. Bei einem Gleichgewicht hätte man also die letzte Dividende mal 3 bekommen.

Russland will den Rubel zur Reservewährung der Welt machen.
Aus diesem Grund hat Russland so hohe Goldreserven vorgehalten, dass alle privaten, gewerblichen und staatlichen Auslandsschulden in Gold bezahlt werden können und zwar heute schon.
Staatverschuldung von Russland liegt bei 14,2% des BIP. Russland ist die 5 größte Volkswirtschaft und wird 2020 die BRD von Platz 4 verdrängen.

Ihr versteht vielleicht das große Ganze noch nicht so ganz, deshalb versuche ich es euch zu erkläre.
Putin will das die Unternehmen 50% ihres Umsatzes durch Export verdienen und das in Russland investiert wird. Dafür macht er alles Mögliche. Wer in Russland investiert, der muss von der Behörden aktuell bevorzugt vorrangig schnell bedient werden und besitzt sogar eine geminderte Immunität als Investor, sollte man aus dem Ausland irgendwas gegen den Investor vorhalten. Das gibt es Nirgendswo sonst. Außerdem darf man sich direkt an eine neue geschaffene Stelle im Kremel als Mittel- bzw. Großinvestor wenden, um seine Vorhaben über den Kremel begleitet umsetzen zu können. Auch dies gibt es Nirgendwo sonst.

2019-2020 soll das BIP um 0,5% bis 1,5% wachsen. 2021 soll das BIP um 3,1% fortlaufend stabil wachsen, nach Angaben die die russische Zentralbank machte.

In GAZPROM eigenen Berichten wird von einem Umtauschkurs zu nächsten Jahr von 1 zu 60 ausgegangen. Aktuell haben wir ca. 1 zu 71.

Im letzten Jahr ist GAZPROM mehr gewachsen, als die gesamte Gasbranche ohne Gazprom zusammen.

Das ist hier eine Goldene Ganz für all jene, die wie ich und sicherlich du, Lucky oder Raider billigst eingestiegen sind. Vor allem die unter 5 Euro im Mix liegen.

Ich denke, dass sich unsere Dividende im November fast verdoppelt, weil die Quote zur Ausschüttung angepasst wird. Durch den Wechselkurs wird sich dieser Wert alleine binnen der nächsten 5 Jahre noch mal verdreifachen und dann kommt da noch die Mehrauslastung.

Seht euch dazu bitte auch mal den wirtschaftwissenschaftlichen Bericht für den Deutschen Bundestag an. Sowie das Verfahren von GAZPROM der ERDGASSPALTUNG in CO2 freien Wasserstoff und als Restprodukt kommt - so glaube ich ist das richtige Wort für den Kohlenstoffanteil - Carbon in Granulatform raus.
 
20.09.19 11:37 #42301 #42299 die Investitionen in NS2
sind für Gazprom eigentlich nur "Peanuts"...

Scheinbar sind einigen die Größenordnungen, in denen sich Gazprom
bewegt nicht ganz bewusst...

Gazprom ist der Weltweit größte Erdgasproduzent...!!!

Umsatz > 110 Mrd....

 

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20.09.19 12:13 #42302 hi Lucky79
Denke vor allem an die Transit gebühren von 3 bis 5 Mrd$ pro Jahr die Gazprom allein bei der Ukraine einsparen wird

Mit diesem  Geld würde Gazprom zb die China Piplines Finanzieren können.

Fakt ist auch dass die Ukraine ein Klotz am Bein ist das mit untersteützung des Westens Gazprom platt machen will.!?

Fakt ist,,, dass die Ukraine Piplines nicht mehr auf der Gazprom HomePage gelistet werden..

http://www.gazprom.de/projects/

Denke mir dass es keinen Sinn ergibt Falschinfos des Westens zu Komentieren, denn

Russland hat längst beschlossen was passiert und nur Russland kann das.

Frage,, was soll denn der Westen tun wenn Gazprom kein Gas mehr durch die Ukraine liefert wenn Kontrakt erfüllt + abgelaufen ist.!?  

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20.09.19 12:21 #42303 #raider007
"Fakt ist auch dass die Ukraine ein Klotz am Bein ist das mit untersteützung des Westens Gazprom platt machen will.!?"

Was für ein Schwachsinn du wieder von dir gibst.
...  

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20.09.19 12:32 #42304 #42303 Beleidungen sind Hauptbestandteil D.
Postings hier...

