Aktien-Newsletter !

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eröffnet am: 02.11.05 20:27 von: Waleshark Anzahl Beiträge: 1
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02.11.05 20:27 #1 Aktien-Newsletter !
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 7. Jahrgang - Ausgabe #337 (02.11.2005) - DEUTSCHE BIBLIOTHEK ISSN 1436-4131    

1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht

Liebe Leserinnen und Leser,

der deutsche Aktienmarkt startete sehr fest in die neue Börsenwoche. Unterstützt von guten Vorgaben der Wall Street vom vergangenen Freitag, legte der DAX am Montag um mehr als 100 Punkte zu. Prozentual entspricht dies einem Plus von mehr als 2%. Beim MDAX ging es sogar 2,9% aufwärts. Neben positiven US-Indizes beflügelten zudem einige Bilanzen wie die von Linde. Hinzu gesellten sich positive Analysteneinstufungen, beispielsweise für Altana oder die Deutsche Bank. Und auch die in dieser Woche weiter anstehenden Zahlen warfen ihre Schatten voraus. So kletterte die Commerzbank am Montag um mehr als 4%. Das Unternehmen wird am Donnerstag seine Ergebnisse präsentieren, und nach den überraschend guten Zahlen der Deutschen Bank in der Vorwoche scheinen die Bücher mit Optimismus erwartet zu werden.

Branchenkonsolidierung

Schwung in den Markt brachte zudem der neueste Deal in der Telekombranche. Der spanische Konzern Telefónica will den britischen Konkurrenten O2 übernehmen. Mit der Akquisition würde das spanische Unternehmen auf die Märkte Großbritannien und Deutschland vordringen. Daher keimten Sorgen auf, die Deutsche Telekom könnte nun um den britischen Mobilfunkanbieter mitbieten. Von den zwischenzeitlichen Verlusten konnte sich die Aktie jedoch wieder erholen und schloss am Montag gut behauptet. Am Dienstag brachte erneut aufkeimende Furcht den Kurs jedoch wieder unter Druck. O2 ist nach Angaben aus Branchenkreisen nach der Übernahmeofferte von Telefónica offen für weitere Angebote wie von France Telecom oder des deutschen Branchenprimus. Kleinere Verluste hatte auch der Gesamtmarkt zu verbuchen. Nach den kräftigen Vortagesgewinnen kein Wunder! Daneben wollen sich die Börsianer vor der am Abend anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Und auch der Feiertag in einigen Bundesländern sorgte für einen ruhigen Handel. Kaum beeindruckt zeigten sich die Börsianer dagegen von den Personalquerelen in SPD und Union, die die Verhandlungen über eine große Koalition belasten.

DAX charttechnisch

Interessant wird es bei den deutschen Indizes nun aus charttechnischer Sicht. Der DAX konnte sich am Montag von der Unterstützung bei 4.826 Zählern absetzen, übersprang die 4.900er-Marke und kämpft nun mit dem nächsten Widerstand bei etwa 4.926 Punkten. Das am Dienstag gebildete Muster im Kerzenchart deutet dabei auf Unsicherheit des Marktes hin. Kann die Zone von 4.926 Punkten jedoch nachhaltig überwunden werden, ist zunächst weiteres Erholungspotenzial bis in den Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 Punkten gegeben. Sollte auch dieses Niveau überschritten werden, ist anschließend ein Test des bisherigen Jahreshochs von 5.138 Zählern wahrscheinlich. Allerdings ist dieses Szenario keinesfalls die einzige Möglichkeit. Auch ein Abtauchen unter die kurzfristige Unterstützung von 4.826 Punkten und des Verlaufstiefs vom vergangenen Freitag bei 4.763 Punkten ist denkbar und würde weiteres Korrekturpotenzial implizieren.

Mehre Komponenten

Für welche Richtung sich der DAX entscheidet, hängt von mehreren Komponenten ab. Positiv scheint sich derzeit die Berichtssaison hier zu Lande zu entwickeln. Von der Metro einmal abgesehen, konnten die bis dato gemeldeten Unternehmen mit ihren Ergebnissen positiv überraschen. Im Wochenverlauf stehen nun weitere Ergebnisse auf der Agenda. Daneben steht die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag im Blickpunkt des Interesses. Einige Experten gehen davon aus, dass die Notenbank ihren Leitzins wie seit mehr als zwei Jahren bei 2% belässt. Wegen der hohen Inflation könnte EZB-Präsident Jean- Claude Trichet aber künftige Zinserhöhungen andeuten.

