Aventis - Eine Übernahmeschlacht?

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neuester Beitrag:  31.03.15 10:51
eröffnet am: 27.01.04 12:09 von: Strotz Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 31.03.15 10:51 von: ellogo2 Leser gesamt: 14599
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27.01.04 12:09 #1 Aventis - Eine Übernahmeschlacht?
Der Wert kommt erstmal auf die Watchlist.
Hier könnte sich eine lukrative Übernahmeschlacht entwickeln. Feindliche Übernahmen lassen die Kurse in der Regel anschwellen. Desweiteren ist die Pharmabranche 2003 zum Gesamtmarkt vergleichsweise wenig gestiegen.  

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27.01.04 12:15 #2 glaube ich nicht wirklich!
Sanofi mus schon 48 Mrd. Euro zhlen. Damit so eine feindliche Übernahme wirklich interessant wird sollten 20 bis 40 % Aufschlag drin sein. Dann wären sie ja bald bei 70 Mrd. Können die wirklich so viel hinlegen trotz potenter Grossaktionäre?
Der jetzige Aufschlag bei Aventis ist recht mager, geradezu lächerlich für eine feindliche Übernahme. Die ganze Story passt nicht richtig und auch die reißerischen Kommentare in den Wirtschaftsgazetten sind sehr verdächtig.  
27.01.04 12:28 #3 stimmt zum Teil
Wenn der Kleinere den Größeren schlucken will, begibt er sich in dünne Luft.
Aber Sanofi macht das sicher auch nicht aus Langeweile oder um den Kurs seines Konkurrenten zu fördern.
Die kalkulieren mit einem Kampf.  

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27.01.04 12:38 #4 News von heute
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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das französische Pharmaunternehmen Sanofi-Synthelabo   müsste nach Meinung der Fondsgesellschaft Union Investment sein Übernahmeangebot für Aventis   noch verbessern. "Auf Basis der jetzigen Offerte wäre Aventis klar unterbewertet", sagte der Union-Fondsmanager Markus Manns dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe).

"Am Ende könnte Sanofi gezwungen sein, die Offerte auf 65 bis 70 Euro zu erhöhen, um genügend Aktionäre auf seine Seite zu ziehen", sagte er. Die Union Investment, die Fondsgesellschaft der Genossenschaftsbanken, zählt nach Zeitungsangaben zu fünfzehn den größten Aventis-Anteilseignern. Der Anteil liege über einem Prozent, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Fondsmanager Manns erwartet, "dass Sanofi sich genügend Raum für eine Erhöhung gelassen hat". Aus der Sicht von Sanofi mache die feindliche Übernahme des Konkurrenten sehr viel Sinn. Eine gütliche Einigung wäre allerdings eine bessere Lösung als eine feindliche Übernahme. Weil Sanofi bei einer feindlichen Übernahme alle Schlüsselpositionen selbst besetzen müsste, drohe der Verlust von wichtigem Know-how, sagte Manns./mag/tav/sk

Quelle: dpa-AFX
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29.01.04 23:45 #5 Aventis unterbewertet/Übernahme notwendig
Wenn der Vorstandsvorsitzende selbst sagt das Aventis unterbewertet ist, dann wurden hier doch die Aktionäre an der Entwicklung des Unternehmens nicht entsprechend beteiligt. Nur durch die schlechte Performens des Aktienkurses ist Aventis zum Schnäppchenpreis zu haben. Und da nützt es auch nichts das Politiker oder Fondsmanager von Union Invest irgend ein Geschwätz abgeben. Politiker verstehen von Wirtschaft nichts und die Fondmanager sind ja auch nicht gerade durch ihre erzielte Perfomance ein positives Beispiel. Was letztendlich zählt ist der Kurs der Aktie und der ist schlicht unterbewertet. Also ein klarer Kauf das Unternehmen Aventis zu schlucken. Meine Anteile verkaufe ich gerne bei 40 bis 50% Kurssteigerung.  

