30.000 auf dem Sprung

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eröffnet am: 13.10.05 19:33 von: danjelshake Anzahl Beiträge: 9
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13.10.05 19:33 #1 30.000 auf dem Sprung
Donnerstag, 13. Oktober 2005

UN-Helicopter in der Wüste
30.000 auf dem Sprung


Informationen der Europäischen Union, wonach 30.000 Afrikaner in Nordafrika auf dem Sprung nach Spanien sind, haben in Madrid Besorgnis ausgelöst. "Diese Zahl ist beunruhigend für alle Spanier", sagte Justizminister Juan Fernando López Aguilar.
 
Allerdings sei diese Ziffer auch nicht überraschend, denn der Zustrom halte schon seit mehreren Jahren an. Die EU-Kommission hatte am Vortag unter Berufung auf Informationen von Geheimdiensten mitgeteilt, dass in Algerien rund 20.000 und in Marokko weitere 10.000 afrikanische Immigranten auf eine Chance warteten, in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla zu gelangen.
 
UN-Hubschrauber suchen Flüchtlinge
 
In Marokko beteiligten sich nach einem Pressebericht Hubschrauber der Vereinten Nationen an der Suche nach afrikanischen Flüchtlingen, die die Behörden im Wüstengebiet der Westsahara ihrem Schicksal überlassen hatten. Wie die Madrider Zeitung "El País" berichtete, überflogen die UN-Helikopter den Grenzstreifen zwischen der von Marokko annektierten Westsahara und dem Gebiet, das von der Widerstandsfront Polisario kontrolliert wird.
 
Nach diesen Angaben irrten etwa 250 Afrikaner durch die Wüste. Sie waren von den Marokkanern an der Grenze ausgesetzt worden. Einige von ihnen seien von den Besatzungen der UN-Hubschrauber ausfindig gemacht worden, hieß es. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) habe die UN-Truppen um Hilfe gebeten, die zur Überwachung der Einhaltung des Waffenstillstands von 1992 zwischen Marokko und der Polisario an der Grenze stationiert sind.
 
Die illegalen Zuwanderer waren festgenommen worden, nachdem sie versucht hatten, nach Ceuta und Melilla zu gelangen. Nach Angaben von MSF wurden über 1.000 Afrikaner in Militärlagern bei der Stadt Goulimine im Südwesten Marokkos untergebracht. Sie benötigten dringend Wasser und Nahrung, teilte die Organisation mit. Mehr als 300 Flüchtlinge wurden in Lager auf dem Gebiet der früheren spanischen Kolonie Westsahara gebracht.
 
Marokko verhandelt mit afrikanischen Staaten wie Nigeria, Kamerun, Guinea oder Gambia, um eine Abschiebung der Flüchtlinge in ihre Heimat zu ermöglichen. UN-Generalsekretär Kofi Annan rief dazu auf, die Zuwanderer human zu behandeln und das internationale Recht zu beachten. "Wenn diese Menschen einigermaßen würdige Lebensbedingungen in ihrer Heimat hätten, würden sich solche Dinge (wie das Flüchtlingsdrama von Ceuta und Melilla) nicht ereignen", betonte Annan in Lissabon.

www.n-tv.de

 

...krass!

hat jemand von euch den film "der marsch" gesehen???

irgendwann kommen die millionenfach nach europa, aber wie wehren? mit militärischer gewalt?

 

mfg ds

 
13.10.05 19:41 #2 wird zeit das wir ne mauer um europa ziehen
wir können nicht den rest der welt füttern.
kann man nicht kondome verteilen damit das aufhört?  
13.10.05 19:44 #3 oder da unten andere lebensbedingungen
schaffen...  
13.10.05 19:48 #4 das müssen sie schon selbst machen
nicht wir!
wer hat eigentlich europa geholfen das zu werden was es ist?
die haben keine lust,zuviel beten und zuviel sonne um ans schaffen zu denken.  
13.10.05 19:51 #5 naja wir sind ja die letzten 500 jahre nicht
grad freundlich mit denen da unten umgegangen.
rohstoffe ausgebeutet, leute versklavt, kolonien erichtet usw.

mfg ds  
10.11.05 21:05 #6 @checkerlarsen
Du checkst aber auch gar nichts.

