Die Grünen: die neue Ausbeuter-Partei?

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eröffnet am: 17.01.19 18:01 von: Rubensrembrandt Anzahl Beiträge: 33
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17.01.19 18:01 #1 Die Grünen: die neue Ausbeuter-Partei?
Mit beispiellosen Angst- und Hysterie-Kampagnen ist es den Grünen der Ausstieg aus der
Atomenergie und der Einstieg in die erneuerbaren Energien gelungen, der zu den ziemlich
höchsten Stromkosten in der EU geführt hat, wobei das Ende der Fahnenstange noch
lange nicht erreicht ist. Dabei haben die Grünen gleichzeitig ein Ausbeutungs-System installiert,
indem die Niedriglöhner, also vor allem die Mieter (60%?), die völlig überteuerten Stromkosten
zu tragen haben, während die Besserverdiener und Wohlhabenden mit Südgrundstücken und
Solarzellen Einspeisevergütungen erhalten. Es hat also eine riesige Umverteilung von
unten nach oben durch das Wirken der Grünen stattgefunden.

https://www.heise.de/tp/features/...groesste-Volkspartei-4229864.html

Linke kritisieren, dass das Profil der Grünen auf dem Rücken der Armen geschärft wurde, indem nämlich die durch die Grünen vorangetriebenen Kosten für den Umweltschutz in erster Linie jene treffen, die sich nicht wehren können: Mieter (wegen Mieterhöhungen nach Renovierung), Pendler (wegen hoher Benzinsteuern), Familien (zum Beispiel wegen erhöhten Ausgaben für Strom, den höchsten in Europa, zur Finanzierung von "umweltfreundlichen" Energiearten, die von Reichen finanziert werden).
 
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18.01.19 03:54 #9 Du bist ja ein richtiger Sparfuchs
Ich habe es ja ähnlich gemacht, nur die Anschaffungskosten für die Neugerätschaften mit einkalkuliert. Daher dauert es noch das ein oder andere Jahr, bis sich das wirklich rechnet. Was mich allerdings an dieser Handlungsweise so extrem stört ist, dass ich Geräte entsorgt habe, die nicht nur noch funktionsfähig waren, sondern im betriebswirtschaftlichen Sinne nicht mal abgeschrieben. Wäre der Strompreis nicht so extrem gestiegen, dann hätte es im geldlichen Sinne überhaupt keinen Handlungsbedarf gegeben.  
18.01.19 04:03 #10 #2
Den schwarzen hast Du nicht bekommen, weil ich nicht übereinstimme, sondern weil ich den Zustand der Wälder in meiner Umgebung bestens kenne. Auch ohne Windräder gibt es so gut wie keine Vögel mehr im Wald. Dies berichteten mir auch mehrere Jäger, die ich desöfteren beim Pilze sammeln traf. In 15 Jahren und nach etwa 500 Waldaufenthalten habe ich exakt 2 Vögel gesehen (einen Zaunkönig und ein Rebhuhn) , zwei weitere lediglich gehört. Wie kann das sein? Selbst Jäger berichteteten mir, daß es im Wald so gut wie keine Vögel mehr gibt. Woran liegt es?

Offiziell wohne ich selbst im Wald, aber eigentlich ist der Wald eher parkähnlich und liegt neben dem Naturschutzgebiet Lüneburger Ilmenauniederung mit Tiergarten. Hier gibt es zahlreiche Vogelarten vom Kuckuck über Schwarz- und Buntspecht, Fledermäusen bis zum Sperber und Rotmilan. Die nächsten Windkraftanlagen sind mehr als 3 km entfernt und haben auf die Populationen keinerlei Einfluß.  
18.01.19 08:25 #11 Märchen werden nicht von den Linken bzw.
von mir erzählt, sondern von den Führungsfiguren der Grünen, z. B. Habeck.

