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Warum Diversifikation bei Kryptowährungen wichtig ist




10.01.18 15:37
eToro

London (www.aktiencheck.de) - Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die aktuellen Entwicklungen bei Kryptowährungen und neue Probleme für Bitcoin:

Der Markt für Kryptowährungen erlebe aktuell einen Abverkauf auf breiter Front. Die überwältigenden Zuwächse, die man in den vergangenen Wochen bei Ripple (XRP) gesehen habe, würden derzeit wieder zunichte gemacht - aktuell würden die XRP-Token bei je rund 1,50 US-Dollar notieren. Selbst bei einem Rückfall auf 1,10 US-Dollar wären sie immer noch das Fünffache des Stands von vor einem Monat wert. Während Anleger, die früh auf die Altcoin gesetzt hätten, Kasse hätten machen können, gelte es den von Ripples Preisverfall getroffenen Späteinsteigern zu sagen, dass ein gewisses Maß Diversifizierung und ein langfristiger Ansatz wichtig sei.

Einen Pullback erlebe man nicht nur bei XRP. Aus der Menge an Kryptowährung steche gegenwärtig vor allem Ethereum mit einer positiven Preisentwicklung heraus. Dieser Tage sehe es immer mehr danach aus, als übernehme die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung die Rolle des "sicheren Hafens" in diesem Markt.

Bitcoin-Mining in China vor dem Aus

Es sehe so aus, als gäbe es Neuigkeiten bezüglich des Bitcoin-Minings in China. Die Financial Times sei an offizielle Dokumente der chinesischen Behörden gelangt, die darauf hindeuten würden, dass China tatsächlich hart gegen Bitcoin-Miner durchgreifen dürfte. Das sei besonders besorgniserregend, weil der Großteil des Minings noch immer in China ablaufe. Doch selbst wenn viele weitere Länder Pläne verfolgen würden, ihre Tätigkeiten in diesem Bereich auszuweiten, dürften diese Dinge Zeit brauchen. Derzeit seien sie noch nicht vollständig einsatzfähig.

Diese Nachricht komme zu einer eher ungünstigen Zeit für die nach Marktkapitalisierung führende Kryptowährung, weil sich der Backlog unbestätigter Transaktionen, auch ‚Mempool‘ genannt, nicht leeren wolle. Auch wenn sich die Zahl der durch die Bitcoin-Blockchain verarbeiteten Transaktionen reduziere, gebe es im Augenblick noch immer etwa 170.000 unbestätigte Transaktionen."

SegWit-Lösung gegen vollen "Mempool"?

Anleger sollten ihre Augen jetzt auf die Hashrate richten. Zugute komme Bitcoin dabei die drastische Zunahme der Rechenpower des Netzwerks in den vergangenen Monaten. Sollte diese jetzt schwanken, wäre das für Bitcoin ein sehr schlechtes Zeichen.

Die Energiemenge, die die Bitcoin-Blockchain derzeit benötige, sei übermäßig hoch. Wenn das Protokoll kein Update erfahre, dass für höhere Effizienz sorge, sei es vielleicht besser, wenn Bitcoin den Weg für effizientere Kryptowährungen freimache. Zwar könnte die SegWit-Lösung für Bitcoin nach wie vor eine Rettung bedeuten, doch scheine es zunehmend unwahrscheinlich, dass diese zustande komme. Bisher unterstützen nur etwa zehn Prozent der Bitcoin-Miner diese Lösung. (10.01.2018/ac/a/m)






 
 
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