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US-Konsumentenpreisindices: Insgeheim doch anders erwartet




14.03.18 11:14
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nichts gilt als schwieriger für Händler, als wenn ökonomische Daten wie erwartet ausfallen, so die Analysten der Deutschen Bank.

Und dies treffe absolut auch auf die gestern veröffentlichten US-Konsumentenpreisindices zu, die im Februar mit jeweils +0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auch in der Kernrate exakt den mittleren Prognosen entsprochen hätten. Genauso habe es sich bei den Daten im Jahresvergleich verhalten. Dennoch sei der Dollar abgesackt, so dass man hier und da nach statistischen Ungereimtheiten gesucht habe. So sei etwa zu lesen gewesen, dass die Kernrate bei den Konsumentenpreisen ungerundet nur bei 0,181 Prozent gegenüber dem Vormonat gelegen hätte.

Andere wiederum hätten angeführt, dass einige Akteure wohl insgeheim doch mit einem Ausreißer der Zahlen nach oben gerechnet hätten. Dafür möge zumindest die ursprüngliche Verteilung der Prognosen der Ökonomen, etwa bei Bloomberg, sprechen, die zwar im Mittel eine Kernrate von 1,8 Prozent vorhergesagt hätten - ein Drittel der 42 Befragten habe jedoch mit Prognosen von 1,9 Prozent oder höher gerechnet, also offenbar mit einer Überraschung an der Oberseite. Wie man es auch betrachten möge: Die impliziten Erwartungen für vier Zinsschritte in diesem Jahr seien, gemessen am CME FedWatch Tool, gestern leicht zurückgegangen, aber kaum jemand rechne damit, dass die Notenbank bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche von einer Zinserhöhung absehen könnte.

Interessantes - und auch dies könnte zumindest temporär für einen etwas schwächeren Dollar gesorgt haben - habe es von der politischen Bühne zu vermelden gegeben. Denn US-Präsident Donald Trump habe gestern (sicherlich nicht wirklich überraschend) seinen Außenminister Rex Tillerson entlassen, der nun durch den ehemaligen CIA-Direktor Mike Pompeo ersetzt werde. Viel interessanter sei indes eine andere Personalie: So solle sich Donald Trump dem Vernehmen nach für Larry Kudlow als Nachfolger des jüngst ausgeschiedenen ökonomischen Chefberaters Gary Cohn stark gemacht haben. Kudlow, bekannt als TV-Moderator, Kolumnist und ökonomischer Berater des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan in den 1980er Jahren, gelte nicht nur als Verfechter einschneidender Steuersenkungen. Pikanterweise sei Kudlow bislang - entgegen Trumps Strafzoll-Politik - für einen freien Handel eingetreten.

Und so zeige der Euro innerhalb seiner breiten Konsolidierungszone zwischen 1,2155 und 1,2555 seit drei Handelstagen wieder etwas Aufwärts-Momentum. (14.03.2018/ac/a/m)






 
 
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