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04.02.04 09:58 #6 Was man im Internet nicht so alles findet
Man beachte den letzten Absatz (ungläubig staun)

Freitag, 30.01.2004


Poker um Aventis - Die Entscheidung werden weder der Bundeskanzler, noch die Gewerkschaften sondern die Kuwaitis treffen  
Nach welchen Kriterien die Araber entscheiden - das sei kaum vorherzusagen - selbst für Firmeninsider. Viele Arbeitsplätze sind in Deutschland gefährdet

Straßburg - Seham Razzouqi, Vize-Staatssekretärin und Vertreterin für Kuwait in Erdölorganisation Opec, ist in Europa unterwegs - unter anderem, weil sie im Aufsichtsrat des französisch-deutschen Pharmakonzerns Aventis sitzt. Um den tobt nach dem feindlichen Milliardengebot des Rivalen Sanofi-Synthelabo ein heftiger Übernahmekampf. Dabei geht es auch um viele Arbeitsplätze, die im Falle einer Fusion in Deutschland verloren gehen würden 13,5 Prozent aller Anteile hält die staatseigene Firma aus dem Golfemirat. Die Vereinigung der Aventis-Mitarbeiter, Asave, vertritt dagegen gerade mal vier Prozent des Kapitals.

Bisher haben sich die Kuwaitis bei Aventis durch große Loyalität ausgezeichnet. Schon im Jahr 1982 trat der kuweitische Staatskonzern als Großaktionär bei der Hoechst AG auf, die 1999 mit dem französischen Pendant Rhone-Poulenc zu Aventis fusionierte. Bis dahin hielten sie rund 25 Prozent an Hoechst. Die hoch liquiden Kuweiter beteiligten sich Anfang der achtziger Jahre Jahren auch an anderen europäischen Konzernen, so etwa an BP und an Daimler-Benz.

Im Duell Aventis gegen Sanofi blühen die Spekulationen über einen Seitenwechsel der Kuweiter auch deshalb, weil sie Märkte und Medien im Unklaren über ihre Haltung lassen.
Letztlich seien alle Theorien über die Haltung der Araber daher "Kaffeesatzleserei", sagt ein Aventis-Aufsichtsrat in einem Gespräch mit „spiegel online“ erst kürzlich.

Nach welchen Kriterien die Kuwaiter letztendlich entscheiden - das sei kaum vorherzusagen, selbst für Firmeninsider. Wahrscheinlich aber nicht unbedingt nach den Gesichtspunkten von Sympathiewerten zu Deutschland. Da wäre ohnehin z.Z. nicht viel zu holen: Siehe die abenteuerliche und vorurteilsbeladene Kopftuchdiskussion, die seit Monaten die Öffentlichkeit bestimmt oder das zerredete Zuwanderungsgesetz, was nie das Licht der Welt erblicken wird, um nur einige Punkte zu nennen.

Quelle: islam.de  

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05.02.04 21:56 #7 So schnell kann es gehen
ftd.de, Do, 5.2.2004, 8:52, aktualisiert: Do, 5.2.2004, 20:39www.ftd.de/aventis
Großaktionär bereitet Ausstieg bei Aventis vor

Der Großaktionär Kuwait Petroleum Corporation (KPC) des französisch-deutschen Pharmakonzerns Aventis bereitet Zeitungsinformationen zufolge einen Ausstieg aus dem Unternehmen vor. Der gegen eine feindliche Übernahmeofferte kämpfende Pharmakonzern hat 2003 beim Gewinn zweistellig zugelegt.


Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete am Donnerstag vorab, KPC habe das schweizerische Bankhaus UBS sowie den US-Konzern Citigroup engagiert, die KPC beraten und möglicherweise den Ausstieg bei Aventis vorbereiten sollen. In der kommenden Woche solle es erste Gespräche mit Sanofi-Synthelabo -Chef Jean-Fancois Dehecq geben. In Londoner Finanzkreisen werde der Auftrag an die Bankhäuser bestätigt, hieß es.

