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ver.di zum Uniklinikstreik: Arbeitgeber versucht Streik mit taktischen Spielchen und Drohungen zu unterlaufen




11.10.17 16:34
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Am heutigen zweiten Tag des 48-stündigen Warnstreiks an der Uniklinik Düsseldorf erwartet die Gewerkschaft ver.di erneut 500 Streikteilnehmerinnen und -teilnehmer. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung von ver.di:

Betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind Operationssäle, Ambulanzen, Krankentransporte, der Sicherheitsdienst und die Essensversorgung. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag zur Entlastung der Mitarbeiter an der Uniklinik. Kernpunkte sind eine Mindestpersonalausstattung, eine Verbesserung der Ausbildung und Regelungen zum Ausgleich für Belastungen. Der neue Tarifvertrag soll zusätzlich zu dem geltenden Tarifvertrag abgeschlossen werden. Für die Tochtergesellschaften des Düsseldorfer Klinikums verweigert die Klinikleitung bisher jede tarifvertragliche Vereinbarung.

"Die Beschäftigten sind wütend, weil der Arbeitgeber die Belastungssituation im Klinikum herunterspielt und erklärt, schlimmer als anderswo sei es am Uniklinikum Düsseldorf auch nicht. Das hilft einer Krankenschwester in der täglichen Belastungssituation überhaupt nicht", erklärte Jan von Hagen, ver.di-Gewerkschaftssekretär für die Krankenhäuser in NRW. "Dass am Uniklinikum versucht wird, mit taktischen Spielchen in der OP-Planung und der Androhung von Abmahnungen den Arbeitskampf zu unterlaufen, führt dazu, dass jetzt noch mehr Beschäftigte streikbereit sind".

Am Abend des ersten Streiktages hatte ver.di dem Vorstand der Uniklinik erneut die Aufnahme von Notdienstverhandlungen angeboten. "Die Klinikleitung hat die Streikbereitschaft mächtig unterschätzt. Trotzdem gibt es weiterhin kein Signal, mit ver.di nach Lösungen zu suchen", bedauert der Gewerkschafter.

Parallel hat ver.di die Beschäftigten der beiden hundertprozentigen Tochtergesellschaften GKD und UKM der Universitätsklinik Düsseldorf mit ihren ca. 700 Beschäftigten zum Warnstreik für einen Tarifvertrag aufgerufen. "Gehaltsunterschiede von bis zu 600 Euro bei gleicher Tätigkeit zeigen nur die mangelnde Wertschätzung der Arbeit durch die Leitung der Uniklinik. Da darf man sich nicht wundern, dass sich die Beschäftigten wehren", sagte Herma Janßen, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di Düsseldorf.

Getrennt von dieser Tarifbewegung setzt sich ver.di auf politischer Ebene für verbindliche Personalvorgaben per Gesetz ein. Nach Berechnungen der Gewerkschaft müsste es für eine gute und sichere Versorgung 162.000 Stellen in Krankenhäusern mehr geben, davon 70.000 Pflegefachkräfte. (11.10.2017/ac/a/m)






 
 
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