GESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?

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neuester Beitrag:  06.07.18 13:25
eröffnet am: 11.11.08 09:09 von: Palaimon Anzahl Beiträge: 268
neuester Beitrag: 06.07.18 13:25 von: HutaMG Leser gesamt: 91590
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11.11.08 09:09 #1 GESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?
Diese Aktie hat mein Interesse geweckt. Die werde ich mal ein paar Tage beobachten.

Zitat aus dem Falken-Telegramm vom 10.11.08:

Es geht aufwärts

Es gibt einige Analysten und Investoren aus dem Nebenwertebereich, die in der Liste der zurzeit meist beachteten und beliebtesten Unternehmen die Gesco AG ganz vorn sehen. Diese Wertschätzung wird dem Unternehmen nicht erst seit Kurzem entgegengebracht. Denn bereits seit Jahren drängt sich die Mittelstandsholding mit dem Schwerpunkt Fahrzeug-/Maschinenbau und Kunststofftechnik mit einem dynamischen Wachstum bei einer sehr guten Kostenentwicklung in den Mittelpunkt des Interesses.

Erneut wird das Wachstum mit der Vorlage der Halbjahreszahlen des laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 belegt. Dabei schaffte die Gesco das Kunststück, sich von den schlechten Konjunkturaussichten zu lösen, und vermeldete einen Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von 21 %. Demnach spricht vieles für ein weiterhin ungebremstes Wachstum.

Diese positive Entwicklung kann auch aus der Gewinn- und Verlustrechnung des abgelaufenen ersten Halbjahres herausgelesen werden. Umsatzsteigerungen von über 16 % steht ein Ergebnisanstieg in Höhe von 34,5 % entgegen. Hiefür verantwortlich sind insbesondere die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und damit einhergehend Degressionseffekte im Fixkostenbereich. Nach Abzug der Anteile für Minderheitsgesellschafter verbleibt den Aktionären ein Gewinn je Aktie in Höhe von 4,52 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg in Höhe von 43,5 %.

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die vorher als durchaus optimistisch empfundenen Zielvorgaben leicht erreicht werden sollten. Der in Aussicht gestellte Gewinn je Aktie in Höhe von 7,11 Euro sollte sogar noch übertroffen werden. Bei einem derzeitigen Kursniveau von knapp 41 Euro würde das auf Gesamtjahresbasis ein KGV von über 5,8 bedeuten.

Das einzige Manko des Unternehmens, wenn es denn überhaupt eins gibt, waren die hohen Kursniveaus, die auf eine Überbewertung durch den Markt hindeuteten. Ähnlich sahen es die Spezialisten des Falkenbriefs, die bei 51,50 Euro ausgestiegen sind und sich über Gewinne von 45 % freuen konnten. Die derzeit niedrigeren Kursniveaus lassen wieder einen Einstieg interessant erscheinen. Den richtigen Einstiegszeitpunkt können Sie dem Falkenbrief entnehmen.

Zitat Ende

Laßt uns mal drüber reden ;-)
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

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242 Postings ausgeblendet.
25.08.16 16:40 #244 #243 Streiche KE setze Split!
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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27.08.16 07:33 #245 Hauptversammlung der GESCO AG
Guten Morgen !

Noch einen kurzen Nachtrag zur Hauptversammlung der Gesco AG in dieser Woche.

Leider haben sich meine Erwartungen, dass dort die "Portfoliostrategie" genauer erläutert wird, nicht erfüllt. Es gibt im Prinzip kein "numerisches" Ziel für den Zukauf von Beteiligungsgesellschaften und über Exit bei einem Unternehmen wird genauso gedacht wie bisher- also gibt es sowas weiterhin nur in absoluten Ausnahmefällen.

Das einzig etwas Konkrete war, dass man nun wohl im Gegensatz zu früher, Unternehmen "pro-aktiv" ansprechen will- also selber Zielunternehmen ermittelt und sich bei denen meldet. Bisher hat man wohl darauf gewartet, dass der AG ein Unternehmen angeboten wurde.

Damit hofft man bei Gesco, Unternehmen für einen Übergang in die Holding bewegen zu können, bevor diese von interessierten Investoren überschwemmt werden, die den Preis in, aus Gescosicht, uninteressante und unwirtschaftliche Höhen treiben, denn diese wird man auch weiterhn nicht bezahlen- so die Aussage des Vorstands.

