Der Name MG Technologies verschwindet

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eröffnet am: 30.09.04 19:47 von: Happy End Anzahl Beiträge: 6
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30.09.04 19:47 #1 Der Name MG Technologies verschwindet
Konzern wird künftig nach dem Bochumer Spezialmaschinenbauer GEA benannt

München  -  Der Bochumer Spezialmaschinenbauer GEA ist zwar einer größeren Öffentlichkeit nicht bekannt. Doch wenn es die GEA nicht gäbe, würde die Lebensqualität vieler Menschen spürbar abnehmen: Rund 20 Prozent der Welt-Bierproduktion wird in GEA-Anlagen hergestellt. Ein Drittel der weltweit produzierten Mengen von Instant-Kaffee wird mit Hilfe von Maschinen der GEA-Tochter Tuchenhagen hergestellt. Und wenn Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktum im Emirat Dubai die erste Kamel-Milchfarm der Welt baut, kommen die Melkanlagen für die 300 launischen Wüstentiere selbstverständlich von der GEA-Tochter Westfalia-Surge: Denn die ist mit einem Anteil von 30 Prozent unangefochtener Weltmarktführer für Melktechnik.

Trockner, Separatoren, Kompressoren, Eismaschinen, Ventile und Filter aus den über 200 GEA-Firmen werden fast überall in der Lebensmittelindustrie, der Chemie-, Pharma- und Energiewirtschaft eingesetzt. Udo Stark, Vorstandschef des Mutterkonzerns MG Technologies AG, ist hoch zufrieden damit, wie sich die größte Konzernsparte unter der Führung von GEA-Chef Peter Schenk entwickelt. Im ersten Halbjahr konnte die GEA das Ergebnis vor Steuern um mehr als sieben Prozent steigern. Zwar litt die Investitionsfreude der Landwirte und Molkereien da noch unter den niedrigen Milchpreisen. Aber solche Rückschläge kann die GEA kompensieren: Die Umsatzrendite war im vergangenen Jahr bereits mit 7,3 Prozent doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt - und sie wird sich 2004 noch verbessern: "Im laufenden Geschäftsjahr werden wir das Ergebnis überproportional auf 40 bis 60 Mio. Euro steigern", sagt Stark voraus: "Ab 2005 streben wir eine Umsatzrendite von acht Prozent an."

Nach nur 15 Monaten im Amt kann Stark die Früchte eines drastischen Konzernumbaus ernten. Sein Auftrag war es, die einst mächtige Frankfurter Metallgesellschaft "MG Technologies AG" zu halbieren und auf die GEA zu reduzieren. Vor allem der MG-Großaktionär und frühere GEA-Eigner Otto Happel versprach sich davon Auftrieb für die MG-Aktie. Inzwischen ist die Chemiesparte Dynamit Nobel AG im Wert von 2,25 Mrd. Euro an den US-Konzern Rockwood verkauft. Der Umzug der auf weniger als 100 Mitarbeiter reduzierten Frankfurter MG-Holding an den GEA-Stammsitz Bochum soll am 6. Dezember erfolgen. Damit verringern sich die Holding-Kosten, die unter dem Stark-Vorgänger Kajo Neukirchen noch 170 Mio. Euro pro Jahr betrugen, auf unter 50 Mio. Euro. "Der Name MG Technologies verschwindet", kündigt Stark an: "Wir werden den Namen GEA behalten, aber etwas auffrischen."

Beim Konzern-Rückbau gab es bislang nur einen Rückschlag: Der Verkauf der Dynamit Nobel Kunststoff GmbH an den US-Automobilzulieferer Flex-N-Gate scheiterte, weil die Amerikaner den Kaufpreis nicht aufbrachten. Jetzt fehlen der MG 270 Mio. Euro in der Kasse. "Flex-N-Gate ist vertragsbrüchig geworden", sagt Stark - er will Schadenersatz einklagen. Eine neue Auktion für den Verkauf der DNK ist wahrscheinlich. Mit dem Erlös wird die GEA ausgebaut: Am 9. Oktober will Stark erstmals wieder eine Übernahme verkünden: Es werde "eine erfreuliche Arrondierung" geben.

