DGAP-Adhoc: Air Berlin PLC i.I.: Klage 500Mill

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neuester Beitrag:  13.04.22 10:03
eröffnet am: 25.06.21 19:45 von: Flo1278 Anzahl Beiträge: 24
neuester Beitrag: 13.04.22 10:03 von: HonestMeyer Leser gesamt: 4985
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25.06.21 19:45 #1 DGAP-Adhoc: Air Berlin PLC i.I.: Klage 500Mill
DGAP-Ad-hoc: Air Berlin PLC i.I. / Schlagwort(e): Rechtssache Air Berlin PLC: Klage 25.06.2021 / 17:28 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU)
DGAP-Adhoc: Air Berlin PLC i.I.: Klage
DGAP-Ad-hoc: Air Berlin PLC i.I. / Schlagwort(e): Rechtssache
Air Berlin PLC: Klage

25.06.2021 / 17:28 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Insolvenzverwalter der Air Berlin PLC wird gegen die Clearstream Banking AG Klage erheben auf Zahlung von rund EUR 497,8 Mio. sowie auf Feststellung weitergehender Haftung als Gesellschafterin der Air Berlin nach Wegfall der Anerkennung der Air Berlin PLC als Gesellschaft englischen Rechts in Deutschland aufgrund des Brexit

Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (Marktmissbrauchsverordnung, MAR)

London, 25. Juni 2021 - Der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Air Berlin PLC hat heute dem Board of Directors der Air Berlin PLC mitgeteilt, dass er in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss der Air Berlin PLC heute entschieden hat, im Laufe des Tages Klage auf Zahlung von rund EUR 497,8 Mio. sowie auf Feststellung weitergehender Haftung für Verbindlichkeiten der Air Berlin PLC - auch in ihrer Eigenschaft als Komplementärin der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG - gegen die Clearstream Banking AG beim Landgericht Frankfurt am Main einzureichen.


Der Insolvenzverwalter begründet den Anspruch damit, dass die Clearstream Banking AG als Aktionärin der Stammaktien (ordinary shares) der Air Berlin PLC - neben anderen Aktionären einer weiteren Aktiengattung (class A shares) - im Aktionärsregister der Air Berlin PLC im Vereinigten Königreich (Register of Members) eingetragen ist. Die Clearstream Banking AG hält diese Aktien für die Anleger, die Berechtigungen an den Aktien der Air Berlin PLC erworben haben und in Wertpapierdepots halten.

Als Folge des Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union (Brexit) und des Ablaufs der Übergangsperiode zum 31. Dezember 2020 gilt der EU-rechtliche Grundsatz der Niederlassungsfreiheit nicht mehr für nach englischem Recht gegründete Unternehmen wie die Air Berlin PLC, die als Aktiengesellschaft nach dem Recht von England und Wales (Public Limited Company) gegründet wurde und ihren Satzungssitz in England hat. Die Air Berlin PLC wird nach Auffassung des Insolvenzverwalters in Folge des Brexit aufgrund ihres fortbestehenden Verwaltungssitzes in Deutschland nach deutschem Gesellschaftsrecht nicht mehr als eine Auslandsgesellschaft in der Form einer englischen Public Limited Company anerkannt, sondern ist ohne Weiteres in eine deutsche Gesellschaft bürgerlichen Rechts umzuqualifizieren.

Nach Auffassung des Insolvenzverwalters ist die Clearstream Banking AG nunmehr persönlich haftende Gesellschafterin dieser Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Mit der Leistungs- und Feststellungsklage beabsichtigt der Insolvenzverwalter, Zahlung der bereits zur Insolvenztabelle festgestellten Beträge geltend zu machen und gerichtlich feststellen zu lassen, dass die Clearstream Banking AG zur Zahlung der weiteren, zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger der Air Berlin PLC sowie der Insolvenzgläubiger und bestimmter Massegläubiger der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG erforderlichen Beträge dem Grunde nach verpflichtet ist. Nach vorsichtiger Einschätzung des Insolvenzverwalters werden sich diese weiteren Beträge auf mindestens EUR 1 Mrd. belaufen.