Zugpferd Wall Street

Als richtungweisendes Zugpferd für den deutschen Aktienmarkt könnte sich zudem einmal mehr die Wall Street erweisen. Offen bleibt, in welche Richtung es dabei gehen könnte. Nach einem freundlichen Wochenauftakt gaben die Kurse hier am Dienstag etwas nach. Große Überraschungen von der Notenbank gab es dabei nicht. Wie erwartet, hat sie zum zwölften Mal in Folge den Leitzins um 25 Basispunkte auf nun 4% angehoben. Und auch bei den Erläuterungen zum Zinsschritt blieb Alan Greenspan nahezu bei dem Wortlaut der vergangenen Entscheidungen. Demnach bergen die Folgen der Wirbelstürme in der Golfregion, verbunden mit hohen Energiepreisen, nach wie vor Potenzial, die Inflation weiter anzuheizen. Zudem könnten sie zeitweise das Wirtschaftswachstum und die Lage auf dem Arbeitsmarkt beeinträchtigen. Allerdings sollten die Aufbauarbeiten positiv auf die Wirtschaft wirken. Der Druck bei der Kerninflation scheint indes derzeit unter Kontrolle, und nach Ansicht des Finanzausschusses der Notenbank ist die um die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise bereinigte Inflation auf relativ niedrigem Niveau. Folglich wird die Fed an ihren maßvollen Zinsschritten festhalten. Einige Experten rechnen nun bereits im Dezember mit einem weiteren Schritt.

Hin und Her

Die Wall Street zeigte sich nach Bekanntgabe der Leitzinsentscheidung zunächst erleichtert, scheint die Inflation bereinigt um die Energiepreise doch unter Kontrolle. Zudem nahm der Markt wohlwollend zur Kenntnis, dass die Energiepreise jüngst etwas zurückgekommen sind, was den Druck auf die energiepreisgetriebene Teuerung mindert. Im weiteren Verlauf gaben die Kurse am Dienstag dennoch nach. Grund dürfte dabei weniger der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe gewesen sein. Zwar ging der Indikator im Oktober leicht zurück, aber nicht so stark wie erwartet. Er sank von 59,4 im Vormonat auf 59,1. Gerechnet wurde mit einem Rückgang auf 57,2. Etwas Sorge bereitet jedoch der erneut angezogene Preisindex, der von 78 auf 84 stieg. Damit erreichte er das höchste Niveau seit Mai 2004. Und auch der enttäuschende Ausblick des Computerbauers Dell dürfte die Entwicklung der US-Börsen am Dienstag belastet haben. Das Kursgeschehen am Berichtstag zeigt somit einmal mehr, dass derzeit angesichts der laufenden Bilanzsaison und weiterer Konjunkturdaten kaum abzuschätzen ist, welche Richtung die US-Aktienmärkte einschlagen könnten. Das Hin und Her könnte somit anhalten. Bereits im weiteren Wochenverlauf stehen einige wichtige Konjunkturdaten ins Haus. Am Donnerstag unter anderem die US-Industrieaufträge September und der ISM-Dienstleistungsindex Oktober sowie der viel beachtete Arbeitsmarktbericht für Oktober am Freitag. Möglicherweise kann sich der deutsche Aktienmarkt dabei dank anhaltend guter Bilanzen hier zu Lande etwas von der Wall Street abkoppeln. Entziehen wird er sich der Wall Street aber wohl nicht können.

Herzlichst,
Ihre Aktienservice.de-Redaktion

2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index  02.11.05  % Vorwoche  52weekHigh  % 52week  
DJ IND  10406,77  +0,60%  10984,46  +6,65%  
S&P 500  1202,76  +0,96%  1245,81  +8,70%  
NASDAQ  2114,05  +0,67%  2219,91  +8,21%  
NIKKEI 225  13867,86  +3,53%  13867,86  +22,19%  
DAX  4923,32  +0,46%  5138,02  +24,34%  
TecDAX  576,14  +1,06%  628,94  +15,37%  
EUROSTOXX 50  3309,71  +0,16%  3464,24  +17,43%  

Stand: Mittwoch, 11:30 Uhr



3. Linde – zuversichtlich für 2006!

Nach Aussagen von Konzernchef Wolfgang Reitzle kann sich der Gase-Spezialist Linde derzeit kaum vor Aufträgen im Geschäftsfeld Anlagenbau retten. Ende September erreichte der Auftragsbestand ein Rekordniveau von rund 3 Mrd. Euro. Nach einem Gewinnanstieg im 3. Quartal hat der Konzern daher seine Ziele für das laufende Jahr präzisiert und ist zuversichtlich für 2006.