Warum Indus derzeit den Markt für Unternehmenkäufe erfolgreich bearbeitet obwohl die sich ja im gleichen preislichen Umfeld bewegen, konnte seitens Gesco nicht beantwortet werden.

Etwas stringenter (das war im Prinzip der zweite etwas interessantere Teil des Vortrags) sollen zukünftig auch die Gesellschaften des Konzerns an die Hand genommen werden. Zwar wurde xfach betont, dass diese weiterhin ihre jeweiligen Entscheidungen in eigener Zuständigkeit treffen- aber Gesco hat wohl (offenbar erstmalig?) einen "Benchmarkcheck" eingeführt, bei dem die Unternehmen, was Umsatzentwicklung und Ertragskennziffern an Vergleichsunternehmen gemessen werden, damit man frühzeitig erkennt, wo gegengesteuert werden muss. Zudem will man Investitionswünsche der Tochterunternehmen bei der Gesco zukünftig intensiver prüfen und ggfs. u.a. davon abhängig machen, inwiefern die gewünschte Investition das Unternehmen effizienter macht.

Ich hatte zwischendurch mal den Eindruck, ich bin in einem betriebswirtschaftlichen Seminar zum Thema "Consulting". Ich habe mich gefragt, ob das wirklich so neu ist, was bei Gesco nun groß herausgestellt wird (ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass Investitionen bei Gesco bisher ungeprüft genehmigt worden sind oder die Effizienz der Tochtergesellschaften noch nie überprüft worden ist).
Mir kam (und kommt, leider) es so vor als ob man erkannt hat, dass man was ändern muss aber bis auf einen gut klingenden Namen aus dem "kleinen Handbuch für Unternehmensberater" ("Portfoliostrategie 2022" hört sich ja schon nach was an), hat man noch nicht wirklich viel auf der Agenda (das wurde ja im Vorfeld der HV auch von den Analysten kritisiert).

Natürlich würde es mich nicht wundern, wenn Herr Bernhard, der mir persönlich sehr ehrgeizig vorkam, nun alles dran setzt, auch bald mal ein neues Unternehmen präsentieren zu können, um seine "Portfoliostrategie" auch nach außen darstellen zu können- aber ich habe außer viel Schlagworten nix wirklich "strategisches" erfahren können (wie gesagt: Es wurde nicht gesagt, wie viele Unternehmen man denn zukaufen will- oder wieviel Umsatz, was aber für mich zu einer Strategie dazugehört, es wurde nicht gesagt, wo man denn in 2022 stehen will, es wurde auch nicht gesagt, wie viel man in den nächsten Jahren investieren will und woher man das Geld besorgen will).

Das lag sicher auch daran, dass die Vetreter der DSW und der SDK (insbesondere) relativ wenig interessante Fragen gestellt haben, mit denen im wesentlichen Randbereiche abgedeckt worden sind. Üblicherweise werden deren Fragen etwas ausführlicher beantwortet- nur dass die Antworten diesmal eben recht uninteressant waren. Andere Aktionäre haben da schon bessere Fragen gestellt aber wie schon geschrieben, so richtig "Butter bei die Fische" gab es bei den Antworten nicht.

Das laufende Jahr wird wohl bei Gesco ähnlich bescheiden ausfallen wie das vorletzte, was dann auch, die Dividendenpolitik wurde ausdrücklich bestätigt, zu einer (deutlichen) Kürzung der Dividende führen wird (was man aber wegen der Drittelung der Aktien wohl nicht auf Anhieb sehen wird).

Mehrmals wurde davon gesprochen, dass die Situation auf den Zielmärkten "im Sommer" nicht besser geworden ist- mir scheint das ein Hinweis darauf zu sein, dass auch im Juli und Anfang August keine Belebung der Geschäftstätigkeit zu verzeichnen gewesen ist.

Der Problemfall MAE sollte sich aber wieder auf Kurs befnden (auch wenn man im laufenden Jahr noch nicht an alte Margenhöhen herankommt) und bei Protomaster könnte es erstmal seit ein paar Jahren keinen oder nur noch einen geringen Verlust geben- hier bleibt aber das größte Risiko, dass man umsatzseitig wohl sehr abhängig von einem Großkunden ist und deshalb sucht der neue Geschäftsführer wohl sehr intensiv nach weiteren Kunden, um diese Abhängigkeit zukünftig zu verkleinern.

