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S&T: Frühe Ausrichtung auf Megatrends wie Internet der Dinge und Industrie 4.0 macht sich bezahlt - Aktienanalyse




13.09.19 09:40
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - S&T-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des IT-Technologiekonzerns S&T AG (ISIN: AT0000A0E9W5, WKN: A0X9EJ, Ticker-Symbol: SANT) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Die frühe Ausrichtung auf Megatrends wie Internet der Dinge und Industrie 4.0 mache sich bei S&T bezahlt. Operativ befinde sich der IT-Dienstleister auf Rekordfahrt. Die Aktie hinke dagegen noch hinterher. Wie so oft, sei der Handelsstreit zwischen den USA und China als Grund für den Rücksetzer in den Raum gestellt worden. Ein Fehler!

"Wir sind momentan nicht sehr stark von dem Handelsstreit betroffen, da wir rund 75 Prozent unserer Umsätze in Europa erzielen", habe S&T-Vorstand Hannes Niederhauser gegenüber dem "Aktionär" gesagt. "S&T liefert rund 20 Prozent seiner Produkte in die USA und aktuell nur rund fünf Prozent nach China." Einzig im Segment "IoT Solutions America" sei der österreichische IT-Dienstleister teilweise von den Zöllen betroffen. "Wir haben hier aber schon frühzeitig Maßnahmen eingeleitet und transferieren derzeit einige der betroffenen Produkte in das jeweilige Zielland, um es vor Ort zu produzieren und so Zölle zu umgehen", so Niederhauser. Dies habe zu einem weiteren Aufbau des Lagers beispielsweise in China und damit einer leichten Erhöhung des Working Capitals geführt. "Einen Impact auf unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2019 sehen wir aktuell aber nicht."

Was zeichne die Gesellschaft aus? S&T profitiere von der Digitalisierung der industriellen Produktion und setze hier seit Jahren auf neueste Innovationen, um die technologische Führerschaft im Bereich der industriellen Internet-of-Things-Anwendungen (IIoT) stetig auszubauen. Das Leistungsspektrum umfasse unter anderem die Bereiche Rechenzentrumsbetrieb, Workplace Management, Managed Printing, Beschaffung, Integration und Wartung von IT-Produkten, SAP-Betrieb beziehungsweise -Implementierung sowie Softwareentwicklungen.

Die Projektpipeline sei prall gefüllt - und wachse dynamisch. Zuletzt sei ein Auftrag aus dem Bereich des autonomen Fahrens an Land gezogen worden. S&T liefere dem Kunden Systeme für die Echtzeitdatenverarbeitung. Dies dürfte sich aber erst ab dem kommenden Jahr in den Zahlen bemerkbar machen.

"Wir haben im Industrie-4.0-Markt bereits heute eine führende Technologie - damit muss es möglich sein, in den nächsten Jahren führende Gewinnmargen zu erzielen", gebe der Firmenlenker die Richtung vor. In der Zukunft wolle er sich daher nicht nur auf die "beste Technologie verlassen", sondern die "Pferdestärken auch besser auf die Straße bringen", um noch schneller und effizienter zu werden. Für die nächsten zwei Jahre sei daher auch das Effizienz- und Profitabilitätsprogramm PEC (Profitabilität - Effizienz - Cashflow) initiiert worden. "Wichtige Stellschrauben sind die Verbesserung von Synergien und Prozessen innerhalb der Gruppe, die durch ein umfassendes Reporting gemessen werden, sowie die Reduzierung unseres Working Capitals", so der Vorstand. Diese und weitere Synergien sollten in einer weiter verbesserten Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von über zehn Prozent münden.

Im ersten Halbjahr habe die EBITDA-Marge mit 9,4 Prozent bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent bereits an der kurzfristig angepeilten Zielmarke gekratzt. Ende des Jahres sollten 1,145 Milliarden Umsatz und 100 Millionen Euro operativer Gewinn zu Buche stehen. "Hierauf können sich unsere Anleger verlassen", so Niederhauser. Der höhere Ergebnisbeitrag durch IFRS 16 dürfte vom EBITDA-Verlust durch die Übernahme der Kapsch CarrierCom (KCC) teilweise aufgebraucht werden.

