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US-Aktienmarkt: 2017 - ein spektakuläres Jahr, getrübt durch Divergenzen




10.01.18 16:11
MFS Investment Management

New YorkBoston (www.aktiencheck.de) - Den Medien zufolge steigen alle Aktien im Gleichschritt - getreu dem alten Sprichwort, dass die Flut alle Boote hebt, so James Swanson, MFS Chief Investment Strategist bei MFS Investment Management.

Doch wenn man ein wenig tiefer blicke, zeige sich, dass es nicht ganz so sei: 2017 hätten sich Märkte durchaus unterschiedlich entwickelt.

2017 sei die Ertragsstreuung im S&P 500-Index (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) bemerkenswert gewesen. Technologiewerte hätten fast doppelt so stark zugelegt wie der Gesamtindex. Bis zum 20. Dezember habe ihr Gesamtertrag 41% betragen, gegenüber 22% Indexertrag - ein bemerkenswerter Abstand. Der Sektorvergleich sei noch überraschender: Telekommunikations- und Energiewerte seien um jeweils etwa 45% hinter Technologieaktien zurückgeblieben (und um 25 Basispunkte hinter dem Index). Keineswegs hebe die Flut also alle Boote gleich stark, und einige Boote seien sogar etwas gesunken.

Auch früher habe es solche Unterschiede gegeben und im Energiesektor seien sie oft der Vorbote eines Ölpreisrückgangs gewesen. Das sei meist mit einem stärkeren US-Dollar und generell schwächeren Rohstoffpreisen einhergegangen, was wiederum den Gewinnen der S&P 500-Unternehmen geschadet habe. Die Experten von MFS Investment Management halten die schwache Entwicklung des Energiesektors im Jahr 2017 daher für ein Warnsignal für das neue Jahr.

Die Experten würden mit folgenden Auswirkungen des gerade erst verabschiedeten Steuergesetzes rechnen: Die Neuregelungen würden unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Arten von Large Caps haben. Eher binnenorientierte Firmen würden von einem deutlichen Rückgang der Effektivsteuersätze profitieren, sodass die operativen Gewinne ceteris paribus im zu Ende gegangenen Jahr um etwa 8% bis 10% höher ausfallen dürften. Der hochfliegende Technologiesektor mit seinen hohen Auslandsumsätzen zahle effektiv aber nur durchschnittlich 19% bis 20% Steuern, also weniger als der neue gesetzliche Steuersatz von 21%. Der Sektor dürfte daher nicht so stark von der Neuregelung profitieren, wie einige Optimisten prognostizieren würden. Für hochverschuldete Unternehmen könnten die Neuregelungen nachteilig sein, da sie ihren Zinsaufwand nur noch bis zu maximal 30% ihres Cashflows von der Steuer absetzen könnten.

Unternehmen mit hohem Forschungs- und Entwicklungsbudget, etwa Pharmafirmen und große Investitionsgüterhersteller, dürften unterdessen von der Möglichkeit zu Sofortabschreibungen kurzfristiger Investitionen profitieren. Alles in allem dürfte das Gesetz gut für große US-Unternehmen sein, auch wenn nicht alle in gleichem Maße von ihm profitieren würden. Hier erwarten die Experten von MFS Investment Management Unterschiede.

Die Experten von MFS Investment Management glauben, dass die Verabschiedung des Gesetzes nicht allen Aktien in gleicher Weise oder nachhaltig nützt. Aus ihrer Sicht sei der Beschluss des Pakets kein Grund, wahllos alle möglichen Aktien zu kaufen. Der Teufel liege im Detail, was genauere Analysen nötig mache. Die Experten würden auch glauben, dass nicht alle Länder in gleicher Weise von dem zurzeit ordentlichen Weltwirtschaftswachstum profitieren würden. Im Verborgenen gebe es dramatische Entwicklungen, die interessante Signale sein könnten. Möglicherweise werde das Wachstum in Zukunft nicht mehr so hoch sein wie zurzeit.

Je stärker die Kurse steigen würden, desto größer sei das Risiko, dass Anleger zu sorglos würden, Fundamentaldaten und Bewertungen ignorieren - und dafür bestraft würden. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass Anleger in eine solche Falle tappen würden. Umso mehr sei Vorsicht angesagt: Wer erwäge, wahllos in teure Vermögenswerte zu investieren, sollte sich dies genau überlegen. (10.01.2018/ac/a/m)






 
 
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