Mein Fazit: Solange die "Portfoliostrategie 2022" nicht wirklich erkennbar mit Zielzahlen unterlegt wird, sehe ich nicht wirklich, was Gesco konkret machen will, um die Negativentwicklung der letzten Jahre zu stoppen. Das abgelaufene Jahr (das von den Vertretern der DSW und der SDK als ausgesprochen gut gelobt wurde) war eben nur im Vergleich zum vorherigen Jahr tatsächlich "gut", im Vergleich zu den Jahren davor, als man regelmäßig 5 bis 7 Euro EpS erreicht hat( 2011: 7,30 Euro, 2012: 6,30 Euro, 2013: 5,45 Euro ), war auch das vorige Jahr noch recht bescheiden- und das laufende wird (mMn) wohl wieder weit schlechter werden.

Gehen wir mal von gut 4 Euro EpS für das laufende Jahr aus (und das ist noch großzügig gerechnet), dann bewegen wir uns bei einem KGV von 16 bis 17. Das ist, auch im zeotlichen und sektoralen Vergleich, nicht wirklich wenig, zumal man die geringe bzw. negative Dynamik ja auch mit berückichtigen muss, wenn man ein Unternehmen bewertet.

Trotzdem: So wie ich Herrn Berhanrd einschätze wird er alles daran setzen, sein erstes Jahr als Vorstandsvorsitzender nicht zu einem Desaster werden zu lassen und ein oder vielleicht sogar zwei Unternehmen zukaufen zu können- was da dann an Zusatzertrag herauskommt, wird man sehen. Ich glaube aber nicht, dass er sich im nächsten Jahr vor die Aktionäre stellen möchte, um denen zu verkünden, dass es nix Neues gibt außer "Unternehmensberatersprech".

Insofern wäre die Gesco für mich derzeit eine Halteposition- weiterhin in der Hoffnung, dass man die vorhandenen Unternehmen effizienter machen und das ein oder andere Unternehmen mehr als bisher zukünftig hinzuerwerben kann. Billig ist die Gesco nicht mehr aber wenn sie es schafft, wieder Richtung alter EpS zu gehen, wäre sie sicher sehr interessant (zumal man ja auch nicht vergessen darf, dass der Aktienkurs nur in etwa dem 1,15 fachen des Buchwerts entspricht und der ist bei Gesco, wegend er von mir schon mehrfach erwähnten geringen Einstellung in den Firmenwert, eher konservativ ermittelt.

Wie immer sind das nur meine Gedanken und diese stellen keine Handlungsempfehlungen für andere dar.

Ein schönes WE allerseits

Huta  

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28.08.16 15:09 #246 Sehr bildhafte Schilderung
des Geschehens und interessante, nachvollziebare Einschätzung Deinerseits.
Vielen Dank @Huta.
Eine Halteposition ist GESCO für mich ebenfalls.
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Palaimon

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31.08.16 11:08 #247 Wir gehen ja schon wieder
auf die 70 zu! AR Stefan Heimöller hat fleißig eingesammelt.

http://www.ariva.de/news/directors-dealings-gesco-ag-deutsch-5861491
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02.09.16 19:25 #248 Auch der CEO investiert.
Das schafft Vertrauen.

http://www.ariva.de/news/directors-dealings-gesco-ag-deutsch-5864367
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02.09.16 19:27 #249 Kursziel 72 Euro
>>>Darüber hinaus erkennen wir unverändert die stetigen Zukäufe der beiden
größten GESCO-Anteilseigner, dem Aufsichtsratsmitglied Stefan Heimöller und
der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, die ihre
Anteile seit unserer letzten Analyse vom 08. Juli 2016 weiter aufgestockt
haben und damit für eine gewisse Stabilität im Aktienkurs sorgen.
Angesichts des begrenzten Kurspotenzials bestätigen wir unsere
'Halten'-Empfehlung.<<<
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02.09.16 19:29 #250 Vollständige Analyse
6 Seiten.
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14.11.16 10:06 #251 Erneute Anpassung der Zahlen - nach unten!
Gesco: Ausblick erneut nach unten angepasst
Aktien von Beteiligungsgesellschaften wie MBB, Indus Holding, Aurelius, Deutsche Beteiligungs AG oder der - allerdings deutlichen kleineren - Blue Cap waren in den vergangenen Quartalen durchweg lohnenswerte
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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18.12.16 19:19 #252 Aktiensplit 1:3 kommt am 22. Dezember
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln

