Russlands Regierung reduziert Wachstumsprognosen für 2020




13.09.19 13:05
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Das russische Wirtschaftswachstum hat sich im Juli beschleunigt und der Einkaufsmanagerindex ist in den expansiven Bereich zurückgekehrt, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Gleichwohl habe Wirtschaftsminister Oreshkin die Prognosen für Wirtschaftswachstum und Inflation im kommenden Jahr reduziert. Russlands Wirtschaft solle demnach 2020 um 1,7% wachsen statt der zuvor prognostizierten 2%. Zugleich solle auch die Inflationsrate sowohl 2019 als auch 2020 niedriger ausfallen und auf 3,8% (2019) bzw. 3% (2020) sinken. Präsident Putin habe bei Regierung und Notenbank verstärkte Anstrengungen eingemahnt, um Wirtschaftskraft und Realeinkommen der Bevölkerung zu steigern. Sein Investitionsprogramm von umgerechnet rund 400 Mrd. Dollar komme dabei offenbar langsamer voran als geplant. Die Behörden scheinen teils erhebliche Probleme mit der Umsetzung zu haben und vielfach besteht Unklarheit darüber, inwieweit man private Unternehmen einbezieht, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.

Im Moskauer Stadtparlament werde die Partei "Einiges Russland" zwar weiterhin die absolute Mandatsmehrheit innehaben. Sie habe bei den mit einiger Spannung und von Protesten begleiteten Wahlen aber offenbar rund ein Drittel ihrer Sitze an Kandidaten der Opposition verloren, vor allem jene der Kommunistischen Partei. "Einiges Russland" unterstützt zwar Präsident Putin, ist aber anders als jener so unbeliebt bei vielen Bürgern, dass etliche ihrer Kandidaten in Moskau offiziell als "Unabhängige" antraten, um nicht mit der Partei in Verbindung gebracht zu werden, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.

China und Russland würden unterdessen versuchen, die Rolle des US-Dollar für beide Volkswirtschaften weiter zu reduzieren. Diesbezügliche Pläne seien in den letzten Jahren aber langsamer vorangekommen als beabsichtigt. Etwas mehr als 20% des bilateralen Handels würden derzeit in Yuan und Rubel abgewickelt, und Russlands Notenbank halte rund 15% ihrer Devisenreserven in Yuan (umgerechnet rund 67 Mrd. Dollar). Im kommenden Jahr solle ein neuer Meilenstein gesetzt werden, indem die Russische Föderation ihre erste Staatsanleihe in Chinesischen Yuan begeben wolle.

Der Moskauer Aktienindex habe den August fast punktgenau dort beendet, wo er ihn begonnen habe. In Dollar gerechnet habe er allerdings um rund 5% nachgegeben. (Ausgabe September 2019) (13.09.2019/ac/a/m)







 
 
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