Der Insolvenzverwalter und das Board of Directors der Air Berlin PLC haben die Frankfurter Wertpapierbörse aufgefordert, Maßnahmen im Hinblick auf eine Beendigung des Handels der Air Berlin-Aktie im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu prüfen.

Mitteilende Person:
Michael Lucht, Director
E-Mail: ir@airberlin.com

Air Berlin PLC i.I. c/o Browne Jacobson LLP, 6 Bevis Marks, Bury Court, London, EC3A 7BA, United Kingdom; ISIN GB00B128C026, WKN AB1000 (Aktie), Frankfurter Wertpapierbörse (Regulierter Markt, General Standard); ISIN DE000AB100B4 (Anleihe April 2011 und Januar 2014) Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse; ISIN XS1051719786 (EUR-Anleihe Mai 2014), Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse; ISIN XS1051723895 (CHF-Anleihe Mai 2014), Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse; ISIN DE000A19DMC0 (Wandelanleihe 2017), Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse

25.06.2021 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de  
26.08.21 09:08 #2 Schulden bis zu 4,4 Milliarden Euro / Delisting?
"1,3 Millionen Gläubiger gab es insgesamt. Abgesehen vom Bund sieht es für viele schlecht aus."

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/08/...ubiger-etihad.html

"Die Fluggesellschaft hat laut Insolvenzbericht bis zu 4,4 Milliarden Euro Schulden und weit weniger Vermögen. Auch Mitarbeiter und Kunden werden vermutlich sehr viel Geld nicht zurückbekommen."

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...00-millionen-euro-1.3839246

Delisting der Aktie geplant:
"Der Insolvenzverwalter und das Board of Directors der Air Berlin PLC haben die Frankfurter Wertpapierbörse aufgefordert, Maßnahmen im Hinblick auf eine Beendigung des Handels der Air Berlin-Aktie im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu prüfen."

https://www.boerse-express.com/news/articles/...-klage-deutsch-338991

Mehr muss man meiner Ansicht nach nicht wissen, um die Finger von dieser Aktie zu lassen.  
27.08.21 08:52 #3 Da ist noch Bewegung drin
Da haben die ein oder andren doch noch die Hoffnung dass da ein wenig Bewegung in Richtung Norden geht.
Der Insolvenzverwalter macht es ja auch geschickt und  spannend.
Er lenkt mit seinen Aktionen die Aufmerksamkeit auf die Aktie.  
27.08.21 10:07 #4 Noch, bald vielleicht nicht mehr.
Der Insolvenzverwalter lenkt bis auf das geplante Delisting (siehe Beitrag Nr.2) gar nichts, was die Aktie angeht. Die Aufmerksamkeit erzeugen nur einige Foren. Hauptsache, kein Unbeteiligter kommt bei den vermutlich letzten Zuckungen im Kurs finanziell zu Schaden. Die Zocker dürfen sich gerne gegenseitig um ihr Geld erleichtern. Das Delisting erledigt dann eher den Rest.  
27.08.21 10:10 #5 Merkwürdig
dass die Zocker einen weiten Bogen um Sanierungsbemühungen wie bei Sunline, Tiscon, Arcandor oder vielleicht auch bald bei Solar-Fabrik (?) und Neschen (?) machen und statt dessen tote Gäule reiten wollen. Sehr merkwürdig, finde ich.  
27.08.21 22:43 #6 Meyer
Forentroll ever.....  

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01.09.21 17:30 #7 Flips
Einbildung ist auch eine Bildung. Noch immer keine sachlichen Beiträge parat ? Traurig.  
10.09.21 08:28 #8 Rakete könnte bald starten
Zitat: von Finance 09.09.2021

"Air-Berlin-Forderungen stehen zum Verkauf

Insolvenzverwalter Lucas Flöther will im Zuge der Air-Berlin-Insolvenz ein milliardenschweres Forderungspaket verkaufen. Begleitet wird der Investorenprozess von KEOS, einem Gemeinschaftsunternehmen von K&E Treuhand und One Square Advisors. Die Forderungen richten sich in erster Linie an den ehemaligen Anteilseigner Etihad, der über einen „Comfort Letter“ gewisse finanzielle Zusagen gemacht hat – ob diese allerdings als harte Patronatserklärung gewertet werden können, ist strittig.