Wenn Du zum Thema nix beitragen kannst...
dann lass es halt einfach u. warte auf Deine Einstiegskurse unter 5....  :-)  
20.09.19 12:40 #42305 Russland hat gesagt,
dass es mit Ukraine nach EU Recht zusammenarbeiten werden. Das steht in allen Medien, lieber USB Driver. EU Recht sieht vor (3 Energiepaket), dass die Pipelines unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung sollen und dass die Pipelinebetreiber regelmäßig Auktionen durchführen sollen. Die Gaslieferanten sollen daran teilnehmen und die notwendigen Kapazitäten für sich reservieren. EU will weg von langfristigen Verträgen! Nur nicht im Fall der Ukraine, die in die EU will, aber dafür  bezahlen soll Russland. Bis jetzt hat die EU nur überteuertes russisches Gas als Hilfe an die Ukraine verkauft. Russland will den Ukrainetransit nicht ganz unterbrechen. Früher hatte Miller gesagt 15 Mrd. sind vorstellbar. Nun ja, wir werden sehen. Im Übrigen verkauft Gazprom jetzt schn um 200 Mrd in die EU und nicht in 5 Jahren, wie Sie schreiben.  
20.09.19 12:49 #42306 Putin
ist doch nicht auf die Fresse gefallen...

Die Russen wissen genau, was sie tun. Nur hier im Westen wird dem Volk vermittelt, dass hier ebenbürtige Verhandlungspartner am Tisch sitzen. Ich denke, das ist falsch! Klar ist GP als russischer Konzern daran interessiert möglichst viel Gas zu liefern. Egal wohin.

Aber nicht egal, zu welchem Preis!

GP ist auch daran interessiert langfristige Gaslieferverträge abzuschliessen - auch mit dem Westen - nicht nur mit den Asiaten. Sonst hätte man sich NS2 sparen können. Die Umgehung der Ukraine hat ja nicht nur wirtschaftliche Aspekte - auch wenn dies von den Russen so kommuniziert wird. Und ich glaube auch schon nicht mehr alles, was hier in den Medien steht. Es ist wie immer ein Verwirrspiel. Nichts anderes.

Am Ende kommt es ganz anders als man denkt.  

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20.09.19 13:39 #42307 #Lucky AFD Futzi
Hab ich mit dir gesprochen?  

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20.09.19 13:56 #42308 #42307 Deine Art gefällt mir nicht...
Hast wohl keine Erziehung genossen... wie..?

Warum stänkerst hier so rum....?  
20.09.19 14:02 #42309 es gibt langsfristige Verträge
mit dem Endverbraucher wie bei NS2 und Power of Sibiria und langfristige TRANSITverträge wie im Fall der Ukraine. Die  Ukraine kauft kein Gas von Gazprom, sie leitet es nur weiter. Solche Verträge sind für Gazprom nicht wirklich interessant, wenn es eine Möglichkeit gibt über die eigene Pipeline den Endverbraucher zu versorgen.  
20.09.19 14:06 #42310 #Lucky AFD Futzi
Bestimmt eine bessere als du.....

Nur deine Art und Weise nerven hier tierisch !

Darauf bestell ich mir noch einen Cocktail.
Irgend wohin muss ja die wahnsinns Dividende von GP.

Diskussion aus.  
20.09.19 14:28 #42311 #42310 dann wünsch ich Dir angenehmen U.
und trink nicht zu viel...  ;-)  
20.09.19 16:04 #42312 super recherchiert, sehr interessant!!
20.09.19 16:09 #42313 #42312 leider Kostenpflichtig...
so ist es mit den INformationen..
die welche es frei gibt... sind nicht mal die Hälfte von dem Wert,
was man für die günstigsten bezahlen muss...

Trotzdem der Anfang klinkt sehr gut recherchiert.


Der Gasdeal wird kommen...
meine Meinung zu der Gasmenge kennt ihr ja.

Wir werden sehen.... in ein paar Tagen sind wir schlauer...

Was mir nun gar nicht gefällt, ist dass unsere Regierung scheinbar
Gasheizungen abschaffen will....!

https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/...izungen-4859.html

Aber wir sollten erst mal das Jahr 2050 abwarten... ;-)  
20.09.19 16:11 #42314 hi sokooolein
du verkommst immer mehr zur Pöbel ID

liess dir mal den Stuss in letzten 100 postings durch den du hier verbreitest.!?

