Fabasoft-Aktie: Auf starkes Wachstum programmiert - Aktienanalyse




14.06.18 12:26
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - Fabasoft-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Fabasoft AG (ISIN: AT0000785407, WKN: 922985, Ticker-Symbol: FAA) unter die Lupe.

Das Management der österreichischen Fabasoft, Helmut Fallmann und Leopold Bauernfeind, scheinen große Freunde des Stakkato-Stils zu sein. Die Pressemitteilung zum Jahresabschluss 2017/2018 sei recht schnörkellos, ja fast schon lieblos, verfasst worden. Kurz und bündig, schmallippig. In Sachen Investor Relations verdiene das Unternehmen eine glatte 6. Die Art und Weise sei alles andere als investorenfreundlich.

Das Management mache weiterhin den Eindruck, obwohl die beiden Herren "nur" 54% der Gesellschaft kontrollieren würden, dass ihnen die Firma komplett gehöre und Aktionäre eher lästig seien. Die Experten würden es sehr begrüßen, wenn sich dies ändern würde. Notfalls müssten Investoren auf der nächsten Hauptversammlung mal Klartext sprechen. Die schwache Kapitalmarktkommunikation sorge immerhin dafür, dass Anleger den Geschäftsbericht der Gesellschaft intensiv studieren sollten. Im Geschäftsbericht erfahre man spannende Details. Zunächst aber zu den Zahlen von Fabasoft, die durchweg, wie von den Experten vorab berichtet, sehr erfreulich ausgefallen seien.

Der Umsatz habe sich im Jahr 2017/2018 um 13% auf 32 Mio. Euro verbessert. Das EBITDA habe um gut 45% auf über 7 Mio. Euro expandiert. Noch schneller seien EBIT und Nettogewinn gewachsen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen sei um gut 60% auf 5.3 Mio. Euro geklettert. Netto hätten knapp 4 Mio. Euro in der Kasse oder fast 57% mehr als im Vorjahr geklingelt. Die Margen sehr stark: Die EBITDA-Marge habe bei 22% und die EBIT-Marge bei über 16% gelegen. Ebenfalls stark: Der operative Cashflow sei von 4,5 auf fast 8 Mio. Euro nach oben geschnellt. Fabasoft sei somit eine Cashmaschine. Per Ende März habe die Firma 27,5 Mio. Euro in der Kasse gehortet. Schulden seien Fehlanzeige. Auch die Bilanz sei sehr stark. Für das vergangene Jahr würden die Anteilseigner eine Dividende von 18 Cent je Aktie erhalten. Das entspreche dem Niveau des Vorjahres. Die Experten hätten gerne eine Anhebung auf 20 Cent je Aktie gesehen. Da sie Fabasoft aber nicht wegen Dividendenzahlungen zum Kauf empfehlen würden, sei das sekundär und allenfalls ein kleiner Schönheitsfehler im Bild.

Für das neue Geschäftsjahr würden die Experten erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum bei einer überproportionalen Steigerung des Gewinns erwarten. Sie würden ein Umsatzplus von mindestens 15% auf rund 37 Mio. Euro unterstellen. Die EBIT-Marge dürfte sich auf über 18% steigern. Das könnte zu einem EBIT von bis zu 7 Mio. Euro führen. Netto sollten zwischen 5 und 5,5 Mio. Euro in der Kasse klingeln.

Treiber des Wachstums sei unverändert die Perle von Fabasoft - die Mehrheitsbeteiligung Mindbreeze. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Mindbreeze den Umsatz um satte 55% auf 4,8 Mio. verbessert. Mit einer Vorsteuermarge von über 30% arbeite die Firma bereits in der Frühphase hoch profitabel. Die Experten würden davon ausgehen, dass der Spezialist für Wissensmanagement und Künstliche Intelligenz in diesem Wirtschaftsjahr den Umsatz erneut um 40 bis 50% steigere bei ähnlich hohen Margen. Mindbreeze könne inzwischen auch in den USA Erfolge feiern. Aus diesem Grund sei im Januar eine US-Tochtergesellschaft gegründet worden. In Amerika sei zum Beispiel die Gesundheitsbehörde FDA ein Flaggschiffkunde. Zu den weiteren Kunden würden beispielweise zählen: Telmex, Lufthansa, IKEA, Daimler, Manpower, DB Schenker, Brenntag, Deutsche Telekom, Bosch und Zeiss.

