Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag:  12.12.17 10:25
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemming Anzahl Beiträge: 130907
neuester Beitrag: 12.12.17 10:25 von: lifeguard Leser gesamt: 13195411
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20.02.07 18:45 #1 Der USA Bären-Thread
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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130881 Postings ausgeblendet.
08.12.17 14:59 #130883 weiter daraus (Ende)
Nächste Eurokrise schon 2018

Schon im kommenden Jahr kann der Euro wieder unter Druck geraten. Die derzeitigen Umfragen versprechen für Italien eine Mehrheit für EU- und Euro-skeptische Parteien. Nun wissen wir, dass die Umfragen nicht unbedingt eintreten müssen und auch, dass Parteien und Politiker nach Wahlen nicht immer das tun, was sie zuvor versprochen haben. Wir wissen auch, dass Italien wohl eher uns Deutsche (erfolgreich) erpressen wird, als den Euro zu verlassen. Dennoch ist es ein weiteres Warnsignal, dass der Euro eben nicht auf Dauer überleben kann. Die „Rettung“ wird immer teurer.

Taktisch müssen wir uns als Geldanleger auf die nächste Phase der Eurokrise einstellen. Strategisch auf die nächste Phase der Krise unseres Schuldgeldsystems. Die Erfahrung spricht dafür, dass auf diese mit noch mehr und noch billigerem Geld reagiert werden wird. Spätestens dann ist ein Umstieg in werthaltige Sachwerte angezeigt. Aktien, Immobilien und Gold gehören dazu. Bitcoins wohl eher nicht.  
08.12.17 19:34 #130884 zu Coinbase
http://www.connect.de/news/...ta-bitcoin-ethereum-kaufen-3197998.html

Die enormen Kursschwankungen von Bitcoin bei dieser Handelsplattform lassen sich im verlinkten Chart am besten im Zeitintervall 1h erkennen:

https://bitcoinwisdom.com/markets/coinbase/btcusd  
09.12.17 09:31 #130885 Sind die Deutschen doof oder klug?
Kryptowährungen: "Deutschland ist Bitcoin-Diaspora" | ZEIT ONLINE
Ein Bitcoin könnte in einigen Jahren 500.000 Dollar wert sein, prophezeit Oliver Flaskämper, Gründer der einzigen Bitcoin-Börse in Deutschland. Er verteidigt den Hype.
 
09.12.17 11:22 #130886 Keine "Milchmädchen-Hausse"
Der gestrige Up Gap Push von rund 50 Punkten vermochte keine Milchmädchen, Taxifahrer oder Baumwollpflücker in den Markt zu locken. Die tummeln sich wohl lieber in Kryptos - da wird man halt schneller reich.  

Angehängte Grafik:
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09.12.17 16:16 #130887 Etwas zu Kryptos und ICOs
Aktuell existieren rund 1400 Kryptos, und fast täglich kommen immer mehr hinzu. Seit Jahresbeginn wurden über 200 ICOs abgeschlossen, und rund 120 sind aktuell noch fleißig - meist mit erheblichen Anreizen für Früheinsteiger - am Geldsammeln.
Weitere etwa 200 Start Ups stehen schon in den Startlöchern, davon allein in den restlichen Dezembertagen rund 80.

Quelle: https://www.icoalert.com/...-production-active&page=80&is_v=1

Besonders interessant finde ich die Infos im verlinkten Artikel:

https://medium.com/radicle/...t-the-global-state-of-icos-307b994cdeb9




 
09.12.17 16:18 #130888 Trumps Steuerpaket: Umverteilung nach obe.
Trumps Wahlkampfversprechen, die Mittelschicht zu entlasten, wurde ins Gegenteil verkehrt.

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...chen-beguenstigt-a-1182347.html

Die Experten des Tax Policy Center (TPC) haben berechnet, wie sich die komplizierte Steuerreform auf verschiedene Einkommensgruppen auswirken wird.... Am meisten profitieren US-Bürger mit hohen und sehr hohen Einkommen - und zwar nicht nur in absoluten Dollar-Beträgen, sondern auch, was den prozentualen Anstieg ihres Netto-Einkommens betrifft.

Bürger mit niedrigen Einkommen hingegen haben den geringsten Anstieg ihres Netto-Einkommens zu erwarten - und das auch nur in den ersten Jahren nach der Reform. Ab dem Jahr 2027 müssen die unteren 40 Prozent sogar mehr Steuern zahlen als nach dem bislang gültigen Recht.....
 
09.12.17 20:15 #130889 Wenn ich Steuerflucht bekämpfen will
und Investitionen ankubeln, muss ich nun mal die oberen mehr entlasten als die unteren.

Und dass die unteren Einkommen durch Inflation in 10 Jahren in die kalte Progression rutschen und deutlich mehr zahlen müssen als bislang, ist auch in Deutschland so.

Den Spiegel-Artikel würde ich so verstehen, dass heute alle Einkommen profitieren. Sie oberen allerdings am meisten. Das ist nicht verwerflich, sondern logisch zu begründen, s.o.