Das sind die Fakten:
Wir beuten die armen Länder mehr aus, als je zuvor ...

Die neue Ära der Globalisierung (ab ca. 1980) ist für große Teile der Menschheit eine Ära des Niedergangs. In Lateinamerika schrumpfte das Pro-Kopf-Wachstum von 78 Prozent in den Jahren 1960 bis 1980 auf gerade noch acht Prozent in den darauf folgenden zwei Jahrzehnten; in Schwarzafrika ging das Wachstum der Wirtschaftsleistung in denselben Zeiträumen von einst 39 Prozent auf minus 14 Prozent zurück

Kein oder geringes Wachstum hat aber in kapitalistischen Marktwirtschaften zur Konsequenz, dass Kapitaleignern und Privilegierten ein immer größerer Anteil der Einkommen zuwächst. Im Resultat wachsen in den betroffenen Ländern Armut und Verelendung. Und tatsächlich nimmt im Weltmaßstab die Ungleichheit seit 20 Jahren zu. 1960 betrug das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen beim reichsten Fünftel der Menschheit ungefähr das 30fache des ärmsten Fünftels. Am Ende des Jahrhunderts war diese Differenz auf das 78fache gewachsen.

Quelle:
http://www.bpb.de/publikationen/...he_%D6konomie_des_Terrorismus.html


Gruß
FunMan  
10.11.05 22:07 #7 checker hat "Urlaub"

Trotzdem reizt es mich ihm ein paar Antworten zu geben auf seinen Einwurf:

"das müssen sie schon selbst machen nicht wir!
wer hat eigentlich europa geholfen das zu werden was es ist?
die haben keine lust,zuviel beten und zuviel sonne um ans schaffen zu denken"

Tja, wer hat uns geholfen? In Spanien sind einige der schönsten Bauwerke aus der Zeit, als  dort die Araber noch herrschten. Man hat sie dann zwar verjagt, aber ihre Baumeister hat man dabehalten. Kunst, Architektur und Kultur in Spanien sind von Arabien stark geprägt.

Dann haben uns Germanen noch die Römer und Griechen etwas Kultur beigebracht. Die haben sie wiederum von den früheren Kulturen in Ägypten und dem Nahen Osten, den Seevölkern geerbt.

Ja, und dann kamen uns auch noch die Juden zu Hilfe. Haben sehr viel von ihrer alten Kultur bei uns verbreitet.

Und dann kam uns noch der liebe Gott des Christentums zu Hilfe. Und der kam auch aus der Gegend von Jerusalem...

Gruß BarCode

 
10.11.05 22:58 #8 Die Frage darf nicht lauten, wer Europa ....
geholfen hat, sondern warum Europa, respektive die westliche Welt, zu dem geworden ist, was sie ist.

Die Antwort muß lauten: Rechtssicherheit und persönliche Freiheiten. Dieses Gut hat bis auf die westliche Welt keine andere Hochkultur der Vergangenheit dauerhaft gewährleisten können.

Die modernen Chinesen, die Privatpersonen wohlgemerkt, gehen allerdings einen anderen Weg. Ihr höchstes Ziel ist es in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld zu verdienen. Ob sich unsere Demokratieverständnisse gegen diesen Ehrgeiz werden durchsetzen können wird die Geschichte zeigen.

MfG/Johannah
 
10.11.05 23:01 #9 da gab es aber vor den europäern schon
hochkulturen die wesentlich weiter entwickelt waren als wir.
denk mal an die alten ägypter, inkas und chinesen.

mfg ds  
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