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Aktienmärkte: Geldpolitik und Unternehmenszahlen im Fokus




17.07.17 15:47
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Aktienmärkte blicken nach den am Freitag in den USA gemeldeten Zahlen zu den Konsumentenpreisen und zu den Einzelhandelsumsätzen wieder mit etwas mehr Skepsis auf die Weltwirtschaft, so die Analysten der NORD LB.

So seien die Einzelhandelsumsätze im Berichtsmonat Juni beispielsweise um 0,2% M/M zurückgegangen. Die von den offiziellen US-Statistikern vorgenommen Revisionen an den Angaben für Mai (nach oben) könnten diese negative Überraschung nur partiell erklären. Damit seien die aktuellen Daten auch in der Summe als unerfreulich zu bewerten.

In diesem Umfeld einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Konjunktur in den Vereinigten Staaten würden US-Stimmungsindikatoren an Bedeutung gewinnen. Im Berichtsmonat Juni hätten die regionalen Unternehmensbefragungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten interessanterweise ziemlich divergierende Signale gesendet. Aufgrund des recht ausgeprägten Rückgangs beim Philadelphia-Index, den die Analysten der NORD LB eigentlich für einen relativ guten "Hinweisgeber" bezüglich der zu erwartenden Entwicklungen beim ISM PMI Manufacturing halten würden, habe sich ihre Prognose mit Blick auf den nationalen Einkaufsmanagerindex zuletzt als viel zu pessimistisch präsentiert.

In der Tat seien die Analysten der NORD LB vom im Juni zu beobachtenden Anstieg des ISM PMI Manufacturing sehr positiv überrascht worden. Der nationale Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie gelte noch immer als zentraler Stimmungsindikator für die nordamerikanische Wirtschaft. Angesichts der aktuellen Verunsicherungen bezüglich der Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten sei von den internationalen Finanzmärkten offenbar sogar mit noch größerem Interesse auf die Meldung der Zahlen zum ISM PMI Manufacturing für den Berichtsmonat Juni gewartet worden. Mit sehr erfreulichen 57,8 Punkten habe die Zeitreihe nach Auffassung der Analysten der NORD LB ganz klar ein ausgeprägtes Anziehen der Wirtschaftsaktivität in der US-Industrie signalisiert. Der Abstand zur magischen Marke von 50 Zählern, welche nach mechanistischer Interpretation als Expansionsgrenze gelte, werde damit im Rückspiegel immer größer und größer.

Auch wenn die ökonomische Relevanz des zuletzt zu beobachtenden ausgeprägten Anstiegs beim ISM PMI Manufacturing sicherlich nicht überbewertet werden dürfe, würden die Daten doch gut zur Annahme der Analysten der NORD LB passen, dass das Wachstum in den USA im Laufe des Jahres 2017 klarer an Dynamik gewinnen werde - und dies vielleicht sogar schon getan habe! Dabei sei auch zu bedenken, dass der Philadelphia-Index im Mai auf einem sehr hohen Niveau notiert habe. Der stärkere Rückgang bei dieser Zeitreihe dürfe also keinesfalls zu negativ bewertet werden. In jedem Fall würden die Börsen in dieser Woche wieder mit großem Interesse auf die Zahlen zum Philadelphia-Index zu achten haben. Auch wenn die Analysten der NORD LB aktuell zumindest keine weitere große Abschwächung bei dem Indikator erwarten würden, sei nicht mit positiven Nachrichten zu rechnen. Hoffnungsträger für den Markt bleibe wohl die langsam an Fahrt gewinnende US-Berichtssaison.

Auch die Notenbanksitzung der EZB dürfe sicherlich nicht aus den Augen verloren werden. Auch an den asiatischen Aktienmärkten zeichne sich ein überwiegend erfreuliches Bild zum Wochenstart. Der positive Impuls aus den Vereinigten Staaten vermöge durchaus auch die Börsen in Fernost anzustecken. Darüber hinaus hätten die formidablen Konjunkturneuigkeiten aus China grundlegend für gute Stimmung gesorgt. Dass der Shanghai SE Composite Index trotzdem mit einem relativ deutlichen Kursverlust von -1,43% in die neue Woche starte sei wohl vor allem auf das Bekanntwerden des Vorhaben der chinesischen Regierung zurückzuführen, die Verschuldungsproblematik in Zukunft verstärkt angehen zu wollen. (17.07.2017/ac/a/m)







 
 
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