Anleihen statt Aktien bei der Insolvenz

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neuester Beitrag:  01.10.17 23:08
eröffnet am: 31.08.17 08:55 von: Kursegucker Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 01.10.17 23:08 von: Bfam Leser gesamt: 3017
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31.08.17 08:55 #1 Anleihen statt Aktien bei der Insolvenz
Hallo zusammen, ich habe bei der Air Berlin mindestens einen gewissen Restwert gesehen und mich daher bei dem Zock beteiligt.
Bei Insolvenzen bekommen ja zuerst die Gläubiger ein Stück vom Kuchen,  für die Aktonäre bleibt dann ja selten etwas über.
Es gibt zwei die in € zurück gezahlt werden und eine in CHF..... dann sind da noch z.B. diese: gehandelt in $.
Die letzte ($) ist nur auf etwas über 80 % eingebrochen.
Die in € konnte ich bei unter 9% kaufen und hatte eine erste kleine Position kurz danach wieder bei 15% verkaufen können. Ich hoffe aber auf mehr als 15%.
Vor Eröffnung des Insolvenz Verfahrens gab es die (€) Anleihen für über 40% und fast 60% die Insolvenz war hier wohl eingepreist dafür fand ich den Kursrutsch dann doch zu heftig.
Laut Zahlen von ariva gab es ca. 1,4 Mrd Umlaufkapital bei einem  Eigenkapital von -2,8 Mrd. bei Rückzahlung von 50% wäre es gleich null.
(Komischer Ansatz aber dafür einfach mal einen Eigenen Thread)
Hier können wir ja mal gemeinsam spekulieren welche Sachwerte Air Berlin noch hat, welche Chancen bleiben und wie hoch eine Rückzahlung der Anleihen ausfallen könnte.
Die sin meine ersten Anleihen bei einer Insolvenz und auch der erste von mir eröffnete Thread.
Ich freue mich über Tipps.
Auch Themen wie Pannenflughafen etc. sind hier erwünscht.
MfG
 
31.08.17 16:25 #2 ...da fällt mir nur Ironie ein...

...leihe einem Drogensüchtigen 100 Euro, mit einem Zins von sagen wir  8,25 % p.a. , hmm,
jetzt rechne, wieviel wird er dir zurückzahlen ?

Streng dich nicht an,  es ist NULL .

( ...schon `mal versucht, einem nackten Mann in die Tasche zu greifen ?)



 

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12.09.17 12:15 #3 "wie hoch eine Rückzahlung der Anleihen ausfalle.
"Rudolf Wöhrl sorgt mit einer neuen Offerte für Air Berlin (Air Berlin Aktie) für Aufsehen. Nun erzählt der schillernde Investor, was er mit der notleidenden Linie vorhat. Was er plant und warum Insider das für weltfremd halten."
Kursegucker: - gut gemacht !
"Gegenüber WirtschaftsWoche Online wirbt Wöhrl nun auch um die Gunst der Air-Berlin-Gläubiger. Während bei den anderen Investoren Schuldner und Anleihegläubiger wohl am Ende leer ausgingen, glaubt der Franke immerhin bis zu fünf Prozent, wenn nicht gar bis zu zehn Prozent der Außenstände in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bedienen zu können. „Sonst stimmen die Gläubiger nicht zu“, so Wöhrl."
10 % ist aber zu wenig ! In Nürberg - hat man sogar mit 20 - 15% gerechnet !!!
 

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12.09.17 21:52 #4 Danke für den Kommentar.
Eine schöne Lösung wäre auch eine Umwandlung der Anleihen in Aktien und es wäre ohne zusätzliche Anfangsinvestition.
Danach einen reverssplit und die Air Berlin ist kein Pennystock mehr.
Das größte Problem ist ja der Schuldenberg + Zinsen, wenn der nicht mehr wäre würde es für die Zukunft gleich richtig gut aussehen.
Ein paar große Sparmaßnahmen und der Gewinn kann die Kosten der laufenden Finanzierung decken.
Die Aktien die jetzt noch auf dem Markt sind würden zwar ins unendliche verwässert aber wer weiß,  steigen würden die danach vermutlich ja auch wieder.
Ist aber nur meine Meinung
MfG  
12.09.17 22:06 #5 @ wodo
Eigentlich habe ich da eine andere Metapher vor Augen:
Inkasso Moskau kauft einem Gläubiger einnen überfälligen Kredit über sagen wir 100.000mit 8% Zinsen für sagen wir 9.000€ ab findet den Schuldner hebt ihn an den Beinen hoch und schüttelt ihn kräftig durch,  wäre interessant zu sehen was da so aus den Taschen fällt.  ;-)
Zugegeben so richtig treffend ist das Beispiel auch nicht. ...

Wie viel am Ende zurück gezahlt wird steht in den Sternen,  aber ich hatte einfach Lust beim Insolvenzzock dabei zu sein und halte die Aussichten auf Gewinn bei der Anleihe für höher als bei der Aktie.
MfG  
13.09.17 15:41 #6 #5

"" ...findet den Schuldner hebt ihn an den Beinen hoch und schüttelt ihn kräftig durch, ...""

Das Problem ist eben die Realität. Man kann natürlich offene Schulden kaufen und selbst eintreiben.
Das ist aber ein Geschäft, dass nur funktioniert, wenn der Schuldner eigentlich solvent ist , sich aber weigert zu zahen. Ebenso wird dies bei Pleitestaaten von Hedge-fonds gemacht.
Bei AB hat man so aber keine Chance, wenn auch die Anleihe "wahrscheinlich" "möglicherweise"
mehr Aussicht hat als die Aktie. Beides ist im "Versteigerungsverfahren" der Insolvenz wertlos.
Bei einer unwahrscheinlichen Komplettübernahme werden die Gläubiger einen geringen Prozentsatz ihrer offenen Forderungen bekommen, der muss aber den jetzigen Kurs nicht überschreiten.

(wer Lust am Risiko hat, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten)

 

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14.09.17 16:24 #7 seltsam....
Die Anleihen wurden die letzten Tage fast synchron gehandelt.
Heute sind die Kurse etwas abweichend und es passiert fast nichts, dabei ist die Aktie 42%im plus.
Ruhe vor dem Sturm?
 
14.09.17 16:48 #8 #7

Die Anleihen geben ein ungefähr realistisches Abbild der AB Situation wieder.  Die Aktien befinden
sich in Inso Zock Modus.
(= Eine Aktie kaufen, weil der Kurs steigt)

(Warren Buffet sagte `mal, das sei der dümmste Grund, eine Aktie zu kaufen, aber keine Sorge, der hat eh keine Ahnung von Aktien)   :-) :-) :-)

 

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14.09.17 18:03 #9 ahja wieder exakt synchron gehandelt.
Hatte mich schon gewundert.  
22.09.17 10:44 #10 Eigentlich könnten ja mal ein paar Zahlen.....
genannt werden. .... Meine Anleihen würde ich ja gerne mit schönem Gewinn verkaufen und reinvestieren.
Ich dachte ja, dass es schnelle 100% werden aber mittlerweile hängt die Investition ja schon über einen Monat fest.
Immerhin hört es sich für mich momentan noch nach einer guten Rückzahlungsquote an und der Kurs dümpelt mittlerweile wieder Richtung Norden......
Hat jemand Neuigkeiten?
MfG  
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