Habeck hat getwittert, dass in Bayern und in Thüringen - obwohl dort die Grünen mitregieren -
keine Demokratie herrscht. Wer solchen Unsinn twittert, der ist wenig glaubhaft.
Soll das sogar bedeuten, dass nur eine Alleinregierung der Grünen demokratisch ist?
Dann wäre Habeck sogar ein Fall für den Verfassungsschutz.

Die Grünen in Hessen planen eine gigantische Waldabholzung auf den hessischen Höhenzügen
(siehe # 2), um dort riesige Windbohrtürme zu errichten. Das wird sich verheerend auf
Klima und Tourismus auswirken.  
18.01.19 10:02 #12 #11
"Habeck hat getwittert, dass in Bayern und in Thüringen - obwohl dort die Grünen mitregieren -
keine Demokratie herrscht. Wer solchen Unsinn twittert, der ist wenig glaubhaft.
Soll das sogar bedeuten, dass nur eine Alleinregierung der Grünen demokratisch ist?"

Ich tippe mal drauf, es hat jemand seinen Account gehackt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der so einen Müll erzählen würde.

"Die Grünen in Hessen planen eine gigantische Waldabholzung auf den hessischen Höhenzügen
(siehe # 2), um dort riesige Windbohrtürme zu errichten. Das wird sich verheerend auf
Klima und Tourismus auswirken. "

Erstens einmal ist es aus der Quelle nicht abzuleiten, zweitens ist ein Terrorist keine glaubwürdige Quelle und drittens haben die Grünen dies nicht zu entscheiden.

Und viertens ist der Wald zumindest in meiner Gegend dermaßen durch die Waldbewirtschaftung geschädigt, daß ich ein Schutzinteresse verneinen würde. Seitdem Restholz im Wald zu lassen ist, mit schwerstem Gerät nicht nur die Wege unpassierbar werden und diese Geräte auch noch den Wald selbst verdichten, ist es zu einer drastischen Verringerung der Artenvielfalt im Wald durch die Bodenverdichtung gekommen.  Der BUND hatte vor 20 Jahren versprochen, daß diese neue Art der Waldbewirtschaftung positive Effekte für den Wald hätte, da hatte ich schon erhebliche Zweifel dran und diese haben sich inzwischen mehr als bestätigt.

 
18.01.19 10:23 #13 #9
Meinen Kühlschrank hatte ich 1988 gekauft, der hatte eh den Geist aufgegeben. Lediglich der Gefrierschrank war erst 12 Jahre alt und noch funktionstüchtig. Den habe ich verschenkt und nicht verschrotten lassen. Zwei Jahre später verabschiedete sich dann die Waschmaschine und die neue verbraucht auch ein bißchen weniger als die vorherige, die 1989 bei Kauf auch schon eine energiesparende Maschine war.

Mit Sicherheit kann ich sagen, daß ich mich so erfolgreich gegen Strompreiserhöhungen gewehrt habe, in dem ich meinen Verbrauch halbierte. Und so wie ich, hätten es auch die von den Linken bemühten, angeblich ausgeplünderten, Familien machen können. Kochen, Kühlen und Waschen sind in Privathaushalten fast immer die größten Stromverbraucher.  
18.01.19 10:39 #14 #13 und du hast der Umwelt etwas gutes geta.
... du hast weniger verbraucht, Kehrt um braucht für dich also auch weniger Kohle verstromt
und weniger CO2 und Feinstaub in die Luft geblasen werden.

Man könnte also sagen du hast die Marschrichtung der Grünen vollkommen umgesetzt.
Neue Technologien genutzt, Umweltbelastungen reduziert, verbraucht gesenkt, und das
alles, am Ende, Ohne nennenswerte Mehrkosten.

Soll mal noch seiner, das Prinzip Politik funktioniert nicht.

PS. wir haben es übrigens genauso gemacht. LED-Lampen, Kühl-Gefrierschrank,
Präsenzmelder... wer will kann sich wehren.

