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Electronic Arts-Aktie für Umbruchzeit fair bewertet - Torjubel zu kaufen - Aktienanalyse




13.11.17 07:45
Heibel-Ticker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Electronic Arts-Aktienanalyse von "Heibel-Ticker":

Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Electronic Arts Inc. (ISIN: US2855121099, WKN: 878372, Ticker-Symbol: ERT, Nasdaq OTC-Symbol: EA) unter die Lupe.

Man könne sich noch erinnern, wie Aubameyang und Reus mit Batman-Masken ihren Torerfolg gefeiert hätten. Diesen Torjubel könne man künftig kaufen.

Die Spielebranche befinde sich mitten in einem Umbruch. Während bislang Spiele mit einem einmaligen Preis bezahlt und auf das eigene Gerät geladen worden seien, würden Spieler in der Zukunft je nach Nutzung zwar mit kleineren Beträgen, dafür aber immer wieder zur Kasse gebeten.

Electronic Arts bringe beispielsweise jährlich eine neue Version des FIFA-Fußballspiels heraus. Man könne inzwischen Online gegen Gegner antreten, die irgendwo in der Welt sitzen würden. Das eigene Team müsse man über die Zeit mit immer mehr Qualitäten ausstatten, um besser zu werden. Diese Qualitäten könne man sich erspielen, was unendlich lange dauere, oder aber man kaufe ab und zu für echtes Geld Qualitäten dazu.

Und wenn man mal gute Laune habe, dann könne man auch was für den Spaß tun. So könne man den Torjubel von bekannten Fußballern kaufen. Wenn man nun in einem Spiel ein Tor erziele, dann könne der Torschütze, wenn man das zuvor gekauft habe, plötzliche die Batman-Maske aufsetzen. Das werde den Gegner, egal ob er in Japan oder Gelsenkirchen sitze, sicherlich anspornen, einen noch besseren Torjubel zu erwidern.

Die zwei wichtigsten Trends in der Spielebranche seien die Trends weg von dem einzelnen Spieler hin zum Online vernetzten Mulit-Teilnehmer-Spiel, das sowohl auf der Spielekonsole, dem PC oder inzwischen auch auf dem Smartphone erfolgen könne. Erst im vergangenen Monat habe Electronic Arts seine Sparte für die Entwicklung des für 2019 angekündigten Star Wars Spiels überraschend geschlossen. Star Wars sei bislang für einen Spieler entwickelt worden, der sich durch das Abenteuer spielen müsse. Diesem Geschäftsmodell gebe Electronic Arts keine Zukunft, das Spiel werde nun dahingehend entwickelt, dass mehrere Spieler gleichzeitig durch das Abenteuer spielen würden und sich gegenseitig helfen könnten.

Ein weiterer Geschäftsbereich mit Zukunft sei der eSport. Hier würden Mannschaften gegeneinander antreten. So könne ein Team von mehreren Computerspielern die verschiedenen Spieler bei FIFA Fußball spielen und gegen ein anderes Team antreten. Solche Spiele würden inzwischen bereits Online übertragen und in Asien sogar in Stadien an eine Leinwand geworfen, wo dann Zuschauer ihren Teams zujubeln würden.

Es werde also eine Zukunft im Sport (Basketball, Football, Eishockey, Fußball) gesehen, bei der gar keine echten Menschen mehr dem Ball/Puk nachjagen würden, sondern nur noch digitale Fußballer, die von Computerspielern gesteuert würden. Klinge zu abgehoben? Ja, für Stephan Heibel auch... bis er die Zahlen gesehen habe, die bereits heute dahinter stecken würden.

Meines Wissens wird in Deutschland (BVB) bereits geforscht, ob solche Teams auch dazu genutzt werden können, um beispielsweise einen Spieler eines anderen Vereins in das Team des eigenen Vereins einzugliedern, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Computerspieler könnten im Vorfeld einer Übernahme austesten, ob dessen Qualitäten tatsächlich den gewünschten Mehrwert für das heimische Team bringen würden. Eine Möglichkeit, die Heibel dem HSV sehr ans Herz legen würde, da teuer gekaufte Spieler regelmäßig hier an der Elbe ihre Fähigkeiten verlieren bzw. nicht einsetzen könnten.

