BSE bei Analysten am Bsp. Lufthansa

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neuester Beitrag:  28.04.09 09:04
eröffnet am: 04.02.09 14:41 von: n1608 Anzahl Beiträge: 7
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04.02.09 14:41 #1 BSE bei Analysten am Bsp. Lufthansa
Das viele "Analysten" diesen Namen zu Unrecht tragen ist ja weitgehend bekannt. Hier aber mal ein besonders krasses Beispiel von der Nord LB, also einem Institut, dass in der Vergangenheit unter Beweis gestellt hat, wie zutreffend man zukünftige Entwicklungen einschätzen kann :-)

Da wird also eine Verkaufempfehlung für LHA mit der Begründung ausgesprochen , dass LHA zwar seine eigenen Prognosen für 2008 schlagen konnte, aber für die Jahre 2009 und 2010 von einer Nachfrageschwäche ausgeht. Ach nee, was denn sonst? Die Analyse schließt dann mit dem Hinweis, dass man davon ausgeht, dass LHA als einer der Gewinner der Fluftfahrtbranche hervorgeht. Was soll man von einer solchen Analyse halten? Bei einem Unternehmen, dass es selbst im schon schwierigen Jahr 2008 es noch geschafft hat, ein operatives Ergebnis von 1,3 MRD. EURO zu erzielen und dessen derzeitger Aktienkurs nur ca. 50% des Wertes der Flotte entspricht. Für mich ein ganz klarer Fall von BSE und ein deutliches Zeichen langsam antizyklisch zu handeln und die Position auszubauen.

Lufthansa: Verkaufsempfehlung
03.02.2009 - Die Analysten der Nord LB sprechen eine Verkaufsempfehlung für Aktien der Lufthansa aus. Bisher stand das Rating auf „halten“. Das Kursziel sinkt von 12,00 Euro auf 9,00 Euro.

Nach vorläufigen Zahlen kommt die Lufthansa 2008 auf ein operatives Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro, das sind 200 Millionen Euro mehr als im Oktober prognostiziert. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass das Marktumfeld schwierig sei. Es gebe eine Nachfrageschwäche, was die Risiken erhöhe. Daher senken die Experten die Schätzungen für 2009 und 2010. Gleichzeitig loben sie jedoch die solide Finanzstruktur. Lufthans soll demnach einer der Gewinner der Luftfahrtbranche sein.  

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04.03.09 11:30 #2 tja eben marketmacher
wenn analüsten sich melden...
dann mach genau das gegenteil  
03.04.09 11:01 #3 Ohnegleichen ist außerdem, dass solche
Empfehlungen zum Verkauf in den Kurstiefs erfolgen!
Könnte genügend Beispiele anführen, doch wir bleiben bei der Lufthansa.
Gut wird sein, dass die Arbeitnehmerseite Zugeständnisse machen wird. So pegeln sich auch die Personalkosten wieder etwas ein. Das Managment wird die Gelegenheit nutzen, weiter zu verschlanken.
MIt dem Einverleiben weiterer Fluglinien sichert sich das Unternehmen noch mehr Marktanteile, und kann die vorhandenen Ressourcen flexibler einsetzen.
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MfG bauwi
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.

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07.04.09 09:11 #4 Was bei der Bewertung von LHA
eigentlich regelmäßig unter den Tisch fällt ist die Tatsache, dass LHA eben auch Weltmarktführer in den Bereichen Technik und Catering ist. Während also die meisten anderen Fluggesellschaften nur aufs Passagiergeschäft und Cargo schauen, hat LHA mehrere Standbeine, die selbst in der Krise nicht völlig wegbrechen. Darüber hinaus gehört LHA zu wenigen Gesellschaften, denen die Flugzeuge die sie fliegen auch gehören. In schwachen Zeiten ein unschätzbarer Vorteil. Bleiben sie am Boden spielen sie zwar kein Geld ein; andere bezahlen aber die immer gleich bleibenden Leasingraten und jeder stillgelegte Flieger tut dann richtig weh.

Ich bleibe dabei, die Verkaufsempfehlung nahe dem Tief ist ein Witz. Aber egal, wer einen soliden, zyklischen Wert für den nächsten Aufschwung sucht, ist gut beraten sich zu diesen Kursen ein paar Stücke LHA ins Depot zu legen.  