Wachstum im Bereich Engineering kommt derzeit vor allem aus dem Mittleren Osten. Linde baut in diesem Segment Anlagen zur Herstellung verschiedenster Gase. Der Geschäftsbereich ist dabei eng mit dem Gas-Geschäft verknüpft. So beliefert das Unternehmen industrielle Großverbraucher mit Industriegasen aus Anlagen, die direkt beim Kunden vor Ort installiert werden. In den ersten neun Monaten 2005 legte der Umsatz in diesem Bereich um 9,8% auf 1,14 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenabschreibungen kletterte um 52,8% auf 55 Mio. Euro. Und die Aussichten für den Bereich sind weiter bestens. Der Auftragseingang lag Ende September bei rund 2 Mrd. Euro, nach 1,23 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Linde hatte im 3. Quartal unter anderem Großaufträge aus China, Saudi-Arabien und von BASF erhalten. Angesichts der prall gefüllten Orderbücher erhöhte der Konzern für das Segment daher auch die Prognose für das Gesamtjahr. Jetzt werde mit einer Umsatzsteigerung und einem deutlich verbesserten EBITA gerechnet.

Gute Geschäfte

Aber auch im Geschäftsbereich Gase sieht es gut aus. Die Gesellschaft bestätigte für den Bereich ebenfalls den Ausblick. Umsatz und EBITA sollen hier über den Vorjahreswerten liegen. Zwischen Januar und September stiegen die Erlöse um 10,8% auf 3,28 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis legte um 11,9% auf 519 Mio. Euro zu. Das Unternehmen profitierte hier unter anderem sehr stark von der Kombination mit dem Anlagenbau. Das so genannte On-Site-Geschäft, also das Geschäft mit den Produktionsanlagen direkt vor Ort beim Kunden, entwickelte sich besonders stark. Beide Segmente profitieren derzeit von den zunehmenden Projekten in allen Regionen der Welt.

Gewinne etwas höher gestapelt

Im dritten Geschäftsfeld Material Handling erreichte der Konzern ebenfalls gute Ergebnisse, trotz eines weiterhin hohen Wettbewerbsdrucks. Immerhin ist aber in dem Geschäft mit den Gabelstaplern ein leicht anziehendes Wachstum des Gesamtmarktes auszumachen. Linde ist in dem Bereich mit den drei Marken Linde, STILL und OM Pimespo in den Bereichen Flurförderzeuge und Lagertechnik tätig. Der Konzern zählt dabei zu den größten Herstellern von Flurförderzeugen weltweit. Als einer der wenigen Wettbewerber bietet Linde seinen Kunden ein komplettes Produktprogramm: Stapler mit Verbrennungsmotoren, Elektrostapler und Lagertechnikgeräte. In den ersten drei Quartalen 2005 verbesserte sich der Umsatz in der Sparte jedoch schwächer als im Konzern und erreichte in den ersten neun Monaten 2,55 Mrd. Euro. Nach 2,41 Mrd. Euro im Vorjahr beträgt das Plus 5,8%. Der Auftragseingang zog aber auch hier deutlicher an. Er erhöhte sich um 7,7% auf 2,72 Mrd. Euro. Zudem konnte die Sparte dank der Sparprogramme ihr EBITA aufbessern. Es erhöhte sich um 14,7% auf 125 Mio. Euro. Im Gesamtjahr soll hier der Umsatz nun weiter steigen und das operative Ergebnis sich deutlich verbessern. In Europa bleibt nach Ansicht des Vorstands aber die schwache Konjunktur ein Risiko für das Gabelstapler-Geschäft.