Übrigens, kleiner Denkanreiz. Ein Großteil der "Stromkostensteigerungen" der letzten Jahre sind
die gestiegenen Grundgebühren. Bei uns hier in Hamburg vor 2 Jahren (Hamburg Energie)
von 4,99 auf 7,99€ pro Monat. Einfach so. Per Brief an einem sonnigen Mittwoch im Sommer.
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Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
18.01.19 11:04 #15 # 12 Das stimmt nun mal nicht,
dass jemand Habecks Account gehackt hat. So etwas hat er nie bestritten, dass die
Aussagen zur fehlenden Demokratie in Bayer u. Thüringen von ihm selbst  gekommen sind.
Obwohl die Aussagen zur fehlenden Demokratie in Thüringen doch etwas rätselhaft
sind, da die Grünen dort in der Regierung sind. Auffällig ist, dass Habeck eine derartige
Äußerung zu Hessen nicht gefällt hat, obwohl dort auch eine Wahl stattgefunden hat.
Die Lösung des scheinbaren Widerspruchs könnte darin bestehen, dass die Grünen
in Hessen ihre gigantische Waldvernichtungspolitik umsetzen können: Statt Wald
sollen dann dort auf den Höhen riesige industrielle Windkraftanlagen in den Himmel
ragen. Das gibt dann auch riesige Profite für die nahe stehende Windenergie-Industrie.

 
18.01.19 11:23 #16 #15 "Gigantische Waldvernichtung"
Experten bestätigen: Wald in Hessen wächst
HessenForst hingegen bewirtschaftet die hessischen Wälder naturnah und nachhaltig. Die dritte Bundeswaldinventur bestätigt das Konzept: Die Ergebnisse der Waldexperten zeigen, dass in Hessen die Waldfläche und der Holzvorrat weiter zunehmen. Naturnähe und Artenvielfalt sind größer, als noch vor zehn Jahren. Auch deshalb steht Hessen international für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft.

Quelle: https://www.hessen-forst.de/...essemitteilungen-2016-8413,569,12.html
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Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
18.01.19 11:31 #17 # 13 Typische Grünen-Ideologie:
Leben als Besserverdienende häufig in Saus und Braus, häufig alleinstehend und keine bzw.
höchstens ein Kind und machen dann den Niedrigverdienern mit Familie idiotische Sparvorschläge,
die sowieso schon lange ausgeschöpft sind. Tatsache ist: Die erneuerbaren Energien haben
zusammen mit dem ausbeuterischen Umverteilungssystem von Arm (Mietern) auf Reich
(Grundstücksbesitzer mit Südlage und Solarzellen) zu den höchstens Stromkosten Deutschlands
in der EU geführt und ein Ende der Fahnenstange ist nicht in Sicht. Eine völlig verfehlte
Energiepolitik führt aufgrund von Zentralverwaltungswirtschaft zu immer höheren Stromkosten
in Deutschland, obwohl die Stromkosten an der Börse immer weiter sinken. Darüber hinaus
werden gigantische Wald- und Naturflächen nachhaltig zerstört. Die Grünen sorgen für
ihre wohlhabende Klientel und verspotten oder diffamieren sogar die Niedrigverdiener.  
18.01.19 11:37 #18 @Woodstore
gleiches gilt bei mir für die Heizkosten, dagegen hätte ich mich als Mieter allerdings nicht wehren können.
2007 zahlte ich monatlich 0,95 Euro/qm für Fernwärme inklusive Ablesekosten, 2010 sind die Kosten für die Fernwärme dann deutlich gestiegen.
Im 10-Jahresschnitt (2009-2018) bezahlte ich im Zehn-Jahres-Schnitt 0,66 Euro inklusive Tankwartung und TÜV bei Flüssiggas mit Brennwerttherme. Die "teure" Dämmung habe ich für rund 1600 Euro erstanden, das komplette Haus in drei Etappen abgerissen, neu gebaut und die Dämmung selbst verbaut.