Falls ein Gericht zu dem Schluss kommen sollte, dass Etihad nicht in Anspruch genommen werden kann, stehen allerdings mögliche Forderungen gegen die früheren Vorstände, deren D&O-Versicherungen und den Abschlussprüfer KPMG im Raum. Wenn Etihads „Comfort Letter“ nur als weiche Zusage gewertet wird, hätten die Verantwortlichen womöglich früher Insolvenzantrag stellen müssen. Erste Kaufinteressenten an dem Paket sollen sich bereits gemeldet haben."

 

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21.02.22 09:09 #9 Fiasko ? Insolvenzverwalter droht Bruchlandung
Der vergebliche Kampf um die Air-Berlin-Milliarden

Leider hinter Paywall
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/...-0001-0000-000180094351  
21.02.22 09:14 #10 Keine Emissionszertifikate
Nach der Insolvenz werden Air Berlin zugeteilte Emissionszertifikate entzogen.

https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/...-berlin-c-165-20/

Das könnte sogar für die Gläubiger am Ende bitter ausgehen. Man hoffe das Beste. Die Aktionäre sehen eh kein Geld, wie hier bereits ausführlich dargestellt droht hingegen ein Delisting der Aktie vom Handel. Nur meine Meinung.  
21.02.22 09:20 #11 Im Leben nicht
 

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21.02.22 13:18 #12 Auf dem Boden der Tatsachen
"Der Verwalter der 2017 Pleite gegangenen Fluggesellschaft Air Berlin zog seinen Antrag auf ein Millionenhonorar vorerst zurück."

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/...-fuer-insolvenzverwalter  
21.02.22 13:31 #13 Nein
Ganz einfach! Ist doch gar nicht so schwer!  

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31.03.22 12:39 #14 Und los geht die wilde Fahrt
wer will nochmal, wer hat noch nicht?!

Die erwecken jetzt aber auch alle Toten wieder zum leben.  
31.03.22 13:28 #15 Stimmt doch gar nicht.
31.03.22 13:30 #16 Delisting beantragt
Wie lange die Aktie allerdings noch notiert ist, bleibt offen. Flöther und der Verwaltungsrat der Air Berlin PLC haben die Frankfurter Wertpapierbörse aufgefordert, Maßnahmen für eine Beendigung des Handels der Air-Berlin-Aktie im regulierten Markt der Frankfurter Börse zu prüfen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article232107413/...liardenbetrag.html  
01.04.22 00:59 #17 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 04.04.22 10:02
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß - Beschäftigung mit Usern

 

 

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01.04.22 14:45 #18 Riecht nach
Demokrator hier.  
01.04.22 16:19 #19 Weiß nicht was Du meinst
aber ich finde, es riecht nach höheren Handelsvolumen die Tage hier.
ariva.de  
06.04.22 09:45 #20 Riecht nach Delisting hier.
Wussten da einige mehr und haben vorher noch schnell ihre Aktien verkauft ? Fast 3 Mio. Aktien sind da so einige Aktionäre noch losgeworden...  
06.04.22 16:09 #21 hahahaha
 

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11.04.22 20:00 #22 Insolvenzverwalter gibt gegen Etihad auf
GAME OVER. DAS SPIEL IST AUS.  

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12.04.22 06:28 #23 Clearstream,
abwarten was mit Clearstream passiert, vlt. konzentriert sich der Verwalter auf Clearstream.  

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13.04.22 10:03 #24 Clearstream
Ist Clearstream nicht Verwahrer ? Damit kommt der Insolvenzverwalter bestimmt auch nicht durch.  
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