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Digitale Währungen verändern die Welt




09.10.17 14:57
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Technologie, die sich hinter der virtuellen Währung "Bitcoin" verbirgt, bietet bisher ungeahnte Möglichkeiten. Wie digitale Währungen in der Lage sind, die Welt zu verändern.

Bitcoin - Was ist das überhaupt?


Bitcoin ist eine digitale Währung, die ohne staatliche Einflussnahme und ohne Zentralbank funktioniert. Politiker können demnach nicht einfach den Geldhahn öffnen und damit eine digitale Inflation auslösen. Das digitale Geld hat keine zentrale Schaltstelle, denn der Geldfluss wird von den Nutzern autark überwacht. Der Einfachheit halber kann das Netzwerk wie ein öffentliches Telefonbuch verstanden werden, in dem sich die Nummern aller Bewohner einer Stadt befinden. Jeder Telefonbuch-Besitzer kann in seinem eigenen Exemplar die Ziffern manipulieren oder Nummern streichen, aber diese Veränderung hätte keinen Einfluss auf die Exemplare anderer Telefonbücher. Bei Bitcoin werden keine Telefonnummern, sondern Geldbeträge in einem öffentlichen "Buch" festgehalten. Es wird via Internet verteilt, denn jeder Bitcoin-Nutzer hat ein solches Buch auf seiner Festplatte. Eventuelle Betrugsversuche wären von anderen Usern sofort sichtbar, da sich die einzelnen Ausführungen des Buchs plötzlich unterscheiden würden. Obwohl es oft behauptet wird, ist Bitcoin daher keine komplett anonyme Währung. Stattdessen sind alle Informationen und sämtliche Überweisungen transparent und in den Verzeichnissen von Bitcoin festgehalten. Es ist lediglich unbekannt, welche Person zu einem Konto gehört.

Der erstaunliche Aufschwung des Bitcoins


Der Bitcoin erlebte seit seiner Einführung im Jahr 2008 - zum Höhepunkt der Weltfinanzkrise - einen rasanten Aufschwung, wie auf blockchain-hero.de beschrieben ist:

  • Anfang 2010 war ein Bitcoin nur 0,003 US-Dollar wert
  • Ein weiteres Jahr später hatte er den Wert eines US-Dollars
  • Im Dezember 2011 waren es schon 13 US-Dollar


Ab diesem Zeitpunkt ging es rasant aufwärts: Im Mai 2013 lag der Wert eines Bitcoins bei 130 US-Dollar und nur ein Jahr später zwischen 440 und 630 US-Dollar. Inzwischen pendelt der Wert eines Bitcoins kontinuierlich zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar. Allein im letzten Jahr verfünffachte sich der Wert eines Bitcoins demnach und befindet sich nun auf einem Rekordhoch. Nach oben ist dabei noch viel Luft: Glaubt man den neusten Schätzungen der Analysten, kann der Bitcoin-Kurs auf 6000 US-Dollar ansteigen. Doch warum ist der Bitcoin als Währung so beliebt? Die meisten Nutzer sehen den wichtigsten Vorteil darin, dass sie digitales Geld in einer dezentralen Datenbank aufheben können, auf die Banken und Regierungen keinen Einfluss haben.

Der Einfluss von Bitcoin wurde bisher unterschätzt


Die grundlegende Idee eines öffentlichen und transparenten Datenregisters eignet sich nicht nur zum Speichern von Geld, sondern auch für ganz andere Daten. Dieses Datenregister trägt bei Bitcoin die Bezeichnung "Blockchain". Es lässt sich mit mehreren Containern vergleichen, die Informationen speichern und aneinander gereiht sind. Dabei weisen die Container eine zeitliche Abfolge auf: Frühe virtuelle Geldtransaktionen werden an darauf folgende gekoppelt, also werden stets alte mit neuen Containern verbunden. Dieses System ist zu nahezu 100 Prozent fälschungssicher, weil jeder Datenbehälter mit dem anderen verkettet ist. Wenn die Informationen eines älteren Containers unbefugter Weise verändert werden sollen, müssten auch die neueren Container geöffnet und manipuliert werden.

Experten sind der Meinung, dass diese Blockchain-Technologie sowohl die EU als auch die ganze Welt verändern kann. Zu verdanken ist das auch dem Data-Rights-Movement, das sich in Europa gebildet hat und in vielen Staaten der EU ein schnelles Wachstum verzeichnet. Am 25. Mai 2018 tritt in der EU die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, die einen hohen finanziellen Einfluss auf multinationale Unternehmen hat. Kümmern sich diese nicht darum, die Privatsphäre ihrer Kunden zu vor unbefugten Zugriffen zu schützen, sind hohe Geldstrafen fällig. Solche Unternehmen können Blockchain mit ihrer Haftbarkeit, Prüfbarkeit und Transparenz nutzen, um Kundendaten sicher zu handhaben. Blockchain ermöglicht es außerdem, Geschäftsmodelle ohne Mittelmänner zu realisieren, wie etwa Hauskäufe ohne Notar oder Wertpapierhandel ohne Banken. (09.10.2017/ac/a/m)







 
 
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