Activision Blizzard und Take Two Interactive würden die beiden großen Wettbewerber von Electronic Arts heißen. Mit Grand Theft habe Take Two bereits einen Schlager, der auch vier Jahre nach Markteinführung durch die Interaktivität und Multi-Playerfunktionen ordentlich Geld einspiele. Activision sei mit Call of Duty unterwegs.

Beide Wettbewerber würden bereits einen größeren Anteil ihrer Einnahmen über Multi-Teilnehmer-Spiele auf den Smartphones erzielen. Beide Wettbewerber hätten derzeit größere Wachstumsraten und beide hätten daher auch ein höheres Bewertungsniveau. Electronic Arts hinke hinterher, die Entscheidung, die Star Wars Entwickler nach Hause zu schicken, habe der Aktie nochmals zugesetzt.

Wir müssen nun also beurteilen, ob Activision wieder zum Wettbewerb aufschließen kann, oder ob das Unternehmen abgehängt wird, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker".

Heibels Einschätzung sei, dass Electronic Arts deutlich näher an der Realität sei als seine Wettbewerber. Daher sei der Umstieg auf die neue Welt des eSports und der mobilen Apps auch nicht so leicht zu realisieren, ohne die Qualität zu vernachlässigen. Sollte Electronic Arts sein Spieleuniversum erfolgreich in die neue Welt portieren, dürften die Entwicklungsjahre später überproportional entlohnt werden.

Stephan Heibel sehe das beispielsweise an dem derzeit nicht in der Werbung befindlichen Spiel Real Racing von Electronic Arts. Da würden echte Autos mit echten Eigenschaften in einer verblüffend guten graphischen Qualität dargestellt und über echte Rennstrecken gejagt, dass man sich manchmal schon vorkomme wie Sebastian Vettel. Im Ferrari F14 T über den Nürburgring zu heizen, wenn auch nur auf dem iPad, sei doch ein Traum jedes Formel 1 Fans, oder?

Und wenn der Weg in die neue Spielewelt auch sehr lang und teuer sein möge, Electronic Arts habe die notwendigen finanziellen Mittel: 4,5 Mrd. USD Cash würden dem Unternehmen einen langen Atem geben, dagegen stünden nur Schulden von 1 Mrd. USD.

Ja, es sei eine Zeit des Umbruchs bei Electronic Arts. Spiele würden nicht mehr für die Konsolen von Microsoft, Sony und Nintendo entwickelt, sondern gleichzeitig für Android und iOS. Die Storyline (der rote Faden der durchspielten Geschichte) dürfe nicht mehr linear für einen Spieler ausgearbeitet werden, sondern müsse komplexe Wechselwirkungen mehrere Spieler mit unterschiedlichen Qualitäten und Geschwindigkeiten bedienen.

Da spreche Stephan Heibel hier von Umbruchzeiten, gleichzeitig wachse der Gewinn von Electronic Arts Analystenschätzungen zufolge in den kommenden fünf Jahre um durchschnittlich 15% p.a. Heibel würde sagen, Dank eSports und Smartphones erlebe die Spieleindustrie gerade einen Goldrausch. Es gehe also darum, möglichst schnell die sprunghaft angestiegene Nachfrage nach den neuen Spielformaten zu bedienen.

Vor diesem Hintergrund halte Stephan Heibel die aktuelle Bewertung mit einem KGV 2018e von 22 für fair. Ja, es gebe Risiken im Übergang zu neuen Spielformaten, daher wäre ein KGV in Höhe des zweifachen Gewinnwachstums in seinen Augen zu hoch. Mit 22, also dem 1,5Fachen, sei jedoch diesem Risiko ausreichend Rechnung getragen.

Zudem sei das Jahr 2017 nicht gerade der Renner gewesen, was die Neuerscheinungen an Spielen seitens Electronic Arts betreffe. Bis Q2 2018 sei auch weiterhin erst mal Flaute. Erst in Q2 2018 würden dann die aktuellen Saison-Versionen von FIFA 18, NHL 18, Madden 18 (Football) und NBA 18 erscheinen. Im Q3 sollten dann Battlefront II, Need for Speed und Sims 4 folgen.

Stephan Heibel würde sagen, wenn man die Saison-Spiele mal ausklammere, sei die Liste an Neuerscheinungen recht mau. Er würde also auch für 2018 keine exorbitant besseren Zahlen erwarten, als man es in diesem Jahr erlebt habe. Damit bleibe die Frage des Timings für interessierte Anleger schwer zu beantworten.