Mit einem Anteil von 13,5 Prozent (zum Jahresende 2002) ist KPC, das sich im Besitz der kuwaitischen Herrscherfamilie befindet, der größte Einzelaktionär bei Aventis. Die Kuwaitis waren schon Aktionäre der früheren Hoechst AG, als diese sich 1999 mit der französischen Rhone-Poulenc zu Aventis zusammengeschlossen hatte. In der vergangenen Woche hatte der Aventis-Aufsichtsrat, bei dem nach Angaben des Straßburger Pharmakonzerns auch ein Vertreter von KPC anwesend war, das Sanofi-Angebot einstimmig abgelehnt. Aus mit der Situation vertrauten Kreisen hatte Reuters zu dem Zeitpunkt erfahren, dass KPC das Angebot als zu niedrig verworfen habe.

Der französische Wettbewerber Sanofi hatte vorige Woche eine Übernahmeofferte im Volumen von damals rund 48 Mrd. Euro für die - gemessen am Umsatz - etwa doppelt so große Aventis vorgelegt. Das Management hatte die Offerte bereits mehrmals als zu niedrig zurückgewiesen. Mit einem Zusammenschluss entstünde der weltweit drittgrößte Branchenvertreter nach dem US-Branchenprimus Pfizer und der britischen GlaxoSmithKline .

Gute Bilanz

Die am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen von Aventis sind positiv. Der Gewinn nach Steuern sei um 17,5 Prozent auf 2,45 Mrd. Euro gestiegen, teilte Aventis in Straßburg mit. Dies entspricht einem 18,6-prozentigen Zuwachs beim Gewinn je Aktie auf 3,11 Euro, womit Aventis innerhalb der Schätzungen der Analysten liegt. Der Umsatz sei um 4,5 Prozent auf 16,8 Mrd. Euro gefallen, währungsbereinigt allerdings um 5,9 Prozent gestiegen.

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ZoomIgor Landau, Chef von Aventis
"Wir haben damit eine solide Grundlage für die Zukunft geschaffen", sagte Aventis-Chef Igor Landau. "Die heute vorgelegten Ergebnisse belegen, dass die Sanofi-Offerte Aventis fundamental unterbewertet."

Für 2004 erwartet Landau ein Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent und ein Ergebniszuwachs um 15 Prozent. 2005 bis 2007 soll das Umsatzwachstum auf zehn bis elf Prozent jährlich beschleunigt werden. Aventis will im laufenden Jahr vier neue Medikamente auf den Markt bringen. Zudem teilte der Konzern mit, sich von älteren, nicht-strategischen Produkten im Volumen von etwa 1,5 Mrd. Euro Jahresumsatz trennen zu wollen. Auch werde das Unternehmen ein neues Aktienrückkauf-Programm in einem Umfang von 2 bis 3 Mrd. Euro auflegen, hieß es.

 

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26.04.04 09:10 #8 So teuer kann es werden
in der Tat ist es schnell gegangen. Die Übernahme scheint perfekt.

Aber wird die Angebotshöhe den neuen Konzern nicht teuer zu stehen kommen?

Ganz schlecht wird es mir, wenn ich alleine an die Risiken aus den fallenden Patenten denke. Alleine bei Aventis werden Umsätze in Milliardenhöhe durch Generika-Produkte bedroht. Nicht in 20 Jahren, sondern schon hier und heute.

Gewinner sind Generikakonzerne wie Hexal, Ratiopharm oder die Stada ( 725180 ). Letztere sind die einzigen börsennotierten.      
29.01.07 17:34 #9 Mega-Fusion zum weltgrößten Pharmakonzern zei.
Mega-Fusion zum weltgrößten Pharmakonzern zeichnet sich ab

Die Arzneimittel-Hersteller Sanofi-Aventis und Bristol-Myers Squibb (BMS) stehen kurz vor der Fusion zum weltgrößten Pharmakonzern. Dreh- und Angelpunkt für einen möglichen Zusammenschluss wird aber voraussichtlich das US-Urteil über den Patentschutz des Blutverdünners Plavix sein.