http://www.gesco.de/fileadmin/templates/img/...o_pm_15.12.2016_dt.pdf
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22.12.16 15:31 #253 plus 4,93%
ist das nur der Aktiensplit oder der Kauf von PGW?
Viele Grüße
uS  
22.12.16 21:12 #254 Noch ist der Kauf nicht perfekt.
>>>Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.<<<

- See more at:
http://www.4investors.de/php_fe/...&ID=11391#sthash.6HjA1W9m.dpuf
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22.12.16 21:47 #255 Ich tippe auf Aktiensplit
>>>Um die Aktie insbesondere für Privatanleger wieder attraktiver zu machen und das Handelsvolumen weiter zu erhöhen,......<<<

Link in #252

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02.02.17 19:15 #256 Gute Entscheidung von GESCO!
GESCO bereinigt Portfolio, passt Prognose für laufendes
Geschäftsjahr an und gibt positiven Ausblick für das neue
Geschäftsjahr

Wuppertal, 02.02.2017 – Die GESCO AG hat beschlossen, ihre Mehrheitsbeteiligung
an der Protomaster GmbH, Wilkau-Haßlau, zum Verkauf zu stellen.
Wie mehrfach erläutert, hat diese Tochtergesellschaft den Konzernabschluss in
den beiden vergangenen Geschäftsjahren sowie im laufenden Geschäftsjahr als
Sanierungsfall belastet.
GESCO AG: Pressemitteilungen
Informieren Sie sich über die GESCO AG, den Spezialist für Nachfolgelösungen im industriellen deutschen Mittelstand.
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14.02.17 11:18 #257 Gewinnwarnung bestätigt!
Gesco bestätigt nach jüngster Gewinnwarnung die neue Prognose | 4investors
Die Beteiligungsgesellschaft Gesco hat am Dienstag Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016/2017 vorgelegt. Beim Auftragseingang h...
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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08.03.17 20:47 #258 @Radel - und trotzdem
hat die Aktie seitdem ordentlich zugelegt. Buy on bad news oder was?
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20.03.17 17:51 #259 KE! Mal wieder Ausschluss der Aktionäre!
DGAP-Adhoc: GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung (deutsch)
GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung DGAP-Ad-hoc: Gesco AG / Schlagwort(e): Kapitalerhöhung/Kapitalerhöhung GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung 20.03.2017 / 17:38 CET/CEST Veröffentlichung
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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24.05.17 14:57 #260 Prognose übertroffen! 35 Cent Dividende :-(
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24.05.17 20:15 #261 Das ist ja mager!
So eine niedrige Dividende hatten wir seit Jahren nicht. Da überlege ich mir direkt, mich zu trennen, sind ja gerade mal 1,5%.
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25.05.17 08:45 #262 #261 Die Trennung habe ich schon vor langer.
vorgenommen.
Im Gegensatz zu INDUS hat sich GESCO nicht wirklich weiter entwickelt. Eigentlich schade, das war mal ein sehr schöner Wert!
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02.06.17 10:52 #263 Wenn ich so den Kursverlauf betrachte,
bleibe ich doch erstmal dabei. Bei ca. 26 sind alte Höhen erreicht, dann denke ich noch mal darüber nach.  
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02.06.17 22:57 #264 Och, sind doch keine schlechten Aussichten
"fairer Wert bei 29 Euro" - na bitte! Dann wird es ab nächstes Jahr auch wieder höhere Dividenden geben.

Nach einer längeren Schwächephase sehe SMC-Research Ges­co auf dem Weg der Besserung und rechne für die laufende Finanzperiode unverändert mit einer deutlichen Gewinnerholung. Auch das Expansionstempo dürfte aus Sicht der Analysten wieder anziehen, nachdem im März 20 Mio. Euro mit einer Kapitalerhöhung eingesammelt worden seien.