In Deutschland denkt Merkel nicht mal im Traum an eine Steuerentlastung für irgendwen. Was ist also besser für mittlere und untere Einkommen? Eine Merkel ohne Senkung oder ein Trump mit einer kleinen Senkung?  
09.12.17 21:10 #130890 besenkt
09.12.17 21:23 #130891 Treffer versenkt
sag ich mal ohne Eigenlob  
10.12.17 11:55 #130892 Bitcoin-Wahnsinn
https://www.tomshardware.de/...ainboard-cryptomining,news-258841.html

Asus B250 Mining Expert: Mainboard mit 19 PCIe-Ports

Das Generieren von Krypto-Währung scheint weiterhin auf einen großen Interessentenkreis zu stoßen, Asus setzt auf ein spezielles Board, mit dem der Rekord bei PCIe-Anschlüssen geknackt wird.  
10.12.17 14:47 #130893 btc schmiert ab
ab heute kann nämlich geshortet werden  
10.12.17 17:02 #130894 zu #889
Glaubst du im Ernst daran, Shlomo, dass die Reichen bei einer Steuersenkung in den USA mehr investieren und ihre Vermögen, die sie mit Hilfe gut bezahlter Steueranwälte zum Gutteil trickreich in "Steueroasen" untergebracht haben, repatriieren werden, und dass die globalen Unternehmen ihre "verlängerten Werkbänke" in Asien oder Südamerika wieder in die USA verlagern werden? Ich hege diesbezüglich meine Zweifel. Schon bei der jetzigen Situation entwickelt sich die Schere zwischen Steuereinnahmen und staatlichen Ausgaben rapid auseinander. In 2016 standen Steuereinnahmen des Bundes in Höhe von 2,16 Bio. $, davon lediglich 400 Mrd. $ Unternehmenssteuern, 6,2 Bio. $ an Ausgaben gegenüber. (Quelle: FRED)

 
10.12.17 17:48 #130895 blinde seher - jahresprognosen und anderer.
New Yorker Investmentstrategen geben falsche Prognose ab
Die Investmentstrategen in New York rechnen mit einem moderaten Kursanstieg der amerikanischen Aktienkurse im kommenden Jahr. Auf diese...
 
10.12.17 19:39 #130896 zu # 894
ME sind die Finanzberichte der international tätigen US Unternehmen mit Vorsicht zu genießen.
Hier das Beispiel Apple:
für das am 30.9. beendete Fiskaljahr 2017
Umsatz: 230 Mrd. $
Umsatzkosten: 141 Mrd. $
Bruttoertrag: 88 Mrd. $
Operativer Ertrag: 61,3 Mrd. $
Steuern: 15,7 Mrd. $
Nettogewinn: 48,3 Mrd. $
(Quelle: finance.yahoo)

Insbesondere die Umsatzkosten erscheinen mir deutlich überhöht. Deren Relevanz dürfte für die SEC kaum zuverlässig nachvollziehbar sein.  
10.12.17 21:38 #130897 the greater fool
Die Preisentwicklung von Bitcoin weist alle Signale einer Spekulationsblase auf. Aber das heisst nicht, dass die Blase bald platzen muss.
 
11.12.17 17:08 #130898 Abrechnung mit den Zentralbanken
James Grant rechnet in bester Bärenthreadmanier mit den Zentralbanken ab.

"Kapital ist wie ein Wald: Es braucht Tod, damit neues Leben entstehen kann. Die Dynamik einer Wirtschaft wird eingeschränkt, wenn unprofitable Unternehmen nicht Platz für neue Ideen, neue Leute und neues Kapital machen."

James Grant, Herausgeber des «Grant’s Interest Rate Observer», warnt vor den Folgen der ultratiefen Zinsen und hinterfragt die Devisenstrategie der SNB.
 

Angehängte Grafik:
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11.12.17 18:33 #130899 Historische Blase
(sogar inflationsbereinigt, da relativ zum BIP)

 

Angehängte Grafik:
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11.12.17 18:38 #130900 Katzenpirat,
"Kapital ist wie ein Wald: Es braucht Tod, damit neues Leben entstehen kann"

Ich überlasse es Dir,  was Tod mit Krieg gemeinsam haben könnte !  
11.12.17 18:44 #130901 Grants Äußerungen in # 898 decken sich
mit den Bärenthreadthesen der letzten neun Jahre.  
11.12.17 21:58 #130902 Fear? Ja, sowas gibt es noch
A Manager of $42 Billion Fears Bubble in World's Biggest Stocks

https://www.bloomberg.com/news/articles/...-in-world-s-biggest-stocks  
11.12.17 22:08 #130903 Sehr aufschlussreiche Grafik
 

Angehängte Grafik:
automobile_output.png (verkleinert auf 89%) vergrößern
automobile_output.png
12.12.17 09:39 #130904 EU verschärft ihren "Krieg gegen Cash"
Der Krieg gegen Cash, geführt unter dem Vorwand der "Terrorismusbekämpfung", richtet sich nicht etwa gegen Konzerne, die ihre Gelder auch weiterhin - per Überweisung auf Konten von Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen - an der Steuer vorbeijonglieren können, unterstützt von Heerscharen gewiefter Juristen.