Gute Aussichten

Dennoch rechnet der Vorstand im laufenden Jahr für den Konzern nun mit einer Steigerung des EBITA zwischen 10 und 15%. Bislang hatte Linde lediglich einen Anstieg angekündigt. Schaut man sich die Neun-Monats-Zahlen an, muten die Ziele aber eher konservativ an. Von Januar bis September erhöhten sich die Konzernumsätze auf vergleichbarer Basis um 7,8% auf 6,83 Mrd. Euro. Der Auftragseingang stieg um 18,6% auf 7,9 Mrd. Euro. Beim EBITA erreichte Linde ein Plus von 17,5% auf 590 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erhöhte sich sogar um 25,3% auf 496 Mio. Euro. Unter dem Strich erwirtschaftete die Gesellschaft einen Überschuss von 311 Mio. Euro, ein Plus von 22,4%. Entsprechend stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) um 22,1% von 2, 13 auf 2,60 Euro.

Weiter sparen

Der Vorstand geht unter dem Strich für das Gesamtjahr davon aus, den Überschuss stärker als das operative Ergebnis steigern zu wollen. Dies liegt vor allem an den wegfallenden Goodwill-Abschreibungen. Zudem bekräftigte der Konzernchef die Sparziele für die Sparten Material Handling und Gase. Zwischen 2006 und 2008 sieht er insgesamt ein Einsparpotenzial im dreistelligen Millionenbereich. Keine schlechte Strategie! Die Programme sind nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Allein der Gabelstapler-Bereich muss aktuell zusätzliche Rohstoffkosten von 28 Mio. Euro verkraften.

Keine Zerschlagung

Zudem äußerte sich das Management zur weiteren Organisation des Konzerns. Firmenlenker Reitzle schloss dabei erneut eine Aufspaltung des Unternehmens kategorisch aus. Einen Verkauf der Gassparte oder des Bereichs Material Handling wird es den Angaben nach mit ihm nicht geben. Der Markt spekuliert schon geraume Zeit über eine Kooperation oder mögliche Fusion mit dem britischen Gaskonzern BOC. Größere eigene Akquisitionen schloss der Konzernchef ebenfalls aus. Allerdings stärkt sich Linde permanent durch kleine Zukäufe.

Was machen die Eigner

Hedgefonds halten nach Angaben des Vorstandschefs derzeit etwa 4,2% an Linde. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen Jahren nicht nennenswert verändert. Es handelt sich den Aussagen zufolge um langfristig orientierte Finanzinvestoren. Der Vorstand sieht derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Großaktionäre Deutsche Bank (10%), Allianz (12,3%) und Commerzbank (10%) sich von ihren Linde-Aktien trennen wollten. Die deutschen Finanzkonzerne sind jedoch seit längerem generell dabei, sich von nicht-strategischen Industriebeteiligungen zu trennen. An der Börse wird daher spekuliert, dass bei einem Ausstieg ausländische Investoren bei Linde einsteigen und den Konzern zerschlagen könnten.

Langfristiger Kauf

Ein solches Unterfangen könnte dann weiteren Schwung in die Aktie bringen. Aber auch aus fundamentaler Sicht bietet das Linde-Papier ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Die jüngsten Zahlen weisen auf eine gute Ertragssituation hin, und der eher konservative Ausblick birgt positives Überraschungspotenzial. Ferner ist die Aktie moderat gepreist – langfristig orientierte Investoren können auf dem aktuellen Niveau Positionen aufbauen.

Derivate-Trading

Spekulativ ausgerichtete Investoren, die sich der Risiken bewusst sind, können versuchen, mögliche Kursgewinne mit Derivaten zu hebeln. Interessant für längerfristige Investoren ist beispielsweise der WAVE-CALL XXL der Deutschen Bank (WKN: DB8141). Ausgestattet mit einer theoretisch unbegrenzten Laufzeit, hat das Zertifikat einen Hebel von mehr als sechs. Der Knockout ist ferner ein gutes Stückchen vom derzeitigen Aktienkurs entfernt. Zudem liegt der Knockout unter unserem bevorzugten Stopp-Loss von 54,50 Euro.

