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Börsen im typischen "risk-off"-Modus




23.02.21 08:57
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Börsen präsentierten sich am Montag durchwegs von der schwachen Seite, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Von den etablierten Märkten habe lediglich Japan (+0,5%) und der Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) (+0,1%) im grünen Bereich schließen können. Nach einigermaßen volatilem Verlauf hätten Europas Börsen am Montag mit kleineren Verlusten geschlossen. Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen hätten zu Beginn kräftig auf die Stimmun gedrückt. Nach einem besser als erwartet ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex (habe im Februar mit 92,4 den höchsten Stand seit Oktober 2020 erreicht) habe das Sentiment aber zu drehen begonnen. Auch nachgebende Renditen an den Anleihemärkten hätten am Nachmittag geholfen.

Gute Nachrichten habe es auch von der Impfstoff-Front gegeben. Laut einer vorläufigen israelischen Studie verfüge der von Pfizer (ISIN: US7170811035, WKN: 852009, Ticker-Symbol NYSE: PFE)/BioNTech (ISIN: US09075V1026, WKN: A2PSR2, Ticker-Symbol: 22UA, NASDAQ-Symbol: BNTX) entwickelte COVID-19-Impfstoff über eine Wirksamkeit von 90% gegen die Virus-Übertragung. Gute News seien indes auch aus Großbritannien gekommen, wo wohl alle Erwachsenen bis Ende Juli ihre erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten würden und man daher die Aufhebung der Corona-Restriktionen per Ende Juni plane.

An den Aktienmärkten sei gestern eine deutliche Sektorrotation hin zu konjunktursensiblen Sektoren wie Energie und Finanz zu beobachten gewesen. Auffallend schwach hätten sich Technologie-Titel präsentiert, wo jetzt zunehmend Bedenken über teilweise (wohl) zu hohe Bewertungen lauter würden. Energie-Aktien seien auch vor dem Hintergrund festerer Ölpreise mit einem aggregierten Plus von 3,1% der mit Abstand stärkste Subsektor im S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) gewesen, noch weit vor dem Finanzsektor (+1,2%), welcher von einer steileren Zinskurve profitieren sollte. Die technologielastige NASDAQ habe gestern 2,6% auf 13.224 Punkte verloren, der marktbreitere S&P 500 dagegen vergleichsweise nur 0,8%. Der Dow Jones habe es gegen Ende des Handels sogar minimal ins Plus geschafft.

In Europa und den USA hätten sich angesichts der positiven Impfstoff-Nachrichten die durch COVID-19 noch sehr beeinträchtigten Branchen wie Tourismus/Luftfahrt/Entertainment sehr gut in Szene setzen können, Airline-Aktien hätten auch von einer Hochstufung des gesamten Sektors eines Brokers Rückenwind bekommen. So seien beispielsweise American Airlines (ISIN: US02376R1023, WKN: A1W97M, Ticker-Symbol: A1G, NASDAQ-Symbol: AAL) um 9,4% nach oben geflogen, in Europa hätten sich eine IAG (ISIN: ES0177542018, WKN: A1H6AJ, Ticker-Symbol: INR, Nasdaq Other OTC-Symbol: BABWF) (+7,5%), easyjet (ISIN: GB00B7KR2P84, WKN: A1JTC1, Ticker-Symbol: EJT1, London: EZJ, NASDAQ OTC-Symbol: EJTTF) (+7,3%) und TUI (ISIN: DE000TUAG000, WKN: TUAG00, Ticker-Symbol: TUI1, Nasdaq OTC-Symbol: TUIFF) (+8,7%) positiv in Szene setzen können.

In Asien würden sich die Indices heute Morgen einheitlich leicht fester zeigen und einen Mini-Rebound schaffen: Sowohl Hongkong (+0,1%) als auch Festland-China (+0,4%) notieren im positiven Territorium würden. In Japan ruhe der Börsenhandel heute wegen des Geburtstags des Kaisers, auch Russland bleibe geschlossen.

Gemäß den aktuellen Futures-Indikationen würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG heute auch in Europa von einer leicht freundlichen Börseneröffnung in Europa ausgehen.

Rohstoffe seien gestern fast unisono fester gehandelt worden. Der Goldpreis habe am gestrigen Handelstag auch gestützt durch einen schwächeren US-Dollar um 1,3% auf USD 1808 je Feinunze angezogen. Silber habe diese Entwicklung noch toppen können und sei um 3,1% auf USD 28,10 gestiegen. Kupfer sei erstmals seit neun Jahren über die Marke von USD 9.000 pro metrischer Tonne gestiegen.

Die Ölpreise hätten gestern deutlich zugelegt. Hier würden die Akteure zum einen auf die Erholung der Wirtschaft setzen. Zum anderen würden die Produktionsausfälle in Teilen der USA nach Winterstürmen stützen. Sowohl die Sorte Brent (+3,8% auf USD 65,40) als auch das amerikanische Pendant WTI (+2,0% auf USD 61,70) seien kräftig angestiegen.

Bei Bitcoin habe sich nach dem Erreichen eines neuen Allzeithöchststandes bei fast USD 59.000 am Sonntag ein massiver Absturz um 17% auf USD 48.800 eingestellt. Tesla (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol Deutschland: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA)-Chef Elon Musk habe am Samstag einen Tweet abgesetzt, wonach der Anstieg zuletzt (+60% im Februar) zu stark ausgefallen sei. Zudem hätten einige Strategen vor einer nachlassenden Liquidität der Digitalwährung gewarnt, demzufolge schon kleine Volumina größere Preisschwankungen verursachen könnten. (23.02.2021/ac/a/m)






 
 
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