Obwohl die Analysten weitere Zukäufe noch nicht eingeplant und die neue Liquidität daher im Modell als nicht betriebsnotwendig eingestuft hätten, sehe das Researchhaus den fairen Wert mit 29,00 Euro unverändert deutlich über dem aktuellen Kurs. Sobald sich die unterstellte Gewinnverbesserung in den Zahlen zeige, dürfte sich nach Meinung von SMC-Research auch die Aktie wieder erholen. Das Urteil bleibe „Buy“.
Gesco: Auf dem Weg der Besserung | Aktien-Global.de
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29.08.17 20:11 #265 Nach der alten Kursrechnung
haben wir die magische 80 längst überschritten. Läuft doch!
Ich bleib auf jeden Fall drin.
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12.12.17 16:00 #266 ad hoc
mögliche Ergebnisbelastung aus KArtellverfahren .  

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31.05.18 14:07 #267 Ui...
hier ist es ja ruhig... Da wird die Dividende kräftig angehoben und keiner sagt was?  

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06.07.18 13:25 #268 Na ja Ruhe muss ja nix Schlechtes sein...
...und trotzdem störe ich sie jetzt mal kurz :-).

Guten Tag !

Ich habe Gesco schon seit Jahren in meinem Depot. Früher war der Anteil mal ziemlich groß, dann habe ich aber sukzessive den Bestand reduziert als Gesco in meinen Augen nahezu jede Dynamik verloren hat. Was meine ich damit?

Zunächst einmal gab es immer wieder Firmen, die in irgendeine Krise geraten sind - zuletzt waren es aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Protomaster und MAE. Und immer wenn irgendeine Firma "abgetaucht" ist, hatte das erhebliche Auswirkungen auf den Gewinn. Die Reperaturen haben teilweise auch deutlich länger gedauert als man zunächst gedacht hat (bzw. bei Protomaster hat am Schluss nur noch der Verkauf geholfen, obwohl sich sogar der seinerzeitige Vorstand Dr. Mayrose in dem Unternehmen engagiert hatte). Jedenfalls waren die schönen EpS Reihen der Vergangenheit eben genau das "Vergangenheit".

Zweiter Grund für die in meinen Augenfehlende Dynamik war die äußerst restrektive Einkaufspolitik. Während ein Konkurrent wie Indus gleich reihenweise neue Beteiligungsunternehmen ins Portfolio aufgenommen hat, kam bei Gesco gar nix (und wenn man sich dann doch einmal aus der Deckung gewagt hat, wie bei Protomomaster ist es dann schief gegangen).

Und last but not least besteht bei Gesco mMn auch ein veritables Klumpenrisiko, weil Doerrenberg Edelstahl die mit Abstand größte Beteiligung der Gesco AG ist und alleine schon von daher eine große Abhängigkeit der Gesco von den Märkten der Doerrenberg besteht (auch deshalb war der sehr sparsame Ausbau des Portfolios nicht wirklich vorteilhaft, weil man diese Abhängigkeit von Doerrenberg ja nur dadurch beseitigen kann, dass man Mehrumsatz durch neue Beteiligungsunternehmen hinzukauft).

An dieser Sachlage hat sich in der Zwischenzeit nun auch nicht wirklich ALLES geändert. Dennoch stocke ich meinen Bestand derzeit wieder auf.

Bei Gesco hat mir immer die sehr konservative Bilanzierungspolitik gefallen. Man muss nur einmal den Ansatz der Firmenwerte in den Bilanzen von Gesco und dem ebenfalls börsennotierten Mitbewerber Indus vergleichen. Indus weist Firmenwerte von 428,5 Mio Euro aus - das entspricht in etwa 26% der Bilanzsumme und etwa 63% des ausgewiesenen Eigenkapitals. Bei Gesco werden nur 19,1 Mio Euro Firmenwert ausgewiesen; dies entspricht nur gut 4% der Bilanzsumme und 8,5% vom Eigenkapital - ganz andere Zahlen!