Generell sollten sich Anleger über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewusst sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Anleger sollten verstehen, dass der Handel mit Optionsscheinen unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher ist als der physische Aktienhandel und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen dient. Aufgrund der Hebelwirkung ist im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

KENNZAHLEN : Linde AG  
 WKN:  648300  
ISIN:  DE0006483001  
Markt:  XETRA  
Kurs 02.11.2005:  59,29 Euro  
52-Wochen-Hoch:  63,88 Euro  
52-Wochen-Tief:  45,28 Euro  
Empfohlener Stopp-Loss:  54,50 Euro  
Unser Anlageurteil:  Langfristiger Kauf  


4. STUDIO BABELSBERG: starkes Wachstum erwartet!

Nach Ansicht der Analysten von finanzpark research hat das neue Management der traditionsreichen Filmstudios von Babelsberg mit dem Börsengang und einem Strategiewechsel wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die Konzentration auf amerikanische Großproduktionen im Kinofilmsegment zeigt erste Wirkung, und durch den Ausbau entsteht eines der größten Filmstudios Europas. Die Experten von finanzpark research erwarten zudem, dass die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich erstmalig ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren könnte. Für 2006 rechnen sie mit einer Steigerung der Nettomarge auf 5% bei einem Umsatz von 80 Mio. Euro. Längerfristig wird mit einer Steigerung der Nettomarge auf 10% gerechnet. Nach Ansicht der Analysten steht die Gesellschaft ferner vor großen Möglichkeiten für ihre Geschäftsentwicklung. Bisher wurden die Studios vom Alteigentümer nur nach Immobiliengesichtspunkten geführt, was zwar eine gute Infrastruktur durch die Investition von mehr als 250 Mio. Euro geschaffen hatte. Jedoch wurden die unternehmerischen Gesichtspunkte nach Ansicht der Experten stark vernachlässigt. Mit den neuen Eigentümern hat der Standort Babelsberg nun eine neue Chance erhalten. Zudem verfügt das Management über große wirtschaftliche Medienerfahrung, und erste Erfolge mit der Gewinnung von dauerhaften TV-Produktionen und neuen Großproduktionen konnten erzielt werden. Die weiteren Aussichten bei Umsatz- und Ertragsentwicklung bewerten die Experten daher sehr viel versprechend. Aufgrund der erwarteten Ergebnisse errechnen die Analysten von finanzpark research einen fairen Wert von 5,09 Euro. Dies entspricht einem Kurspotenzial von mehr als 60%. Wenn Sie die komplette Analyse lesen möchten, können Sie sich diese kostenlos von der Seite http://www.finanzpark-research.de herunterladen.



5. PORSCHE – verkauft weniger Fahrzeuge im Oktober

Der Oktober lief für den Sportwagenbauer Porsche (WKN: 693773) nicht gerade gut in den USA. Das Unternehmen setzte hier deutlich weniger Fahrzeuge ab als noch vor einem Jahr. Insgesamt wurden 2.729 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, rund 14% weniger als im Oktober 2004. Damals hatte Porsche allerdings einen Rekordwert in den USA und in Kanada erzielt und dabei von außerordentlich hohen Auslieferungszahlen beim Cayenne profitiert. Beim bisherigen Verkaufsschlager erlebte die Gesellschaft nun einen heftigen Einbruch. Der Absatz des sportlichen Geländewagens ging um 45% auf 1.208 Stück zurück. Dagegen sind die Auslieferungen des Boxster um 257% auf 571 Stück gestiegen. Vom Sportwagen 911 lieferte der Konzern 924 Stück aus, 16% mehr als noch vor einem Jahr.

6. UNITED INTERNET – WEB.DE – vollziehen
   angekündigte Allianz

United Internet (WKN: 508903) und Web.de (WKN: 529650) haben ihre angekündigte Allianz vollzogen. Mit Wirkung zum 31. Oktober übernimmt die United Internet den Geschäftsbereich Internet-Portal von Web.de mit allen Mitarbeitern, Technologien, Vermögensgegenständen sowie Marken- und Lizenzrechten. Wirtschaftlicher Stichtag sei der 30. September. Die Übernahme erfolgte gegen eine Barvergütung von 200 Mio. Euro sowie 5,8 Mio. Aktien der United Internet AG. Gleichzeitig reichte Web.de seine Umfirmierung zur ComBOTS AG zur Handelsregistereintragung ein und wird künftig unter diesem neuen Markennamen auftreten. Die Umstellung des Börsennamens und -kürzels soll gleichzeitig mit der von der Hauptversammlung beschlossenen Umstellung auf Namensaktien im Dezember 2005 erfolgen.