Also falls du du nix zu Gazprom weisst bleib einfach Still,, wäre das beste

 

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20.09.19 16:16 #42315 hm
komisch, ich habe den kompletten Artikel gelesen und ich habe auch kein Abo. hier die Kope:

"Brüssel (energate) - Die dritten trilateralen Gespräche über den Transit von russischem Gas durch die Ukraine verliefen ohne Fortschritte. EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic will die Vertreter Russlands, Energieminister Alexander Nowak und Gazprom-CEO Alexej Miller, sowie der Ukraine, Energieminister Oleksij Orschel und Naftogaz-CEO Andrej Kobolew, Ende Oktober zum vierten Mal an den Verhandlungstisch nach Brüssel holen. Bis dahin muss es Fortschritte bei der eigentumsrechtlichen Entflechtung des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz geben. Der Aufbau eines unabhängigen Fernleitungsnetzbetreibers, bei dem dann auch die Transitverträge mit Russland liegen, ist seit längerem Gegenstand der Gespräche (energate berichtete).

Wie Sefcovic nach den Gesprächen bekannt gab, habe es diesbezüglich erst am Vortag eine Absichtserklärung aus Kiew gegeben. Am 1. Dezember müsse ein ukrainischer Fernleitungsnetzbetreiber zertifiziert sein. Die Ukraine unterliegt auch als EU-Drittland den Energiebinnenmarktgesetzen, weil es zur europäischen Energiegemeinschaft gehört, deren Mitglieder sich verpflichtet haben, das EU-Recht in diesem Punkt zu übernehmen. Darauf habe die russische Seite als Vorbedingung für einen neuen Vertrag bestanden.

Die Zeit für einen neuen Vertrag drängt, denn der alte läuft Ende des Jahres ab. Ohne Vertrag würde dann kein russisches Gas mehr über die Ukraine in die EU fließen. Die Kapazität der Ostsee-Pipeline "Nord Stream 2" - sollte sie bis dahin fertig sein - würde als vollständiger Ersatz nicht ausreichen. 2018 flossen 83 Mrd. Kubikmeter über die Ukraine, über "Nord Stream 2" könnten 55 Mrd. Kubikmeter fließen.

EU-Kommission befürchtet keine Versorgungskrise

Nach der Herausforderung der Versorgungssicherheit von energate gefragt, versicherte Sefcovic, dass die EU im Notfall gut vorbereitet sei. Die Gasspeicher seien zu 90 Prozent gefüllt. "Spekulieren Sie nicht mit dem Schlimmsten", sagte Sefcovic. Er sei zuversichtlich, dass rechtzeitig ein Vertrag zustandekomme. Beide Seiten würden sich auf eine Vertragsdauer, Volumen und Preis einigen. Alle drei Elemente hingen eng miteinander zusammen.

Die Ukraine möchte einen zehnjährigen Liefervertrag über 60 Mrd. Kubikmeter pro Jahr und wird dabei von der EU-Kommission unterstützt. Russland hingegen möchte lieber einen kurzfristigen Vertrag. Sobald die Ukraine in den EU-Energiebinnenmarkt integriert ist, wären kurzfristige Auktionen möglich. Weiterhin möchte Russland, dass die Ukraine russisches Gas für den Eigenverbrauch kauft. Die Ukraine kauft das aber lieber in der EU ein. So hatte Naftogaz vor kurzem bei einem internationalen Händler eine Lieferung von 450 Mio. Kubikmetern für das erste Quartal 2020 gekauft (energate berichtete). Das Problem ist, dass die Ukraine im Grunde dabei auch russisches Gas kauft, das vorher über die ukrainischen Pipelines in die EU geflossen ist. Indirekt hängt die Eigenversorgung der Ukraine damit zumindest preislich am Transit. Wenn die Ukraine direkt russisches Gas für den Eigenverbrauch kaufen würde, käme es das Land insgesamt billiger, so Sefcovic gegenüber energate. "Je größer das Volumen, desto niedriger der Preis." Das müsse die Ukraine aber selbst entscheiden.

