Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag:  18.10.17 15:34
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemming Anzahl Beiträge: 130343
neuester Beitrag: 18.10.17 15:34 von: Emilia Stivali Leser gesamt: 12862774
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20.02.07 18:45 #1 Der USA Bären-Thread
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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130317 Postings ausgeblendet.
10.10.17 19:57 #130319 in japan
geht es auch verrückt zu, die notenbank japans steckt unsummen in aktien ETF ´s. die märkte können nicht mehr fallen bei diesen mogelpackungen der notenbanken.
zinsen, anleihen, etf´s, steuersenkungungen...weiß der geier was noch alles...verrückt!

http://www.teleboerse.de/aktien/...ch-ins-Visier-article20075012.html  
10.10.17 22:36 #130320 zu # 319
"Die Bank of Japan (BOJ) hat beschlossen erst einmal kein zusätzliches Anleihekaufprogramm aufzulegen. Der Witz dabei: Das derzeit sowieso schon laufende jährliche Programm (QE) beläuft sich auf gut 600 Milliarden Euro pro Jahr. Trotz fehlender Ausweitung ist dieses aktuell schon laufende Programm der Bank of Japan so groß, dass man fast sagen kann sie wird irgendwann der einzig verbliebene Player auf dem japanischen Kapitalmarkt sein. Dann könnte man de facto sagen der Staat finanziert sich selbst (Linke Tasche rechte Tasche).

Die BOJ hat z.B. bis dato die Hälfte des japanischen ETF-Marktes (Exchange Traded Funds) für Aktien aufgekauft. Bei dem gigantischen ständigen QE mus man sein Geld ja irgendwo unterbringen. Und man muss ja irgendwie den Markt zwingen Geld in die Realwirtschaft zu pumpen. Aber ab wann ist der Punkt erreicht, wo dieser Zustand in Japan zu einer Art staatlicher Planwirtschaft wird, wenn ein staatliches Vehikel wie die Notenbank eigentlich alles aufkauft? Eine Frage für Philosophen."

(Quelle: finanzmarktwelt.de / 30.10.2015)

Und alle Verrenkungen der Regierung und der BoJ haben Japan seither dem Ziel einer 2% Inflationsrate kaum weiter gebracht.  

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12.10.17 08:32 #130321 Zentralbankgeldflut - fatale Nebenwirkungen
Die Geldflut der Notenbanken hat fatale Nebenwirkungen

...Berechnungen des IWF (zeigen): Trotz der niedrigen Kreditkosten müssen private Haushalte und Unternehmen einen wachsenden Teil ihrer Einkünfte für den Zinsdienst nutzen. Das ist eine gefährliche Situation: Sollten die Zentralbanken in den USA und Europa ihre Geldpolitik schneller als erwartet normalisieren und die Zinsen steigen lassen, drohen Zahlungsausfälle, faule Kredite und Verwerfungen in den Finanzsystemen.

...Ein Schwellenland macht Ökonomen besonders große Sorgen: China, die inzwischen zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Dort haben die Unternehmen, insbesondere staatsnahe Firmen, in den vergangenen Jahren Schulden in gewaltiger Höhe aufgenommen. Allein der schiere Umfang macht Beobachtern Angst, ganz abgesehen davon, dass die Strukturen der Kredite häufig komplex und die Vergabe wenig transparent ist, und dass ein großer Teil der Kreditvergabe an kleinere Unternehmen über ein Schattenbankensystem läuft, das weder reguliert noch überwacht ist...

https://www.welt.de/wirtschaft/article169549577/...ebenwirkungen.html  
12.10.17 11:11 #130322 japan
höchster stand seit 16 jahren ! langfristig sind wir charttechnischb nun an einem entscheidenden punkt angelangt. ein nachhaltiges überschreiten der 21tsd ist wohl angeordnet worden wie´s scheint.
ein kurzziel von 35tsd punkten ist dann in den nächsten jahren drin !
...oder jemand zieht eine karte aus dem kartenhaus...  

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12.10.17 16:40 #130323 Bitcoin - der Wahnwitz geht weiter
12.10.17 18:01 #130324 vola
der vix index wieder unter 10 ! 2von 3 coba knockouts haben kein angebot mehr. denen wirds wohl auch langsam zu gaga ?!  
12.10.17 21:27 #130325 böse gerüchte zu bridgewater associates
13.10.17 13:37 #130326 BIT: So werden Crashs gebaut.
Man lasse sich folgender Satz auf der Zunge zergehen:

Herdeneffekt

Wegen der Popularität von Bitcoin springen Händlern zufolge immer mehr Anleger auf den Zug auf und treiben so den Preis in die Höhe.