Aus der selben Ecke, woher die Grünen diffamiert werden, wird auch über den Dämmwahnsinn gewettert.
Ohne diese Dämmung lägen meine Heizkosten bei rund 4 Euro im Monat. Der Wahnsinn bricht sich den Weg, weil nicht jeder Dämmstoff zu jedem Baustoff paßt. Aber deswegen Dämmstoffe komplett zu verteufeln ist der wirkliche Wahnsinn, denn als Ergebnis wäre dann Heizen ein Luxusgut, mit dem weite Teile der Bevölkerung ausgeplündert werden können und ohne Sinn und Verstand Brennstoffe verschleudert werden. Um das vorherzusagen, muß man nicht die Linken bemühen, denn das sagt schon der gesunde Menschenverstand.  
18.01.19 11:41 #19 Die EEG-Umlage läuft auf Verbrauchbasis
...ergo... wer viel verbraucht, zahlt auch einen großen Anteil. Das ist gerecht.

Woran sollte man die Kostenbeteiligung für Investitionen in eine bessere Zukunft denn
alternativ festmachen? Bzw. warum soll verhindert werden, dass AUCH die unteren Einkommen-
schichten an derartigen Maßnahmen beteiligt werden. Trägt nicht jeder Verantwortung für
das was in diesem Land passiert? Sind es immer nur die Schönen & Reichen?
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Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
18.01.19 11:45 #20 Zu der finanziellen auch die moralische Ausbeut.
Die Grünen deklarieren ihre Schwachsinnspolitik als angeblich fortschrittlich. Tatsächlich
haben vor allem die Niedrigverdiener die Kosten dieses gigantischen Schwachsinns mit
Höchstpreisen an Stromkosten zu tragen durch das System der Umlagen und Einspeise-
vergütungen. Zur Durchsetzung des Schwachsinns bedienen sich die Grünen der sogenannten
CO2-Ideologie. Menschengemachtes CO2 ist aber vor allem durch verfrühten Atomausstieg
der Grünen zusätzlich entstanden. Wie es bei den Grünen üblich zu sein scheint, werden
alle Kritiker als Rechtsradikale usw. verdächtigt und sie selbst als fortschrittlich dargestellt.
Neben der finanziellen Ausbeutung erfolgt also auch noch eine moralische Ausbeutung der
Niedrigverdiener. Könnte es nicht eher sein, dass Grüne - nicht alle - eher arrogant, überheblich,
unbelehrbar und ausbeuterisch sind?
 
18.01.19 12:33 #21 #17
Ich lebe weder in Saus und Braus, bin zwar alleinstehend, aber mit einer monatlichen Rente, die dem Lohn eines Geringverdieners entspricht. Der Kauf eines gebrauchten Gasherdes verschlang 50 Euro und die Gasflasche 40 Euro. Das ist durchaus auch noch in Familien machbar, in denen angeblich das Sparpotential ausgereizt ist. Denn nach 14 Monaten hätte man das Geld wieder raus und kann mit den daraus resultierenden Ersparnissen in 10 Jahren den Rest der energetischen Optimierung bezahlen. Gleiches gilt für LED-Leuchten.

Man kann aber auch anders anfangen:
Wird eine Lampe ,3 Stunden am Tag benutzt, so hat man bei 30 Cent Stromkosten je KW/h eine jährliche Kostenersparnis gegenüber einer Energiesparleuchte von rund 1,65 Euro, d. h. die Mehrkosten binnen eines Jahres wieder zurück und zugleich helleres, sofort verfügbares Licht mit einer deutlich höheren Haltbarkeit. Ersatzbeschaffungen fallen erst Jahre später an.

Was an den simplen Vorgehensweise verstehst Du als von Dir vorurteilsbehaftete grüne Ideologie?
Das Streben nach Kostenersparnis ist nun mal nichts ideologisches, sondern gehorcht einzig und allein meinem schmalen Geldbeutel.

Und Bauen konnte ich nur, weil ich 9 Jahre auf einer Teil-Baustelle wohnte und damit die Mietkosten für eine Mietwohnung stattdessen für die Finanzierung des Bau verwenden konnte und weil ich fast alles selbst gemacht habe: 40000 Euro Eigenleistung standen 4000 Euro für Handwerker gegenüber.
 
