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Die Commerzbank-Aktie: Digitalisierung soll Wachstum ermöglichen




17.07.17 15:41
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Aktuell haben Inhaber von Commerzbank-Aktien allen Grund zur Freude. Die Umstrukturierung des Unternehmens geht, wenn auch nicht reibungslos, voran und stimmt die Investoren positiv für die Zukunft. Vor einem Jahr haben viele die Commerzbank bereits abgeschrieben, aber seitdem konnte die Aktie einen Aufwärtstrend verzeichnen. Seit Anfang August hat sich der Kurs verdoppelt und nun stellt sich die Frage, ob die Entwicklung anhält. Wie sieht die Zukunft der Commerzbank AG aus und welche Maßnahmen gibt es hinsichtlich der Digitalisierung und des geplanten Stellenabbaus?

Commerzbank FilialeBild: Vor allem die Digitalisierung und die Umstrukturierung sollen die Commerzbank AG weiter nach vorne bringen. Bildquelle: Vytautas Kielaitis – 671283250 / Shutterstock.com

Der Kurs der Commerzbank-Aktie hatte in den letzten Monaten mit der Hürde bei 10,00 Euro zu kämpfen, konnte seinen Aufwärtstrend nach dem Durchbruch aber fortsetzen. Auch diese Woche waren wieder starke Kursgewinne zu verzeichnen und die Aktie entwickelte sich besser als der DAX.

Auch am Mittwoch war die Aktie unter den DAX-Unternehmen wieder eine der stärksten. Die Bank konnte wieder etwa 0,6 Prozent zulegen und steht aktuell bei 10,84 Euro.

Das ist vor allem deshalb beeindruckend, da das Jahrestief bei 5,16 Euro (03.08.2016) liegt. Das Jahreshoch von 11,00 Euro wurde am Dienstag, dem 04.07.2017, erreicht. Vor allem technische Analysten sind überzeugt, dass, nachdem der Ausbruch geschafft ist, weiteres Potential für Kursgewinne besteht.

Infografik über die Commerzbank AGInfografik: Das ist die Commerzbank AG in Zahlen. Bildquelle: aktiencheck.de

Aber auch die Vertreter der Fundamentalanalyse sehen weitere Chancen für die zweitgrößte Bank Deutschlands. Die Umstrukturierung mit Kosteneinsparungen schreitet ebenso voran wie die Digitalisierung. Vor allem durch ihr Online-Banking kann die Commerzbank punkten. Die Bank hat dabei ein klar ausgeschriebenes Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen 80 Prozent der Geschäftsprozesse digitalisiert werden.

Investitionen zur Digitalisierung


Dazu hat das Kreditinstitut die bestehende Zusammenarbeit mit der Darmstädter Software AG weiter ausgebaut. Der IT-Dienstleister stellt eine Integrationsplattform zur Verfügung, wodurch die Einbindung von Systemen und internen Prozessen einfacher gelingt. Im Zuge dessen hat die Bank bereits einige Projekte umgesetzt oder wird dies zeitnah in die Wege leiten:

  • Eröffnung des Digital Campus für Projekte zur Digitalisierung und Prozessoptimierung
  • Einführung der digitalen Betriebsoberfläche "One" zum Informationsaustausch zwischen Vertrieb und Kunden
  • Erstellung einer Smart-Data-Architektur zur Kundenansprache
  • Einführung eines cloudbasierten Customer-Relationship-Management-Systems für Privat- und Firmenkunden


Der Weg zu einem Technologieunternehmen der Finanzbranche wird durch hauseigene Investitionen von jährlich rund 700 Millionen Euro vorangetrieben, die auf die Bereiche IT und Digitalisierung fallen. Die Digitalisierung soll ebenfalls dabei helfen, Kosten einzusparen, und Wachstumschancen beinhalten, die das "Offline-Geschäft" nicht mehr bietet. Investitionen in andere Bereiche wurden abgebaut, denn der Gesamtinvestitionsaufwand wurde nicht erhöht.

Das wäre auch nicht anders möglich, aufgrund des Sparkurses, den das Unternehmen seit dem Wechsel an der Führungsspitze fährt. Seit einem Jahr versucht so die neue Spitze, Martin Zielke, die Schwächen im Kerngeschäft mit den Privat- und Firmenkunden auszugleichen.

