B2C - alles fauler Zauber

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neuester Beitrag:  07.07.00 15:08
eröffnet am: 07.07.00 13:48 von: Buckmaster Anzahl Beiträge: 5
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07.07.00 13:48 #1 B2C - alles fauler Zauber

B2C – alles fauler Zauber

Die jüngste BAT Medienanalyse belegt es: alles fauler Zauber, Amerika ist in Sachen Internet den Deutschen nicht Jahre voraus, eCommerce ist nicht das Wirtschafts- wundermittel.

Erstmals befragte das Freizeit-Forschungsinstitut der British American Tobacco in einem Zwei-Länder-Vergleich Deutsche und Amerikaner nach ihren Mediengewohn- heiten. Dabei kam heraus, dass 83 Prozent der Deutschen und 70 Prozent der Amerikaner zu Hause ihren PC nicht regelmäßig benutzen. Sie bleiben lieber bei den gewohnten passiven Medienaktivitäten Radio (D:73 Prozent, USA:66 Prozent) und Fernsehen (D:95 Prozent, USA:93 Prozent). Und die Hoffnung auf die junge Generation @, die schließlich mit den neuen Medien Internet und Co. aufwächst, scheint sich auch nicht zu bestätigen. Die Mehrheit der 18-29jährigen (D: 66 Prozent, USA:63 Prozent) lehnt den PC als Alltagsmedium ab.

Die Frage nach einer regelmäßigen Nutzung des Internet hat in beiden Ländern zu einem „Digital Divide“, einer digitalen Spaltung der Gesellschaft, geführt. Einzug in das Alltagsleben hat das neue Medium nur bei Jugendlichen mit Universitäts-(52 Prozent) oder College- bzw. Post-Graduate-Abschluss (49/54 Prozent) gehalten. Dagegen sind von den Realschul- und High-School-Absolventen nur bis zu sieben Prozent in der Internet-Weltgemeinde präsent.

Einen weiteren Bruch gibt es in der Häufigkeit der Internet-Nutzung. In Deutschland nutzen nur 27 Prozent der Universitätsabsolventen das Kommunikations-Medium Internet regelmäßig, in USA sind es 47 Prozent. Das BAT-Team vermutet hier ein mangelndes Interesse der Deutschen wegen der schlechteren Qualität der angebotenen Dienste.

In sämtlichen Medien wird täglich viel geredet – über eCommerce, die neue Wirtschaftswunderwaffe. Die Realität beweist etwas anderes. Nur etwa drei Prozent der Deutschen und Amerikaner machen privat Gebrauch von Teleshopping, elektronischer Reisebuchung oder Bücherkauf per PC. Homebanking und Online-Brokerage betreiben gerade fünf Prozent Amerikaner und drei Prozent der Deutschen. Während die Unternehmen online gehen, halten die privaten Verbraucher an ihren Konsum- und Einkaufsgewohnheiten fest. Das BAT-Team behauptet sogar, dass eine verstärkte Ausbreitung der neuen Informationstechnologien in unserem Alltag das private Bedürfnis nach persönlichen Kontakten, Sehen- und-gesehen-werden verstärkt.

Die Verbreitung des Internet – keine Frage von Jahren sondern von Generationen, B2C kein Zukunftsmarkt sondern lediglich Zusatzgeschäft auf absehbare Zeit?


© 06.07.2000 www.stock-world.de

 
07.07.00 14:36 #2 Platow verstößt gegen Stillschweigegebot von Pw.
Acht große deutsche Internet-Unternehmen stark gefährdet

Jedes siebte Internet-Unternehmen am Neuen Markt werde innerhalb der kommenden 24 Monate mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben, ermittelten die Analysten von PrivewaterhouseCoopers in einer c't vorliegenden aktuellen Studie. Acht Gesellschaften der Branche seien gefährdet, eine davon akut. Namen wollten die Unternehmensberater jedoch bis jetzt nicht nennen. "Wir haben uns rechtlich zum Stillschweigen verpflichtet", bedauerte Nicole Susann Bayer von PwC Deutsche Revision in Frankfurt/Main auf Anfrage von c't.

Der Platow-Brief vom 7. 7. 2000, ein unter Experten bekannter Börsen-Newsletter, machte jetzt doch die Absturzkandidaten publik. Laut Platow könnten die Tage von Gigabell, Cybernet, FortuneCity, MusicMusicMusic, Artnet, Ebookers, Ricardo und Buch.de bis zum Konkurs gezählt sein, wenn keine neuen Kapitalanleger an Land gezogen werden könnten. Die Reihenfolge der Namen entspreche dem "Grad der Gefährdungsstufe".

PricewaterhouseCoopers warnt, dass Internetwerte für Investoren derzeit nur in bestimmten Segmenten profitabel seien. Nur welche Dot.coms sind die Gewinner, welche die Verlierer? Erfolgreiche Unternehmen expandieren, problematische Kandidaten entlassen Mitarbeiter. Ein Indiz für zukünftige Liquiditätsprobleme könnte deshalb die Kündigungstabelle der amerikanischen Personalberatung Challenger, Gray & Christmas sein, die in ihrer "schwarzen Liste" auch Firmen aufführt, die bereits Pleite gegangen sind.

Durch Entlassungen wollen viele E-Commerce-Unternehmen jetzt ihre Bilanzen in die Erfolgszone bringen. In diesem Jahr hat zum Beispiel Amazon.de 150 Internetexperten gekündigt, bei Altavista mussten 50 und beim Online-Versicherer InsWeb 100 Mitarbeiter gehen. Allerdings sind die absoluten Zahlen nur bedingt aussagekräftig; entscheidend ist, wieviel Prozent der Gesamtbelegschaft sich jetzt einen neuen Job suchen muss. (ku/c't)

Quelle: www.heise.de/ct

 
07.07.00 14:58 #3 Ich bin hoch erfreut,
denn die Ernüchterung, die bei den Luftblasenfirmen einkehrt, kann für die meisten der Werte, die ich langfristig halte, nur gut sein!!!  

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07.07.00 15:04 #4 Hiob, ich schließe mich an o.T.
 

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07.07.00 15:08 #5 Als ricardo-Aktionär bin ich ebenfalls erfreut,
dass die Luft und Phantasie aus der Bewertung raus ist. Jetzt muss ricardo halt mit den Zahlen zeigen, ob sie die Bewertung wert sind. Bislang waren die Zahlen ja immer sehr erfreulich. Ich hoffe, dass es so weiter geht. Die Kursbewertung wird sich dann mittel- bis langfristig den Unternehmenszahlen anpassen müssen.

Gute Kurse
Buckmaster  
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