18.01.19 13:19 #22 #20
"Tatsächlich haben vor allem die Niedrigverdiener die Kosten dieses gigantischen Schwachsinns mit
Höchstpreisen an Stromkosten zu tragen durch das System der Umlagen und Einspeise-
vergütungen."

Tatsächlich leiden an den erneuerbaren Energien vor allem die Energieversorger und solche Leute, die nichts in der Birne haben (3000 Volt in den Armen und oben brennt kein Licht).

"Zur Durchsetzung des Schwachsinns bedienen sich die Grünen der sogenannten
CO2-Ideologie."
Die Zusammenhänge zwischen CO2 und Klimaerwärmung wurden schon 60 Jahre vor der Parteigründung der Grünen  wissenschaftlich bewiesen. Eine deutliche Klimaerwärmung gab es seit 1990. UNd weil die anderen Parteien das auch so erkannt haben, sind sie für Dich wohl nun auch Grüne, die den Verheißungen der Kohle-/Öl- und Gaskonzernen nicht mehr folgen wollen.
Es ist richtig, daß nicht nur Rechte der Lobbyarbeit der Konzerne mit fossilen Energieträgern zum Opfer gefallen sind.

"Menschengemachtes CO2 ist aber vor allem durch verfrühten Atomausstieg
der Grünen zusätzlich entstanden."
Der verfrühte Ausstieg ist ebenfalls ein Märchen, denn noch immer laufen einige Atomkraftwerke, obwohl deren Kapazität schon längst durch erneuerbare Energien ersetzt wurden. Es wurden Restlaufzeiten von bis zu 20 Jahren vereinbart. Somit ergibt sich eine Nutzungsdauer von bis zu 60 Jahren und da ist ein AKW durch Materialermüdung ein erhebliches Risiko für einen GAU.

"Wie es bei den Grünen üblich zu sein scheint, werden
alle Kritiker als Rechtsradikale usw. verdächtigt und sie selbst als fortschrittlich dargestellt."
Und das ist auch vollkommen richtig so, denn Kernenergie bedroht die Freiheit der Bürger und wird daher vor allem dort befürwortet, wo auf demokratische Prinzipien kaum Wert gelegt wird
(svgl. "Bedroht Kernenergie unsere Freiheit" von Prof. Alexander Rossnagel 1983). Nichtsdestotrotz gibt es auch Lobbyisten für fossile Energieträger und Kernenergie in fast allen anderen Parteien.

"Könnte es nicht eher sein, dass Grüne - nicht alle - eher arrogant, überheblich,
unbelehrbar und ausbeuterisch sind?"
Das mußt Du mal die Grünen fragen. Bei mir bist Du da an der falschen Adresse!
 
18.01.19 13:30 #23 Das finde ich gut
"Das Streben nach Kostenersparnis ist nun mal nichts ideologisches, sondern gehorcht einzig und allein meinem schmalen Geldbeutel."

Die Irren von EDEKA wollen ja mittlerweile satte 0,45 EUR für ein loses Ei aus Freilandhaltung mit totaler, regionaler Herkunftsgarantie. Zum Glück gibt es da ja auch noch den 10er Pack für schlappe 1,29 EUR mit Eiern aus dem Käfig und incl. Verpackung. Geschmacklich kann ich da keinen Unterschied feststellen. Und trotzdem nagt da was in meinem Gewissen, ob ich denn in Sachen Eigelb und -weiß noch alles richtig mache. Der Gedanke hier mehr Eigenleistung zu betreiben, der kam mir auch schon in den Sinn. Doch noch scheue ich die Mehrarbeit und im Sinne des Tierwohls fehlt es mir wohl an einem geregelten Leben.