Fakt sei: S&T sei auf Wachstumskurs. Der Auftragsbestand sei im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf über 750 Millionen Euro gestiegen. Ein Selbstläufer sei das Ganze aber dennoch nicht. Um seinen Zielen nachzukommen, müsse der Vorstand die Integration und Multiplikation des umfangreichen und wertvollen Know-hows vorantreiben, das durch die letzten Akquisitionen von Exceet, XTRO und KCC hinzugewonnen worden sei - zumal spätestens im kommenden Jahr neue Übernahmen dazukommen dürften. Auch das sei Teil des PEC-Programms. Um dies möglichst reibungslos und effizient zu stemmen, sei eine eigene Abteilung aufgebaut worden, die sich ausschließlich um die Integration der neuen Gesellschaften kümmere. Ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste sei die kurz- bis mittelfristige Reduzierung der Anzahl der Einzelgesellschaften.

Schon jetzt sei klar: S&T profitiere auch in Zukunft von der dynamisch steigenden Digitalisierung der Industrie. Im Rahmen der "Agenda 2023" baue der Vorstand das Industrie-4.0-Portfolio kontinuierlich aus und treibe die Internationalisierung voran. Das Potenzial sei enorm, vor allem was Effizienzsteigerungen durch die Vernetzung von Maschinen betreffe. "Wir sind voll auf Kurs, bis 2023 unser Ziel von zwei Milliarden Umsatz zu erreichen", zeige sich Niederhauser optimistisch. "Die zahlreichen Design-Wins, auch die vielen Neukunden, sind die entsprechende Basis hierfür." Im nächsten Jahr sollten die Hälfte der Top-10-Kunden Neukunden sein.

Laufe bis dahin alles wie geplant, dürften die EBITDA-Margen bis 2023 kontinuierlich auf über zwölf Prozent steigen und der Gewinn je Aktie überproportional zulegen. Neben der Steigerung der Profitabilität sollten eine Optimierung des Working Capitals und die damit verbundene deutliche Steigerung des operativen Cashflows für Kaufanreize sorgen.

"Leider spiegelt sich unsere solide und gute Geschäftsentwicklung derzeit nicht in der Performance unserer Aktie wider", so Vorstand Niederhauser. "Die ständigen Konjunktursorgen und weltweiten Krisenherde führen zu einer großen Zurückhaltung bei den Anlegern. All das belastet die Aktie. Mit den positiven Geschäftsaussichten und unserer anhaltenden Performance wird sich aber auch unsere Bewertung wieder verbessern", zeige sich der Vorstand optimistisch.

Bleibe S&T auf dem eingeschlagenen Wachstumspfad und werde die Marge wie geplant gesteigert, dürfte die Aktie wieder deutlich Boden gut machen. Das erste Ziel einer Gegenbewegung warte bei 21,50 Euro. Bleibt die totale Eskalation im Handelsstreit aus, dann sollte die Aktie im Anschluss - begleitet von einem anhaltend freundlichen Newsflow - Kurs auf die 25-Euro-Marke nehmen, so Michael Schröder. "Der Aktionär" spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario. (Analyse vom 13.09.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen/ genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Börsenplätze S&T-Aktie:

Xetra-Aktienkurs S&T-Aktie:
20,10 EUR +0,60% (13.09.2019, 09:09)

Tradegate-Aktienkurs S&T-Aktie:
20,10 EUR +0,95% (13.09.2019, 09:10)

ISIN S&T-Aktie:
AT0000A0E9W5

WKN S&T-Aktie:
A0X9EJ

Ticker-Symbol S&T-Aktie:
SANT

Kurzprofil S&T AG:

Der Technologiekonzern S&T AG (ISIN: AT0000A0E9W5, WKN: A0X9EJ, Ticker-Symbol: SANT) (www.snt.at) ist mit rund 2.300 Mitarbeitern und Niederlassungen in 20 Ländern weltweit tätig. Als Systemhaus zählt das im Frankfurter Prime Standard notierte Unternehmen mit einem umfassenden Lösungsportfolio zu den führenden Anbietern von IT-Dienstleistungen und Lösungen in Zentral- und Osteuropa. S&T verfügt als namhafter IT-Hersteller über ein großes Portfolio an Eigentechnologien, etwa in den Bereichen Appliances, Cloud-Security und Smart Energy. (13.09.2019/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
20,28 € 19,98 € 0,30 € +1,50% 13.09./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000A0E9W5 A0X9EJ 28,06 € 15,20 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Michael Schröder
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
20,26 € +1,76%  13.09.19
Xetra 20,28 € +1,50%  13.09.19
Düsseldorf 20,22 € +1,46%  13.09.19
Berlin 20,26 € +1,45%  13.09.19
Hamburg 20,26 € +1,30%  13.09.19
München 20,34 € +1,19%  13.09.19
Frankfurt 20,36 € +0,99%  13.09.19
Stuttgart 20,18 € +0,60%  13.09.19
Hannover 19,92 € -1,29%  13.09.19
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