Nein, der Krieg gegen Cash richtet sich gegen den kleinen Mann/die kleine Frau. Präziser richtet er sich gegen die große Masse der Bevölkerung, der Bargeld verleidet werden soll, um sie noch besser kontrollieren, drangsalieren und abkassieren zu können.

10.000 Euro Obergrenze für Bargeld bei Reisen in der/die EU gibt es schon seit 2005. In einer Neuauflage des Gesetzes sollen nun auch Schmuck, Edelmetalle und Prepaid-Kreditkarten sowie anderes berücksichtigt werden. Am schwersten wiegt, dass Kontrolleure nun auch Beträge unter 10.000 Euro beschlagnahmen dürfen, sofern Verdacht auf "kriminelle Aktivitäten" besteht.

Das öffnet behördlicher Willkür "auf Verdacht" Tür und Tor. Zudem zeichnet es den Weg in eine finanzielle (und sonstige) Big-Brother-Diktatur, in der Zentralbankern ungeahnte Macht zuwächst. Denn wenn Bargeld komplett abgeschafft ist (dazu muss es den Leuten zuvor verleidet werden), sitzt Draghi oder sein Nachfolger am großen roten Schaltknopf, mit dem er auf einen Schlag in einer Art europaweiter "Kollekte" z. B 10 % Geldabwertung bzw. Abbuchung für neuerliche Bankenrettungen "veranlassen" kann. Solange die Leute Bargeld horten, kann die Ober-Geldkrake das nicht.

Je maroder das Finanzsystem, desto perfider die Methoden seiner "Kontrolleure". Mit der Bargeldabschaffung und der Option grenzkriminellen Zugriffs auf das dann nur noch "digital" vorhandene Volks-Barvermögen bereiten sich die Plutokraten klammheimlich auf die nächste Finanzkrise vor. Denn eins ist sicher: In der Ära des Gelddruckens, in der alte Probleme mit frischem Geld zugeschissen werden, wird jede neue Finanzkrise noch weitaus schlimmer ausfallen als die vorherige. Für die Lenker gilt daher, sich beizeiten neue Abkassier-Instrumente zu beschaffen. Am besten - systemkonform - solche, die Bankiers verschonen und auch nicht mehr (wie 2008 ff.) den Staat schröpfen, sondern direkt dem Michel in die Tasche greifen.

Echte Terrorismusbekämpfung wäre, die Zentralkraken zu entmachten.

https://wolfstreet.com/2017/12/10/...ealth-attack-in-eus-war-on-cash/

The EU’s Orwellian-dubbed Civil Liberties and Economic Affairs committee has approved tough new rules on cash that travelers might bring into or take out of the bloc. It’s also broadened the definition of cash to include precious stones and metals and prepaid credit cards.

Most importantly, the draft law will enable authorities to impound “cash” below the traditional €10,000 threshold, if criminal activity is suspected. The new rules would repeal the First Cash Control Regulation (CCR) from 2005, which requires individuals to declare sums over €10,000 when leaving or entering the EU.

The draft law still needs to be approved by the European Parliament. Then the legislation needs to be negotiated with EU governments. If the law is passed, anyone acting suspiciously carrying any amount of cash, whether in notes, precious stones, precious metals or prepaid credit cards, could face having their “money” impounded [= beschlagnahmt]....  
12.12.17 09:51 #130905 realität
es ist vielleicht zeit, emilia, sich von der romantischen vorstellung zu verabschieden, das wir in zukunft ausserhalb unserer eigenen gedankenwelt irgendeine form von freiheit haben werden. wir sind doch schon meilenweit über die vision von orwell hinaus.

nur allein schon die smartphones mit fingerabdrucksensor, gesichtserkennung, gps, stimmerkennung und zig apps darauf, die alles von dir aufzeichnen. pffff!

 
12.12.17 09:56 #130906 Die große Frage ist,
ob man das alles akzeptieren und gottergeben bzw. fatalistisch seines Schicksals harren sollte. Solange es noch die Möglichkeit der öffentlichen Kritik gibt, um diese gigantischen Umwälzungen auf allen Ebenen bewusst zu machen oder gar verändernde Proteste anzuschieben, sollte man davon Gebrauch machen.  
12.12.17 10:25 #130907 nun, für mich keine frage mehr.
ich seh es als realität an, wieso sollte ich also energie verschwenden mit protest?

apropos:
natürlich wünsch ich mir auch grösstmögliche freiheit; deshalb versteh ich auch den unglaublichen reiz an einer unkontrollierten zahlungsart mit coins. nur kann ich nicht glauben, dass all die staatlichen kontrolleure das lange zeit zulassen werden.
geld ausserhalb der kontrolle von zentralbanken? mhhh...  
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