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Makroökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche




13.05.22 13:25
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Vereinigtes Königreich - Verbraucherpreise (Mittwoch, 18. Mai 2022): Im April dürften die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich von 7,0% im März auf 9,1% nochmals deutlich angestiegen sein, so die Analysten der DekaBank.

Hauptverantwortlich dafür, mit einem Inflationsbeitrag von etwa 1,5 Prozentpunkten, sei die turnusmäßige Anpassung der Strom- und Gaspreise für die privaten Haushalte an die Marktpreisentwicklung, deren Aufwärtsbewegung durch den Russland-Ukraine-Krieg verstärkt worden sei. Aber auch in der Breite würden die Preise im Warenkorb weiter ansteigen: Laut Unternehmensumfragen würden die Firmen bis zu 80% ihrer Kostenanstiege infolge höherer Energie-, Rohstoff- und Transportpreise weitergeben. Der Hochpunkt des Inflationsanstiegs werde erst im Oktober bei rund 10% erwartet.

Russland - Bruttoinlandsprodukt (Mittwoch, 18. Mai 2022): Das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Russland im ersten Quartal 2022 dürfte im Vorjahresvergleich mit 3,5% noch positiv ausgefallen sein. Der Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit zusammenhängenden harten Sanktionen des Westens hätten zwar der russischen Wirtschaft einen massiven Schlag versetzt. Doch rein rechnerisch falle nur ein Kriegsmonat in den relevanten Zeitraum. Und selbst im März dürfte der Außenbeitrag einiges an Sanktionsauswirkungen kompensiert haben: Die Importe seien massiv eingebrochen, während die Exporte noch nahezu unverändert fortgeführt worden seien. Die strukturellen Herausforderungen für die Wirtschaft würden von Monat zu Monat zunehmen. Dies dürfte somit das letzte Plus für die russische Wirtschaftsleistung für einige Quartale gewesen sein.

EZB (Donnerstag, 19. Mai 2022): Auf der Pressekonferenz zu ihrer Ratssitzung am 14. April habe die EZB Signale gegeben, mit denen sie die Markterwartungen über Tempo und Ausmaß bevorstehender Leitzinserhöhungen habe dämpfen wollen. Nur kurze Zeit später hätten dem jedoch verschiedene Ratsmitglieder widersprochen und einen ersten Zinsschritt im Juli ins Spiel gebracht. Die Zusammenfassung dieser Sitzung dürfte daher eine kontroverse Diskussion widerspiegeln. Ein wichtiges Detail sei dabei, inwieweit die Notenbanker ins Auge gefasst hätten, die Nettoanleihekäufe des APP bereits Ende Juni einzustellen. Sollten sie dies auf ihrer nächsten Sitzung am 9. Juni beschließen, hätten sie bei ihrem übernächsten Treffen am 21. Juli freie Hand für eine erste Anhebung der Leitzinsen. (13.05.2022/ac/a/m)





 
 
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