Gibt es hierzu einen Tipp vom Profi?  
18.01.19 13:42 #24 #23
"Gibt es hierzu einen Tipp vom Profi? "
Die Eier aus dem Käfig kosteten vor Weihnachten bei mir schon 1,69, momentan sind sie im Angebot für 1,29 zu haben. Geschmacklich empfinde ich auch keinen Unterschied und daher kaufe ich die meistens auch. Allerdings sind die oft deutlich kleiner, denn meistens wird die Größenklasse M zu diesem Preis verkauft. Früher liefen solche Eier unter Küken-Eier. Ergo sind die Eier zwar optisch billiger, aber man bekommt deutlich weniger Ei, kann also nicht mit dem höheren Preis der größeren Eier vergleichen.
0,45 € pro Ei empfinde ich als Wucher, ein Landwirt in der näheren Umgebung verkauft für 0,30 €, das lasse ich mir, sofern ich dran vorbeikomme, noch gefallen. Aber extra deswegen fahre ich dort nie hin, sind immerhin 20 km Fahrtstrecke, denn ansonsten wären selbst die Eier bei Edeka noch günstiger.

Der Geschmack eines Eies wird durch das verabreichte Futter mit beeinflußt. Ich hatte mal Eier gekauft, die stanken und schmeckten nach Fisch. Offenbar hatte der Landwirt Fischmehl verfüttert.  
18.01.19 13:57 #25 So unterschiedlich scheinen Supermärkte
zu sein. Bei uns kostet der 10er Pack regulär 1,29 EUR (im Angebot 1,19 EUR oder auch schon mal die Nummer mit der 12er Packung  zum 10er Preis). Größe M und L variiert, mal gibt es diese, mal jene. Das mit dem Fischgeschmack bei den Eiern soll an einem Gendefekt liegen, von dem ein geringer Anteil brauner Eier betroffen sein soll, weswegen ich darauf achte nach Möglichkeit weiße zu bekommen.

https://www.spektrum.de/frage/...ehnereier-manchmal-nach-fisch/858584

Aber wenn du ansonsten auch die billigen Eier kaufst, ist mein Gewissen wieder beruhigt.  
18.01.19 14:36 #26 @Nansen

Bio-Laden bzw. 100% Bio-Nahrungsmittel kann ich mir ganz einfach nicht leisten, egal was mein Gewissen dazu sagen würde. Der Versuch mit Ernte aus eigenem Garten ist wegen zu dichtem Baumbestand der Nachbarn fehlgeschlagen. Meine individuelle Preissteigerungsrate bei Nahrungs- und Genußmitteln, letztere nur zu einem geringen Anteil, beträgt 35% von 2009 zu 2018, die Rentenerhöhungen gemindert wegen eines privaten Anteils nur 11%.

Und was mich nun wirklich wundert, ist, daß Rubensrembrandt auf dem falschen Energieträger herumhackt, denn verantwortlich für den rasanten Preisanstieg ist Strom aus Biogasanlagen, Biosprit, Spekulationen auf Nahrungsmittel und ein bißchen auch der Klimawandel. Da werden tatsächlich die Ärmsten abgezockt, damit der reichere deutsche Michel noch ausgiebig mit seinem Jaguar oder SUV weite Reisen machen kann und dies ist zwischenzeitlich auch noch zudem der teuerste Energieträger.

https://de.wikipedia.org/wiki/...schland_2018_laut_Fraunhofer_ISE.png

 
18.01.19 20:12 #27 Lieber Versäger,
ich könnte, aber ich will mir die hohen Stromkosten aus dem Bio-Laden Deutschland nicht leisten, aber ich muss. Schuld an den hohen Strompreisen wollen ja weder Frau Merkel, noch die Grünen sein, obwohl sie die einzigen sind, deren politische Vorstellungen und Entscheidungen in den dafür infrage kommenden Jahren überhaupt Einfluss auf die Entwicklung des Strompreises genommen haben können. Und trotz Liberalisierung scheint der sonst stets funktionierende Wettbewerb - wie schon bei den Gesetzlichen Krankenkassen - nicht zu funktionieren, sondern das genaue Gegenteil zu bewirken.

