6,7% mehr Gehalt sollten reichen

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neuester Beitrag:  01.08.08 12:30
eröffnet am: 28.07.08 19:38 von: Maxgreeen Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 01.08.08 12:30 von: joe_k_25 Leser gesamt: 8890
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28.07.08 19:38 #1 6,7% mehr Gehalt sollten reichen
Schliesse mich der Meinung von Herrn Mross an:

6,7 % sind nicht genug. Was Terror, Ölpreis und Billigkonkurrenz nicht geschafft haben,  könnte  Ver.di bei Lufthansa erreichen. Droht der erfolgreichsten Fluggesellschaft der Welt der Sinkflug?

Dass es der Airline Industrie nicht gut geht, dürften selbst Wenigflieger begriffen haben. Strecken-Streichung, Flugzeug-Stilllegungen, Jobcuts rund um den Globus. Tausende Mitarbeiter der Airline-Industrie haben bereits ihren Arbeitsplatz verloren. Die ersten Pleiten in der Branche gab es schon. Noch mehr werden folgen.

In diesem Umfeld 10% mehr Lohn zu fordern ist glatter Selbstmord. Das weiss auch Frank Bsirske. Doch die Konsequenzen sind ihm egal. Hier geht es einzig um einen Machkampf, in dem Ver.di einen Trumpf braucht  gegenüber der Konkurrenz Gewerkschaft UFO (mehrheitlich Kabinenpersonal). Letztlich ist es also ein Gerangel um Einfluss bei den Mitarbeitern, bei welcher Ver.di durch erhöhte Lohnforderungen die Gunst der Arbeitnehmerschaft gewinnen will.

Selten in der Geschichte hat eine Gewerkschaft unverantwortlicher gehandelt. Bsirske weiß ganz genau, dass die Lohnforderungen zwar per Gewalt durchgesetzt werden könnten. Ein Sieg, den er dringend braucht. Doch es ist ein Pyrus-Sieg. Höhere Personalkosten führen zwangläufig zu höheren Ticketpreisen. Da freut sich schon die Billig-Konkurrenz, besonders vom Persischen Golf.

Die Konsequenz ist natürlich eine Schwächung des Kranichs und schließlich der Verlust von Arbeitsplätzen hierzulande. Typisch Gewerkschaft eben: Anstatt innovativ, flexibel und phantasievoll die (sicher berechtigten) Lohnforderungen der Arbeitnehmerschaft zu verwirklichen, greift Ver.di zur Holzhammer-Methode. Folge: Weniger Arbeiter werden in Zukunft mehr haben. Der Rest kassiert Hartz IV und die Dienstleistungen werden vom Ausland erbracht.

Keine andere Industrie ist so stark der internationalen Konkurrenz ausgesetzt, wie die Airlines. Keine andere Industrie ist so schnell ersetzbar, wie die Airlines. Dort, wo einer Pleite geht oder geschwächt ist, warten schon Dutzend andere, um die Slots zu füllen.

Lufthansa gilt in der Flugbranche zu den am besten zahlenden Arbeitgebern. Den Mitarbeitern wurde eine Lohnsteigerung von 6,7 Prozent plus Einmalzahlung angeboten bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrages von 23 Monaten. Dies ist wesentlich mehr als andere Tarifabschlüsse der letzten Zeit. Doch der Arbeitskampf geht weiter.

Das allein kostet bis zu 10 Millionen Euro am Tag. Ganz abgesehen von dem weltweiten Image-Schaden, der bei Lufthansa entsteht. Die Buchungszahlen schrumpfen schon jetzt drastisch. Doch was kümmert’s Ver.di?

In einem dramatischen und vorher noch nie dagewesenen Appell hat sich der LH-Chef Mayrhuber an die Mitarbeiter gewandt.

Mayrhuber schrieb in seinem in der Mitarbeiterzeitschrift „Lufthanseat“ veröffentlichten Brief, die Angebote an die Gewerkschaften lägen im oberen Bereich der diesjährigen Tarifabschlüsse in Deutschland. „Mehr geht nicht, das muss deutlich gesagt werden“, schrieb Mayrhuber.

   Er erklärte, er habe „volles Verständnis“ dafür, dass die Beschäftigten angesichts steigender Lebenshaltungskosten am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben wollten. Ein Tarifabschluss müsse aber wirtschaftlich vertretbar sein. „Das sind Familien, die sich auf ihren Jahresurlaub und ihre Flugreise freuen, für die sie hart gearbeitet haben. Wir verärgern diejenigen, die Ihnen Arbeit geben, denn es sind letztlich die Kunden, die Ihre Vergütung sichern“, warnte Mayrhuber.

http://www.mmnews.de/index.php/20080728693/...i-crasht-Lufthansa.html  
01.08.08 10:05 #2 Kreise: Einigung im Tarifstreit bei Lufthansa.
Schließe mich obiger Meinugn an,

6,7 % hätten reichen müssen,

schließlich können die meisten nur von solche einer Lohnerhöhung träumen.

