Euro-Yen der EU-Japan Thread

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neuester Beitrag:  20.09.17 10:15
eröffnet am: 18.12.15 11:13 von: Fu Hu Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 20.09.17 10:15 von: azulon Leser gesamt: 20245
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18.12.15 11:13 #1 Euro-Yen der EU-Japan Thread
Das war meine persönliche Meldung für den EUR/JPY long. Die ''Lockerung'' soll die nächsten Monate oder gar Jahre noch so beibehalten werden. Ob wir hier in Europa ebenfalls mitziehen werden bezweifle ich jedoch stark. Das ganze beginnt nun in den USA.

EZB und JZP schauen nun zu und lernen. Wie ein Baby auch, lernen sie durch beobachten und ahmen nach. Solange bis es klappt. Das Billiggeld, dass anscheinend nun keines mehr ist, ist aber noch immer ein Billiggeld, sofern man es mit dem vergleicht was wir vor 2007 hatten. Japan hat jedoch Probleme von denen wir hier in Europa nichtmal Ansatzweise Wind bekommen. Steigendes Alter der Bevölkerung, häufig auftretende Natur Katastrophen und vor allem, ein immer stärker werdendes China, das ebenfalls sein Richtung immer kapitalistischer auslegt. Die weiteren Öffnungen der Südasiatischen Armenhäuser tragt ebenso dazu bei, das einheimische Konzerne Ihre Produktion oder Ihr Geschäft ins Ausland verlagern.

Die beiden größten Wirtschaftsmotoren in Japan (Maschinenbau und Auto) geraten zunehmen zu Stocken. Das Überangebot aus USA und Europa geben Ihr übriges dazu. Konzerne wie Mitsubishi-Hitachi und andere probieren es auf die Amerikanische Art bereits mit aggressiven Übernahmen in Europa und USA zu kompensieren. Auf Dauer führt aber kein Weg daran vorbei - Sparten oder einzelne Töchter die nicht gehen abzustoßen.

Ich denke wir werden die nächsten Jahre über eine wahre Geldschwemme von JPY erfahren und bemerken, dass es nichts am eigentlichen Problem der Japaner löst, jedoch Geld zu drucken immer einen zeitvorteil bringt. Die Amis haben aus meiner Sicht die Zeitfaktor genützt und die Spionage und Kriegsindustrie richtig eingesetzt. Wenn man sich Werte wie Lockheed, Microsoft, Nothrop Grumman, General Dynamics, Google oder Apple ansieht, weis man, wo das weltweite Geld hingeflossen ist. Definitv nicht in Konzerne wie Philips, Nokia oder Sony.  
21.12.15 13:27 #2 Staatliche Fonds für Sharp?
In Japan gibt es aktuell Gesrpäche um dem angeschlagenen Konzern Sharp unter die Arme zu greifen. Die Rede ist anscheinend von umgerechnet rund 5,75 Mrd. Dollar.
Seit 2008 ist der Wert um rund 93 % gefallen und befindet sich aktuell auf einem Niveau von rund 0,90 €. WKN: 855383
Von den letzten 4 Geschäftsjahren wurde nur eines positiv abgeschlossen. Der Verschuldungsgrad (Quelle: Ariva.de) lag 2014 bei rund 1000%. Nur eines vieler Mahnmäler in Japan. Sharp ist neben Toshiba und einigen anderen einer der größten Elektronikkonzerne in Japan die über die letzten Jahre hin in Bedrängnis geraten sind.
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Toyota versucht nächstes Jahr wieder die 10 Mio. Grenze beim Absatz Ihrer Autos zu knacken. Möglich ist vieles, jedoch könnte es Ihnen die Konkurrenz aus Europa und Amerika mit steigender Produktpalette schwerer machen. Zudem ist der Verkauf bereits von letzem Jahr 10,23 Mio auf auf Heuer 10,11 (erwartet) zurückgegangen.  
22.12.15 11:21 #3 So kurz vor Weihnachten boomt natürlich das
Geschäft von Konsumartikel enorm. Konsum ist schließlich der grundlegende Pfeiler einer Wirtschaft und unseres Systems. Was konsumiert wird, entscheidet oftmals über Erfolg oder Misserfolg für Konzerne. Folgend eine kleine Auflistung was denn heuer so an Weihnachten geschenkt wird. Auffallend -> Bei den ersten 10 Plätzen rangieren vorrangig europäische/amerikanische Konzerne/Autoren/Hersteller. Vor allem aber bei Unterhaltungselektronik dürften wohl viele Apple, Microsoft, Amazon und Google Produkte darunter sein. Gutscheine/Geld auf Platz 2 werden im nachhinein wohl noch einige Prozente an Unterhaltungselektronik und Computer abgeben.  

Angehängte Grafik:
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22.12.15 11:33 #4 MC Donalds Mutter möchte sich mehr und mehr
aus Japan zurückziehen. Aktuell halten sie noch rund 50% an der Japan Tochter McDonald’s Holdings Co. (Japan). Der Verkauf dieses Stacks würde rund 825 Mio. Dollar in die Kassen spülen. MCD-Japan möchte zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts kommentieren. Schenkt man japanischen und amerikanischen Ratings glauben, so dürfte die MCD-Japan Holding wohl deutlich überbewertet sein. Daran dürften auch die letzten Vorfälle schuld sein, Schließungen von negativ laufenden Filialen und Sicherheitsvorfälle bei Sublieferanten aus China sein.

