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EZB: Leistungsbilanz des Euro-Währungsgebiets in Q3/2017 - Überschuss in Höhe von 129 Mrd. Euro




12.01.18 15:45
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Leistungsbilanz des Euro-Währungsgebiets wies im dritten Quartal 2017 einen Überschuss in Höhe von 129,0 Mrd. Euro auf, verglichen mit 94,7 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahrszeitraum, so die Europäische Zentralbank in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der Pressemeldung:

Ausschlaggebend für diese Zunahme waren Verbesserungen aller Positionen, und zwar höhere Überschüsse bei den Dienstleistungen (31,6 Mrd. Euro nach 14,3 Mrd. Euro), beim Primäreinkommen (35,4 Mrd. Euro nach 22,3 Mrd. Euro) und im Warenhandel (95,3 Mrd. Euro nach 92,7 Mrd. Euro) sowie ein geringeres Defizit beim Sekundäreinkommen (33,3 Mrd. Euro nach 34,6 Mrd. Euro). Der höhere Überschuss bei den Dienstleistungen ergab sich aus Verbesserungen, vornehmlich aus einer Verringerung des Defizits bei den sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen (von 11,5 Mrd. Euro auf 3,4 Mrd. Euro) und einer Zunahme des Überschusses beim Reiseverkehr (von 10,8 Mrd. Euro auf 14,9 Mrd. Euro).

Der gestiegene Überschuss beim Primäreinkommen ergab sich vor allem aus einem Anstieg des Überschusses bei den Vermögenseinkommen (von 17,9 Mrd. Euro auf 27,7 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür war ein geringeres Defizit beim Einkommen aus Wertpapieranlagen (6,2 Mrd. Euro nach 11,7 Mrd. Euro) und eine Zunahme des Überschusses bei den Direktinvestitionen (33,6 Mrd. Euro nach 29,7 Mrd. Euro).

In den vier Quartalen bis zum dritten Jahresviertel 2017 belief sich der Leistungsbilanzüberschuss für das Eurogebiet auf 386,9 Mrd. Euro (3,5% des euroraumweiten BIP), verglichen mit 371,1 Mrd. Euro (ebenfalls 3,5% des euroraumweiten BIP) im entsprechenden Vorjahrszeitraum. Dieser Anstieg war das Ergebnis höherer Überschüsse beim Primäreinkommen (114,0 Mrd. Euro nach 78,5 Mrd. Euro) und bei den Dienstleistungen (66,7 Mrd. Euro nach 48,6 Mrd. Euro). Diese Entwicklungen wurden zum Teil durch einen Rückgang des Überschusses im Warenhandel (von 380,1 Mrd. Euro auf 350,9 Mrd. Euro) sowie eine Zunahme des Defizits beim Sekundäreinkommen (von 136,1 Mrd. Euro auf 144,7 Mrd. Euro) ausgeglichen.

Der Auslandsvermögensstatus des Euro-Währungsgebiets wies Ende des dritten Quartals 2017 Nettoverbindlichkeiten gegenüber der übrigen Welt in Höhe von 0,5 Billionen Euro (rund 5% des BIP im Euroraum) auf. Dies entsprach einer Verbesserung um 54 Mrd. Euro gegenüber der Nettoposition Ende des zweiten Quartals 2017. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem geringere Nettoverbindlichkeiten aus Wertpapieranlagen (2.311 Mrd. Euro nach 2.439 Mrd. Euro). Diese Entwicklung wurde durch höhere Nettoverbindlichkeiten aus übrigen Kapitalanlagen (802 Mrd. Euro nach 763 Mrd. Euro) und Finanzderivaten (59 Mrd. Euro nach 47 Mrd. Euro) sowie durch niedrigere Nettoforderungen bei den Direktinvestitionen (1.990 Mrd. Euro nach 2.004 Mrd. Euro) und Währungsreserven (675 Mrd. Euro nach 683 Mrd. Euro) teilweise ausgeglichen.

Die Verbesserung des Netto-Auslandsvermögensstatus des Euroraums im dritten Quartal 2017 lässt sich in erster Linie durch Nettotransaktionen und per saldo positive Marktpreiseffekte erklären, die zum Teil durch per saldo negative Wechselkurseffekte kompensiert wurden. Die Verringerung der Bestände bei den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Direktinvestitionen war hauptsächlich durch Nettoveräußerungen und negative Wechselkursänderungen bedingt. Bei den Wertpapieranlagen war ein Anstieg der Forderungen und Verbindlichkeiten zu verzeichnen, der auf Nettoinvestitionen, positive Preisänderungen und andere positive Anpassungen bei den Verbindlichkeiten zurückzuführen war, die nur teilweise durch negative Wechselkurseffekte aufgezehrt wurden.

Die Bruttoauslandsverschuldung des Euro-Währungsgebiets belief sich zum Ende des dritten Quartals 2017 auf 13,7 Billionen Euro (rund 124% des euroraumweiten BIP), womit sie sich gegenüber dem Vorquartal um 125 Mrd. Euro verringerte. Auch die Nettoauslandsverschuldung ging zurück (um etwa 112 Mrd. Euro); dieser weniger starke Rückgang war durch eine leichte Verringerung der Nettoforderungen an Gebietsfremde bedingt. (Pressemitteilung vom 11.01.2018) (12.01.2018/ac/a/m)







 
 
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