Culture Club

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neuester Beitrag:  07.07.20 22:28
eröffnet am: 22.09.12 21:13 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 39536
neuester Beitrag: 07.07.20 22:28 von: youmake222 Leser gesamt: 1915340
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22.09.12 21:13 #1 Culture Club
Diskussion des kulturellen Überbaus zwischen Zanoni und mir. Andere Interessierte dürfen sich anschliessen...



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contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
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39510 Postings ausgeblendet.
06.07.20 17:02 #39512 also xurx,
ich leb nun schon sehr lange mit Katzen, die quasi nie ein relativ grosses Haus inklusive Balkon verlassen können und insofern, sicher zu ihrem Leidwesen, noch nie eigenpfötig ein anderes Tier getötet haben. Bösartig sind sie nur in dem Sinn, dass ihre Nahrung Fleischelemente enthält, was einem grossen Teil der Menschheit allerdings auch nachgesagt werden kann. Andererseits kenn ich auch Katzen, die teilweise draussen leben, aber auch dann nur sehr selten auf die Jagd gehen.

Dass sich aus einer relativ grossen Population freilebender Hauskatzen in einem definierten Arreal eine echte Bedrohung für das potentielle Beutespektrum und darüber auch für die Artenvielfalt als solcher ergeben kann, kann ich mir immerhin vorstellen. Daraus jetzt aber einen oder gar DEN monsterhaften Naturzerstörer zu machen erscheint mir da masslos übertrieben, weil die Bedrohungen für das Überleben von Arten und von Kreisläufen aus vielen Richtungen kommen.
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relativism is vulgar materialism, thought disturbs the business
06.07.20 17:13 #39513 Ja, sorry
.... das war nicht so persönlich gemeint. Es sollte ein "Satire" sein und die Katzen halt ein Aspekt von vielen anderen, zB Plastikverpackungen, wo auch ich dann zu den Arschlöchern gehören würde, doch so masochistisch war ich nicht gerade gestimmt, sondern nahm halt ein tatsächliches Ärgernis auf. Mein Garten ist zu einem Tummelplatz geworden, sicher vier schleichen da rum, weil er entsprechend Beute anbietet, doch die ist nicht für diese Katzen gedacht als Spielzeug, sondern für Füchse, Schlangen, Bussarde usw. Tja, auch die Population wird durch die Durchseuchung streunender Katzen reduziert.
Es gibt glaub zB Glöcklein, welche es der Katze erschwert Vögel zu töten und wenn die Jungvögel unterwegs sind im Frühsommer halt Quarantäne, wenn man es den Menschen zumutet, dann wäre es doch inhuman den Tieren nicht zuzumuten. ..:-)  
06.07.20 21:37 #39514 Haustiere
Noch ein paar individuelle Gedanken, zu den Haustieren. Ich will niemanden überzeugen von was, oder beleidigen, nur meine Gedanken schärfen dazu, indem ich sie aufschreibe.

Spinnen mag fast niemand (ich schon), die fressen aber Mücken und beissen nicht, erfüllen also eine Funktion, der Code ist aber, die sind grausig, eben der tiefliegende Hass auf die Natur. Der aber unserer Kultur zugrunde liegt, es war ja mal ein verdammter Kampf und Krampf ums überleben.

Es gibt wohl zwei Richtungen der Herkunft, der heutigen Haustierhaltung und Formen, einerseits die bäuerliche, ländliche und auch städtische, wo gerade die Katzen gehalten wurden, als Mäuse- und Ratten-abwehr.
Hund zur Bewachung und vor allem Herden-hunde in den Bergen.

Dann die elitäre Herkunft, wo eben die Hunde zur Jagt und auch zur Zierde gehalten und gezüchtet wurden. Und das ist ja heute eher die Richtung der Haustierhaltung im besiedelten Raum, es ist ein Luxus, über den niemand eigentlich nachdenken will, welchen Zweck er erfüllt und was für eine kulturelle Beziehung zum Tier und zur Natur damit manifestiert wird, an die Kinder weitergegeben wird. Man kann exotische Fische, Vögel und Reptilien halten, Insekten und Meerschweinchen. Doch vor der Tür ist das alles frei und echt vorhanden, Vögel, Füchse, Insekten usw. auch in den Städten, kann man sich ja gratis freuen dran, also was soll der Quatsch? Ich hatte lange Ameisen als "Haustier", in einem Topf auf dem Balkon, als ich in der Stadt lebte und denen schaute ich gerne zu.