 
24.12.15 08:14 #5 Rekordhaushalt
Bei diesen Aussichten;Japan ist völlig fertig m.M.
Diese Meldung aus Brüssel und der der € fällt wie ein Stein...

Dem Yen macht das alles nichts aus, wie lange noch?
Warum notieren wir immer noch bei ca. 131 €/Y ; wer mag auch nur einen cent auf diese Währung setzen?Kein Mensch braucht den Yen...wann kommt der große Verfall, Abwertung Richtung> €/Y 200

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/...sion-1738572.html  
24.12.15 11:59 #6 Geldbasis
.. keine Besserung,wo ist das Ende der Fahnenstange?
M.M. steht  der Yen in 2016 vor einer starken Abwertung.

http://www.godmode-trader.de/analyse/...waechst-weiter-rasant,4128172

Nummer 1 >>

https://de.wikipedia.org/wiki/...L%C3%A4nder_nach_Staatsschuldenquote

 
28.12.15 11:02 #7 €-Y 200 wäre schon eine enorme Abwertung
Ich denke eher das wir uns wieder bei rund 140-160 wiederfinden werden. Fraglich ob das von Ihnen nicht auch so gewollt ist um den Export anzukurbeln, denn das ist immerhin Ihre Einnahmequelle schlechthin. Billige Wärhung im Land selber ist ja schließlich förderlich. Und gerade bei den Konzernen wie Mitsubishi wird sowas sicherlich angestrebt.  
07.01.16 09:21 #8 Tja, dass die Abwertung des CNY derartige
Auswirkungen auf den Yen hat, war nicht ganz abzusehen. Die Japaner freuts und reden schon vom sicheren Hafen Namens JPY. Ich bezweifle doch stark, das die Abwertung des CNY positive Auswirkungen auf die jap. Wirtschaft hat.

Für alle die nun jedoch auf der gegenüberliegended Seite des JPY stehen siehts derzeit etwas düsterer aus. Solange die Turbulenzen in China anhalten wird wohl auch der Yen steigen.  
14.01.16 08:02 #9 Sieht aus, als ob mit China
nun der weltweite Bärenmarkt eingeläutet worden ist. Gerade mal 8-9 Monate zurück (3 Quartale) und wir haben im Hang Seng vom Hoch bei knapp 28.000 rund -30% auf aktuell gut 19.400 verloren. Nicht nur die Chinesen spüren das, sondern auch die direkt angrenzenden und oftmals abhängigen Staaten und somit Wirtschaften. Wir zum Beispiel auch der Nikkei im selben Zeitraum von 20.700 auf nun 17.240 gefallen ist, was rund -15 % sind. (Alles nur grob gerechnet)

Noch ein paar weitere Beispiele, um zu es zu veranschaulichen:
 

Angehängte Grafik:
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14.01.16 08:14 #10 Nimmt man nun China als Grund und Ausgangs.
der ganzen Misere (was im Kern vielleicht nicht mal ganz falsch ist) kristallisieren sich m.E. die Wirtschaften herraus welche mehr abhängig als andere sind von den Chinesen. Zum einen die Importeure / Lieferantenländer - Kenya, Brasilien, Korea, Taiwan... Die spüren die schwächelnde Wirtschaft in China bei weitem mehr als zB. Australien, die eher mehr auf der Kundenseite von China sitzen.

Zurück zum Thema -> Japan trifft beides, jedoch teilt sich in Japan aufgrund der ausgeprägteren internationalität der Konzerne das Risiko.
Das alles schafft aber weder Ihre Geldprobleme noch die ökonomischen Probleme Japans weg.  
21.01.16 09:02 #11 Nikkei nun auf 16.017 Punkten
Seit dem 18.12.2015 bis heute 21.01.2016 gin es sage und schreibe von 19.870 auf 16.017 (rund -20%)

In weniger als 22 Handelstagen ging es 20 % runter. (Bei einem gesamten Indizes wohlbemerkt)
Einzelwerte haben stellenweise noch weitausmehr liegen gelassen.
Sowas muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Bären könnten innerhalb dieses Zeitraums ein wahres vermögen angehäuft haben.  
29.01.16 11:53 #12 Die Strafzinsen machen sich deutlich bemerkbar
War für viele Experten im nachhinein wieder vollkommen klar und absehbar das sowas passiert. Wissen tut sowas natürlich keiner, aber die Welt blickt nun dorthin und sieht Japan sozusagen als Pilotprojekt. Wenn die Ihre Probleme so in den Griff bekommen, wird das auch früher oder später bei uns und in anderen Währungsregionen mit ähnlichen Problemen eingeführt.  
18.09.17 15:45 #13 neues Jahreshoch...Ausbruch über 133 heute
das kann jetzt bis 140 zügig hoch gehen. Nachdem man recht lange an der 130 rumgedaddelt ist. Auf jeden Fall ist der Aufwärtstrend voll in Takt.  
20.09.17 10:15 #14 wir waren schon bei € 1,50
leider im Urlaub verschlafen.  
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