Was dann passiert, weiss man ja.
Gestern die 5000-Dollar-Marke geknackt, heute schon nahe bei 6000 Dollar: Bitcoin jagt von einem Rekord zum nächsten.
 
13.10.17 15:32 #130327 @meiertier1
...."Was dann passiert, weiss man ja."

was passiert was weißt du ? steigt bitcoin auf 10tsd oder fällt auf 1tsd. ? keiner weiß was !! schon bei tausend haben viele hier gewarnt, genauso wie bei nasdag, dow, dax, amazon, facebook etc.

keiner weiß irgendwas, das muß man wissen!  
13.10.17 16:02 #130328 @Murmeltierch.
Gut, vielleicht ist meine Wortwahl etwas unglücklich. ;-)

Ich gehe davon aus, dass wen viele Anleger (auch Private) in BTC strömen und es dann irgendwann (vielleicht) eine Korrektur geben wird, diese umso heftiger ausfällt. Ob die heute oder erst in 5 Jahren stattfindet, dass weiss wirklich niemand.

Dennoch hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt, was passiert, wenn keine gesunde Korrektur stattfindet.  
13.10.17 22:07 #130329 Bitcoin Hintergründe
Aus dem Artikel hinter folgendem Link lässt sich entnehmen, dass Bitcoin keineswegs das Ergebnis eines anonymen dezentralisierten Netzwerks gleichrangiger User ist, sondern dass da Big Players im Spiel sind, die mit der geballten Macht ihres Knowhows und ihrer Rechner das "Schürfen" dominieren und die "Kleinen" nach und nach zu ihren Lakeien machen. Zur Steigerung ihrer Produktivität wird letzteren bei den "Splits" die Wurst "Gratis-Coins" vor die Nase gehalten. Die Entwicklung dürfte mE auf eine "Oligarchie" hinaus laufen, eine Herrschaft von Wenigen.

http://www.finanzen.net/nachricht/devisen/...old-auf-sich-hat-5742350  
13.10.17 22:41 #130330 NDX - etwas Chartkunde
Hier zeige ich zunächst den Kerzenchart auf Tagesbasis und in einem Folgeposting den Kerzenchart auf 15-Minuten-Basis. Sehr interessant finde ich die Entwicklung nach dem deutlichen Hüpfer über die runde Marke von 6000, die mE alles Andere als "glorreich" ist. In dieser Woche bewegten sich die Schlusskurse zwischen 6060 und 6080 - außer heute. Da gab es ein 25 Punkte Up Gap bis auf 6095 Punkte, und im weiteren Verlauf wurde an der Marke 6100 gekratzt, doch die "Steilvorlage" wurde nicht angenommen. Das Ergebnis ist ein mickriges symmetrisches Doji.  

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13.10.17 22:44 #130331 NDX - 15-Minuten-Chart
 

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14.10.17 22:10 #130332 Was finden die Leute bloß an Netflix?
Diese Firma weist eine aktuelle Marktkapitalisierung von 86 Mrd. $ auf (General Motors 67 Mrd.$) . Die Trailing P/E Ratio liegt bei 243 und die Forward P/E Ratio bei 94. Sicher, die Umsätze stiegen seit 2013 in beachtlichem Maße, doch die Profitmarge stagnierte bei um die 3 %, und eine Kennziffer stieg in noch in stärkerem Maße als die Umsätze: die Ratio Schulden/Gewinne, die 2016 bei rund 60 lag (11 Mrd. $ Schulden, 186,7 Mio. $ Gewinn). Die Zahlen für die beiden ersten Quartale 2017 waren nicht gerade berückend. Sie rechtfertigen absolut nicht den Kursanstieg seit Jahresbeginn.
(Quelle: finance.yahoo.com)  

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16.10.17 21:36 #130333 @wawidu
#332, netflix und alle anderen werte die hier schon x mal als short kandidaten diskutiert wurden steigen immer weiter weil so enorm viel notenbanken-geld untergebraucht werden muß. täglich das selbe problem? wohin mit der kohle? ...also immer auf den dicksten haufen ! logo

mit normalen bewertungsmaßstäben etc. hat das nichts mehr zu tun. selbst bei schlechten nachrichten steigts. heute kommen die zahlen - egal wie die ausfallen sie werden positiv interpretiert werden.  
16.10.17 22:30 #130334 Netflix KGV 242! Und 100% in einem Jah.
 Nur das nichts wieder das eine, als das Andere rechtfertigt.

Amazon ebenfalls in derart schwindele­rregender KGV Höhe. Und das soll gesund sein und schreit nicht lautstark nach einer gewaltigen­ Korrektur....

Und alle befeuern weiter die ETFs die das Ganze weiter blähen.

Das nimmt kein gutes Ende.