Das ist halt meine Sicht der Dinge und ich habe mir das ziemlich oft überlegt.
Kaninchen hatte man um sie zu essen, davor hat man sie auch gestreichelt und lieb gehabt. Und jetzt leiden Millionen und Milliarden von Kleintieren, auch Hunde und Katzen, aus Yux und Ignoranz und Egoismus und warten auf ihren Tod, ohne, Liebe, Sex und Spass, alleine oft in einem Käfig oder einer Wohnung eingesperrt, da sind die streunenden Katzen die glücklichen, doch für was????? Irrsinn. Wenn man die Folgen sieht, infantile Gewohnheit, soll mAn sooooooooo hoch besteuert werden.

Hoffe nicht ein Kleintierhalter liest das und setzt sein Mehrschweinchen aus und das wird dann von einer Katze getötet.    
 
07.07.20 07:35 #39515 Alt und Neu
Ich mache mir paar Gedanken zur Kultur. Mal schauen, vielleicht interessiert sich ja der Eine oder Andere für Kultur, selbst in einem "Kulturloch" wie einem Börsenforum.

Kultur ist in mancherlei wichtiger als politische Ereignisse für die Entwicklung der Gesellschaft auf lange Sicht gesehen und das tägliche Zusammenleben.
Wer weiss denn heute was für Kriege und Könige die Zeit prägten, als die zB berühmte Musikkompositionen oder berühmte Bilder gemalt wurden, berühmte Kirchen und Gebäude gebaut wurden. Doch diese werden noch heute konsumiert, betrachtet, gehört, diskutiert usw. Prägten also nachhaltig das ästhetische, sittliche und geistige Empfinden.

Oper zB. ist was, was mir persönlich in den Ohren weh tut und ich keinerlei Zugang habe. Da kreischen und jolen, mit künstlich verfremdeten Stimmen, oft übergewichtige und schlechte Schauspieler Geschichten, in absurden Kostümen, welche für Könige und Adelige geschrieben und komponiert wurden, die bezahlten den Kram auch.
Nun sitzen heute Leute da und schauen sich das an, geniessen es hoffentlich, teure Preise reichen nicht um das zu finanzieren, das muss subvetioniert werden von der Allgemeinheit, obwohl gerade Oper vor allem Leute anlockt, die eher zu den Reichen gehören, zur Elite, die Armen bezahlen aber mit für deren Hobby, denn mehr ist es nicht, es wird niemanden weiter bringen, hat keine kulturelle Relevanz für das Heute, es steht für Stillstand, es ist ja nur Konserve und Unterhaltung. Für die Adeligen wurden die Stücke gemacht, doch vor langer Zeit für eine andere Art von Elite und Gesellschaft, einer totalitären, nicht demokratischen. Nazikultur wurde rigoros ausgemistet, aber eben die Kultur der Könige und Kaiser nicht, daran klammert man sich kulturell fest, weil man ev. vor der Veränderung  Angst hat und sich nach klaren sittlichen Regeln und ästhetischen Aspekten sehnt, sich aber selber nicht daran halten kann und will. Und diese elitäre Idee von einer losgelösten und herrschenden Oberschicht ist eine Demokratieverarschung mMn. Also liebe Opernfans, ihr steht bei mir unter Generalverdacht die DEMOKRATIE ZU VERACHTEN. Ironie, etwas provokativ, vielleicht gibt es ja Gegenwehr und jemand kann es mir erklären, ich habe nämlich keine Ahnung davon.

Die meisten Kinos, zB., oder Pop- und Rock-Konzerte, wo auch die weniger begüterten hingehen, werden nicht subventioniert, obwohl die eben für die heutige Zeit gemacht sind und einen Einfluss darauf haben, korrespondieren mit der Gegenwart.