Sensationell sei die Gewinnung von Rhön-Klinikum gewesen, die Mindbreeze gegen das Produkt von IBM Watson ersetzt hätten. Da Mindbreeze Umsätze aus monatlichen Nutzungsgebühren erziele, dürfte das Unternehmen nach und nach mit diesen Kunden im Umsatz wachsen. Wie zu hören sei, habe Mindbreeze zudem weitere namhafte Global Player als Klienten gewonnen sowie nordamerikanische Regierungsbehörden, deren Verkündung aber derzeit noch offen sei. Fabasoft habe den Anteil an Mindbreeze im Februar von 65 auf 76% erhöht. Die Erhöhung sei zu einem sehr guten Preis für Fabasoft erfolgt. Gekostet habe dieser Anteil lediglich 2,75 Mio. Euro. Ein echtes Schnäppchen. Hier habe der Vorstand von Fabasoft einen sehr guten Job gemacht. Mittelfristig würden sich die Experten über einen Börsengang von Mindbreeze in den USA freuen. Das könnte das volle Potenzial dieser Gesellschaft signifikant heben und sich massiv im Aktienkurs von Fabasoft niederschlagen.

Bisher seien die Experten auch immer der Ansicht gewesen, dass das Kerngeschäft von Fabasoft langweilig sei. Das würden hiermit revidieren. Aufgrund der Digitalisierung und weltweiten Datenansammlung sowie der glorreichen Datenschutzverordnung habe Fabasoft im Kerngeschäft wieder Wachstumspotenzial. Für die Fabasoft Cloud sei zum Beispiel Deutsche Wohnen als Kunde gewonnen worden. Deutsche Wohnen nutze die Fabasoft Cloud für die Zusammenarbeit mit externen Personen. Nicht zu verachten sei ebenfalls der Auftrag für die Beschaffung des Basisdienstes E-Akte/DMS für die Bundesverwaltung. Dieser Auftrag werde sich nach und nach entfalten und dürfte im vergangenen Wirtschaftsjahr kaum zum Umsatz beigetragen haben.

Die Aktie von Fabasoft entwickle sich seit einigen Monaten seitwärts. Nach der zuvor starken Rally sei eine Konsolidierung gesund.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" halten Kurse von 20 bis 25 Euro auf Sicht von 12 bis 18 Monaten für darstellbar. Sofern das Management in Sachen IR professioneller agiere, werde es schneller gehen. (Analyse vom 14.06.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Fabasoft-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Fabasoft-Aktie:
12,75 EUR -1,54% (14.06.2018, 11:36)

Tradegate-Aktienkurs Fabasoft-Aktie:
12,80 EUR -1,54% (14.06.2018, 12:12)

ISIN Fabasoft-Aktie:
AT0000785407

WKN Fabasoft-Aktie:
922985

Ticker-Symbol Fabasoft-Aktie:
FAA

Kurzprofil Fabasoft AG:

Die Fabasoft AG (ISIN: AT0000785407, WKN: 922985, Ticker-Symbol: FAA) mit Sitz in Linz (Österreich) ist ein 1988 gegründeter Softwarehersteller und Cloud-Anbieter mit langjähriger Erfahrung im elektronischen Dokumenten- und Prozessmanagement. Die Softwareprodukte und Cloud-Produkte von Fabasoft sorgen für das einheitliche Erfassen, Ordnen, prozessorientierte Bearbeiten, sichere Aufbewahren und kontextsensitive Finden aller digitalen Geschäftsunterlagen.

Diese Funktionalitäten werden sowohl im Rahmen von On-Premises-Installationen in den Rechenzentren der Kunden als auch als SaaS- und Cloud-Services genutzt. Darüber hinaus bietet Fabasoft mit dem Appliance-Konzept eine bequeme und zeitsparende Möglichkeit, den Kunden standardisierte Gesamtsysteme (Hardware und Software) für die Nutzung in ihren Rechenzentren zur Verfügung zu stellen. Die Fabasoft Private Cloud, Mindbreeze InSpire (Link öffnet in einem neuen Fenster) sowie Secomo (Verschlüsselungssystem für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) stehen als solche Appliances zur Verfügung. (14.06.2018/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000785407 922985 16,10 € 9,60 €
Metadaten
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Kursziel Einheit:EUR - Euro
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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Hamburg 13,30 € -2,56%  08:09
Xetra 13,30 € -2,56%  14:49
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