Goldpreis wird moderat fallen




14.03.18 11:30
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Sorgen um einen weltweiten Handelskrieg haben sich in der Goldpreisentwicklung kaum niedergeschlagen, so die Analysten der DekaBank.

Von der gestiegenen Unsicherheit aufgrund der Ankündigung von US-Importzöllen und der damit einhergehenden Gefahr für entsprechende Gegenmaßnahmen habe der Goldpreis nicht nachhaltig profitieren können. Zwar würden mit physischem Gold hinterlegte Wertpapiere (Gold-ETFs) seit der zweiten Februarwoche global Zuflüsse verzeichnen, aber insgesamt in einem sehr moderaten Tempo. An den Terminmärkten hätten die spekulativ orientierten Goldmarktteilnehmer seit Anfang Februar ihre Wetten auf steigende Goldpreise in der Summe sogar zurückgefahren. Starke Verunsicherung sehe anders aus. In dieses Horn habe auch der neue Präsident der US-Notenbank FED, Jerome Powell, geblasen, der sich zuversichtlich über die US-Wirtschaft geäußert habe, was die Zinserwartungen an den Märkten habe steigen lassen. Dies habe die Goldmarktteilnehmer scheinbar stärker beeinflusst als das Gespenst eines Handelskriegs.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten in der Regel stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. Nach der Finanzmarktkrise und der Staatsschuldenkrise in Europa stünden nun andere Themen an. Zum einen sei dies die von den USA ausgehende Zinswende. Auch im Rest der Welt würden die Zinsen allmählich wieder zu steigen beginnen. Die Renditen würden zwar nur langsam nach oben gehen, denn das Tempo der Leitzinsanhebungen in den USA sei sehr zögerlich. Außerdem seien andere große Notenbanken wie die EZB mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik extrem vorsichtig. Doch auch mit leicht steigenden Zinsen würden die Opportunitätskosten der Goldhaltung höher, Gold werde also in Relation zu anderen Anlageklassen unattraktiver.

Zum anderen hätten die Industrieländer die Deflationssorgen hinter sich gelassen, und die Märkte und Analysten würden sich zunehmend mit dem Thema Inflation beschäftigen. Zugleich sei die politische Unsicherheit weiterhin recht hoch. Am Ende werde man am Goldmarkt all diese Faktoren gegeneinander abwägen. Aus Sicht der Analysten erscheine es am wahrscheinlichsten, dass der Goldpreis (in US-Dollar notiert) moderat fallen werde. Auf lange Sicht würden sie dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. (Ausgabe März/ April 2018) (14.03.2018/ac/a/m)





 
 
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