Neben den drei noch offenen Vertragselementen (Volumen, Dauer, Preis) muss noch ein Zahlungsstreit zwischen beiden Ländern geklärt werden. Die Ukraine will, dass Gazprom 2,6 Mrd. US-Dollar Vertragsstrafe bezahlt, wie es ein Stockholmer Schiedsgericht im Frühjahr 2018 geurteilt hatte (energate berichtete). Grund war ein ausgelaufener Transportvertrag, den Russland nicht ausgeschöpft hatte.

Zwei mögliche Lösungen für Opal-Streit

Die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (Opal) sei auch Teil der Gespräche gewesen, führte Sefcovic aus. Seine Behörde erwäge gegen die Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) in Berufung zu gehen. Dies hatte die Ausnahmegenehmigung für die Opal, an der Gazprom beteiligt ist, für ungültig erklärt (energate berichtete). Die EU-Kommission werde mit dem Argument in Berufung gehen, das EuG habe den Solidaritätsaspekt zwischen den Mitgliedsstaaten, insbesondere zu Polen, nicht berücksichtigt. Das Verfahren könne aber drei Jahre in Anspruch nehmen. Die Alternativoption zur Berufung sei, dass die Bundesnetzagentur die Angelegenheit nochmal neu bewerte, was schneller gehen würde. Seine Behörde sei mit der Bundesnetzagentur diesbezüglich in Kontakt, so der Kommissionsvizepräsident.

Opal ist für die Gasversorgung der EU wichtig, weil sie die Ostseepipeline "Nord Stream" an das europäische Erdgas-Fernleitungsnetz anbindet. Wegen des EuG-Urteils darf die Leitung derzeit nur noch zur Hälfte von Gazprom genutzt werden. /rl
 

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20.09.19 16:54 #42316 #raider007
Von Ihnen kommen bereits 2 der letzten 20 (oder weniger) negativen Bewertungen für
raider7.

Du bist so uninteressant...ich lach mich schlapp.  
20.09.19 17:16 #42317 #42315 Danke...!
sehr informativ...

Wie ich es erwartet habe...

Aber... wir brauchen uns keine Sorgen zu machen...
das Kind wird schon irgendwie geschaukelt.  :-)

Gazprom kann nur der Gewinner sein.

 
20.09.19 17:17 #42318 #42316 oh Gott...!

yell

 
20.09.19 17:25 #42319 @ Ghul13
gut recherchiert und objektiv.
Zu OPAL gibt es auch 2 kreative russische Lösungen:)
1. Die deutschen Kunden kaufen das Gas an der russischen Grenze, dann ist es kein russisches Gas mehr sondern deutsches
2. Man erreichtet mitten in der Ostsee ein virtuellen Hub, dann sind die Lieferungen vom 3. Energiepaket nicht mehr betroffen.
 
20.09.19 17:39 #42320 und zu den 83 Mrd m3 geliefert in 2018
NS2 kann bis +60 Mrd m3  liefern

Türk Stream 31,5 Mrd m3 Gas

gesammt +90  

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20.09.19 20:13 #42321 Es ginge noch einfacher :-)
Russland auktioniert in regelmässigen zeitlichen Abständen die Förderrechte an russischem Gas. Das bedeutet, das jeweils 1 Unternehmen über beispielsweise 5 Jahre hinweg das RECHT besitzt Gas aus Russland zu fördern und über die bestehenden Pipelines zu vertreiben.

Gazprom (Russland) behält sich eine Royalty-Gebühr vor:

1. Für das Benutzen der Pipelines
2. Für jedes Kubik verkauften Gas

Faktisch ist man nicht mehr von russischem Gas abhängig, sondern von dem jeweiligen Unternehmen, welches den besten Preis für das Förderungsrecht (5 Jahre Exklusivlizenz) zahlt. Es gibt auch kein ewiges Gelaber mehr über das böse Russland, welches die Ukraine umgehen will. Es sind dann die jeweiligen Unternehmen, welche IHR Gas entweder durch die Ukraine durchpumpen, oder eben NS2 nutzen oder eine andere offene Pipeline.

Die Ukrainer wollen die ja Nutzungsgebühr für den Transit durch ihr Land :.)
Sollen sie mit dem neuen Lizenznehmer streiten...

Vielleicht hat GP unter dem Strich weniger am Gaspreis, aber alle anderen Probleme vom Tisch. Man konkurriert ja nicht mehr direkt mit GAZPROM (Russland) sondern mit dem Lizenznehmer :-) Das könnte meiner Meinung nach Polen oder sonst wer sein...

nee.... Spass bei Seite.... :-)  

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