7. SIEMENS – erhält Kraftwerksauftrag von E.ON

Siemens (WKN: 723610) hat aus Italien den Zuschlag für den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks erhalten. Das Auftragsvolumen liegt einschließlich eines langfristigen Wartungsvertrages insgesamt bei rund 400 Mio. Euro. Auftraggeber ist E.ON Italia Produzione, eine Tochter des deutschen Versorgers. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks mit einer Leistung von 800 Megawatt ist für 2007 geplant.



8. INFINEON – Streik beendet, Sozialtarifvertrag
   angenommen

Nach einem einwöchigen Streik haben die Beschäftigten in der Münchner Chipfabrik des Halbleiterherstellers Infineon (WKN: 623100) ihre Arbeit wieder aufgenommen. In einer Urabstimmung der IG Metall hatten sich die Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Fabrik am Montag mehrheitlich für die Annahme eines Sozialtarifvertrags ausgesprochen. Dieser sieht unter anderem höhere Abfindungen für das Personal sowie die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft nach der Schließung der Fabrik im Jahr 2007 vor. Rund 70% stimmten für die Annahme des Sozialtarifvertrages. Die Fabrik mit rund 800 Beschäftigten soll spätestens im Sommer 2007 geschlossen werden, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Infineon hat nach Angaben der IG Metall zugesagt, 80 bis 90 der betroffenen Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Dies solle vor allem durch Altersteilzeit erreicht werden. Die übrigen Mitarbeiter sollen eine Abfindung von 1,3 Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr erhalten. Infineon hatte ursprünglich 0,3 Monatsgehälter geboten, die IG Metall drei Monatsgehälter gefordert. Maximal zahlt Infineon je Mitarbeiter 130.000 Euro. Da viele Beschäftigte schon sehr lange in dem Werk arbeiten, ist diese Summe nach Darstellung der IG Metall keine Ausnahme. In dem Werk in München-Perlach werden auf veralteten Anlagen Logik-Chips für die Telekommunikation produziert. Eine Modernisierung des Werks mit anschließendem Weiterbetrieb wäre nach Darstellung des Konzerns teurer als die Schließung. Infineon rechnet mit Kosten von rund 100 Mio. Euro durch die Schließung. Frühester Termin ist nach der erzielten Einigung der 31. März 2007.



9. HOCHTIEF – Chef sieht Aufwärtstrend der deutschen
   Baubranche

Die Krise der deutschen Bauwirtschaft neigt sich nach Ansicht von Hochtief (WKN: 607000) dem Ende entgegen. Firmenlenker Hans-Peter Keitel zufolge steigen die Auftragszahlen schon den vierten Monat in Folge. Zudem sind seiner Ansicht nach die Erwartungen der Firmen besser als seit vielen Jahren. Wie schnell es wieder aufwärts geht, konnte der Vorstand in einem Interview aber nicht sagen. Und er rechnet trotz der positiven Geschäftsentwicklung nach wie vor mit einem branchenweiten Verlust von 40.000 bis 50.000 Arbeitsplätzen in diesem Jahr. Zudem sprach sich der Manager für eine Privatisierung von Autobahnen aus. Was jetzt bei Schulen oder Kindergärten funktioniert, muss angesichts der leeren Kassen auch für die Autobahnen geprüft werden: Ohne eine Privatisierung wird es nicht gehen. Hochtief hat damit bereits im Ausland Erfahrung gesammelt, erläuterte der Vorstand weiter.