Also die "Armen" bezahlen mit für die Hobbys der "Reichen", die aber nicht für die Hobbys der Armen, was eben die monarchistische, feudalistische Struktur von klassischer Kultur ist mAn. Rückwärts orientiert, arrogant, unverschämt und irrelevant. Hart, aber halt eine Meinung.

Ich selber bin aber ein grosser Liebhaber von Malerei und auch von klassischer. Auch da bezahlt die Allgemeinheit mit für die Museen, Restaurierungen usw. Doch würde ich auch ab und zu reingehen, wenn es den doppelten oder dreifachen Preis hätte. Sollte klassische Kultur nicht viel viel teurer sein für die Konsumenten?  Ein Rockkonzert kostet bei einer berühmten Band ja auch viel mehr, als der Eintritt in ein Museum, dort geh ich nicht hin, weshalb sollen aber andere bezahlen für meinen Museumsbesuch, ich will auch nicht für das Rockkonzert für andere bezahlen.

Gegenwartskultur hingegen, die sollte mMn schon auch gefördert werden, auch von der Allgemeinheit, zB Stipendien und Aufführungsmöglichkeiten, sie erfüllt eine Aufgabe, denn Kultur darf nicht stehen bleiben, die Zeit tut es auch nicht und die Kultur von heute bildet das Morgen und Übermorgen. Wenn Rentner denken, was sollen wir bezahlen für die Hobbys der Jungen, die bezahlen nicht nur mit für die Hobbys der Rentner, sonder für deren ganzes Leben und Dasein und deren Geschmack ist oft von Gestern und stehen geblieben, also irrelevant und privat, so soll es auch finanziert werden.

   
07.07.20 11:06 #39516 metacatholics: Hi, we are the New Puritans
Abstinence is our Passion

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07.07.20 11:11 #39517 organ eternal
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07.07.20 11:17 #39518 * we want war *
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07.07.20 11:17 #39519 Passt ??
07.07.20 11:22 #39520 Fehler..(von mir)

Essay von S. Lüddemann NOZ

Frankfurt am Main. Das Bild war vergessen. Doch jetzt löst "Ziegelneger" von Gerold Herold eine Debatte um Rassismus aus. Auslöser ist der Instagram-Post einer Studentin. Sie stellt aber auch die Kunstfreiheit in Frage.

Jahrelang hing das Gemälde unbeachtet in Ausstellungen. Jetzt entzündet sich an dem fast vergessenen Gemälde eine Debatte um Rassismus und Kunstfreiheit. Ob es am kantigen Titel liegt? „Ziegelneger“ heißt das Bild, das Georg Herold 1981 malte. Es zeigt einen Schwarzen, dem ein Ziegelstein an den Kopf fliegt, und eine johlende, offenbar gewaltbereite Menge. Das 90 mal 130 Zentimeter große Gemälde hängt in der Abteilung für Gegenwartskunst des Frankfurter Städel-Museums. Hier weiterlesen: Abrechnung mit dem Rassismus - Sturz des Denkmals von Edward Colston markiert eine Zeitenwende.
© Städel Museum – Norbert Miguletz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020


Dort fiel es einer Kunststudentin auf, die es prompt als angeblich rassistisch auf Instagram brandmarkte. Mit „Liebes Städelmuseum“ auf Pink beginnt sie ihren Museumsverriss. In Wirklichkeit hatte sie jenen feuerroten Knopf gedrückt, der im Netz gewöhnlich einen Shitstorm auslöst. Mochte auch ein arrivierter Kunstkritiker gönnerhaft bemerken, dass von dieser Studentin noch niemand etwas gehört habe und ihr dieses Manko an Prominenz nicht einmal anzulasten sei – @rantyluisa berührte mit ihrem Post jene sensiblen Nervenenden, die seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd unter einem Polizistenknie blank liegen.
"Offen rassistisch"?