Gold ist bald wohl das ewig Einzige was bald wieder glänzt.  
17.10.17 04:25 #130335 Wie murmeltierch erwähnt hat...
... keiner weiß was ;-) nichts desto trotz, meine Frage - wie seht ihr die Entwicklung des s&p 500? eher eine Korrektur bis Jahresende (ob klein oder groß) oder doch eher neue allzeithochs? Ich persönlich bin zur Zeit noch Short, allerdings 'befürchte' ich noch eine jahresendrally und werde ggf vorübergehend das Handtuch werfen... Eure Meinung dazu?  
17.10.17 10:29 #130336 s&p 500
es wird in tippelschritten bis zum erbrechen weiter aufwärtsgehen und wenn alle eingeschläfert sind, dann.... wann das sein wird weiß niemand ( meine einschätzung !)

netflix: seit letzten Q zahlen ist der kurs bereits um ca. 30% (oder 20mrd.$) gestiegen, man könnte denken das preist alle hohen erwartungen ein dennoch wurde der kurs nachbörslich auf ein ATH gehievt und die analysten werden weiter neue kursziele formulieren und die party läuft weiter....  
17.10.17 10:53 #130337 Mit Meinungen kann man idR
an der Börse kein Geld Verdienen. Wenn man Zockt muss man einen Plan haben. Einstieg, SL und TP sollten vorab definiert werden. Es gibt zu jeder Zeit Argumente sowohl für fallende als auch für steigende Kurse.  
17.10.17 16:01 #130338 @learner
Schon klar ;-) investiere und zocke ja seit jahren- man kennt es selbst - zu früh rein, zu früh raus, zu spät rein usw. - wollte lediglich die Meinungen der formsteilnehmer im sogennaten 'bärenthread' erfahren - in einem 'bullenthread' hat man ja bekanntlich eine andere Meinungen - dass natürlich ((irgendwann) Tage, Wochen, Jahre)) eine Korrektur unwiderruflich stattfinden wird und die danach zugehörige Gegenbewegung Ist mir natürlich auch klar und das niemand sagen kann, wann welche Ereignisse stattfinden, genauso ;-)  
17.10.17 17:18 #130339 Ohne Worte
 

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17.10.17 17:56 #130340 Man kann leider nix vernünftiges
zu der Kursentwicklung sagen. Seit dem die Notenbanken die Welt mit Billigkohle zuscheißen, kann man noch nicht mal ordentliche antizyklische Swingtrades wagen. Allen ist klar, dass Aktien überteuert sind und doch steigt der Markt weiter.

Ich bin persönlich ua. Short auf den Dax, was Kurz-und Mittelfristig zu steigenden Buchverlusten führen kann. Ich werde antizyklisch Pyramidisieren, was die Wahrscheinlichkeit da irgendwann ohne blaues Auge wieder rauszukommen steigert, aber lustig ist so ein Vorgehen selten.  
17.10.17 17:58 #130341 Also wage ich es doch!
@Ivan
Der Focus Mohnes ist wirklich der Knaller. Freibier für alle!

 
17.10.17 22:28 #130342 Netflix mit bemerkenswerter Kerzenformatio.
Fünf aufeinander folgende Kerzen mit sehr schmalen Körpern im Bereich der "runden Marke" von 200 $ sind in dieser spezifischen Konstellation schon von einer gewissen (bärischen) Brisanz. Die oberen Begrenzungen der Kerzenkörper deuten den Eröffnungskurs, die unteren den Schlusskurs an.  

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18.10.17 15:34 #130343 1987-Crash droht sich zu wiederholen
- allerdings weit schlimmer. Hier die Argumente:

www.marketwatch.com/story/...crash-may-be-worse-than-1987s-2017-10-18

... 1. The market is much more fragmented now. Back in 1987 the New York Stock Exchange and the Chicago options and futures exchanges were almost the only games in town. ... Now “we’ve got 12 regulated stock exchanges, we’ve got 30 [alternative trading systems] where stocks can trade and [who knows] how many dark pools — members-only trading venues.” The NYSE, she said, handles barely 30% of trading volume now, vs. 90% in 1987, and firms trade tiny blocks of shares. Coordinating everybody now would be like herding cats...

2. Regulators are still living in their own worlds. ... Efforts to rationalize the structure after the financial crisis were killed by Congress’ competing fiefdoms...

3. Computerized trading is more pervasive than ever. Program trading became the scapegoat for the 1987 crash, especially portfolio insurance (synthetic put options applied to whole stock portfolios) and index arbitrage (buying S&P 500 futures while simultaneously selling all the individual stocks). But when panic set in, those strategies collapsed as buyers vanished, pushing exchanges and clearing houses to the brink....  
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