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Deutsche Bank: DWS benennt Risiken des Börsengangs - Aktiennews




14.03.18 14:05
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank: DWS benennt Risiken des Börsengangs - Aktiennews

Die Fondstochter der Deutschen Bank (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) steht kurz vor der Erstnotiz, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Börsenprospekt sei nun genehmigt und veröffentlicht worden. Darin führe die Gesellschaft auch Risiken fürs Geschäft auf - und nenne die Bezüge der Führungsmannschaft.

Nun hätten es alle schwarz auf weiß: Der Asset-Management-Arm der Deutschen Bank habe den Wertpapierprospekt veröffentlicht und darin nochmals den 23. März als Starttermin für die Erstnotiz der DWS-Aktie genannt. Das Dokument sei zuvor von der Finanzaufsicht Bafin zugelassen worden.

"Mit der Genehmigung des Emissionsprospekts haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht", werde DWS-Vorstandschef Nicolas Moreau in einer Mitteilung zitiert. "Wir freuen uns, dass nun Investoren ihre Order für DWS-Aktien aufgeben können."
In dem mehr als 400 Seiten starken Prospekt nenne die Gesellschaft, wie bei solchen Dokumenten üblich, auch potenzielle Risiken für das Geschäft. Ein Punkt steche dabei heraus: Die Trennung des US-Bereichs des Asset Managers von der Mutter Deutsche Bank sei noch nicht abgeschlossen. "In der Folge besteht ein Risiko, dass wir nicht in der Lage sein könnten, unser Geschäft als Gruppe so zu betreiben, wie es derzeit geplant ist", heiße es in dem Papier. Dies könne "erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Umsätze, Profitabilität und Geschäftsaussichten haben.

Enge Bande

Desweiteren verweise die DWS auf die "bedeutenden Geschäftsbeziehungen" zur Haupteignerin Deutsche Bank, die auch nach dem IPO fortbestünden. Die Muttergesellschaft erbringe "wesentliche Dienstleistungen", nicht zuletzt als Vertriebspartner, für die Fondstochter.

Sofern die entsprechenden Verträge enden würden, müsse die DWS diese Dienstleistungen ersetzen. Die wirtschaftlichen Bedingungen neuer Vereinbarungen könnten "weniger vorteilhaft" sein. Sprich: die DWS müsse sich diverse Services bei anderen Anbietern einkaufen, was die Kosten in die Höhe treiben könnte. Als weitere Risiken zähle der Börsenaspirant etwa die Regulierung, das allgemeine Wettbewerbsumfeld, die Entwicklung des verwalteten Vermögens sowie des Nettomittelaufkommens und den technologischen Fortschritt auf - also die sich beschleunigende Digitalisierung des gesamten Finansektors.

Tief gestapelt

Die Deutsche Bank hoffe auf einen Verkaufserlös von 1,2 bis 1,8 Milliarden Euro. Ursprünglich habe das angeschlagene Geldhaus auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro gehofft. Der deutsche Branchenprimus gebe zwischen 20 und 25 Prozent der Anteile an seinem Asset Manager ab. Rein rechnerisch rangiere die Marktpaitalisierung der Tochter also zwischen sechs und 7,2 Milliarden und damit am unteren Rahmen der Erwartungen.

Dem Angebotsprospekt zufolge gebe die DWS für 2018 obendrein einen gedämpften Ausblick auf den Geschäftsverlauf. Das verwaltete Vermögen solle zwar steigen. Doch die Börsenturbulenzen zu Jahresbeginn würden auf die Performance der Fonds schlagen und damit auf den erfolgsabhängigen Teil der Gebühreneinnahmen.

Gut vergütet

Zudem würden in dem Dokument die Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt, die bereits über Medienberichte publik geworden seien. So würden Margret Suckale, ehemals Bahn-Vorstand, und Ex-DWS-Chef Asoka Wöhrmann in das Kontrollgremium einziehen. Der namentlich bislang noch nicht bekannte Vertreter des neuen Großinvestors Nippon Life sei Hiroshi Ozeki.

Weiterhin nenne die Gesellschaft die Bezüge des Managements. Vorstandschef Moreau erhalte demnach ein Fixgehalt von 2,66 Millionen Euro im Jahr. Zusammen mit variablen Komponenten werde eine Zielvergütung von sieben Millionen angepeilt, maximal könne Moreau 10,5 Millionen Euro mit nach Hause nehmen. Das Gehalt von Deutsche-Bank-Chef John Cryan sei auf 9,5 Millionen Euro gedeckelt. An zweiter Stelle kämen DWS-Investmentchef Stefan Kreuzkamp und Alternatives-Leiter Pierre Cherki mit maximal vier Millionen Euro im Jahr. Fest gezahlt würden jeweils 1,25 Millionen, angepeilt seien 3 Millionen.

Zweiter Ankeraktionär gefunden

Weiterhin sei bekannt geworden, dass die DWS neben Nippon Life einen zweiten Ankeraktionär habe gewinnen können. Das französische Fondshaus Tikehau Capital habe mitgeteilt, es habe DWS-Aktien für 250 Millionen Euro vorbörslich geordert. Dies würde einer Beteiligung von etwa drei bis vier Prozent entsprechen. Tikehau verwalte nicht einmal 14 Milliarden Euro, vorwiegend in alternativen Investments. Die DWS betreue rund 700 Milliarden Euro. Die Franzosen wollten eine mögliche Kooperation mit der DWS sondieren. Diese habe die Stärkung des Bereichs "alternative Investments" angekündigt und hier auch Zukäufe nicht ausgeschlossen.

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
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Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
12,84 EUR +0,25% (14.03.2018, 13:33)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
15,79 USD -1,99% (13.03.2018, 21:02)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an - vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu allen Formen des Kapitalmarktgeschäfts. Zu ihren Kunden gehören Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die Öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (14.03.2018/ac/a/d)






 
 
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