Wie kommen die zustande und was bewirken diese Unterschiede? Wenn eine Firma eine Beteiligung für einen bestimmten Kaufpreis erwirbt, dann wird dieser Kaufpreis auf die im Unternehmen vorhandenen Wirtschaftsgüter verteilt und anschließend auf eine bestimmte Nutzungsdauer abgeschrieben, was dann jeweils den Gewinn mindert. Nun gibt es Wirtschaftsgüter, deren Bewertung recht einfach ist. Eine Maschine hat einen bestimmten Gebrauchtwert, der sich in der Regel aus irgendwelchen Listen ergibt. Aber wie bewertet man z.B. den Kundenstamm eines Unternehmens? Hier gibt es schon Bewertungsspielräume.
Alles was letztendlich nicht auf bestimmte Wirtschaftsgüter verteilt werden kann, landet letztlich im Firmenwertansatz der übernehmenden Gesellschaft. Gesco zahlt also für die von ihnen übernommenen Unternehmen also entweder ein deutlich geringeres Aufgeld oder schafft es, den Kaufpreis so zu verteilen, dass nicht annähernd so viel auf Firmenwerte gebucht werden muss wie Indus.

Ist das nicht eigentlich "pott wie Deckel"? Nein! Alle Wirtschaftsgüter eines Unternehmens (auch der Kundenstamm und die meisten anderen immateriellen Wirtschaftsgüter) werden auf eine bestimmten Zeitraum abgeschrieben und diese Abschreibungen mindern den Firmengewinn.

Der Firmenwert dagegen wird nicht so ohne Weiteres abgeschrieben sondern wird erst einmal am Ende des Wirtschaftsjahres überprüft. Und da fängt dann die Schwierigkeit für den Kleinaktionär an. Denn die Wirtschaftsprüfer gehen mit irgendwelchen Variablen in die Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwerts, die von Außenstehenden eigentlich nicht überprüft werden können. Theoretisch kann es sein, dass ein Firmenwert nicht mehr werthaltig ist und abgeschrieben werden muss - meistens ergibt die Überprüfung aber in normalen Zeiten keinen Abschreibungsbedarf.

Folge: Das Unternehmen, das den Kaufpreis auf "normale Wirtschaftsgüter" verteilt, hat im laufenden Betrieb höhere Abschreibungen (und damit einen niedrigeren Gewinn), dafür aber auch das deutlich geringere Risiko, dass, z.B. in Phasen einer wirtschaftlichen Stagnation, die vielleicht in Boomzeiten gezahlten hohen Preise für eine Beteiligung sich in Form von außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen rächen. Zudem ist die Bilanz des Unternehmens, das nicht so exzessiv mit Firmenwerte arbeitet, für den Aktionär transparenter.

Da ich derzeit nicht ausschließen kann, dass sich das Konjunkturklima weltweit vielleicht etwas abkühlt, achte ich derzeit eben wieder verstärkt auf "konservativere Unternehmen", die nicht so große Risiken mit sich schleppen. Zudem hat Gesco (und das ist der zweite relavante Grund für meine Aufstockung) angedeutet, dass die ganz schlechten Zeiten vielleicht so langsam auch mal wieder vorbei sein könnten. Man hat zwar weiterhin kaum auf dem M&A Markt agiert (weil den Verantwortlichen die Unternehmen immer noch zu teuer und die Konkurrenz zu groß ist), investiert dafür aber inzwischen ordentlich in die bestehenden Beteiligungsunternehmen (das macht Indus allerdings auch!).

Dadurch haben sich die Kennziffern von Gesco, grade auch im Vergleich zu Indus, wieder deutlich verbessert. Für das laufende Jahr erwartet man ein EpS von etwa 2,50 Euro - das entspricht einem KGV von ca. 11. Wenn ich als Vergleich wieder Indus (dynamischer aber eben auch risikobehafteter wegen den hohen Firmenwerten- jedenfalls mMn) heranziehe, dann beträgt das KGV dort derzeit (auf der Basis der Schätzungen für das laufenden Jahr) bei über 14,5 !

Alles in allem bevorzuge ich derzeit die etwas "langweiligere" Gesco, weil diese günstiger bewertet ist und zusätzlich auch etwas weniger risikoaffin zu sein scheint.

Das sind aber natürlich alles nur meine persönlichen Überlegungen und keinesfalls Handlungsempfehlungen an andere Nutzer.

Ein schönes Wochenende allersseits.  

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