10. ERGO – gewinnt Marktanteile zurück

Die Ergo-Gruppe (WKN: 841852) hat nach einem enttäuschenden Neugeschäft im vergangenen Jahr 2005 Marktanteile in der Lebensversicherung zurückerobert. Der aktuelle Marktanteil, gemessen am Neugeschäft, liegt bei 11,5% gegenüber 8,6% im vergangenen Jahr, erläuterte Firmenlenker Götz Wricke in einem Interview. Während der Markt nach dem aufgrund von Sonderfaktoren außergewöhnlich guten Jahr 2004 in diesem Jahr um 12% schrumpfte, ist das Neugeschäft bei der Münchener Rück-Tochter nur um 7% zurückgegangen. Besonders stark gefragt sind laut Vorstand Riester-Verträge und Rentenversicherungen. Aber auch die kapitalbildende Lebensversicherung verkaufe sich trotz Beschneidung der steuerlichen Vorzüge zum Ende des Vorjahres unverändert gut. Auch die ab 2007 niedrigere garantierte Verzinsung von voraussichtlich nur noch 2,25% (aktuell: 2,75%) beeinträchtigt das Neugeschäft kaum. Viel besorgniserregender ist seiner Meinung nach der immer kleinere finanzielle Spielraum der Bundesbürger. Die schmalen Budgets dämpfen die Perspektiven für die Branche, so der Manager weiter.



11. ALTANA – Suche nun amtlich

Schon geraume Zeit spekuliert, ist es nun amtlich. Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana (WKN: 760080) prüft Optionen für seine Pharmasparte. Der Vorstand hat Goldman Sachs beauftragt, einen Käufer oder strategischen Partner für die Sparte zu finden. Firmenlenker Nikolaus Schweickart will nun in den nächsten Monaten gezielt mit Pharmapartnern sprechen. Er schließt den Ausführungen zufolge keine Option aus, die die weitere Entwicklung des Unternehmens zum Ziel hat und die langfristige Sicherheit der Arbeitsplätze gewährleistet. Die nach Umsatz größere Pharmasparte mit dem Magen-Darm-Medikament Pantoprazol als Kassenschlager kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von mehr als 2 Mrd. Euro. Ausgeschlossen ist nach Schweickarts Worten jedoch eine Zerschlagung oder ein Auktionsverfahren mit dem Ziel, die Pharmasparte an den Meistbietenden zu veräußern. Offen ist, wie die zukünftige Gesellschafterstruktur nach der Öffnung für einen strategischen Partner aussehen wird.



12. HYPO REAL ESTATE – Deutschlandtochter finanziert
     Immobilienkauf

Die Deutschlandtochter der Hypo Real Estate (WKN: 0E0050) finanziert den rund 1,1 Mrd. Euro teuren Verkauf des Immobilien-Portfolios des Landes Hessen an die Commerz Immobilien GmbH. Das Institut hat insgesamt über 1 Mrd. Euro an Fremdfinanzierungsmitteln zur Verfügung gestellt. Damit stellt die Finanzierung die bisher größte einzelne Transaktion der Hypo Real Estate Bank dar, die ihr Neugeschäft nach einer zweijährigen Restrukturierungsphase erst im September 2004 mit verändertem Geschäftsmodell wieder aufnahm.