http://www.welt.de/data/2004/10/01/339977.html

       ariva.de
       
01.10.04 12:41 #2 FTD: mehrere Bieter für die Kunststoffsparte
Wie heute publiziert wird, ist MG Tech bzw. DN wieder in Kaufverhandlungen mit den
vormaligen Mitbietern eingetreten. Dies wurde auch von einem Teil der Bieter bestä-
tigt.
Wie der Finanzvorstand Peter Steiner in einem Interview mit der FTD berichtet haben
soll, hätten Gilde, Cerberus und Barclays, sowie "eine Handvoll" weiterer Investoren
Interesse signalisiert. Um den Bieterwettbewerb zu erhöhen, wird voraussichtlich "ei-
ne neue Auktion initiiert".
Interessant sieht auch die Charttechnik aus: bei etwa 9,80 EURO hat sich eine starke
Widerstandslinie ausgebildet. Aufsetzer: Oktober 2003, Juli, August und September 04.
Dem geringen Rückschlagspotential stehen attraktive Erholungschancen gegenüber.
Die Kurserholung dürfte durch positive Nachrichten vorangetrieben werden. Mutigere Anleger nutzen die Gelegenheit zum Einstieg/Verbilligen jetzt. Vorsichtigere Naturen warten evtl. noch, bis die Linie des Abwärtstrends seit April/Mai 2004 bei etwa 10,45
durchbrochen wird. Danach sollte es zügig weitergehen bis 11,00 EURO, wo ein star-
ker Widerstand wartet.  

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05.11.04 18:07 #3 Bitter aber wahr: das war's dann
Als ob die mit Unfähigkeit geschlagene Führungsriege nicht schon Unheil genug an-
gerichtet hätte: heute setzt sie einen drauf und bringt eine Quasi-Gewinnwarnung.
Damit hat das Papier Aasgeruch angesetzt; die Heilung ist unerreichbare Ferne ge-
rückt.
Was bleibt sind bedrückende Erkenntnisse:
Ein schwacher Vorstand und ein sich als eitler Präzeptor gebärdender Aufsichtsrat
haben in unheilvoller Symbiose vorgeführt, wie man an der kranken Baustelle
Deutschland die Axt ansetzt und sie weiter dem Ruin zutreibt.
Der Vorstand ist hinausgeekelt worden, der Neue ist Vorstand auf Abruf. Das Thea-
ter wird also seine Fortsetzung finden, der Kurs weiter ausbluten.
Mein Fazit: Kursziel 4,50 EURO -Strong Sell  

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24.11.04 16:03 #4 optimaler Kursverlauf
doppelter Boden erreicht bei 8,80.
Nun sollte es bis min 9,48Euro ohne Widerstand laufen.
Eine schöne W Form im Chart  

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25.11.04 12:14 #5 das hat wohl auch neuer Großaktionär gemerkt!!! .
 

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25.11.04 12:17 #6 das sagt ja wohl alles aus!
mg technologies kaufen
 


Der Analyst Erhard Schmitt von Helaba Trust stuft den Titel von mg technologies (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) von "halten" auf "kaufen" herauf. Dem Unternehmen sei im dritten Quartal 2004 beim Ergebnis vor Steuern nach sechs defizitären Berichtsabschnitten wieder die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Hierzu habe vor allem das Maschinen- und Anlagenbauunternehmen GEA beigetragen, weil die Gesellschaft die aufstrebenden Märkte zu nutzen gewusst habe und Kostensenkungsmaßnahmen gegriffen hätten. Im Großanlagenbau sei die Entwicklung weniger günstig verlaufen, es seien immer noch Verluste geschrieben worden. Allein verantwortlich sei hierfür die Tochter Lurgi gewesen. Per Saldo habe der Konzern mit 10 (VJ -8) Mio. EUR weniger verdient, als die Analysten und wohl auch das Management vermutet hätten. Da sich die Margenerholung bei Lurgi verzögere und das Schlussquartal zusätzlich durch Abfindungszahlungen an den alten Vorstand belastet werde, sei trotz tiefschwarzer Zahlen im 4. Quartal das Jahresziel von 40 bis 60 Mio. EUR nicht mehr zu erreichen. Dass der Jahresüberschuss deutlich höher ausfallen werde, sei auf den Netto-Buchgewinn aus Desinvestitionen zurückzuführen. Die negativen Meldungen der letzten Wochen (Führungskrise, Ergebnisenttäuschung 2004, schlechterer Ausblick auf 2005) dürfte der Kurs mittlerweile zum Großteil eingepreist haben. Für die Wertpapierexperten erscheine eine Bodenbildung im Bereich von 9 EUR realistisch. Mit der konservativeren Unternehmensplanung dürfte das neue Management verloren gegangenes Anlegervertrauen zurückgewinnen. Die Analysten würden die Renditeplanungen für realistisch halten, falls die Konjunkturverlangsamung 2005 wie erwartet in geregelten Bahnen verlaufe. Nach Ansicht der Wertpapierspezialisten erhalte die Aktie von der in Aussicht gestellten, vergleichsweise robusten Ertragsentwicklung 2005/06 Spielraum für einen Anstieg in den zweistelligen Kurs-Bereich. Die Analysten von Helaba Trust nehmen für die mg technologies-Aktie ein Upgrade von "halten" auf "kaufen" vor.  
Quelle: AKTIENCHECK.DE

Quelle vom 16.11.04  

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