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07.04.09 09:23 #5 Denen gehören die Flugzeuge?
Das ist aber mal ein schöner Witz. ;) Glaubst du das im ernst?  
07.04.09 09:37 #6 Ja, denen gehören sogar Flugzeuge
und zwar ca. 70% der Flotte. Leasing wird hauptsächlich zur Zwischenfinanzierung bzw. beim Modellwechsel genutzt. Das ist ja eben ein erheblicher Unterschied zu einem Großteil der Airlines. Unten ein Auszug aus dem Investors Relation Bereich der LHA.

Finanzierungsinstrumente
Lufthansa verfügt über eine in der Industrie herausragende Unabhängigkeit und Flexibilität bei der Auswahl und Ausgestaltung der Finanzierungsinstrumente. Dies beruht unter anderem auf der regelmäßigen Nutzung unterschiedlicher Finanzierungsformen und der Zusammenarbeit mit einer Vielzahl verschiedener internationaler Kapitalgeber.

Außerdem trägt der signifikante Anteil unbelasteter Flugzeuge im Eigentum des Lufthansa Konzerns wesentlich zur Aufrechterhaltung der hohen finanziellen und operativen Flexibilität bei und stützt somit auch die Bonität. Gegenwärtig sind rund 70% der Flugzeuge im Konzern unbelastet.

Diese Flexibilität wird aktiv zur Optimierung des Finanzierungsportfolios eingesetzt. Für die Finanzierung des Konzerns analysiert Lufthansa die Möglichkeiten sämtlicher Kreditmärkte. Bei der Auswahl der Finanzierungen achten wir insbesondere auf die Finanzierungskosten, auf die Flexibilität der Finanzierung sowie die Diversifikation der Kapitalgeber.

Eine wichtige Rolle spielen für Lufthansa Flugzeugfinanzierungen, da diese in Kombination mit der guten Unternehmensbonität zu sehr vorteilhaften Finanzierungskonditionen führen. In den letzten Jahren haben wir vor allem Japanese Operating Leases (JOL) für Flugzeuge genutzt. Dieser Markt bietet der Lufthansa Gruppe sehr attraktive Finanzierungen und stellt ein wichtiges Element unserer Finanzierungsstrategie dar.  

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28.04.09 09:04 #7 Jetzt ist auch noch BSE unter den Anlegern
ausgebrochen. Gestern gab LHA um fast 10% nach, weil nach dem Ausbruch der Schweinegrippe weltweit der komplette Flugverkehr auf unbestimmte Zeit eingestellt wurde.

So oder ähnlich hätte die Meldung lauten müssen, um den gestrigen Kursrutsch erklären zu können. Ich möchte die aktuelle Situation gerne einmal mit SARS vor wenigen Jahren vergleichen. Auch damals bestand  Anlegerpanik, dass der gesamte Flugverkehr dauerhaft gestört werden könnte. Und was ist davon geblieben? Nichts! Das gleiche werden wir jetzt bei der Schweinegrippe erleben. Viel Wind um fast nichts aber die Möglichkeit für Langfristanleger, sich einen der besten zyklischen Werte für den nächsten take-off der Märkte ins Depot zu legen.

Lufthansa: Noch keine Folgen der Schweinegrippe
06:19 28.04.09

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Lufthansa(Profil) spürt noch keine Auswirkungen der Schweinegrippe auf ihre Buchungszahlen. "Momentan ist noch nichts zu merken", sagte Konzernsprecher Klaus Walther am Montagabend (Ortszeit) in New York. Es gebe auch in Mexiko, den USA und Europa noch überhaupt keine Anzeichen für behördliche Auflagen, etwa Flüge einzuschränken. Das Virus war zunächst in Mexiko aufgetaucht, erste Fälle wurden inzwischen auch in Europa bekannt.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber betonte, aus der Krise um die 2003 in Asien ausgebrochene Lungenkrankheit Sars sei in der Luftfahrtbranche viel gelernt worden. "Die Vorsorgemaßnahmen sind heute viel stärker durchdacht", sagte er in New York. "Ich hoffe, dass diese Instrument eine entsprechende Wirkung entfalten."

Der Amerika-Chef der Lufthansa, Jens Bischof, betonte, die Ausbreitung der Grippe befinde sich nach jetzigem Kenntnisstand "in einem beherrschbaren Umfang". Die Lufthansa unterschätze solche Ereignisse aber nicht. Sie fliege mit entsprechender Ausrüstung wie Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken an Bord. Diese Materialien seien schon vor der Grippewelle angeschafft worden und kämen nun in die Flugzeuge./fd/DP/zb  

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