Deutsche Telekom: Dividende und Freibetrag

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neuester Beitrag:  08.11.19 09:57
eröffnet am: 20.08.19 20:40 von: Alex der Träumer Anzahl Beiträge: 8
neuester Beitrag: 08.11.19 09:57 von: oranje2008 Leser gesamt: 3911
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20.08.19 20:40 #1 Deutsche Telekom: Dividende und Freibetrag
Frage an ALLE! Wäre die Telekom-Dividende nicht steuerfrei würde sie minus 30% Abgeltungssteuer ausgezahlt. Wer seinen persönlichen Freibetrag von 801,00€ nicht anderswo eingetragen hat, könnte diesen hier verwenden.
In der Praxis wird die Dividende zu 100% ausgezahlt und der Einkaufspreis der Aktie entsprechend vermindert. Wer später einmal verkauft kann dann einmalig seinen Freibetrag geltend machen.
Ich betrachte diese Praxis als Betrug. Meiner Meinung nach müsste der Einkaufspreis unter Berücksichtung des Freibetrages gemindert werden, natürlich nur wo das zutrifft. In der jetzigen Praxis geht der Freibetrag jedes Jahr verloren.
Was meint Ihr dazu?
 
23.10.19 09:50 #2 Das sehe ich nicht so
Erst einmal zur Klarstellung: Die Abgeltungssteuer beträgt 25% + Soli (ggf. auch Kirchensteuer)

Die Dividende der Telekom wird aus der Substanz des Unternehmens bezahlt, weshalb die Abgeltungssteuer nicht beim Auszahlen der Dividende sondern erst mit dem Verkauf der Anteile anfällt.
Allein aus diesem Grund ist es schon einmal kein Betrug. Sicherlich ist es etwas ungünstig für Kleinanleger, die ihren Freibetrag noch nicht ausgeschöpft haben.
Auf der anderen Seite ist es aber für Langfristanleger ein Vorteil, wenn diese ihren Freibetrag schon ausgeschöpft haben.

Da die Steuer nicht mit der Ausschüttung anfällt, kann man den möglichen Freibetrag auch nicht beim Abzug vom Kurs berücksichtigen. Die verwendete Praxis ist daher logisch, nachvollziehbar und eigentlich auch gut.  
23.10.19 09:58 #3 #1 wieso Freibetrag verwenden wenn steuerfrei .
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Defragmentierung unterm Aluhelm, 47% von 100% abgeschlossen...
23.10.19 11:37 #4 Telekom,
eine Aktie für die Lebensdauer. Ist bisher ein echter Dividendenbringer. Muss man verkaufen, dann ist es zwar nicht so gut. Wenn man lange damit spart, zahlt sich der Zinseszinseffekt schon aus. Es gibt ja auch mehrere Aktien, die aus der Substanz zahlen. Man muss sich das halt irgendwie vorher klar machen. Hat man Telefonica aus Spanien (auch AXA u. dergl.), dann taucht das Problem des Zurückholens der zuviel gezahlten Dividende auf. Da wäre eine EU weite Regelung segensreich. So ist man doch etwas auf D fixiert. Na ja, bin im Prinzip mit der derzeitigen Kurssteigerung bei der T-Aktien sehr zufrieden.
Dividende aus Substanz, da sehe ich kein Problem.  
07.11.19 13:32 #5 60cent
nach der Ankündigung der Dividendenkürzung auf 60cent, stellt sich natürlich die Frage, ob sie im nächsten Jahr auch wieder steuerfrei ausgezahlt wird.
Wenn nicht, wäre es netto fast 40% weniger als in diesem Jahr.
Wann entscheidet sich das?  
07.11.19 13:46 #6 @carben
Sie wird nicht steuerfrei gezahlt. Die Strukturierung beeinflusst lediglich, wann die Steuer gezahlt wird - ob bei der Dividendenzahlung, oder weil die Dividende als Kapitalherabsetzung erfolgt bei Verkauf der Aktie.

Ich dneke aber, die DT wird hier ihrer Strategie treu bleiben ;)  
08.11.19 09:45 #7 @oranje2008
Für Altaktionäre (vor 2009 gekauft) wie mich ist es schon steuerfrei (auch bei Verkauf). Insofern  macht es schon einen Unterschied, ob die Dividende aus dem Steuerlichen Einlagekonto nach § 27 des KStG gezahlt (wie die letzten Jahre) oder als "normale Dividende".
Wie werden sehen....  
08.11.19 09:57 #8 @carben
Ok, da hast du natürlich recht.

Was deine Ursprungsfrage angeht: Ich wüsste nicht, warum die DT da von den letzten Jahren abweichen sollte ;)  
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