Im Zuge dieser Sparmaßnahmen werden bis 2020 auch weitere Umstrukturierungen des Personals folgen. Der Stellenabbau von über 43.000 auf 36.000 kostet dem Unternehmen dabei weniger als bislang vermutet, was auch die Anleger freuen dürfte.

Stellenabbau versursacht wahrscheinlich weniger Kosten als erwartet


Die Kosten konnten von den veranschlagten 1,1 Mrd. Euro auf 810 Millionen Euro reduziert werden, so dass Martin Zielke für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Gewinn rechnet. Jedoch hat das von der Commerzbank dafür angestrebte Altersteilzeitprogramm "56plus" weniger Zuspruch von den Mitarbeitern erhalten als erwartet.

Laut WirtschaftsWoche hatten 1436 Beschäftigte im Juni die Möglichkeit, dieses Angebot anzunehmen. Gebrauch machte hiervon jedoch nur ein Drittel, das waren in absoluten Zahlen genau 495 Mitarbeiter. Im Juli können indes weitere 1487 Arbeitnehmer bei der Commerzbank dieses Angebot annehmen.

In erster Linie soll der Abbau durch eben solche Sozialplaninstrumente wie den Altersregelungen und Aufhebungsverträge sowie die natürliche Fluktuation der Mitarbeiter gelingen. Wenn dies allerdings nicht ausreicht, sind auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Daneben bleibt weiterhin die Unsicherheit über die Geldpolitik der EZB. Nach dem zuletzt optimistisch stimmenden Wachstum in der EU und der steigenden Inflationsrate erhoffen sich die Banken natürlich bald eine Änderung der Zinspolitik, damit ihre Einnahmen wieder steigen. Auch die Commerzbank leidet stark unter dem aktuellen Zinsniveau.

Die Commerzbank wurde schwer von der Bankenkrise getroffen und befindet sich erst seit einem Jahr wieder im Aufwind. Ab 2007 musste das Unternehmen sogar mit staatlicher Hilfe unterstützt werden und ist seitdem teilverstaatlicht.

Langfristige Entwicklung der Aktie



Die Aktionärsstruktur der Commerzbank AG zeigt auf, dass etwas mehr als 15 Prozent der Anteile der Bundesrepublik Deutschland gehören. Trotz der schwierigen Lage konnte man 2009 die Dresdner Bank übernehmen und sich dadurch auf Platz zwei der größten deutschen Banken hieven. Während der letzten sieben Jahre führte die Commerzbank jedoch auch vier Kapitalerhöhungen durch:

Übersicht der Kapitalerhöhungen der Commerzbank AGTabelle: Übersicht der Kapitalerhöhungen bei der Commerzbank AG

Die Commerzbank hat durch die Kapitalerhöhungen die schwerste Zeit der Krise überwunden und befindet sich nun endlich wieder im Aufwind. Nur durch einen Aktiensplit von 10:1 konnte verhindert werden, dass die Commerzbank-Aktien zu einem Penny-Stock werden. Anfang des Jahrtausends lag der Aktienkurs bei über 250 Euro, stürzte aber bis 2003 auf unter 50 Euro ab. Bis zum Jahr 2007 konnte sich die Aktie wieder erholen und lag damals bei 220 Euro.

Die Kursentwicklungen der vergangenen Jahre sehen dabei eher unspektakulär aus, wobei sich ein Anstieg von 100 Prozent innerhalb von 12 Monaten durchaus sehen lassen kann. Auch die Anleger dürften mit solch einer Entwicklung zufriedener sein als mit einer aufregenden Berg- und Talfahrt. Bereits in naher Zukunft dürfte sich zeigen, was von der Commerzbank-Aktie zu erwarten sein wird. Die Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Bank sind jedenfalls längst nicht abgeschlossen und werden natürlich auch Auswirkungen auf den Aktienkurs der Commerzbank haben. (17.07.2017/ac/a/d)







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000CBK1001 CBK100 12,47 € 6,29 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Düsseldorf 12,375 € +2,78%  14:33
Nasdaq OTC Other 13,90 $ +2,43%  15.11.17
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