„Mir war bewusst, dass das Bild von Georg Herold als Position der 80er-Malerei aktuell Raum für Debatten bieten könnte. Ich halte aber nichts davon, Bilder, die provokant sind, nicht zu zeigen. Das kann nicht die Aufgabe eines Museums sein“, reagiert Martin Engler, Sammlungsleiter für die Gegenwartskunst, im Gespräch auf die harsche Kritik. Der Titel des Werkes sei „offen rasistisch“, der Erläuterungstext an der Ausstellungswand einfach enttäuschend, heißt es im Instagram-Post der Studentin, die mit ihrer Kritik eine Mediendebatte um Rassismus, Kunst und ihre Freiheit ausgelöst hat.

Mitglied der Boygroup

„Der Maler Georg Herold ist einer rassistischen oder rechten Gesinnung vollkommen unverdächtig. Wären wir in dem Punkt nicht sicher gewesen, hätten wir das Bild nicht als Schenkung angenommen“, hält Kurator Engler mit einer Ehrenerklärung für den Künstler dagegen. Herold, der bis 2014 an der Düsseldorfer Kunstakademie wirkte, gehörte Anfang der Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zu den damals gefeierten Jungen Wilden, bis auf Elvira Bach eine harte Boygroup aufmüpfiger Künstlerkerle. Wie Martin Kippenberger, Werner Büttner und die anderen, nach ihrem Galeristen sogenannten Hetzler-Boys, haute auch Georg Herold sein Bild mit anspruchsloser Dispersion, also Anstreicherfarbe, auf die Hartfaserplatte. „Ziegelneger“: Der Titel sollte eine Öffentlichkeit schocken, die damals gern übersah, was bereits zum bundesdeutschen Alltag gehörte – rassistische Gewalt.

Der Mob der Gewalt

Auf Herolds Bild steht die Ampel für Gewalt gegen anders aussehende Menschen jedenfalls auf Grün. Unter der Ampel tobt bereits der Mob. Ist dem Maler da nicht ein prophetisches Bild gelungen, das heute gefeiert werden müsste, statt verdammt zu werden? Vor allem Kritikerinnen sehen das anders. Sie halten nicht nur das Gemälde für überholt, sie monieren auch, dass nicht weiße Kuratoren, sondern von Rassismus betroffene Menschen darüber entscheiden sollten, wann Empfindlichkeiten berührt seien und wann nicht.

Neues Bilderverbot?

Während Kurator Engler verspricht, mit Vermittlungsangeboten die hochkochenden Emotionen aufgreifen zu wollen, ist klar, dass es nicht nur um Rassismus, sondern auch um Kunstfreiheit geht. Die Instagram-Posterin @rantyluisa spricht vom „vagen Raum der sogenannten künstlerischen Freiheit“, der es erlaube „rassistische Stereotype“ aufrechtzuerhalten. Aber kann es sein, dass der bloße Vorwurf des Rassismus ausreicht, um diesen über Jahrhunderte erkämpften Freiheitsraum infrage zu stellen? Die legitime Debatte läuft spätestens an diesem Punkt Gefahr, in einen neuen Rigorismus, ja in ein Bilderverbot umzuschlagen.

 
07.07.20 11:25 #39521 attack music
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07.07.20 11:29 #39522 * hidden *
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07.07.20 11:40 #39523 nothing else
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07.07.20 11:46 #39524 anti-gravity
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07.07.20 11:52 #39525 inside the rose
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07.07.20 11:56 #39526 strange old stranglers
Mahlzeit! :-)
 
07.07.20 11:59 #39527 six
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07.07.20 12:03 #39528 beyond black suns
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07.07.20 12:05 #39529 Ich mache mir paar Gedanken zur Kultur #5.
Die sind doch schon mal ganz kreativ. Was da irgendwie noch fehlt, Yurx, ist die Definition von Kultur. Die würde ich beschreiben als jedwede Verhaltensäusserung, die jenseits der materiellen Reproduktion stattfindet - inklusive ihrer gesellschaftlichen Rezeption. Der Begriff wäre dann sehr breit angelegt und umfasste deutlich mehr als die einschlägigen Monumente der Kunst, nämlich das gesamte Leben minus Produktion.