Immer dann, wenn Politik im Zusammenspiel mit dem Wettbewerb versagen, dann guckste als Verbraucher und Bürger in die Röhre. Dass es in Sachen Strompreis bedeutend günstiger geht, dieser also nicht durch drastisch gestiegene Weltmarktpreise für Rohstoffe getrieben wird, beweisen unsere europäischen Brüder- und Schwesterländer Frankreich und Niederlande und selbst die abtrünnigen Briten können hier deutlich besser. Ich würde ja liebend auch mal ganz persönlich diese hoch gelobten Vorteile der EU nutzen und in eigener, freien Entscheidung meinen Strom von dort beziehen. Gerne packe ich die 1 oder 2 Eurocent pro KwH, die uns laut Herrn Trittin der ganze Energiewendenquatsch in Deutschland nur kosten würde,  dann auch gerne wieder obendrauf.  
19.01.19 00:56 #28 ich muss ebenso, aber dann eben weniger,
so daß es mir nicht teurer kommt.

"Schuld an den hohen Strompreisen wollen ja weder Frau Merkel, noch die Grünen sein, obwohl sie die einzigen sind, deren politische Vorstellungen und Entscheidungen in den dafür infrage kommenden Jahren überhaupt Einfluss auf die Entwicklung des Strompreises genommen haben können."

Wer ist nun Schuld an den höchsten Strompreisen in Europa?  Dann fange ich mal an, das aufzubröseln:

Da wäre als erstes Mal die Regierung Kohl/Genscher (CDU/FDP), die führte 1992 die Konzessionsabgabe ein.

Als zweites führte die Regierung (SPD/Grüne) die Ökosteuer auf elektrischen Strom ein (oder aber auch als Stromsteuer bezeichnet). Dazu kam die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und die KWK-Umlage. Im wesentlichen war dies nach den Vorstellungen der Grünen mit einer entscheidenden teuren Ausnahme und die ging auf Herrn Schröder und damit der SPD zurück. Energieintensive Betriebe sollten nach der Forderung der SPD von der EEG-Umlage befreit werden (dies waren im Jahr 2006 ca. 1000 Unternehmen), alle anderen Stromkunden sollten deren Anteil mitbezahlen, forderte der Genosse der Bosse . Zusammen sind dies  ca. 30% des Endpreises. Aber SPD/Grüne sind für geschätzte 28% verantwortlich.
Die 1. Regierung Merkel CDU/SPD  sorgte dafür, daß die Zahl der befreiten Unternehmen auf mehr als 2000 erhöht wurde und dehnte dies auf die Netznutzungsentgelte (§19 StromNEV-Abgabe) aus.  Nach der Trennung der Energieversorger vom Netzbetrieb 2009 folgte eine drastische Preiserhöhung der Netzentgelte, um die Offshore-Windparks der großen EVU's mit Milliardenbeträgen an das deutsche Stromnetz anzuschließen. Netzentgelte machen heute 25% des Strompreises von 30,1 Cent aus. Wie hoch die Netzentgelte exakt waren, als die EVU's noch die Komplettleistung erbrachten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die 2. Regierung Merkel CDU/FDP dehnte die Zahl der befreiten Unternehmen auf mehr als 4000 aus.
Die 3. Regierung Merkel CDU/SPD führte zudem 2013 noch die Offshore-Haftungsumlage ein. Der Verbraucher haftet damit z. B. für die Versäumnisse der Regierung bei der Kampfmittelbeseitigung in der Ostsee.  
19.01.19 01:33 #29 Die teuersten Förderungen nach dem EEG-Geset.
laufen im Jahre 2021 aus. Dann müßte eigentlich der Strompreis sinken, aber Zweifel sind angebracht. Ich befürchte, den Bürger als zu melkende Kuh wird die Politik so schnell nicht aufgeben. Und schon erwachsen neue Forderungen, weil die Altanlagen, die außer Wartung und Reparaturen nichts mehr kosten, angeblich nicht für 3,4 Cent je kW/h Strom wirtschaftlich herstellen können (Ertrag von durchschnittlich 80000 Euro je MW-Nennleistung und Jahr), abgesehen davon, daß der Erstehungspreis in drei Jahren noch bißchen zulegen wird.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/...uer-windkraftanlagen-100.html



