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US-Winterweizenanbaufläche könnte auf niedrigstes Niveau seit 1909 gefallen sein




11.01.18 16:33
Commerzbank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Morgen gibt das US-Landwirtschaftsministerium seine erste Schätzung zur im letzten Herbst mit Winterweizen bestellten US-Anbaufläche bekannt, so die Analysten der Commerzbank.

Laut einer Umfrage von Reuters solle diese bei 31,3 Mio. Morgen liegen. Das wäre das niedrigste Niveau seit 1909. Im vorherigen Jahr habe die US-Winterweizenfläche noch 32,7 Mio. Morgen betragen. Der erwartete Rückgang der Anbaufläche erkläre sich u.a. mit dem niedrigen Preisniveau, das den Weizenanbau weniger attraktiv mache. Abgesehen von einem kurzzeitigen Ausschlag nach oben im letzten Frühsommer notiere der Weizenpreis an der CBOT seit 1,5 Jahren unterhalb von 500 US-Cents je Scheffel. Im Dezember sei sogar fast wieder das Zehn-Jahrestief von August 2016 erreicht worden. In den letzten Jahren hätten höhere Erträge den Rückgang der Anbaufläche größtenteils wettmachen können, sodass die Winterweizenernte deutlich weniger zurückgegangen sei. Ob dies auch 2018 der Fall sein werde, bleibe abzuwarten.

So habe der wichtigste US-Anbaustaat Kansas im Herbst mit Trockenheit gekämpft, was zu erheblichen Verzögerungen bei der Aussaat geführt habe. Der Zustand der Winterweizenpflanzen in Kansas habe sich zudem im Dezember deutlich verschlechtert. Seien Ende November noch 51% der Pflanzen in gutem bzw. sehr gutem Zustand gewesen, so habe der Anteil Ende Dezember nur noch bei 37% gelegen. Zuletzt sei noch die Kältewelle hinzugekommen, die wegen unzureichender Schneedecke zu Frostschäden bei den Pflanzen geführt haben dürfte. (11.01.2018/ac/a/m)





 
 
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