Du befasst dich eigentlich mit eben diesen Monumenten und stellst dabei die Relevanzfrage. Klassische Oper wäre da für dich irrelevant, weil Echo einer längst untergangenen feudalen Welt und heute anti-egalitäres Genuss- wie Refeferenzobjekt einer bourgeoisen Elite. Soweit die Oper und die Musik der Klassik lediglich stur reproduziert wird, ganz so als hätte sich in den letzten Jahrhunderten nichts wesentliches ereignet, würde ich dir sogar zustimmen. In dem Fall würde ich von gehobenen Handwerk sprechen, keinesfalls von Kunst. An relevanten Bühnen kommt dergleichen allerdings kaum vor, stattdessen bemüht man sich um Adaption, sprich um ein Crossover aus den der Klassik abgelauschten zeitlosen Leidenschaften und ihrer zeitgenössischen Lebensumgebung.

Persönlich verfolge ich ein anderes Konzept, das ich 'Hochkultur' nenne, als einen kontinuierlichen Faden im kulturellen Überbau der Menschheit seit Beginn der Zivilisation. Verkürzt beschreibt dieser Überbau jenen ideellen Raum, in dem 'die Qual' oder 'das Unheil' aufgehoben wird, aus dem das empirische Leben nicht selten besteht. Eine temporär autonome Zone, die immer existiert und immer erreichbar bleiben wird, ganz gleich, wie bitter die Schläge im empirischen auch ausfallen mögen. Dieser (globalen) Zone fühle ich mich verbunden und allen, die sie heute bewohnen sowie allen, die sie vor Urzeiten bewohnt haben. Ich bin nicht allein und kann es auch gar nicht sein. Hochkultur wird heute weitestgehend in der popkulturellen Avantgarde repräsentiert, aber ihre Leitmotive hatten schon die Vorväter aus der polyphonen Renaissance (sog 'pre-ambient')bewegt.

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07.07.20 12:06 #39530 Moin Hope
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07.07.20 12:11 #39531 "Ziegelneger" von Gerold Herold #520
Hier Goldie, eine ausnahmsweise informierte Rezension aus der FAZ. Lohnt sich:

Georg Herolds „Ziegelneger“ sorgt im Städel-Museum für Aufregung. Auf die Kritik antwortet das Städel, dass das Werk durch und durch antirassistisch sei. Doch ist dem wirklich so?

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/...herold-16838859.html
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07.07.20 13:59 #39532 Moin Fill.+einige Andere
Wie unhöflich von mir, hier einfach so ´reinzuplatzen...
Jaja, Kultur ist ein "weites Feld", man mag sich gar nicht mehr vorstellen, wie es war, als man auf die "Anweisungen" von Galerist*innen + Kritiker*innen angewiesen war, die "uns" den rechten Weg wiesen.

Hochkultur, ist eine interessante Idee.  
07.07.20 14:18 #39533 informed: die 'neuen Wilden'
Der 'Ziegelneger' oben ist für die Szene dieser 'Wilden' ein ziemlich prototypisches Werk. Auf den ersten Blick handelt es sich hier um Punkrock als Malerei bzw in Gestalt des Malers. Wer genauer hinsieht oder so wie Fill seinerzeit genauer hinsah musste jedoch erkennen, das vom Punk resp dem Industrial lediglich die respektlose und auch spielerische Form übernommen wurde. Der Schwerpunkt dieser Malerei lag hingegen auf dem Kultus einer enthemmten Körperlichkeit, dem Marker schlechthin der Rockära, der alle Protagonisten ja auch lebensgeschichtlich entstammten. Drugs, Sex & Rock'n Roll als ideellem Lebensentwurf, mit dem Punk bekanntlich Schluss machen wollte. Ich würde die neuen Wilden also insofern nicht als 'anti-hippie' bezeichnen, sondern als letztes ekstatisches Aufbäumen der Hippiekultur in der bildenden Kunst.

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07.07.20 21:32 #39534 new puritans ff
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07.07.20 21:37 #39535 If I Were You
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07.07.20 22:28 #39536 Becky Hill, Sigala - Heaven On My Mind
Becky Hill & Sigala - Heaven on My Mind New Single out now, Listen/Download - https://BeckyHill.lnk.to/HeavenOnMyMindID Follow Becky on Instagram - https://B...
 
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