Aber bald wissen wir ja was es wirklich gibt und dann steht dem Start in einen hoffentlich erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege.

News - 01.08.08 09:58
Kreise: Einigung im Tarifstreit bei Lufthansa

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt bei der Deutsche Lufthansa gibt es nach Angaben aus Verhandlungskreisen eine Einigung. Der ver.di- Verhandlungsführer Erhard Ott und Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer würden am Freitagvormittag in Frankfurt die Öffentlichkeit informieren.

Am Vormittag war erneut die 24-köpfige Tarifkommission der Gewerkschaft zusammengekommen, um über das bisherige Ergebnis der Sondierungsgespräche zu diskutieren. Eckpunkte waren in einem Papier zusammengefasst worden. Der Inhalt wurde zunächst nicht bekannt.

Unterdessen wurde am Freitag der Streik bei der Lufthansa fortgesetzt. Dadurch sollte es erneut zahlreiche Ausfälle im Flugverkehr geben./ge/DP/wiz

Quelle: dpa-AFX

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DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N. 14,77 -0,01% XETRA
 

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01.08.08 10:05 #3 ja das stimmt..
Ich arbeite selber bei Lufthansa und streike nicht, ich finde das Geld und die Zusatzleistungen von der Lufthansa nicht schlecht, allerdings muss man sagen wenn Managergehälter um 48% gestiegen sind wo bleibt da die Grerechtigkeit, alleine von den Managern im Büro läuft der Laden auch nicht rund.

Bei den geforderten 9,8% war uns ja jedem klar das wir die nicht kriegen, aber so ca. 6% auf 12 Monate sollten schon rauskommen. Was ich am meisten hasse sind die Medien die sagen Ver.Di fordert 9,8% und LH bietet 6,7% + 1% Einmalzahlung und das liege ja nicht weit auseinander.....
Tja, nur das Ver.Di 9,8% auf 12 Monate fordert und LH 7,7% auf 23 Monate bietet das sagt keiner...
Mir ist egal was dabei rauskommt, wenn es mehr Geld gibt sagen nicht mal die wo nicht streiken oder gegen den Streik sind "nein danke ich will keine Erhöhung".

Meiner Meinung sollte jedes Jahr die Inflation aufgefangen werden, oder der Staat sollte mal eingreifen das die Inflation nicht so hoch ausfällt, das alleine würde mir schon reichen.

Aber du hast Recht es ist halt ein Teufelskreislauf:

Bahn-Mitarbeiter fordert 11% mehr Lohn => Bahnticket werden teurer
LH-Mitarbeiter fordern 9,8% mehr Lohn => Flugticket werden teurer

LH-Mitarbeiter fährt mit Bahn in die Arbeit, und der Bahn-Mitarbeiter fliegt mit LH in den Urlaub... und am Ende ist der finanzielle Vorteil wieder bei 0 angekommen, und so schauckelt es sich in allen Gewerben auf...

Ich kenne ebenfalls viele Mitarbeiter die auf eine Erhöhung verzichten würden wenn dadurch mehr Personal eingestellt wird. In meinem Fall wäre das am Arbeitsplatz eine Qualitätssicherung und -verbesserung, womit man gegenüber der Konkurrenz sicher trumpfen kann, und neue Aufträge an Land zieht.

Trotzdem kann es nicht sein das Manager 48% mehr Lohn erhalten, klar Sie machen Ihren Job aber wir auch, denn "die Königin ist nichts ohne Ihr Volk"  

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01.08.08 10:22 #4 jaja,joe - euer manager verdient auch nicht
gerade wenig mehr als ihr, das ist wohl in ordnung?
während tausende von familien in den abfertigungs-
hallen der airports rumsitzen und ihren sauer ver-
dienten urlaub verblembern, fliegt euer häuptling
und scharfmachen erster klasse für fünf wochen in
die südsee  
01.08.08 12:30 #5 Antwort auf Miller
Für den Streikzeitpunkt kann ich doch nichts dafür, wenn Ver.Di meint damit mehr Druck ausüben zu können....
Als die Bahn-Mitarbeiter streikten war das auch zu Berufszeiten wo viele Leute auf die Bahn angewiesen waren....

Das mit den 48% mehr Lohn, habe ich falsch Beschrieben, ich meinte die Managergehälter sind von 2007 auf 2008 um +48% gestiegen, wegen Gewinn der Lufthansa.

Und das er erster Klasse fliegt is bei unseren Vergünstigungen ja eh normal, logisch ist das für die wartenden Menschen "scheiße", aber wie gesagt wenn große Nachfrage ist kann Ver.Di mehr Druck ausüben.

Aber Sie haben sich inzwischen ja eh schon geeinigt, somit sehen wir alle in eine "rosige" Zukunft.  
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