13. RATINGS / Deutsche Aktien

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITEL  RATING  INSTITUT  DATUM  
3U TELECOM  kaufen  Helaba Trust  27.10.05  
adidas-Salomon  buy  WestLB  28.10.05  
adidas-Salomon  neutral  J.P. Morgan Sec.  27.10.05  
AIXTRON  neutral  WestLB  28.10.05  
ALTANA  in-line  Goldman Sachs  28.10.05  
ALTANA  kaufen  Helaba Trust  28.10.05  
ALTANA  Outperformer  LRP  31.10.05  
AT&S  overweight  J.P. Morgan Sec.  31.10.05  
BASF  sell  Citigroup  31.10.05  
BASF  kaufen  Helaba Trust  31.10.05  
Bayer  in-line  Goldman Sachs  27.10.05  
BMW  buy  Merrill Lynch  31.10.05  
Commerzbank  halten  Helaba Trust  28.10.05  
Commerzbank  neutral  HypoVereinsbank  27.10.05  
DaimlerChrysler  buy  SEB  28.10.05  
DaimlerChrysler  neutral-weight  Prudential Financ.  27.10.05  
DaimlerChrysler  outperform  Goldman Sachs  27.10.05  
DaimlerChrysler  overweight  Lehman Brothers  27.10.05  
DaimlerChrysler  halten  Bankgesell. Berlin  28.10.05  
DaimlerChrysler  halten  Nord LB  27.10.05  
DaimlerChrysler  kaufen  Hamburger Spark.  27.10.05  
DEPFA BANK  buy  HypoVereinsbank  27.10.05  
Deutsche Bank  buy  Citigroup  31.10.05  
Deutsche Bank  buy  Merrill Lynch  01.11.05  
Deutsche Bank  buy  SEB  28.10.05  
Deutsche Bank  buy  WestLB  28.10.05  
Deutsche Bank  in-line  Goldman Sachs  31.10.05  
Deutsche Bank  outperform  Bear Stearns  28.10.05  
Deutsche Bank  outperform  CSFB  31.10.05  
Deutsche Bank  outperform  HypoVereinsbank  31.10.05  
Deutsche Bank  halten  Helaba Trust  28.10.05  
Deutsche Bank  kaufen  Nord LB  01.11.05  
Deutsche Bank  Outperformer  LRP  28.10.05  
Dt. Lufthansa  hold  Citigroup  31.10.05  
Dt. Lufthansa  outperform  HypoVereinsbank  31.10.05  
Dt. Lufthansa  Marketperform.  LRP  28.10.05  
Deutsche Postbank  Outperformer  LRP  27.10.05  
Deutsche Telekom  halten  Helaba Trust  01.11.05  
Deutsche Telekom  kaufen  Hamburger Spark.  01.11.05  
Deutsche Telekom  Marketperform.  LRP  31.10.05  
Drägerwerk  buy  SEB  01.11.05  
Drägerwerk  halten  Nord LB  01.11.05  
Fraport  underperform  HypoVereinsbank  27.10.05  
Fraport  Marketperform.  LRP  27.10.05  
Hannover Rück  buy  Merrill Lynch  01.11.05  
Heidelb. Druck  kaufen  Nord LB  31.10.05  
Henkel  outperform  WestLB  28.10.05  
Henkel  underweight  J.P. Morgan Sec.  27.10.05  
IDS Scheer  hold  Citigroup  28.10.05  
IDS Scheer  neutral  HypoVereinsbank  27.10.05  
itelligence  buy  WestLB  28.10.05  
IWKA  Underperformer  LRP  27.10.05  
Kontron  outperform  HypoVereinsbank  27.10.05  
LANXESS  Marketperform.  LRP  31.10.05  
LEONI  Marketperform.  LRP  28.10.05  
Linde  hold  SEB  01.11.05  
Linde  halten  Nord LB  01.11.05  
Linde  kaufen  Hamburger Spark.  01.11.05  
Linde  Marketperform.  LRP  31.10.05  
LINOS  kaufen  Nord LB  28.10.05  
MAN  overweight  J.P. Morgan Sec.  31.10.05  
Merck  equal-weight  Lehman Brothers  31.10.05  
Merck  verkaufen  Helaba Trust  27.10.05  
Micronas  in-line  Goldman Sachs  31.10.05  
Micronas  sell  Citigroup  31.10.05  
Micronas  neutral  Bank Sarasin  28.10.05  
MorphoSys  buy  WestLB  28.10.05  
Premiere  buy  WestLB  28.10.05  
PUMA  neutral  J.P. Morgan Sec.  27.10.05  
QSC  outperform  WestLB  28.10.05  
SAP  Marketperform.  LRP  31.10.05  
Schering  halten  Bankgesell. Berlin  28.10.05  
Software AG  buy  Sal. Oppenheim  28.10.05  
Software AG  buy  WestLB  28.10.05  
Software AG  outperform  HypoVereinsbank  28.10.05  
Software AG  overweight  J.P. Morgan Sec.  31.10.05  
Software AG  sell  Citigroup  28.10.05  
Software AG  halten  Helaba Trust  28.10.05  
Software AG  Outperformer  LRP  28.10.05  
SolarWorld  buy  M.M.Warburg & CO  28.10.05  
Studio Babelsberg  Kaufen  BÖRSE a Sonntag  31.10.05  
telegate  buy  HypoVereinsbank  28.10.05  
TOMORROW FOCUS  buy  WestLB  28.10.05  
T-Online  neutral  WestLB  28.10.05  
TUI  Outperformer  LRP  31.10.05  
Volkswagen  neutral  HypoVereinsbank  31.10.05  
Vossloh  kaufen  Aktienservice Res.  27.10.05  
Vossloh  kaufen  Hamburger Spark.  01.11.05  
Wincor Nixdorf  outperform  WestLB  28.10.05  
Wincor Nixdorf  kaufen  Nord LB  27.10.05  

 

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