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ver.di: Air Berlin muss sich zu Kündigungsvorwürfen äußern! ver.di bezweifelt Ehrlichkeit von Beschäftigungszusagen




09.10.17 16:30
aktiencheck.de

Berlin (www.aktiencheck.de) - Angesichts möglicher bevorstehender Kündigungen fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Fluggesellschaft Air Berlin (ISIN: GB00B128C026, WKN: AB1000, Ticker-Symbol: AB1, NASDAQ OTC-Symbol: AIBEF) auf, endlich Klarheit zu schaffen, ob und wie viele Beschäftigte zum Ende des Monats entlassen werden sollen. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung von ver.di:

"Es ist unerhört, ein so wichtiges Thema übers Wochenende auszusitzen und totzuschweigen! Wir erwarten eine unmissverständliche Stellungnahme. In einer sozialen Marktwirtschaft tragen Arbeitgeber Verantwortung für die Beschäftigten. Das gilt auch und vor allem für einen Betrieb, der sich in einem Insolvenzprozess befindet", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Behle forderte die Politik auf, nicht tatenlos zuzusehen, wie die Fluggesellschaft mit dem Schicksal tausender Beschäftigter spiele: "Die staatliche Bürgschaft der Bundesregierung war auch zur Rettung der Arbeitsplätze gedacht. Wenn Air Berlin die Massenkündigungen wahr machen sollte, ist das ein Missbrauch der Politik und der Steuerzahler, der nicht zugelassen werdendarf! Die Politik muss jetzt eingreifen und die Käufer und Verkäufer zur Raison bringen", so das Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft.

Angesichts der Versprechen des Air Berlin-Geschäftsführers Thomas Winkelmann, für 80 Prozent der Beschäftigten seien bei den Käufern Arbeitsplätze vorhanden, sei die Kündigungsdrohung ein Hohn. "Wenn er die Wahrheit sagt, dann muss eine echte, vertraglich abgesicherte Übernahme erwirkt werden. Wenn Massenkündigungen ausgesprochen werden sollten, dann täuscht er die Beschäftigten und die Öffentlichkeit", sagte Behle.

ver.di betont angesichts der Lage die Dringlichkeit eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten einzurichten. ver.di hatte in der vergangenen Woche in einem Rahmentarifsozialplan die tariflichen Voraussetzungen geschaffen, um eine Transfergesellschaft und Sozialpläne für die Beschäftigten der insolventen Airline zu vereinbaren. Eine Umsetzung ist abhängig von der Bereitstellung der nötigen Gelder durch Air Berlin, die Erwerber und die Politik. Vor der Bundestagswahl hatte es bereits positive Aussagen aus der Politik gegeben. "In der jetzigen Situation braucht es aber feste Zusagen für eine verbindliche Finanzierung", sagte Christine Behle. (Pressemitteilung vom 08.10.2017) (09.10.2017/ac/a/nw)







 
 
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