Wie das französische Finanzblatt "La Lettre de l'Expansion" am Montag ohne Angabe von Quellen berichtete, wurde in der vergangenen Woche eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. In den nächsten Wochen könnte ein Zusammenschluss angekündigt werden. Ein Sanofi-Sprecher lehnte eine Stellungnahme mit der Begründung ab, der Konzern äußere sich nicht zu Spekulationen. Auch Bristol-Myers äußerte sich nicht.

Mit einem Zusammenschluss würden Sanofi und Bristol-Myers den US-Pharmakonzern Pfizer gemessen am Umsatz auf den zweiten Platz verweisen. Bristol-Myers hat derzeit einen Börsenwert von rund 51,1 Mrd. $, bei Sanofi sind es etwa 95 Mrd. Euro. An der Frankfurter Börse griffen Anleger nach Bekanntwerden des Berichts bei Bristol-Myers-Papieren zu. Zeitweilig lag die Aktie 5,5 Prozent im Plus. Sanofi-Aventis-Titel büßten dagegen gut ein Prozent ein.

Patentschutz für Hauptprodukt entscheidend

Die beiden Arzneimittelhersteller gelten schon seit längerem als Kandidaten für einen Zusammenschluss. Sie arbeiten beispielsweise bei dem lukrativen Blutverdünnungspräparat Plavix zusammen - dem Medikament mit dem weltweit zweithöchsten Umsatz. Bis zum zeitweiligen Verkauf einer Nachahmerversion im vergangenen Jahr brachte das Präparat jährliche Erlöse von 6 Mrd. $ ein. Mehr als die Hälfte davon wurde in den USA erwirtschaftet, wo BMS das Mittel vermarktet.

Der günstigste Zeitpunkt für die Transaktion scheint aber vorbei zu sein. Die Aktie hat in den zurückliegenden zwölf Monaten eine Wertsteigerung um 20 Prozent erfahren. Ein Grund für die Erholung ist die Erwartung des Marktes, dass BMS einen gerade gestarteten Gerichtsprozess in den USA um die Gültigkeit des Plavix-Patents gewinnen dürfte. In der vergangenen Woche war in den USA ein Schlüsselverfahren gestartet, in dem beide Unternehmen sich gegen den kanadischen Generikahersteller Apotex zur Wehr setzen.

Sanofi braucht noch Ok der Aktionäre

Zum anderen hat es im Oktober einen Wechsel an der Konzernspitze gegeben, und Interims-Chef James Cornelius könnte das Unternehmen bald auf einen Verkauf vorbereiten. Voraussetzung ist allerdings, dass es mehr Klarheit über die Zukunft von Plavix geben wird. Die Prognose für 2007 entspreche den Erwartungen, bestätigte unter anderem die Deutsche Bank. Auch das stützt die Aktie.

Eine Offerte von Sanofi-Aventis müsste aber erst von den Hauptaktionären abgesegnet werden. Der Kosmetik-Konzern L'Oreal und der Mineralölkonzern Total halten zusammen etwa 24 Prozent der Anteile und 37 Prozent der Stimmrechte.

Gruß

uS  
30.12.14 15:25 #10 Ticker
Insiderkäufe: Großaktionär Regeneron Pharma hat 201.459 Aktien von Sanofi Aventis zu $392,20 - $398,80 gekauft (Gesamtvolumen: ~$79 Mio)
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Carpe diem
30.12.14 15:33 #11 @mamex7 ... #10
Aktien von Sanofi Aventis zu $392,20 - $398,80 gekauft ?????
Aprilscherz schon vorbei.

FundamentalsLong  
31.03.15 10:51 #12 News
Sanofi's Toujeo (glargine U300) now available in the US
Lack of label advantages will be a barrier to switch from Lantus

Sanofi's new basal insulin Toujeo (glargine U300) is now available in the US .
Toujeo is available in a 1.5mL disposable device (450 U/1.5mL) but will not be available in vials.
 
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