Für die value-watchlist: Sixt AG - morgen HV

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neuester Beitrag:  14.02.02 14:35
eröffnet am: 08.08.01 11:57 von: Seth Gecko Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 14.02.02 14:35 von: Seth Gecko Leser gesamt: 2360
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08.08.01 11:57 #1 Für die value-watchlist: Sixt AG - morgen HV
Es ist mal wieder an der Zeit für einen Seth-Gecko-Hauptversammlungsthread.
Diesmal trifft es die Sixt AG (WKN 723133(VZ)), Deutschlands größter Autovermieter.

Auf der morgigen HV sind folgende wichtigen Beschlüsse zu erwarten:
1. Aktienrückkaufprogramm. Frist bis 2003. Maximale Stückzahl: 2,2Mio
2. Verwendung des Bilanzgewinns (22,75Mio EUR). unter anderem für die Dividende von 0,80 EUR pro stammaktie (0,82 EUR pro Vorzugsaktie)

Bei einer Aktienkapitalisierung von 263 Mio EUR (ca. 65 Mio EUR Vorzüge) ergibt sich ein KGV von ca. 11,5 für das letzte Geschäftsjahr.
KBV: 1,3
KUV: 0,1(!!!!!)
KCV: 0,6(!!!!!)
KGV 2002(e): 9

Zu dieser auffälligen Unterbewertung kam es, da Sixt im Geschäftsjahr 1999 einen Gewinneinbruch von deutlich über 40 Prozent hinnehmen mußte. Die seit 2000 laufenden Gegenmaßnahmen (Entlassungen, änderung der Vertriebsstruktur, e-sixt) zeigten ihre Wirkung seit Q3 2000.
Immer noch ein Problem: Der sehr schwache Gebrauchtwagenmarkt. Aber dieses Geschäft ist zyklisch. Auch der Chart sieht immer noch nicht gut aus. Aber auch das wird sich ändern.

cu, seth
 
10.08.01 12:39 #2 für die 15 interessierten Leser ;-)
Die von der Süddeutschen Zeitung durch den Journalisten Büschemann verbreiteten Gerüchte, Sixt müsse vermutl. 50 Mio DM Schadensersatz an Budget zahlen und werde vermutl. schon bald ähnlich wie die Porsche AG keine Quartalsberichte mehr herausgeben, wurden auf der HV vom Vorstand eindeutig dementiert. Büschemanns SZ-Artikel lieferte den Vertretern der Schutzvereinigungen für Kleinaktionäre genügend Halbwahrheiten als Munition, so daß durch deren Auftritte die gesamte Veranstaltung zu einer Farce zu verkommen drohte. Schließlich kam man dann zu allem Überfluß auch noch mindestens 30 Minuten auf den guten Herrn Büschemann zu sprechen, der offenbar nicht im Saal anwesend war. Dies hielt den findigen Reporter nicht davon ab, heute in der Süddeutschen Zeitung in einem Artikel von der HV zu berichten.

Was die 50 Mio DM Schadensersatz angeht: Der Prozeß dazu hat noch nichteinmal begonnen. Die Höhe des Betrages, sowie die Schilderung, daß die Richter die genaue Summe "im kommenden Jahr" fesstellen, ist frei erfunden.
Was die Qartalsberichte angeht: Man kann Sixt vorwerfen, zu wenig IR zu betreiben, aber wenn ein Unternehmer nur mal seinen Unmut über die Raffgier-Methoden der Deutschen Börse AG äußert, soll ihm dies doch gestattet sein. Und ein Unternehmer, der lediglich überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, zugunsten der GuV und zugunsten eines stabileren Kurses auf Quartalsberichte und somit ein Listing im MDAX zu verzichten, ist in meinen Augen vernünftiger, als einer, der diesen Gedanken von vorne herein abtut.

cu, seth  
14.02.02 14:35 #3 +63% (wenn das mal kein guter Tip war :-)
Immerhin haben's damals 38 Leute gelesen. Und das bißchen Selbstbeweihräucherung werden mir die anderen Leser sicherlich gönnen :-)

Heute legen die Stämme aktuell 12 Prozent zu, wohl als Reaktion auf die geplatzte Budget-Übernahme. Natürlich ist Sixt jetzt nach der Steigerung nicht mehr das Schnäppchen, das es noch im August war, aber im Vergleich zum restl. konservativen(!!) Gesamtmarkt immer noch phänomenal unterdurchschnittlich günstig bewertet. Es müssen nicht immer die NEMAX-Tech-Titel sein, mit denen Gewinne zu machen sind.

cu, seth  
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