Electronic Arts profitiere von der sprunghaft wachsenden Nachfrage nach mobilen Online-Spielen und eSports, hinke jedoch in der Entwicklung neuer Spiele hinterher. Das werde ausreichen, um der Aktie ein solides Wachstum, einen ordentlichen Cashflow und damit weitere Investitionen in die Zukunft zu ermöglichen. Mit dem KGV 18e von 22 sei dieser Entwicklung Rechnung getragen.

Ob es dem Unternehmen jedoch gelinge, diese neuen Spielformate zur Eroberung neuer Marktanteile zu nutzen, oder aber ob Wettbewerber dem Unternehmen die Butter vom Brot nehmen würden, sei noch nicht entschieden. Wenn man sich jedoch den Realitätsgehalt der Spiele von Electronic Arts anschaue und sich die Entwicklungen in der Augmented Reality Szene vor Augen führe, dann sei Electronic Arts bestens positioniert, um - wenn auch spät - ganz vorne mitzuspielen.

Wer also die Electronic Arts-Aktie ins Depot holen möchte, der braucht gegebenenfalls einen langen Atem, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". (Ausgabe 45 vom 10.11.2017)

Börsenplätze Electronic Arts-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Electronic Arts-Aktie:
95,86 EUR +0,14% (10.11.2017, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Electronic Arts-Aktie:
96,644 EUR +0,57% (10.11.2017, 22:25)

Nasdaq-Aktienkurs Electronic Arts-Aktie:
112,75 USD +0,77% (10.11.2017, 22:00)

ISIN Electronic Arts-Aktie:
US2855121099

WKN Electronic Arts-Aktie:
878372

Ticker-Symbol Electronic Arts-Aktie:
ERT

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Electronic Arts-Aktie:
EA

Kurzprofil Electronic Arts Inc.:

Electronic Arts (ISIN: US2855121099, WKN: 878372, Ticker-Symbol: ERT, Nasdaq OTC-Symbol: EA) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Unterhaltungssoftware. Der Konzern entwickelt und vermarktet interaktive Programme für PCs und moderne Unterhaltungssysteme wie die Sony Playstation, Playstation Portable, die Xbox Videospielkonsole sowie die Nintendo Wii oder mobile Geräte und gehört damit zu den führenden Anbietern seiner Branche. Die Anwendungen werden in eigenen Entwicklungsstudios rund um den Globus - in den USA, Kanada, Großbritannien, Japan und auch in Deutschland - entworfen und realisiert.

Im Vordergrund der Unternehmensaktivitäten steht die Entwicklung innovativer und technisch hochwertiger Unterhaltungsmedien, die über verschiedene Plattformen gespielt werden können. Der Konzern legt großen Wert auf die Einbindung neuester Technologien in den Entwicklungs- und Konzeptionsprozess und arbeitet zum Beispiel an der Optimierung von Wireless-Technologien, Streaming-Gaming-Services oder internetbasierten Spielmöglichkeiten. Bei der Konzeption seiner Produkte kombiniert das Unternehmen verschiedene Medien wie Video, Bilder, 3D-Gesichts- und Körpersimulationen, Computergrafiken und Stereosound mit Beiträgen von Drehbuchautoren, Regisseuren und Musikern. Der Konzern vertreibt seine Produkte an Einzel- und Fachhändler sowie über die eigene Internetseite und das Onlineportal direkt an den Endkunden und bietet zudem einen Download-Service an. (13.11.2017/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
107,32 $ 107,71 $ -0,39 $ -0,36% 23.11./02:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US2855121099 878372 122,79 $ 73,74 $
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
89,999 € -0,74%  23.11.17
Frankfurt 90,504 € +0,04%  23.11.17
Xetra 90,29 € -0,31%  23.11.17
Nasdaq 107,32 $ -0,36%  22.11.17
Stuttgart 90,064 € -0,55%  23.11.17
Düsseldorf 90,60 € -1,16%  23.11.17
Berlin 90,41 € -1,28%  23.11.17
Hamburg 90,41 € -1,37%  23.11.17
München 90,00 € -2,33%  23.11.17
  = Realtime
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