 
19.01.19 07:14 #30 Dankeschön
und wenn ich das jetzt alles richtig interpretiere, dann sind es vor allem (aber nicht ausschließlich) die mittel- und unmittelbaren Kosten für die eingeleitete Energiewende, die den Unterschied zu den deutlich günstigeren Strompreisen im benachbarten Ausland ausmachen?  
19.01.19 13:49 #31 Nein, die eingeleitete Energiewende
gibt es im nördlichen, südlichen und westlichen benachbarten Ausland ebenso, nur sind die Kosten für die eingeleitete Energiewende dort deutlich geringer, weil die Energiewende nicht mit demselben Tempo vor sich geht und später begonnen wurde als die Preise schon deutlich gefallen waren. Norwegen produziert über 90% aus regenerativen Quellen (Wasser und Wind), selbst dort sind die Preise je kW/h deutlich niedriger als hier. Kein anderes Land der Welt pampert die energieintensive Industrie zu Lasten der kleineren Stromverbraucher wie in Deutschland und bei der Besteuerung dürfte es auch noch mal Unterschiede geben. Inklusive Konzessionsabgabe ist die Steuerlast bei uns bei 30%.
Auch ohne Energiewende wären die Preise deutlich gestiegen, denn der zuvor produzierte Strom aus fossilen Kraftwerken stammte vornehmlich aus Kraftwerken die bei Einleitung der Energiewende bis auf wenige Ausnahme überaltert waren. Neuere Kraftwerke konnten daher mit älteren nicht mehr konkurrieren und daher gab es zuvor schon einen deutlichen Investitionsstau. In neueren Kraftwerken würde der Preis je kW/h zwischen 4,5 und 10 Cent liegen, ohne die dann auch teureren Brennstoffe mit zu berücksichtigen, d. h. von den Energiewendekosten müßten fairerweise die zu erwartenden Preissteigerungen bei erneuertem Kraftwerkspark für fossile Brennstoffe abgezogen werden. Dies und die Pamperung der energieintensiven Industrie dürfte 80% der EEG-Umlage ausmachen, so daß die realen Mehrkosten für die Energiewende bei ca. 2,6 Cent je kW/h inklusive der Erhöhung durch die Steuer liegen.  
19.01.19 14:22 #32 Löschung

Moderation
Moderator: jbo
Zeitpunkt: 20.01.19 12:49
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Kommentar: Diffamierung

 

 
19.01.19 14:50 #33 #31
Die 2,6 Cent entfallen nicht auf Windenergie an Land, die von vorn herein im Preis-Korridor neuer konventioneller Kraftwerke lag, wenn auch im oberen Bereich. Offshore-Windenergie stand zwar bei der eingeleiteten Energiewende auf der Wunschliste, aber außer zum Claim abstecken fand sich niemand, auch war die Technik noch nicht so weit fortgeschritten.

Daß Offshore-Windenergie deutlich teurer wird, war von vornherein klar. Wer weit draußen auf hoher See einen Windpark hinsetzt hat m.E. selbst dafür sorgen, daß der Strom an Land ankommt und hat das auch zu finanzieren. Angesichts teils maroder Stromleitungen (in einem normalen Winter fielen Hochspannungsmasten in NRW gleich reihenweise um), ist schwer zu schätzen, wie hoch denn der Anteil der Energiewende an den Netzentgelten ist, zumal ja auch die Höhe der Netzentgelte vor der Trennung von den Versorgern nicht bekannt ist.  Ich wage trotzdem mal eine Schätzung auf der Grundlage der Preisentwicklung von 5 Cent je kWh inkl. 30% Zuschlag für Steuern und Konzessionsabgabe.

Daher dürften zusammen ca. 7,6 Cent je kWh auf die Energiewende entfallen, d. h., etwa ein Viertel des Endpreises, wovon allerdings 5,8 Cent die tatsächlichen Kosten sind und der Staat bzw. die Kommunen 1,8 Cent in die Taschen stopfen.  
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